Welker-Sammlung wandert ins Depot – und in den Touchscreen

Die Sonderausstellung „Salongeschichten – Paris – Löbichau – Wien“ mit der neu gekauften Sammlung an Portraits Löbichauer Gäste haben sich in den vergangenen Monaten über 4000 Besucher angesehen. Jetzt müssen die schon verloren geglaubten Aquarelle, die Emilie von Binzer in ihrem Buch „Drei Sommer in Löbichau“ beschrieb, ins Depot. Einzelne Bilder werden im Wechsel auch in der Dauerausstellung zu sehen sein. Alle anderen können Besucher demnächst im neuen Touchscreen des Museums anschauen.

Blick in sonst verschlossene Depots

Der großformatige Touchscreen soll in Zukunft in der Ausstellung zur europäischen Salongeschichte und zum Musenhof der Herzogin von Kurland als verlängerter Arm in die Schätze des Museumsdepots stehen.

Demnächst in der Salonausstellung des Museums Burg Posterstein: Die gesammelten Forschungsergebnisse im Touchscreen
Demnächst in der Salonausstellung des Museums Burg Posterstein: Die gesammelten Forschungsergebnisse im Touchscreen

Nach über 20 Jahren intensiver Forschung zum Salon der Herzogin Anna Dorothea von Kurland, die u.a. Kontakte nach Kurland, Berlin, Paris und Wien pflegte und viele einflussreiche Menschen ihrer Zeit persönlich kannte, können in der Ausstellung bei weitem nicht alle Forschungsergebnisse und Sammlungsstücke mehr gezeigt werden. Statt sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Depot verschwinden zu lassen, wollen wir interessierten Besuchern die Möglichkeit geben, sich digital durch die vorhandenen Objekte und Informationen zu scrollen.

Über 300 Zeitgenossen der Herzogin

Die Büsten von Wilhelmine von Sagan und ihre Mutter Anna Dorothea von Kurland in der Sonderausstellung "Salongeschichten"
Die Büsten von Wilhelmine von Sagan und ihre Mutter Anna Dorothea von Kurland in der Sonderausstellung „Salongeschichten“

In einem ersten Schritt wollen wir die Kurzbiografien von über 300 Zeitgenossen Anna Dorothea von Kurlands aus dem 18. und 19. Jahrhundert einpflegen. Danach sollen Informationen über Schlösser und Orte der Zeit, Sammlungsstücke auf Burg Posterstein und eine Zeitleiste folgen.

Auch die ausgelassenen Portraitzeichnungen Ernst Welkers werden dann dort wieder zugänglich gemacht. Das Ende der Sonderausstellung „Salongeschichten“ ist damit kein Abschied für immer.

Weiterlesen zum Thema „Salongeschichten“:

Gesammelte Infos auf der Website des Museum

“Ein Besuch in Löbichau, dem wir mit Spannung entgegensahen” – Teestunde auf Burg Posterstein

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Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

5 Antworten auf „Welker-Sammlung wandert ins Depot – und in den Touchscreen“

  1. ich hab den touchscreen vor zwei wochen ausgiebig benutzt und finde die art der präsentation zeitgemäss und gelungen. es gibt mehr informationen als man auf tafeln zu den bildern unterbringen könnte. und bei wenig andrang kann man auch in ruhe lesen.

    1. Herzlichen Dank für das Feedback! Leider haben wir bisher nur einen Bruchteil der Infos unterbringen können, die noch rein sollen. Im Laufe dieses Jahres wollen wir das noch stark erweitern. Ich freue mich aber zu hören, dass Sie den Touchscreen grundsätzlich nützlich fanden!
      Herzliche Grüße,
      Marlene Hofmann

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