Schlossgenuss in Potsdam – Der Museumsverein Burg Posterstein auf den Spuren europäischer Geschichte und Kunst

Noch bis 5. Juni rufen die Schlösser und Gärten Deutschland zur Blogparade #SchlossGenuss auf. Die Mitglieder des Museumsvereins Burg Posterstein folgen traditionell bevorzugt den Spuren der Herzogin von Kurland durch ganz Europa. Die Frühjahrsexpedition führte sie in diesem Jahr nach Potsdam, eine Stadt, die sich wie wohl keine andere Stadt in Deutschland in den letzten zehn Jahren in Bezug auf den Wiederaufbau historischer Gebäude enorm entwickelt hat – und reichlich Potential für Schlossgenuss bietet.

Das wieder aufgebaute Palais Barberini - in der Zeit der Aufklärung pilgerten Künstler und Adlige nach Italien, um sich von der schönen Baukunst und der Geschichte inspirieren zu lassen. (Foto: Bernd Nienhold)
Das wieder aufgebaute Palais Barberini – in der Zeit der Aufklärung pilgerten Künstler und Adlige nach Italien, um sich von der schönen Baukunst und der Geschichte inspirieren zu lassen. (Foto: Bernd Nienhold)

Das Palais Barberini

Das bereits zu Zeiten des Preußenkönigs Friedrichs II. nach dem Vorbild des Palazzo Barberini in Rom errichtete Palais Barberini in Potsdam war im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und in den Nachkriegsjahren komplett abgerissen worden. Zwischen 2011 und 2016 wurde es wieder aufgebaut, die Fassaden wurden originalgetreu rekonstruiert, während die Innenarchitektur nach den funktionellen Anforderungen eines modernen Kunstmuseums gestaltet wurde. Architektonisch fügt sich das Gebäude harmonisch in das Ensemble am Alten Markt (Altes Rathaus, St. Nikolaikirche und altes Schloss (jetzt Landtag von Brandenburg) ein.

Das Museum Berberini

Seit dem Jahr 2017 beherbergt dieses Palais das Museum Barberini. Ein Großteil der Räume dient Ausstellungen mit wechselnder Thematik. Wir interessierten uns für die Werke von Max Beckmann, die unter dem Titel „Max Beckmann. Welttheater“ gezeigt wurden. Offenbar war diese Ausstellung nicht nur bei den Mitgliedern des Postersteiner Museumsvereins sehr gefragt, die Besucherzahl schien an diesem Tag sehr groß. Der elektronische Guide gab uns einen guten Einblick in Beckmanns Leben und Werk und erlaubte jedem Teilnehmer sein eigenes Tempo durch die Ausstellung zu wählen.

Auch die Herzogin von Kurland genoss die Schönheit von Sanssouci (Foto: Bernd Nienhold)
Auch die Herzogin von Kurland genoss die Schönheit von Sanssouci (Foto: Bernd Nienhold)

„Salongeschichten“ im Schlosspark Sanssouci

Das Wetter meinte es gut mit uns. Während des Mittagessens hatte sich die angekündigte Regenwolke entleert und danach die Sonne wieder freigegeben, ein Grund mehr für uns, den geplanten Spaziergang durch den Schlosspark auch anzutreten und zu genießen, zumal uns eine sachkundige Potsdamerin die Führung zugesagt hatte. Die Schlossparkführung war natürlich eine besondere, speziell auf unsere Gruppe zugeschnitten. Wir erhielten interessante Einblicke in die Geschichte der preußischen Residenzen rund um Potsdam und Berlin, in die Parkgeschichte, z.B. in das Krongut Bornstedt, in das Drachenhaus mit dem wunderschönen Café, in das Antikenhaus sowie auch in die Geschichte des Weinanbaus im Schlossgarten.

Die Herzogin von Kurland kam 1786 gemeinsam mit ihrem Mann nach Sanssouci und reiste dann weiter nach Italien.
Die Herzogin von Kurland kam 1786 gemeinsam mit ihrem Mann nach Sanssouci und reiste dann weiter nach Italien.

Auch die Herzogin von Kurland ist mindestens einmal in Sanssouci gewesen, denn 1786 war sie noch zu Lebzeiten Friedrich II. gemeinsam mit ihrem Ehemann in der außergewöhnlichen Residenz zu Gast. Von hier aus startete das Paar auf eine große Europareise, die über Wien nach Rom und Neapel führte. Unterwegs stiftete man in Bologna der traditionsreichen Universität einen kunsthistorischen Lehrstuhl.

Nicht nur Kunst brachten die Kurländer aus Italien mit – das von der berühmten Angelika Kaufmann gemalte Porträt gehört zu den schönsten Darstellungen Anna Dorothea von Kurlands –, sondern auch die Gewissheit, dass die Welt außerhalb der eigenen Besitzungen einiges bereithält an Bildung, an Kontakten und an Einflussmöglichkeiten. Europa war von nun an ihre Heimat.

Ausgehend von diesem damals gelebten Europagefühl, wirft das Museum Burg Posterstein im Herbst 2018 in der Labor-Ausstellung „#SalonEuropa vor Ort und digital“ die Frage auf: Was bedeutet Europa für uns heute? Auch dazu wird es eine Blogparade geben, zu der alle herzlich eingeladen sind.

von Dr. Helmut Hellrung/ Museumsverein Burg Posterstein

Kulturtipp Mutz: Eine Schmöllner Spezialität auf internationalem Parkett

Ausstellungsplakat mit Thüringer Schrumpfgrüffelo von Axel Scheffler.
Ausstellungsplakat mit Thüringer Schrumpfgrüffelo von Axel Scheffler.

„Welche Ausstellung sollte ich unbedingt anschauen?“, fragt Kultur-Bloggerin Tanja Praske im Rahmen ihrer aktuellen Blogparade „Mein Kultur-Tipp für Euch“ #KultTipp. Da antworten wir ganz klar: Den Mutz! Warum erklärt Museumsmitarbeiterin Franziska Engemann in diesem Blogpost und stellt einige der vielen Künstler vor, die an der Ausstellung mitgewirkt haben.

Über das Wesen Mutz ist quellenkundlich wenig bekannt, wie wir im letzten Blogpost schon festgestellt haben. Für die Sonderausstellung konnten über 75 Künstler aus ganz Europa dafür begeistert werden, dem Mutz auf die Spur zu kommen. Sie sandten uns mehr als 90 meist malerische und graphische Werke zu, die bis 16. November 2014 in einer Kabinett-Ausstellung bewundert werden können.

Die Rechercheergebnisse von Jutta Bauer.
Die Rechercheergebnisse von Jutta Bauer.

So findet der Besucher unter anderem die erstaunlichen Forschungsergebnisse der Autorin und Illustratorin Jutta Bauer, die sich nicht nur im eigenen Familienarchiv über den Mutz erkundigt hat. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin, 1955 in Hamburg geboren, veröffentlicht seit 1981 sehr erfolgreich Bilderbücher und lehrt Illustration an der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der HAW Hamburg.

Mutz-Illustration von Klaus Enzikat
Mutz-Illustration von Klaus Enzikat.

Klaus Ensikat schickte eine feine, fast schon fragil wirkende Federzeichnung. Ensikat, 1937 in Berlin geboren, gilt als legendärer Illustrator, nach welchem sogar eine Reihe klassischer Kriminalliteratur benannt wurde, da er den Einband für den Verlag Das Neues Berlin gestaltete.

So fängt man Mutze, verrät Yvonne Kuschel.
So fängt man Mutze, verrät Yvonne Kuschel.

Von Yvonne Kuschel, Künstlerin, Illustratorin und Cartoonistin, stammen zwei Bilder der „Schönen Köchin“, die junge Mutze mit ihren Reizen zu sich lockt. Sie lebt mit ihrer Familie in Leipzig und lehrt als Professorin an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Der Mutz lebt gefährlich, sagt "Titanic"-Karikaturist Michael Sowa.
Der Mutz lebt gefährlich, sagt „Titanic“-Karikaturist Michael Sowa.

Michael Sowa, bekannt durch seine Arbeit für das Satiremagazin „Titanic“, steuerte nicht nur einige Werke für den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ bei, sondern sandte uns auch eine schöne Collage mit dem Thema „Das ist überhaupt nicht lustig“ zu, die das gefährliche Leben des Mutzes im Straßenverkehr zeigt.

"Was Mutz, dat Mutz", meint Karikaturist BECK.
„Was Mutz, dat Mutz“, meint Karikaturist BECK.

Der Karikaturist BECK, 1958 in Leipzig geboren, zeichnet Cartoons für „Die Zeit“, die „taz“ oder den „Eulenspiegel“. Für unsere Sonderausstellung fertigte er gleich drei charmante Karikaturen an, die unser heimisches Fabeltier in den verschiedensten Augenblicken des Lebens zeigen.

Brief von Illustrator Axel Scheffler an das Museum.
Brief von Illustrator Axel Scheffler an das Museum.

Und schließlich soll noch Axel Scheffler genannt werden, der vor allem mit seiner Illustration des Kinderbuches „Der Grüffelo“ bekannt wurde. Er lebt und arbeitet in London und blieb auch in unserer Kabinett-Schau seinem ganz persönlichen „Frankensteinmonster“ treu: Er erweckte den Mutz oder besser den Thüringer Schrumpfgrüffelo zum Leben. Selbst Tochter Adelie tritt in ihren jungen Jahren in die Fußstapfen des Vaters. Auch sie schickte uns eine schöne kleine Zeichnung des Mutzes zu, die in der Ausstellung selbstverständlich gewürdigt und gezeigt wird.

Diese Künstler sollen hier aber nur als Stellvertreter ihrer Kollegen stehen, die natürlich nicht unerwähnt bleiben sollen. Für ihre tollen Arbeiten dankt das Museum Burg Posterstein: Tiziana Jill Beck; Johanna Benz; Uta Bettzieche; Fanny Blanc; Blexbolex; Albrecht von Bodecker; Jens Bonnke; Helmut Brade; Christine Brand; Kristina Brusa; Enzo Brusa; Nadia Budde; Kathrin Cruz; Franziska Faust; Christoph Feist; Gabriela Frančik; Andy Gädt; Matthias Geisler; Tino Geiss; Gensheimer & Katz (Christine Gensheimer & Timo Katz); Susanne Göhlich ; Anna Haifisch; Paule Hammer; Susann Hesselbarth; Sarah Hüning; Christian CX Huth; Mirjam Jacob; Phillip Janta; Gabriela Jolowicz; Franziska Junge; Ruprecht von Kaufmann; Halina Kirschner; Clementine Koenig; Ole Könnecke; Anke Kuhl; Nicolas Mahler; Sophia Martineck; Nanne Meyer; Ingunn Mosberg; Jörg Mühle; Rolf Felix Müller; Thomas Müller; Thomas Matthaeus Müller; Volker Pfüller; Moni Port; Nadine Prange; Ulf Puder; Gerda Raidt; Alexandra Rusitschka; Alice Sawicki; Marie-Luce Schaller; Stefanie Schilling; Katja Schwalenberg; Katja Spitzer ; Katrin Stangl; Matthias Stotz; Andreas Tauber; James Turek ; Catharina Valckx; Kay Voigtmann; Philip Waechter; Henning Wagenbreth; Stefan Walter; Simone Waßermann; Julia Weller; Franz Zauleck und Maryna Zhdanko.



Mit Mutz, Musik und Bilderbuch

Mit „Mutz und Musik“ wurde das Bilderbuch zur Ausstellung präsentiert. Das Buch zeigt alle Werke der Sonderausstellung auf charmante Weise auf 104 Seiten versammelt.

Das Postersteiner „Elegant-Hotel zur Burg“ hat allein für die Zeit der Sonderausstellung eine eigene Mutz-Speisekarte entwickelt. So kann der Museumsbesucher die regionale Spezialität an jedem Tag genießen

Der Mutz interaktiv

Das Mutz-Besucherbuch
Das Mutz-Besucherbuch

Doch auch der Betrachter darf aktiv und kreativ werden. Das bereits zweite Besucher-Mutz-Buch, das in der Ausstellung ausliegt, wird von kreativen Ausstellungsbesuchern gefüllt mit lustigen und ganz persönlichen Mutz-Zeichnungen. Die schönsten sammeln wir auf der Facebook-Seite des Museums.

Im Beitrag wurde aus den Texten des Buches zitiert. Dank an die Autoren.

Franziska Engemann / Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Zum Weiterschauen:

Der Mutz
In Darstellungen renommierter Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt

75 Künstlerinnen und Künstler präsentieren in diesem schönen Bilderbuch ihre Sicht auf den Mutz. 20 x 16 cm, 104 Seiten, farbig, Museum Burg Posterstein 2014 (Preis: 15,00 Euro)
ISBN: 978-3-86104-075-0

Tief eintauchen in die Regionalgeschichte: Napoleon und die Völkerschlacht bei Leipzig

Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen: Präsentation eines besonderen Buchprojekts mit acht Autoren und Informationen aus noch ungesichteten Quellen – Ein Beitrag zur Blogparade „Kultur erleben – #KulturEr“ von Tanja Praske

Karikatur "Triump des Jahes 1813 - Den deutschen zum neuen Jahr" (Museum Burg Posterstein)
Karikatur „Triump des Jahes 1813 – Den deutschen zum neuen Jahr“ (Museum Burg Posterstein

Im Oktober 2013, ja fast während des gesamten Jahres 2013, wurde in zahlreichen Orten Mitteldeutschlands der Völkerschlacht gedacht. An jenen vier Tagen vor zweihundert Jahren entschied sich vor den Toren Leipzigs in der bisher größten Schlacht der Menschheitsgeschichte das Schicksal des Kontinents. Napoleons Truppen, nach dem verheerenden Russlandfeldzug wieder erstarkt, trafen auf eine Kriegskoalition aus Preußen, Österreich, England und Schweden. 600.000 Soldaten aus über einem Dutzend Nationen prallten in diesen dramatischen Oktobertagen in einer Serie erbitterter Schlachten aufeinander. Die Bilanz des Grauens: fast 100.000 tote Soldaten und ungezählte zivile Opfer.

Ein Meilenstein in der diesjährigen Museumsarbeit und das Werk vieler Autoren

Das Museum Burg Posterstein, Mitglieder des Museumsvereins, der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg sowie des Heimatvereines des Bornaer Landes und weitere Autoren beschäftigten sich schon seit knapp zwei Jahren mit der Planung und Vorbereitung eines gemeinsamen Projekts zur Völkerschlacht. Für das Museum war das insofern eine Besonderheit, dass es eine Zusammenarbeit dieser verschiedenen Akteure bisher noch nicht gegeben hatte. Die Fertigstellung eines so umfangreichen Forschungsprojekts wie dem Buch „Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen“ stellt für uns einen Meilenstein der diesjährigen Museumsarbeit dar.

Buchpräsentation mit vielen Gästen

Zur Buchpräsentation am 13. Oktober kamen rund 50 interessierte Besucher, die an diesem Nachmittag die Möglichkeit bekamen, tief in die regionale Geschichte einzutauchen. Der TV-Journalist Gunter Auer erstellte dazu einen gelungenen Bericht:


Ein kurzer Blick ins Buch: Von den Napoleon-Karikaturen bis zum Tatarengrab von Kleinbeucha

"Napoleon - im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen" - das Werk von acht Autoren
„Napoleon – im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen“ – das Werk von acht Autoren

Die Völkerschlacht bei Leipzig bildete den Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit Napoleon und leitete dessen Fall, der schon in Russland begonnen hatte, in der letzten Konsequenz ein. Die öffentliche Haltung gegen Napoleon spiegelt sich nicht zuletzt in Karikaturen wider, die in der Zeit unmittelbar nach der Niederlage entstanden und mittels Reproduktionsgraphik verbreitet wurden. Ein tragendes Element des Buches „Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen – 200 Jahre Völkerschlacht“ bilden 45 Karikaturen aus der Sammlung der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, die den zeitgenössischen, spöttischen Blick auf die Ereignisse um Leipzig widerspiegeln. Verschiedene Autoren geben darüber hinaus Einblicke in die Ereignisse des Jahres 1813.

Klaus Hofmann (Museum Burg Posterstein) wertet in seinem Beitrag „Chronologie der Ereignisse in der Region um Altenburg zitiert aus den Akten des Kriegsarchivs in Wien – Korrespondenz der Militärs mit dem Österreichischen Hauptquartier“ umfangreiche Militärkorrespondenzen, die im Wiener Kriegsarchiv lagern, aus. Auf die Rolle der Herzogin Anna Dorothea von Kurland und ihrer Töchter geht Sabine Hofmann (Museumsverein Burg Posterstein e.V.) in dem Kapitel „Drey Tage hat man sich geschlagen. Das Blut ist auf beiden Seiten geflossen. – Die Kurländerinnen in Kriegszeiten“ ein. Gustav Wolf (Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg) fasst in dem Kapitel „Noch am Abende dieses Tages traf der Kaiser von Rußland ein und stieg auf dem herzoglichen Schlosse ab. – Truppendurchzüge durch Altenburg 1813 im Spiegel der Aufzeichnungen von Friedrich Wagner“ die Situation in und um die Stadt Altenburg zusammen, seine Hauptquelle dafür sind die detaillierten Aufzeichnungen des Altenburger Regierungs- und Finanzrat Friedrich Wagner (1792-1859) (mehr zum Thema). Um den Einfluss des Verlegers Friedrich Arnold Brockhaus drehen sich die Kapitel „Die Deutschen Blätter von Friedrich Arnold Brockhaus“ (Klaus Hofmann) und „Brockhaus und seine Altenburger Zeit“ (Gustav Wolf) – Mehr zum Thema. Der Regionalforscher Andreas Klöppel steuerte das Kapitel „Die Gedenktafel von Gardschütz – Ereignisse im Altenburger Land im Vorfeld der Völkerschlacht“ bei. Manfred Zinecker stellt „Das „1. Thüringer Bataillon““ vor und Helmut Hentschel das „Das Tatarengrab von Kleinbeucha“. Eine Zeitleiste von Dr. Hans-Jürgen Ketzer (Leiter des Volkskundemuseums Wyhra) stellt im Anhang „1813 – Ereignisse und Entwicklungen“ dar.

Präsenation des Buches im Veranstaltungskeller des Museums am 13. Oktober 2013
Präsenation des Buches im Veranstaltungskeller des Museums am 13. Oktober 2013

Aber auch Napoleon steht im Zentrum des Interesses: Dr. Hans-Jürgen Ketzer beleuchtet in seinem Beitrag „Sein beispielloses Emporsteigen und das Überwiegen seiner herkulischen Macht genügte ihm noch nicht. – Napoleon im Urteil zeitgenössischer Bewohner des Bornaer Landes“ den Feldherren aus Bornaer Sicht. Die Historikerin Franziska Engemann geht in dem Kapitel „Der andere Kampf gegen Napoleon – Die deutsche politische Karikatur in der Zeit der Befreiungskriege“ auf die Darstellung von Napoleon in zeitgenössischen Kulturen ein. Im Kapitel „Der Herzoglichen Bibliothek zu Gotha zum Geschenk gemacht von Frau Präsident Freytag. – Napoleon-Karikaturen in der Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha“ beschreibt sie die Karikaturen aus der Sammlung der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, die eine wichtige Grundlage der Ausstellung und des Buchs bilden.

Napoleon – im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen – 200 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig
Museum Burg Posterstein, 2013
ISBN 978-3-86104-098-9, 212 Seiten, 24 Euro

Das Buch ist erhältlich im Museum sowie über E-Mail info@burg-posterstein.de. Ohne die finanzielle Hilfe des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Bürgerstiftung Altenburger Land, des Landkreises Altenburger Land und des Fördervereins des Museums wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen.

Ausstellung „200 Jahre Völkerschlacht“ läuft noch bis 17. November

Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung "Napoleon - im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen" im Museum Burg Posterstein
Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung „Napoleon – im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen“ im Museum Burg Posterstein

Die gleichnamige Ausstellung „Drey Tage hat man sich geschlagen. Das Blut ist von beyden Seiten geflossen. Napoleon, im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen – 200 Jahre Völkerschlacht“ läuft noch bis 17. November 2013 im Museum Burg Posterstein.


(Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein)

Weitere Artikel zum Thema:

„Ein wichtiges strategisches Zentrum – Altenburg während der Völkerschlacht“ (Blogartikel)

„Der Brockhaus wird eingestellt – und was das mit der Ausstellung „200 Jahre Völkerschlacht“ im Museum Burg Posterstein zu tun hat“ (Blogartikel)

Bericht “ Archivschätze in Posterstein ausgegraben“ über die Sonderausstellung von Katja Schmidtke am 12.10.2013 in der Ostthüringer Zeitung

Die Blogparade #KulturEr:

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade „Kultur erleben“ #KulturEr von Tanja Praske, an der sowohl Museen als auch Privatpersonen mit vielen spannenden Beiträgen teilgenommen haben. Für das Museum Burg Posterstein ist die Fertigstellung eines so umfangreichen Forschungsprojekts wie dem Buch „Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen“ ein Meilenstein der diesjährigen Museumsarbeit. Wir danken allen Mitwirkenden, Förderern, Besuchern und Lesern.