#AskACurator – natürlich auch im Museum Burg Posterstein

Welker

Kuratoren aus fast 1000 Museen aus rund 50 Ländern stehen am diesjährigen #AskACurator (Frag einen Kuratoren)-Tag am 16. September auf Twitter Rede und Antwort zu ihrer Arbeit. Das Museum Burg Posterstein beteiligt sich als eines von über 40 deutschen Museen, darunter erstmalig auch das benachbarte Lindenau-Museum Altenburg, an diesem inzwischen schon traditionsreichen Social Media-Event. Auf Twitter, aber auch auf Facebook und hier im Blog stehen wir gern Rede und Antwort zur Museumsarbeit und zum Ausstellungsaufbau.

Wer antwortet?

Franziska Engemann ist Historikerin und Co-Kuratorin der aktuellen Sonderausstellung “Salongeschichten: Paris – Löbichau – Wien”.

Marlene Hofmann studierte Kommunikation, Skandinavistik und Museumsmanagement in Hamburg und hat zuletzt die aktuellen Sonderausstellung “Salongeschichten: Paris – Löbichau – Wien” mit kuratiert. Im Augenblick arbeitet sie an der Umgestaltung der Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau und bereitet zusammen mit Petra Nienhold die traditionelle Weihnachtsausstellung vor.

Fragen können direkt an die Profile des Museums und als Kommentar unter diesem Blogpost gestellt werden. Wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen zu antworten.

Die Liste über alle teilnehmenden Museen finden Sie hier.

Zusammenfassung

Eine Auswahl der durch #AskACurator entstandenen Gespäche haben wir hier zusammengestellt.

Radtour über die Thüringer Städtekette: Zwischenstation Burg Posterstein

Burg Posterstein liegt am Radweg Thüringer Städtekette und lädt ein, hier Zwischenstation zu machen.
Burg Posterstein liegt am Radweg Thüringer Städtekette und lädt ein, hier eine kulturelle Auszeit zu machen.

In Posterstein kreuzen sich verschiedene Rad- und Wanderwege: Thüringenweg, Städtekette, Lutherweg, Sprotte-Erlebnispfad und Bauerngartenroute. Eine Streckenkontrolle, bestehend aus Radwegplanern und Touristikern aus ganz Thüringen, fuhr heute bei schönstem Herbstwetter den beliebten Radweg Thüringer Städtekette von Gera nach Altenburg ab, um mögliche Schäden zu dokumentieren und die Nutzerfreundlichkeit des Radweges zu testen. Auf Burg Posterstein machten sie Rast.

Der Ort Posterstein bietet mit mehreren Gaststätten und Übernachtungsmöglichkeiten und dem Museum Burg Posterstein eine gute Gelegenheit für einen Zwischenhalt. Vor der Burg Posterstein gibt es Fahrradständer und im Museum Schließfächer für Helme und Rucksäcke, Rad-Wanderkarten und reichlich Gelegenheit, bei einer Pause mehr über die Geschichte der Region zu erfahren.

Radplaner und Touristiker aus ganz Thüringen testeten heute die Qualität des Radwegs Thüringer Städtekette und machten Halt auf Burg Posterstein.
Radplaner und Touristiker aus ganz Thüringen testeten heute die Qualität des Radwegs Thüringer Städtekette und machten Halt auf Burg Posterstein.

Das Museum Burg Posterstein hat jährlich rund 20.000 Besucher – viele davon kommen per Fahrrad. Großereignisse wie das Mittelalterspektakel und das Postersteiner Seifenkistenrennen ziehen jedes Jahr tausende Schaulustige in den kleinen Ort. Dass die Thüringer Museen 2014 insgesamt über vier Millionen Besucher in den Freistaat lockten, zeigt welches Potential Museen für den Kulturtourismus darstellen.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Schülerfreiwilligentag: Fleißige Gärtner im Burgpark Posterstein

Im Park am Fuß der Burg Posterstein wird eifrig gehackt, gegraben, gepflanzt und gegossen. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und seit heute blühen auch neue Rhododendronsträucher.

Am Montag kamen bereits interessierte Postersteiner zum ersten Arbeitseinsatz “Bürgerpark Posterstein” (Vielen Dank an alle Beteiligten!).

Heute zum Thüringer Schülerfreiwilligentag halfen elf Schüler der Regelschule Nöbdenitz auf Eigeninitative beim Pflanzen neuer Rhododendren, jäten und rechen. Vielen herzlichen Dank an die Schüler und Lehrer der Regelschule! Insgesamt nahmen sechs Schulen im Landkreis Altenburger Land am Schülerfreiwilligentag teil.

Schülerfreiwilligentag auch in Posterstein: Die Schüler der Regelschule Nöbdenitz halfen bei der Pflege des Burgparks
Schülerfreiwilligentag auch in Posterstein: Die Schüler der Regelschule Nöbdenitz halfen bei der Pflege des Burgparks

Gemeinsam statt einsam – auch im Burgpark

Für den Park der Burg Posterstein und das gesamte Gelände des ehemaligen Ritterguts gibt es seit einigen Jahren bereits ein gartenarchitektonisches Konzept, das mangels Finanzierungsmöglichkeiten nicht umgesetzt werden konnte. Gerade kommt Schwung in die Umsetzung des Konzepts “Gemeinsam nicht einsam”, eine Initiative der Gemeinde Posterstein, von Bürgern und des Museumsvereins. Sollten die Visionen Wirklichkeit werden, könnten die Gebäude am Burgberg Posterstein gekauft, saniert und zukünftig generationenübergreifendend, nachhaltig und kulturell genutzt werden. Durch das öffentliche Interesse, das die Vision in der letzten Zeit genießen durfte, sind nicht nur potentielle Geldgeber, sondern auch engagierte Bürger auf das Rittergutsgelände aufmerksam geworden.

Weitere Infos zu “Gemeinsam nicht einsam”:
Website “Gemeinsam nicht einsam”
Artikel “Grünes Licht für Kaufverhandlungen” der Ostthüringer Zeitung

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Burg Posterstein als Gutenachtgeschichte

Mit vier verschiedenen Postkarten-Motiven sammelte das Museum im Vorfeld Geld für das Kinderbuchprojekt (Bild: Museum Burg Posterstein)
Mit vier verschiedenen Postkarten-Motiven sammelte das Museum im Vorfeld Geld für das Kinderbuchprojekt (Bild: Museum Burg Posterstein)
Dicke, alte Mauern, Ritterrüstung und ein Turm mit Aussichtsplattform – naturgemäß sind Burgen prädestiniert für Familien mit Kindern. Zur Burg Posterstein gibt es darüber hinaus noch eine geisterreiche Gutenachtgeschichte – das Buch “Ein Fall für Posti & Stein – Der Ritter, der keine Ruhe fand” wollen wir anlässlich der #MuseumWeek mit dem heutigen Thema #familyMW kurz vorstellen.

Im Rahmen der museumspädagogischen Arbeit des Museums entstand 2010 das Kinderbuch “Ein Fall für Posti & Stein – Der Ritter, der keine Ruhe fand”. Das Paperback mit bunten Illustrationen richtet sich an Kinder im Lesealter. Ihren Ausgangspunkt nimmt die Geschichte in der Dauerausstellung, wo eine Ritterrüstung hinter Glas steht. Eines Nachts beginnt sie sich zu bewegen, lässt dabei das Glas der Vitrine zersplittern und setzt die Alarmanlage in Gang. Polizei und Museumschef sind ratlos. Dem Rätsel wirklich auf die Spur kommen nur die beiden Burggeister Posti und Stein.

Ganz und gar nicht unheimlich

Posti und Stein gab es schon vor dem Buch. Sie begleiten Kinderführungen, Geburtstage und Schülerprojekte. Und anders als manche andere Schlossgespenster sind der rosarote Burggeist und der dicke Drache auch gar nicht unheimlich.

Mehr Infos zu Posti und Stein gibt es auf der Website des Museums.

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Inspiriert Burg Posterstein? – Wir haben nachgefragt.

Können Museen inspirieren - über soziale Medien & lange Distanzen?
Können Museen inspirieren – über soziale Medien & lange Distanzen? (Foto: Museum Burg Posterstein von K. Radziej)
Museen können inspirieren, zweifellos. Und Museumsmitarbeiter sowieso – aber wie sieht es mit den Besuchern aus? Als Museum kann man diese Frage ganz schwer selbst beantworten. Anlässlich der #MuseumWeek auf Twitter und deren Tagesthema #inspirationMW haben wir Peter Soemers aus Den Haag gefragt, ob er einen kurzen Gastbeitrag beisteuern möchte. Den niederländischen Kunstliebhaber hätten wir ohne soziale Netzwerke nie kennen gelernt – und glücklicherweise ließ er sich von uns zu folgendem Text inspirieren (Vielen, vielen herzlichen Dank!):

Hat Burg Posterstein mich inspiriert? Ich glaube schon!

Fangen wir einmal von vorne an: Woher habe ich als Niederländer (und beileibe kein Burgenfreund) überhaupt gewusst, dass es diese Museumsburg im Osten Deutschlands gibt? Tja, da war eine Kollegin die meinte, ich sollte unbedingt Twitter-Nutzer werden um mehr über Museen zu erfahren… Es hat nicht lange gedauert und mir sind Tweets von und über Burg Posterstein begegnet. Na ja, kein Kunstmuseum, und die haben doch meine Vorliebe!

Nach einer Weile ist mir aber aufgefallen dass dieses relativ kleine Museum mit einem kleinen Stab im Internet munter mithält mit den ‘großen Jungs’ in Berlin, Londen, Paris, Washington und Kopenhagen. Website, Twitter, Facebook, Vimeo – sogar ein eigener Blog ist vorhanden! Manchmal auch noch in Englisch – Burg Posterstein versteckt sich nicht! Und: Tweets und Blogposts wirkten manchmal frischer und spontaner als die der Profis in den Metropolen dieser Welt.

Höhepunkt war für mich, wie rasch das von Tanja Praske zugeworfene ‘Blog-stöckchen’ aufgegriffen wurde und in den pfiffigen und informativen Blogpost “#Blogstöckchen: 20 Dinge, die ihr vielleicht noch nicht wusstet” resultierte. Das kam ohne Beratungen in Gremien zustande und kehrte flux wie ein Bumerang zu Tanja Praske zurück!

Das war’s? Nun: zu meinem Geburtstag hat meine Frau mir ein Wochenende in Leipzig plus Besuch der Burg Posterstein geschenkt! September 2014 waren wir dort, Dank Twitter und couragierter Burgfamilie!

Fazit:

• Internetpräsenz lohnt sich
• Mit ein wenig Courage und Fleiß kann man ohne weiteres mit den ‘Großen’ mithalten, diese sogar überbieten!

P.S.: In diesem Sinne habe ich Burg Posterstein auch erwähnt auf meiner kurzen Präsentation auf einem Museumskongress in Kopenhagen (Sharing is Caring, 01.04.2014), zu sehen auf Vimeo:

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Peter Soemers, Den Haag/NL

2014 im Rückblick: Dieses Blog wurde in 2014 etwa 14.000 mal besucht. Vielen Dank an unsere Leser!

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Dieses Blog wurde in 2014 etwa 14.000 mal besucht.

Mit 277 Besuchern war der 17. Mai der geschäftigste Tag des Jahres. Wer ließ sich unter einem Baum begraben? war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.

Die meisten Besucher kamen aus Deutschland, USA und Österreich, insgesamt aus 67 Ländern!

 

#BestBlog-Stöckchen: Wer bloggt hier eigentlich?

Tanja Praske hat uns mal wieder mit einem Blogstöckchen beworfen, diesmal dem “Best Blog”-Stöckchen, das ist uns eine große Ehre! Bietet es doch – wie schon beim letzten Stöckchen – eine tolle Gelegenheit, mal etwas hinter die Kulissen des Museums blicken zu lassen. In diesem Sinne: Vorhang auf, hier beantworten wir Tanjas elf Impulsfragen:

best-blog.jpg

1. Wer bist du? Und was reizt dich an deinem Job?
Für das Museum Burg Posterstein bloggt in erster Linie und in enger Absprache mit der Museumsleitung die freie Journalistin und Webexpertin Marlene Hofmann, die in diese Sache irgendwie … hineingewachsen ist. Aufgewachsen in direkter Nähe zur Burg, immer dabei bei Restaurierungen, Ausstellungen und Mittelalterspektakeln, zunächst angestellt als Wochenend-Aushilfe und später als Ausstellungsgestalterin, Lektorin und Social Media-Expertin, habe ich immer von der Social Media-Experimentierfreudigkeit der Museumsleitung profitiert. Hier durfte alles getestet werden – und ganz am Anfang standen da für das Museum ein Facebook- und ein Twitter-Account und direkt im Anschluss (Februar 2011) auch dieser Blog. Mich reizt daran, die Nähe zum Museumsalltag, die spannenden historischen Themen und die große journalistische Freiheit, die mir beim Bloggen gelassen wird. Gerne holen wir auch Gastautoren ins Boot, wie Monika Diedrich vom Museumsverein (weitere Interessenten sind immer herzlich willkommen!). Neben Großprojekten wie der eben fertig gestellten Neugestaltung der Website des Museums, bin ich auch an anderen Blogs, Social Media-Sites und Ausstellungen beteiligt (mehr dazu).

2. Wie lange plantet ihr die aktuelle Ausstellung/Projekt? Was war die größte Herausforderung dabei und wie wurde diese gelöst?
Die Planung variiert sehr stark von Ausstellung zu Ausstellung. Ideen und ein Jahresplan sind im Vorjahr vorhanden und werden dann – gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler, wie derzeit Jörg Neumerkel – verfeinert. Große Ausstellungen, die mehr Recherche und Forschung erfordern, sind aber schon viel länger in Planung – wie derzeit ein Ausstellungsprojekt zum 200. Jubiläum des Wiener Kongresses.

3. Was ist das oder eines der kleinsten Objekte eurer Sammlung?

Kieselsteinkrippe aus der Sammlung Riewe des Museums Burg Posterstein
Kieselsteinkrippe aus der Sammlung Riewe des Museums Burg Posterstein

Das ist vermutlich diese Kieselsteinkrippe aus der Krippensammlung von Jürgen P. Riewe, die sich seit 1994 im Bestand des Museums befindet und im letzten Jahr durch eine weitere umfangreiche Krippensammlung ergänzt wurde. Unter den Krippen befinden sich kleine Darstellungen von Jesus’ Geburt in Nussschalen – und eben auch noch kleiner, in einem Kieselstein. Mehr zur Krippensammlung des Museums.

4. Gibt es eine kuriose Geschichte/Erlebnis um ein Objekt/Ausstellung? Erzähle sie uns. Es kann auch einfach ein kurioses Objekt aus der Sammlung sein.

Die "Geheimtreppe" auf Burg Posterstein
Die “Geheimtreppe” auf Burg Posterstein

Mir fallen gleich mehrere Geschichten ein, aber eine der schönsten ist die von der Geheimtreppe im Gerichtszimmer – ein Ausstellungsstück, ein riesiger Aktenschrank, den man eigentlich gar nicht übersehen kann! In dem riesigen, raumfüllenden Schrank verbirgt sich eine versteckte Treppe, die hinab in die Küche, auf den Hof und in den „Unteren Saal“; und von dort weiter in einen Kellerbereich führte. Früher diente dieser Gang möglicherweise als Fluchtweg, heute endet der Weg bereits in der eine Etage tiefer liegenden Galerie. “Große” Besucher können heute von außen einen Blick auf Schrank und Treppe werfen, während Teilnehmer von Kinderführungen die geheime Treppe auch einmal selbst betreten dürfen. Mehr zur Geheimtreppe kann man hier lesen.

5. Hast du ein Lieblingsstück? Warum?

Büste von Dorothée von Dino-Talleyrand im Museum Burg Posterstein
Büste von Dorothée von Dino-Talleyrand im Museum Burg Posterstein

Eines meiner persönlichen Lieblingsstücke ist eine Büste von Dorothea von Kurlands jüngster Tochter Dorothée von Dino-Talleyrand (1793 – 1862), ein 2004 nach dem Original von Bernhard Afinger gefertigter Gipsabguss. Das Original gehört der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und steht im Schloss Charlottenburg. Eine weitere Büste befindet sich im Schloss Sagan (Schlesien). Die Büste der Frau mit der kunstvollen Frisur schaue ich mir gerne an und stelle mir dazu vor, wie die zunächst gegen ihren Willen nach Frankreich verheiratete adlige Dame später mit ihrem angeheirateten Onkel Charles Maurice de Talleyrand, dem berühmten französischen Außenminister, auf dem Wiener Kongress unterwegs war, sich elegant politisch eingemischt und dabei den wichtigen Herren den Kopf verdreht hat. (Ein Blogpost zu Dorothée)

6. Welches Objekt habt ihr zuletzt warum restauriert bzw. restaurieren lassen und nach welchen Kriterien?

Doppelmayr Himmelsglobus aus der Sammlung des Museums
Doppelmayr Himmelsglobus aus der Sammlung des Museums

Zuletzt wurde die Wandbemalung in der Burg noch einmal aufgefrischt. Das ist zwar kein konkretes Ausstellungsobjekt, aber es handelt sich um schöne, dekorative Bemalungen, die dem Besucher erst beim zweiten oder dritten Hinsehen auffallen.
Als letztes Objekt konnte Ende 2013 der Doppelmayr-Himmelsglobus von 1728 aus der kulturgeschichtlichen Sammlung des Museums restauriert werden. Doppelmayr (1671-1750) war einer der profiliertesten Hersteller von Globen im 18. Jahrhundert. Er studierte in Altdorf und Halle, unternahm Reisen durch Deutschland, England und Holland.

7. Welchen Stellenwert besitzt das Blog für das Haus?
Der Blog ist eine Ergänzung zur Website und zu Publikationen, weniger wissenschaftlich, aber doch voller Inhalte, die nicht in offiziellen Katalogen Platz fanden oder einfach nur erzählenswert sind, aber in kein anderes Format passten. Ich verstehe unter dem Blog auch eine permanent geöffnete, kostenlos zugängliche, virtuelle Außenstelle des Museums, über die sich jeder weiterbilden und inspirieren lassen kann (viele Blog-Leser kommen über die Suche nach ganz speziellen Begriffen, z.B. bestimmte Altenburger Rittergüter). Nachweislich findet der eine oder andere Blogleser dann auch den Weg ins Museum, oder bestellt zumindest das passende Buch zum Thema (z.B. die Kataloge über Rittergüter der Region).

8. Hast du einen Artikelfavoriten im Blog? Wenn ja, warum?

Ansichtskarte des Ritterguts Windischleuba (Museum Burg Posterstein)
Ansichtskarte des Ritterguts Windischleuba (Museum Burg Posterstein)

Ich mag besonders die soeben erwähnten Rittergutsartikel, denn mit denen hat alles angefangen. Die Geschichte jedes Ritterguts ist so einzigartig und verknüpft mit so vielen Menschen und Schicksalen, dass sich aus jeder einzelnen ganze Romane schreiben ließen. Eine wahre Fundgrube!

9. Was bedeutet dir Kultur?
Kultur ist für mich persönlich vieles: Unterhaltung, aber auch Bildung. Bildung alleine würde sich anfühlen wie wieder die Schulbank drücken zu müssen, aber Geschichte kann schließlich – wie unser Blogtitel schon suggeriert – auch interessante Geschichten erzählen.

10. Wenn du kulturell „fremdgehst“ (außerhäusliche Aktivitäten), was machst du?
Ich schaue mir andere Museen an, oft gemeinsam mit Familie oder Freunden, darüber hinaus natürlich auch Märkte und Feste, Kinofilme und Konzerte.

11. Du hast drei Wünsche frei, welche sind das?
Ich wünsche mir jeden Tag drei Stunden mehr ungestörte Zeit zum Schreiben 🙂

Das “Best Blog”-Stöckchen fliegt weiter …

Das Blogstöckchen-Konzept verlangt nun, dass ich selbst elf neue Fragen formuliere und den Staffelstab anderen Blogs übergebe. Folgende Fragen möchte ich gern der Festung Königstein (Twitter: @SchonErobert), dem Blog Napoleon auf der Spur (Twitter: @naponaps), dem Tourismus-Portal Visitatio (Twitter: @visitatio) und dem Thüringer Journalist und Kulturblogger Michael Plote (Twitter: @miplotex) zuwerfen:

1. Wer bloggt?
2. Wie und wann ist der Blog entstanden? Was ist die Idee dahinter?
3. Welchen Stellenwert nimmt der Blog im Museum ein?
4. Wer sind die Leser des Blogs bzw. an wen richtet sich der Blog?
5. Wie sammelt ihr Ideen?
6. Welches war der erfolgreichster Blogpost?
7. Habt ihr schon “offline” Feedback auf Blogposts erhalten – sei es von Besuchern, Recherche- oder Kooperationsanfragen, Buchbestellungen, etc.?
8. Über welche Themen bloggst du am liebsten?
9. Wie häufig bloggt ihr und warum?
10. Wie wichtig sind Fotos für den Blog?
11. Welche Blogs liest du selbst am liebsten?

Wir freuen uns auf eure Antworten!

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Die Farben der Vergangenheit: Restaurierung und Renovierung auf Burg Posterstein

Seit dieser Woche arbeitet sich ein Maler durch alle Räume der Burg Posterstein. Dabei muss man im Museum nicht nur auf wertvolles Mobiliar acht geben, sondern auch auf die – teilweise freigelegten – Farbschichten vergangener Jahrhunderte.

Seit Februar 2014 sind im Museum Burg Posterstein Malerarbeiten im Gange. Besondere Rücksicht muss dabei auf historische Wandbemalungen genommen werden (Foto: Museum Burg Posterstein).
Seit Februar 2014 sind im Museum Burg Posterstein Malerarbeiten im Gange. Besondere Rücksicht muss dabei auf historische Wandbemalungen genommen werden (Foto: Museum Burg Posterstein).

In den kommenden rund zehn Wochen können Besucher daher immer jeweils einen Raum des Museums nicht betreten. In dieser Woche beginnen die Arbeiten im Gerichtsraum. Dabei soll die originale Farbfassung getreu nach Befund wieder nachgemalt werden. Die Originalbefunde, die bei Restaurierungsarbeiten 1989/90 freigelegt wurden, werden unretouchiert sichtbar gelassen.

Farben des 18. Jahrhunderts

Bei Restaurierungsarbeiten 1989/90 wurden bereits umfangreiche Wandbemalungen freigelegt, die im Museum im Original zu sehen sind (Foto: Museum Burg Posterstein).
Bei Restaurierungsarbeiten 1989/90 wurden bereits umfangreiche Wand- und Kaminbemalungen freigelegt, die im Museum im Original zu sehen sind (Foto: Museum Burg Posterstein).

Bei der Restaurierung der Burg im Jahre 1990 erlaubten gut erhaltene Befunde an Wänden, Kaminen, Türen, Türumrahmungen und Fenstern eine Restaurierung und Ergänzung der vorgefundenen Farbfassungen. Man verzichtete dabei auf eine Nachbildung der textilen Wandbespannungen des späten 18. Jahrhunderts, zeigte dafür aber alle freigelegten Sockel- und Kaminbemalungen, bis auf wenige Retuschen, im Originalzustand.

Das Museum zeigt noch erhaltene Reste der Bemalung aus dem 18. Jahrhundert im Originalzustand (Foto: Museum Burg Posterstein).
Das Museum zeigt noch erhaltene Reste der Bemalung aus dem 18. Jahrhundert im Originalzustand (Foto: Museum Burg Posterstein).

Im Obergeschoss konnten auf diese Art in den meisten Räumen die Raumfassungen rekonstruiert werden, in den verbliebenen Räumen ergänzte man die Farbgebung an den Innenwänden entsprechend dem dokumentierten Grundton.

1999 konnten bereits große Teile einer originalen Kaminbemalung gesicherte werden (Foto: Museum Burg Posterstein).
Originale Sockelbemalung im Museum Burg Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein).

Geraffte Tücher und muschelähnliche Ornamente

1999 untersuchte und sicherte man in einem Raum bereits einen bemalten Kaminbereich. Wenige, fragmentarisch erhaltene Farbreste an den Sockeln der Wände in diesem Raum zeigen Fassungen aus verschiedenen Zeiten. Ein Sockelbereich lässt eine Bandelwerkbemalung in Ocker, Rotbraun und Grau erkennen, während die anderen Teile mit muschelähnlichen Ornamenten in Licht- und Schattenspiel bemalt sind.

Ein ehemaliger Kamin ist in einer Wandmalerei auf trockenem Kalkputz  (Seccobemalung) gefasst (Foto: Museum Burg Posterstein).
Ein ehemaliger Kamin ist in einer Wandmalerei auf trockenem Kalkputz
(Seccobemalung) gefasst (Foto: Museum Burg Posterstein).

Die Risskittungen, das Verputzen der Fehlstellen und die teilweise Retuschierung der Malschichten durch die Restauratorin Bärbel Ginskey gaben der ursprünglichen Fassung ihr geschlossenes Bild zurück.

(Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein)

Posti & Stein am weltweiten #MuseumSelfie Day

PostiStein_Selfie-2

Wir haben sie erwischt: Die Burggeister Posti und Stein posieren zusammen mit der Burg Posterstein. Kein Wunder, heute ist auf Twitter ja auch der erste internationale #MuseumSelfie Tag, ausgerufen von @MarDixon und dem britischen Museumsexperten-Netzwerk Culture Themes.

Eigentlich haben wir uns schon längst an den Anblick von Menschen, die ihren Museumsaufenthalt per schnelles Selbstportrait mit dem Smartphone dokumentieren schon längst gewöhnt. Heute wird es zum Flash Mob / Kunstprojekt auf internationaler Bühne. Wer auf Twitter und Instagram nach dem Hashtag (Lesezeichen) #MuseumSelfie sucht, findet sich schnell in einem öffentlichen Familienfotoalbum hunderter oder tausender Museumsbesucher wieder. Schön besprochen hat die neue Bedeutung solcher Selbstportraits auch der Münchner Kulturexperte Christian Gries in seinem Blog.

In Posterstein derweil schneit es und die Burggeister Posti und Stein verweisen mit ihrem Selfie nicht zuletzt auf das museumspädagogische Programm im Museum, durch das jedes Jahr mehr als 2000 kleiner Ritter und Burgfräulein die Burg Posterstein kennenlernen.

Das war unser Blogjahr 2013

Schon ein alljährlich wiederkehrendes Event in unserem Blog: Der WordPress-Jahresbericht von 2013! Wir danken allen Lesern für die interessanten Kommentare und anregenden Diskussionen und sind gespannt auf das nächste Blogjahr!

Hier ist ein Auszug:

Dieser Blog wurde in 2013 etwa 9.600 mal besucht. Das Museum Burg Posterstein konnte in dieser Zeit 23000 Besucher auch “offline” begrüßen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.