#HeritageMW: Gemeinsam nicht einsam: Vom neuen Leben auf dem Burgberg Posterstein – Teil III

Es ist schon fast eine Tradition geworden, dass das Museum Burg Posterstein zur #MuseumsWeek die Entwicklungen auf dem Burgberg zum Thema nimmt und einen Blick auf das Projekt „Gemeinsam nicht einsam- neues Leben auf dem Land“ wirft. Und es hat sich einiges getan!

Seit Sommer 2016 laufen die Arbeiten am historischen Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Posterstein. Das Zukunftsprojekt „Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Lande“ wird vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera mit Fördermitteln der integrierten ländlichen Entwicklung, hier Dorferneuerung/Dorfentwicklung, unterstützt. Der Fördermittelbescheid über 1,8 Millionen Euro wurde am 17. August offiziell überreicht. Gefördert wird das Projekt auch vom Freistaat Thüringen und dem Bund.

Seit diesem ersten großen Schritt wurde fleißig gebaut. Der gesamte Dachstuhl ist saniert, das Dach neu gedeckt, neue Fenster wurden eingesetzt und die neuen Wohnung nehmen Form an.

Offenes Herrenhaus Posterstein am Internationalen Museumstag 2017
Offenes Herrenhaus Posterstein am Internationalen Museumstag 2017

Projekt „Gemeinsam nicht einsam“: Wie der Stein ins Rollen kam

Seit 1993 stehen die verbliebenen Gebäude des Postersteiner Ritterguts, direkt neben der Burg Posterstein, leer. Am 14. Oktober 2015 gründete sich der Förderverein Burgberg Posterstein e.V. und kaufte die Gebäude mit dem Ziel zurück, diese zu sanieren und eine nachhaltige Nutzung für sie zu finden. Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein wurde im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet. Erstmalig bot sich 2015 die Chance zum Rückkauf des Herrenhauses sowie der verbleibenden Rittergutsgebäude. Mit Geldern der Thüringer Staatskanzlei wurde eine Machbarkeitsstudie für die Realisierung des Konzepts „Gemeinsam nicht einsam“ in Auftrag gegeben. Parallel kam die Notsicherung des Gebäudes im Gange.

Das Rittergut Posterstein um 1900, Museum Burg Posterstein
Das Rittergut Posterstein um 1900, Museum Burg Posterstein

Die Gemeinde Posterstein möchte das historische Herrenhaus bis 2018 in mehreren Bauabschnitten sanieren und ausbauen. Es soll eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Tourismus entstehen, darunter acht Wohnungen, zwei Ferienwohnungen, ein Treffpunkt für Vereine und vieles mehr.

Das Gut, auf dem Hans Fallada das Kartoffelzüchten lernte

Die Geschichte des Postersteiner Ritterguts ist eng verknüpft mit der der Burg Posterstein. Die letzten Rittergutsbesitzer (1833-1945) waren die Familie Herrmann. Ein berühmter „Eleve“ in dem landwirtschaftlichen Betrieb war von 1913 bis 1915 Rudolf Ditzen, der hier seine Ausbildung zum Landwirt – mit Spezialisierung auf die Kartoffelzüchtung – absolvierte. Viel bekannter ist der spätere Schriftsteller unter seinem Künstlernamen Hans Fallada.

Führung im historischen Herrenhaus zum internationalen Museumstag 2017.
Führung im historischen Herrenhaus zum internationalen Museumstag 2017.

Während der beiden Weltkriege wurde Posterstein nicht zerstört. Dennoch endete der Zweite Weltkrieg mit der bislang schwerwiegendsten Veränderung: Die Grundherrschaft Posterstein hörte auf zu bestehen. Mit der Durchsetzung der Bodenreform in Thüringen wurde am Anfang des Jahres 1946 das 192 Hektar große Rittergut enteignet, die Grundfläche aufgeteilt und Teile der Wirtschaftsgebäude abgerissen. Der letzte Rittergutsbesitzer Kurt Herrmann (1905-1986) siedelte nach der Ausweisung zwangsweise nach Westdeutschland um. In Burg und Herrenhaus quartierte man nach Kriegsende zunächst Flüchtlinge ein, die ihr Hab und Gut im Osten verloren hatten. Später wurde im Herrenhaus ein Kinderheim (1956-1992) und in der Burg ein Museum eingerichtet.

Ein Fundstück unter den Dielen

Bevor die Familie Herrmann das Rittergut Posterstein 1833 kaufte, gehörte es der Familie Flemming. Der kursächsische Generalfeldmarschall und Reichsgraf Jakob Heinrich von Flemming (1667–1728) hatte 1724 die Besitzungen Posterstein und Vollmershain für 124 000 Taler gekauft. Obwohl die Familie Flemming in Posterstein nur sehr wenig Zeit verbrachte, wurden doch erhebliche Investitionen getätigt. Den Familienbesitz führte sie bis 1833 weiter.

Während der Bauarbeiten unter den Dielen gefunden: Ein Dokument von 1730.
Während der Bauarbeiten unter den Dielen gefunden: Ein Dokument von 1730.

Aus dieser Zeit stammt auch ein außergewöhnliches Fundstück, dass die Arbeiten am Dachstuhl des Herrenhauses zu Tage förderten: Ein Schriftstück, das auf das Jahr 1730 datiert ist.

Das Dokument hat die Maße 20 x 32 cm, trägt das Siegel des Gerichtsinspektors Christian Schmidt und umfasst insgesamt vier Blätter. Dennoch scheint es ein Fragment zu sein. Auf der ersten Seite ist die Nummerierung „No: II.“ zu lesen. Ein möglicher erster Teil blieb allerdings bisher unentdeckt. Bei der gefunden Urkunde handelt es sich um die Abschrift eines Vergleichs von 1677 zwischen Georg Dietrich von Pflugk (1640–1705) auf Posterstein, und Marie Elisabeth von Schleinitz, geborene Bünau, auf Blankenhain.

Die Urkunde beinhaltet eine Vereinbarung der beiden Partein über das Schank- und das Wegerecht auf den Geleitsstraßen unter Pflugks Aufsicht und über ein entsprechendes Wegegeld. Die Abschrift ist vom Gerichtsinspektor Christian Schmidt beglaubigt, gesiegelt und auf „Blankenhayn, den 12.Jul. 1730“ datiert. Das Original vom „29. Jan: Anno 1677“ wurde laut Schmidt „Wort zu Wort“ übertragen.
Dieses außergewöhnliche Zeugnis der Postersteiner Geschichte blieb bis jetzt das einzige Fundstück seiner Art.

Die Umgestaltung des Burgbergs ist in vollem Gange

Die Besucher von Posterstein können den Fortschritt des Bauprojekts direkt vor der Burg deutlich sehen. 2017 steht der Innenausbau im Fokus. Das Zukunftsprojekt ist vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur ausgewählt als eines von vier „Modelprojekten der Regionalentwicklung – Daseinsvorsorge im demografischen Wandel“. Die Fördermittel stehen bereit und die Umsetzung beginnt. So rückt das Ziel des Vorhabens, den Burgberg wieder mit Leben zu erfüllen, eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit/Tourismus zu etablieren und so Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial-, und Kulturraum zu erhalten und weiter zu entwickeln in immer greifbarerer Nähe.

Von Franziska Engemann / Museum Burg Posterstein

#futureMW: Die Wiederbelebung des Postersteiner Burgbergs – Teil 2

LogoMW_PostersteinBereits letztes Jahr zur #MuseumWeek bei uns im Blog ein Thema, gibt es in diesem Jahr ein Update zur Zukunft des Postersteiner Burgbergs. Heutiges Tagesthema der weltweiten Museumswoche auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken ist #futureMW.

Eine Machbarkeitsstudie, durchgeführt vom Planungsbüro IPU Erfurt und finanziert mit Mitteln der Thüringer Staatskanzlei, der Gemeinde Posterstein und des Museumsvereins Burg Posterstein e. V., hat die Machbarkeit des Projekts bestätigt.

Die historischen Gebäude sind gekauft, die Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen, die Finanzierung auf einem guten Weg
Die historischen Gebäude sind gekauft, die Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen, die Finanzierung auf einem guten Weg

Seit über einem halben Jahr arbeitet der Förderverein Burgberg Posterstein e. V. mit Planungsbüro und Architekt intensiv an der Umsetzung. Ein Finanzierungskonzept einschließlich der Zusicherung von Fördermitteln aus dem Programm der Dorferneuerung steht und die Gemeinde Posterstein möchte das nachhaltige Zukunftsprojekt für den Burgberg unbedingt umsetzen.

Geplante Neugestaltung des Burgbergs

Das Gesamtvorhaben „Gemeinsam nicht einsam- neues Leben auf dem Land“ möchte beispielhaft aufzeigen, wie das Leben im ländlichen Raum, aufbauend auf den bestehenden Qualitäten und Stärken des dörflichen Lebens, funktionieren kann. Ziel des Vorhabens ist es, den Burgberg wieder mit Leben zu erfüllen, eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit/Tourismus zu etablieren und so Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial-, und Kulturraum zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Posterstein?!

Posterstein ist eine Gemeinde mit 427 Einwohnern (Stand 2013) im Landkreis Altenburger Land. Sie liegt im strukturschwachen ländlichen Raum zwischen Gera und Altenburg. Posterstein, mit dem Ortsteil Stolzenberg, liegt inmitten einer sanfthügligen, durch die Mäander der Sprotte geprägten, Landschaft. Über der Sprotte in Posterstein, erhebt sich die gleichnamige mittelalterliche Höhenburg mit dem 25 Meter hohen Bergfried als äußerem Wahrzeichen. Die Gemeinde verfügt durch die Autobahnanschlussstelle Ronneburg über einen direkten Anschluss an die A4 (Eisenach-Dresden).

Posterstein: historische Fachwerkhäuser und Bauerngärten, Rad-Wanderwege und über allem thront die Burg (Foto: Petra Nienhold/Museum Burg Posterstein)
Posterstein: historische Fachwerkhäuser und Bauerngärten, Rad-Wanderwege und über allem thront die Burg (Foto: Petra Nienhold/Museum Burg Posterstein)

Laut Regionalplan Ostthüringen liegt Posterstein an der touristischen Infrastrukturachse Gera- Ronneburg- Altenburg. Durch Posterstein führen der Thüringenwanderweg, der Lutherweg und die überregionalen Radwege „Thüringer Städtekette“ sowie die Mittellandroute (D-Netz Route 4) und die Bauerngartenroute (Begleitprojekt Bundesgartenschau 2007). Rad- und Wanderwege, das Postersteiner Ritterturnier und das Seifenkistenrennen bringen insgesamt jährlich über 30.000 Touristen in die Gemeinde.

Ein kulturträchtiger Ort

Die Burg beherbergt seit 1952 das Regionalmuseum des Landkreises, das jährlich rund 22.000 Besucher anzieht. Der Burgberg Posterstein hat für das Altenburger Land und die Region Ostthüringen somit nicht nur historische, sondern auch touristische Relevanz. Die ständige Ausstellung des Museums zeigt vor allem die Burggeschichte und vielfältige Ausstellungen zur regionalen Kulturgeschichte. Davon ist die Exposition zum Musenhof Löbichau der Herzogin von Kurland die umfangreichste Ausstellung zu diesem Teil der europäischen Salongeschichte in einem deutschen Museum.

Kauf der historischen Rittergutsgebäude

Das gesamte Areal des Burgbergs besteht neben der im Eigentum des Landkreises befindlichen Burg, aus dem Herrenhaus, dem ehemaligen Pferdestall sowie dem Lager (ehemalige Scheune), die nun Eigentum des Fördervereins Burgberg Posterstein e.V. sind und zwei weiteren privaten Gebäuden.

Im November 2015 gab es zum ersten Mal die Möglichkeit, das renovierungsbedürftige Herrenhaus zu besichtigen.
Im November 2015 gab es zum ersten Mal die Möglichkeit, das renovierungsbedürftige Herrenhaus zu besichtigen.

Der bauliche Zustand des Herrenhauses, des Pferdestalls und des Lagers sind seit Jahren teilweise mangelhaft. Die bis November 2015 in privater Hand befindlichen Gebäudekomplexe (Scheune, Pferdestall, Herrenhaus) stehen seit 1993 leer und verfielen zusehends. Der Nordflügel der Burg wurde nach der Bodenreform bis auf das Kellergeschoss abgerissen.

Neue Strategie für die ländliche Entwicklung

Posterstein, wie viele Dörfer im ländlichen Raum, unterlag bzw. unterliegt einem starken strukturellen Wandel: die Anzahl der Arbeitnehmer in der Landwirtschaft nimmt ab, ebenso gehen die Arbeitsplätze im Ort zurück. Dafür steigt die Zahl der Pendler, was zu einer Trennung von Arbeitsplatz und Wohnort und somit zu längeren Wegen führt. Aufgrund der Globalisierung der Märkte rücken lokale Produkte in den Hintergrund und die Bevölkerung verliert den Bezug zu Produkten aus der Region und der Produktion von Lebensmitteln.

Der frühere Nordflügel der Burg Posterstein ist derzeit eine Ruine.
Der frühere Nordflügel der Burg Posterstein ist derzeit eine Ruine.

Regionales touristisches Informationszentrum in der Burg Posterstein

Ziel ist der Wiederaufbau des Nordflügels der Burg, um ein unentgeltliches touristisches Informationszentrum dort einzurichten. Gebäudeform und äußeres Aussehen des Neubaus orientieren sich dabei am historischen Vorbild. Alle baulichen Vorhaben sollen Bezug nehmen auf die Geschichte des ehemaligen Gutshofes und gleichzeitig moderne Elemente wie Barrierefreiheit und energetische Selbstversorgung durch Nutzung regenerativer Energien einbeziehen.

Eine Stärke des Tourismus im Altenburger Land ist hohe Zahl von Übernachtungen (von 2002 bis 2014 rund 22% mehr Übernachtungen). Schwächen sind der teilweise hohe Sanierungsbedarf bei Baudenkmälern, fehlende Nutzungskonzepte bei diesen sowie die partiell unzureichende Infrastruktur für Touristen außerhalb der Verdichtungsräume (Geschäfte, Cafés, Freisitze etc.). Zudem gibt es keine etablierten touristischen Leuchttürme außerhalb der Zentren.

Potentiale des Oberes Sprottentals

Auf der regional bedeutsamen touristischen Infrastrukturachse Gera-Ronneburg-Altenburg gibt es, ausgenommen in Altenburg und Gera selbst, keine touristischen Informationszentren, die als Anlaufpunkt für Gäste und Einheimische dienen. Einziger Anlaufpunkt für Touristen ist das Museum der Burg Posterstein, das weder die räumliche noch personelle Ausstattung besitzt, um Gästen vollumfängliche Beratungen anzubieten. Die touristische Vermarktung des Oberen Sprottetals, und somit des südlichen Teiles des Landkreises, übernimmt aktuell der Tourismusverband Altenburger Land e.V. sowie die Tourist-Information im 22 km entfernten Altenburg.

Blick vom Burgturm auf den Burgberg Posterstein
Blick vom Burgturm auf den Burgberg Posterstein

Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn ein touristisches Informationszentrum ist eine wichtige infrastrukturelle Voraussetzung für die erfolgreiche Vermarktung der Region. Die Regionale Entwicklungsstrategie LEADER identifiziert als Handlungsbedarf eine „Verbesserung des touristischen Angebotes auch außerhalb des touristischen Leuchtturms Altenburg“. Der Aufbau eines „ländlichen Reisebüros“ Koordinationsstelle für die touristischen Aktivitäten in der Region kann dazu beitragen, die Stärken der Region sichtbar zu machen und die Schwächen anzugehen und so das touristische Angebot zu verbessern und die gesamte Region positiv zu entwickeln. Gleichzeitig soll eine Vernetzung der Akteure in lokalen Clustern, die zielgruppenbezogen gemeinsam Infrastrukturprojekte und Marketingaktionen erarbeiten und durchführen, stattfinden.

Geplant: Zentrum für Natur und Kultur

Rosine Hahn - gemalt von Friedrich Mascher, Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Inv.-Nr. SM 2224
Die wohlhabende Altenburger Bauersfrau Rosine Hahn – gemalt von Friedrich Mascher, Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Inv.-Nr. SM 2224

Es soll ein Zentrum für Natur und Kultur entstehen, das das einmalige landwirtschaftliches Gewerbe, den Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen mit historischen Informationen verbindet. Damit wird angeknüpft an die Gegenwart und Vergangenheit der leistungsstarken Landwirtschaft im Altenburger Land. Den Erzeugern von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen in der Region und in ganz Thüringen soll so eine Bühne geboten werden über ihre Produkte und die Art und Weise der Erzeugung ihrer Rohstoffe zu berichten. Diese Aufgabe kann die Tourist-Information in Teilen mit übernehmen. Auf regionaler Ebene trägt die Maßnahme dazu bei, einen weiteren touristischen Leuchtturm, außerhalb Altenburgs zu schaffen und somit das touristische Angebot der Region zu erweitern.

Eine Zertifizierung der Tourist-Information nach den Kriterien der i-marke (bundesweite Zertifizierung für Tourist-Informationen des Deutschen Tourismusverbands) wird angestrebt, um von Anfang an einen hohen Qualitätsstandard zu garantieren.

Von Klaus Hofmann / Museum Burg Posterstein

Zum Weiterlesen:
Förderverein Burgberg Posterstein
Der Traum vom belebten Burgberg
Aktuelle Sonderausstellung zur Bauernkultur im Altenburger Land

Jede Veranstaltung zählt, je mehr desto besser: Burg Posterstein zu Gast im Erzählcafé im Renaissanceschloss Ponitz

Ponitz_8_600pxKaum eine Gemeinde, die nicht mit der „Landflucht“ junger Menschen zu kämpfen hat. Sie machen es meist nicht mal mit Absicht: Zur Ausbildung oder zum Studium ziehen Jugendliche in die Städte, dort finden sie neue Freunde, einen Partner, gründen eine Familie – und gewöhnen sich daran, dass rund herum ständig was los ist und Einkaufsmöglichkeiten bestehen.

Unsere Marketingbeauftragte Marlene Hofmann und Museumsmitarbeiterin Franziska Engemann, die mitverantwortlich für das museumspädagogische Programm im Museum Burg Posterstein ist, nehmen am 8. März 2016, 15.30 Uhr, im Renaissanceschloss Ponitz an einem Erzählcafé der Heinricht Böll-Stiftung teil – Thema: Stadt UND Land für Alt UND Jung, wie erreicht man junge Zielgruppen.

Warum sollten junge Menschen zurück aufs Land kommen?

An dieser Stelle muss man als Kommune ansetzen, sich seiner Standortvorteile gegenüber der Stadt bewusst werden, sie fördern, bewerben und ausbauen. Ganz oben auf der Liste dieser Vorteile, die es durchaus gibt, wird vermutlich die Naturnähe stehen, die Weite, die Ruhe, die Familienfreundlichkeit. Aber auch, wenn man als junge Familie einen eigenen Garten hat, möchte man auf gewissen Komfort nicht verzichten. Es braucht Sport- und Freizeitangebote, Spielplätze, Kultur und Veranstaltungen, Anbindungen an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, Arbeitsplätze in nicht allzu weiter Entfernung, eine Grundversorgung bzw. einfachen Zugang dazu (z.B. im Nachbardorf).

Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.
Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.

An diesen Gedanken knüpft auch die noch junge Initiative „Gemeinsam nicht einsam: – neues Leben auf dem Land“ an, die der Förderverein Burgberg Posterstein e.V. ins Leben gerufen hat. Ziel ist es nicht nur, das historische Herrenhaus zu sanieren, sondern die Rahmenbedingungen für ein reichhaltiges Zusammenleben von Jung und Alt zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Posterstein, dem Museumsverein und den Vereinen und Bürgern Postersteins soll Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum gestärkt und gefördert werden.

Zusammenarbeit und gemeinsame Kommunikation sind gefragt

Alle Bedürfnisse der Einwohner im ländlichen Raum kann kaum eine Gemeinde allein erfüllen und muss es auch nicht. Denn oft ist man zu Fuß, per Fahrrad, mit Bus, Bahn oder Auto schnell im nächsten Ort. In vielen Gemeinden im Altenburger Land existiert ein reges Vereinsleben, es gibt auch lokal engagierte Betriebe und Gewerbetreibende, es gibt Sehenswürdigkeiten und Wanderwege. Gemeinden müssen also zusammenarbeiten, statt sich als Konkurrenten zu sehen. Jede Veranstaltung, jeder Sportverein, jeder Freizeitklub zählt. Je mehr passiert, desto besser. Gleichzeitig muss man öffentlich darüber „reden“ – und vor allem auch dort, wo die Zielgruppe sich informiert, also auch im Social Web.

Die 1000-jährige Eiche in Nöbdenitz, im Hintergrund die Dorfkirche Nöbdenitz
Besucher an der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz, geführt von einer Mitarbeiterin der Kultur- und Bildungswerkstatt „Hans Wilhelm von Thümmel“ in Nöbdenitz

Das Museum Burg Posterstein zieht jährlich über 20.000 Besucher nach Posterstein, darunter rund 2000 Schüler. Das Mittelalterspektakel, das jedes Jahr zu Pfingsten auf dem Burgberg und in der Burg stattfindet, ist dabei ganz klar das Besucher-Highlight. Viele weitere tausend Besucher kommen zu Großveranstaltungen wie dem Postersteiner Seifenkistenrennen, das am ersten Augustwochenende jedes Jahr Schauplatz für den Mitteldeutschland-Cup ist und viele Familien in den Ort lockt. In den Nachbarort Nöbdenitz, bekannt für seine 1000-jährige Eiche mit dem Grab des Ministers Hans Wilhelm von Thümmel, führt ein interaktiver, familienfreundlicher Wanderweg – der Sprotte-Erlebnispfad. Thüringenweg, Thüringer Städtekette, Bauerngartenroute und Lutherweg kreuzen hier ebenfalls. Die Kultur- und Bildungswerkstatt im Pfarrhof Nöbdenitz lockt mit ihren Veranstaltungen ein Publikum aus der ganzen Region. Es gibt mehrere Vereine, deren Mitglieder sich für die Region engagieren. Mit dem Rad kann man auf naturschönen Radwegen weiter nach Schmölln und Altenburg fahren. Auch das nahe Schloss Ponitz mit seinem aktiven Förderverein und das Deutsche Landwirtschaftsmuseum im Schloss Blankenhain in Sachsen erreicht man schnell. Die Liste könnte noch lange weiter geführt werden.

Die Region als Ganzes sehen: Beispiel Sonderausstellung Friedrich Mascher

Umfangreiche Kooperationen unterstützen und ergänzen die Sonderausstellung zum Portraitmaler Friedrich Mascher
Umfangreiche Kooperationen unterstützen und ergänzen die Sonderausstellung zum Portraitmaler Friedrich Mascher

Wichtig ist aber, Veranstaltungen und Initiativen gemeinsam zu bewerben und sich gegenseitig zu fördern, auch im Internet. Auf Facebook, Twitter, Blog und Website weisen wir auch gern auf andere Kulturveranstaltungen hin, denn es macht die Region als Ganzes attraktiver für eine – nicht nur junge – Zielgruppe vor Ort. Zur aktuellen Sonderausstellung „Der Portraitmaler Friedrich Mascher“ gibt es Kooperationen mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg, mit dem Künstler Tilman Kuhrt aus Altenburg und auch ganz lokal mit dem Elegant-Hotel zur Burg, das das passende Menü zur Ausstellung anbietet. Auch für die nächste Ausstellung zum Altenburger und Gothaer Minister Hans Wilhelm von Thümmel, dessen Grab sich unter der bereits erwähnten 1000-jährigen Eiche befindet, liegen solche Kooperationen auf der Hand. Gemeinsame Werbung auf allen Kanälen und eine kulturelle Vielfalt erst schaffen ein attraktives Bild des ländlichen Raums, in dem wir junge wie ältere Einwohner wie Gäste locken und halten wollen.

Hintergrundinfos zur Veranstaltung „Erzählcafé: Stadt UND Land für Alt UND Jung“

Zum Projekt: Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Land

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Auf dem Postersteiner Burgberg tut sich etwas: Rittergutsgebäude wechseln den Eigentümer

Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.
Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.

Seit dem März, als wir während der #MuseumWeek noch vom geplatzten Traum vom belebten Burgberg berichteten, hat sich einiges getan. Es hat sich der Förderverein Burgberg Posterstein e.V. gegründet und am 14. Oktober 2015 die verbleibenden Gebäude des ehemaligen Ritterguts Posterstein gekauft. Mit Hilfe von Spenden und Fördermitteln wollen die engagierten Bürger das Mammutprojekt in Angriff nehmen und das seit 20 Jahren leer stehende Herrenhaus sanieren sowie den gesamten Burgberg umgestalten.

Gemeinsam und mit der Unterstützung des Landkreises, der Gemeinde Posterstein, von regionalen Firmen, dem Museum Burg Posterstein und tatkräftigen Bürgern möchte der Verein an einem zukunftsfähigen Burgberg arbeiten – ökologisch, sozial und kulturell nachhaltig gestaltet, und somit gewappnet für bevorstehende Herausforderungen, wie den demografischen Wandel, eine unabhängige, klimaneutrale Energieversorgung oder Strukturabbau. Der Thüringer Kulturminister signalisierte bei seinem Besuch in Posterstein Interesse und sicherte dem Projekt finanzielle Starthilfe zu.

Historisches Herrenhaus stand seit 1993 leer

Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein, das im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet wurde, stand seit 1993 leer. Erstmalig bot sich nun die Chance zum Rückkauf des Herrenhauses sowie der verbleibdenden Rittergutsgebäude.

Inzwischen wurde mit Geldern der Thüringer Staatskanzlei eine Machbarkeitsstudie für die Realisierung des Konzepts „Gemeinsam nicht einsam“ in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie sollen zu gegebener Zeit öffentlich in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Parallel ist die Notsicherung des Gebäudes im Gange. Führungen im unsanierten Gebäude sind geplant. Ein paar Eindrücke vom Zustand des Hauses geben die hier erstmals gezeigten Fotos.

Berühmter Gast auf dem Postersteiner Rittergut: Hans Fallada

Die Geschichte des Postersteiner Ritterguts ist eng verknüpft mit der der Burg Posterstein. Die letzten Rittergutsbesitzer (1833-1945) waren die Familie Herrmann. Ein berühmter „Eleve“ in dem landwirtschaftlichen Betrieb war von 1913 bis 1915 Rudolf Ditzen, der hier seine Ausbildung zum Landwirt – mit Spezialisierung auf die Kartoffelzüchtung – absolvierte. Viel bekannter ist der spätere Schriftsteller unter seinem Künstlernamen Hans Fallada.

Zum Weiterlesen:
Die Projektidee „Gemeinsam nicht einsam“
Der Verein Förderverein Burgberg Posterstein e.V.
Hans Fallada in Tannenfeld und Posterstein

Storytelling im Museum Thema beim Besuch des Kulturministers

Benjamin Hoff im Gespräch mit Landrätin Michaele Sojka, zuständiger Fachbereichsleiter Bernd Wenzlau, Bürgermeister Stefan Jakubek und Museumsdirektor Klaus Hofmann.
Benjamin Hoff im Gespräch mit Landrätin Michaele Sojka, dem zuständigen Fachbereichsleiter Bernd Wenzlau, Bürgermeister Stefan Jakubek und Museumsdirektor Klaus Hofmann.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, besuchte am Dienstagnachmittag als erster Kulturminister seit 1990 das Museum Burg Posterstein. Vor Ort machte er sich ein Bild vom Ausstellungs- und Sammlungskonzept des Regionalmuseums für das Altenburger Land. Auf uns aufmerksam geworden ist er aber schon viel früher: Auf Twitter, Facebook und in Blogs.

Kulturmarketing und Storytelling im Museumsalltag

Immer wieder hob die lockere Gesprächsrunde aus Minister, Landrätin, Bürgermeister der Gemeinde, Museumsdirektor und Museumsangestellten unser kulturgeschichtliches Museum auf eine höhere Ebene und es ging um Kulturmarketing in Thüringen, Konzepte, das Museum als Marke, virtuelle Besucher und Storytelling im Museumsalltag. Das Kulturmarketingkonzept der Burg Posterstein bezeichnete Benjamin Hoff als „Avantgarde“ in Thüringen und erwähnt es gern als Best Practice im Freistaat.

Storytelling im Museum: Geschichten erzählen aus und über das Museum
Storytelling im Museum: Lebendige Geschichten aus und über das Museum erzählen

Seit einiger Zeit zählen wir in Posterstein nicht nur die Museumsbesucher, die vor Ort durch die Tür treten. Wir sind der Meinung, dass unser Bildungsauftrag nicht auf der Burgbrücke endet, sondern auch im virtuellen Raum weiter besteht. Deshalb werden auch die jährlich rund 110.000 Website-Besucher und rund 14.000 Blogleser zu den Besuchern gezählt. Die Website und der Blog sind auch der ideale Ort für Forschungsergebnisse, die teilweise in der Dauerausstellung gar keinen Platz finden.

Thüringer Staatskanzlei gibt finanzielle Starthilfe für die Neukonzeptionierung des Postersteiner Burgbergs

Logistisch stößt das Museum Burg Posterstein mit rund 22.000 Besuchern vor Ort im Jahr an seine Grenzen. Es fehlt beispielsweise ein barrierefreier Zugang ins Obergeschoss und zu den Toiletten. Ein Entwurf für den Wiederaufbau des 1953 abgerissenen Nordflügels existiert schon seit Jahren, es scheiterte bisher jedoch an der Finanzierung.

Einen Hoffnungsschimmer bringt nun die Zusicherung von 7500 Euro Lottomitteln durch die Staatskanzlei des Freistaats Thüringen. Mit diesen Geldern kann eine Machbarkeitsstudie finanziert werden, die das Konzept „Gemeinsam nicht einsam“ zur Neugestaltung des Postersteiner Burgbergs – die den Wiederaufbau des fehlenden Nordflügels der Burg einschließt – prüft. Erst mit einer solchen Studie in der Hand, kann sich der neu gegründete Förderverein Burgberg Posterstein um weitere finanzielle Mittel für die konkrete Umsetzung bemühen. Im inspirierenden Gespräch vor Ort ging es unter anderem auch um konkrete Ideen, das Vorhaben durch Crowdfunding und alternative Konzepte zum Spendensammeln zu unterstützen.

Zum Weiterlesen:
Projekt „Gemeinsam nicht einsam

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

#MuseumSound zum internationalen Museumstag: So klingt die Burg Posterstein

Im Vorfeld des Internationalen Museumstags am 17. Mai sammeln die Veranstalter den Klang der Museen und verorten ihn auf einer interaktiven Karte. Das Museum Burg Posterstein soll da nicht fehlen, weshalb unser Mitarbeiter Marcus für uns eine Runde durch die Ausstellung und bis in den Keller gegangen ist.

Quietschende alte Türen, knarrende Dielen, läutende Uhren, Tritte auf Stufen, Besucherführungen und Eröffnungskonzerte… Die Geräuschkulisse des über 800 Jahre alten Gemäuers ist vielfältig und bietet Stoff für ganze Soundteppiche. Wir haben uns auf einen Zusammenschnitt von einer Minute beschränkt:

Eine Übersicht über alle bisher gesammelten musealen Klänge gibt es hier:

Museumstag auf Burg Posterstein: Rittergut und freche Damen

Zum Museumstag am 17. Mai, der in diesem Jahr das Motto „MUSEUM. GESELLSCHAFT. ZUKUNFT.“ trägt, gibt es 11 Uhr eine Sonderführung „Zukunft des Burgbergs“. Wir treffen uns auf der Burgbrücke und führen Sie über das Außengelände auf dem Burgplatz. Hier stehen die verbleibenden Gebäude des ehemaligen Ritterguts Postersteins, für die es ein visionäres Zukunftskonzept, bisher aber keine Finanzierung gibt. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier und hier.

Fantasievoll, romantisch, frech - Hans Neuperts Stil ist unverkennbar.
Fantasievoll, romantisch, frech – Hans Neuperts Stil ist unverkennbar.

15 Uhr findet die feierliche Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Mal sehen wohin es geht oder zwischen den Zeiten“ statt, eine Homage an den beliebten Schmöllner Künstler Hans Neupert, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiert und in den vergangenen Jahren sehr produktiv gewesen ist. Die Sujets fantasievoll, romantisch, philosophisch bisweilen provozierend frech gemalt und von tiefer Farbigkeit geprägt, bilden in ihrer Unverwechselbarkeit bis heute den Stil Hans Neuperts.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung Hans Neupert

Nachtrag: Die Burg als Klingelton gefällig?

Wegen interessierter Nachfragen in Folge der Aktion #MuseumSound zum Internationalen Museumstag gibt es hier das Quietschen unserer Kellertür als MP3 zum Download. Mit Hilfe der entsprechenden Apps (für Android z.B. Ringdroid, für Apple Klingelton Maker) können Sie unsere MP3 dafür nutzen.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Der Traum vom belebten Burgberg

Unsere Vision für die Wiederbelebung des Burgbergs
Unsere Vision für die „Wiederbelebung“ des Burgbergs
Rund um die Burg Posterstein, die zwischen 1984 und 1991 komplett restauriert werden konnte, gibt es gleich mehrere architektonische Großprojekte, die umgesetzt werden könnten, wenn es die nötigen finanziellen Mittel dafür gäbe. Tagesthema der aktuell laufenden weltweiten #MuseumWeek auf Twitter ist heute #architectureMW – für uns Anlass genug, die „Baustellen“ der Burg genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von der Burg selbst fehlt der gesamte Nordflügel, der – nach der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 – dem Abriss zum Opfer fiel. In seinem ruinösen Zustand bedroht er die bauliche Substanz der mittelalterlichen Burganlage. Dem Museum liegen wunderbare architektonische Entwürfe und eine Konzeption für die Nutzung eines Neubaus vor – allein, der Museumsetat reicht dafür nicht aus.
Vom ehemaligen Rittergut Posterstein existieren noch das ehemals wunderschöne, aber heute baufällige Herrenhaus (seit 1993 leer stehend) und zwei weitere ungenutzte Gebäude.

Historische Ansicht des Herrenhaues des Postersteiner Ritterguts (Museum Burg Posterstein)
Historische Ansicht des Herrenhaues des Postersteiner Ritterguts (Museum Burg Posterstein)

Gleichzeitig benötigt das Museum nicht nur einen Fahrstuhl um barrierefrei zu werden, sondern auch weitere Flächen für Depot und Archiv, Museumscafé, Veranstaltungen und museumspädagogische Arbeit.

Fahrgemeinschaften, Wohnraum, Museumsdepot & Bandproberäume

Eine nachhaltige Vision zur Nutzung und Wiederbelebung der historischen Bauten entwarfen wir zuletzt für einen Förderantrag zur Internationalen Bauausstellung Thüringen. Unter dem Motto „Gemeinsam / nicht einsam“ schwebt uns ein Zentrum für Wohnen, Arbeit, Natur und Kultur vor, das u. a. Mehr-Generationen-Wohnungen, Museumscafé, Mitfahrzentrale und Gemeinschaftsgärten mit einschließt. Aus der IBA-Förderung ist leider nichts geworden. Die nötigen finanziellen Mittel können der Museumsverein Burg Posterstein e.V. und die Gemeinde Posterstein aber allein nicht stemmen. – Ernstgemeinte Finanzierungstipps sind jederzeit willkommen.

Wie das Rttergut Posterstein vor der Bodenreform aussah, zeigt diese historische Postkarte (Museum Burg Posterstein)
Wie das Rttergut Posterstein vor der Bodenreform aussah, zeigt diese historische Postkarte (Museum Burg Posterstein)

Einen Einblick in unser Konzept „Gemeinsam / nicht einsam“ gibt es hier.

Weitere Infos zum Postersteiner Rittergut gibt es auf der Website des Museums.

Eine Übersicht über die Rittergüter des Altenburger Landes (Thüringen) entwarfen wir auf einer Google-Map im Rahmen einer Sonderausstellung:

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein