Schülerfreiwilligentag: Fleißige Gärtner im Burgpark Posterstein

Im Park am Fuß der Burg Posterstein wird eifrig gehackt, gegraben, gepflanzt und gegossen. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und seit heute blühen auch neue Rhododendronsträucher.

Am Montag kamen bereits interessierte Postersteiner zum ersten Arbeitseinsatz “Bürgerpark Posterstein” (Vielen Dank an alle Beteiligten!).

Heute zum Thüringer Schülerfreiwilligentag halfen elf Schüler der Regelschule Nöbdenitz auf Eigeninitative beim Pflanzen neuer Rhododendren, jäten und rechen. Vielen herzlichen Dank an die Schüler und Lehrer der Regelschule! Insgesamt nahmen sechs Schulen im Landkreis Altenburger Land am Schülerfreiwilligentag teil.

Schülerfreiwilligentag auch in Posterstein: Die Schüler der Regelschule Nöbdenitz halfen bei der Pflege des Burgparks
Schülerfreiwilligentag auch in Posterstein: Die Schüler der Regelschule Nöbdenitz halfen bei der Pflege des Burgparks

Gemeinsam statt einsam – auch im Burgpark

Für den Park der Burg Posterstein und das gesamte Gelände des ehemaligen Ritterguts gibt es seit einigen Jahren bereits ein gartenarchitektonisches Konzept, das mangels Finanzierungsmöglichkeiten nicht umgesetzt werden konnte. Gerade kommt Schwung in die Umsetzung des Konzepts “Gemeinsam nicht einsam”, eine Initiative der Gemeinde Posterstein, von Bürgern und des Museumsvereins. Sollten die Visionen Wirklichkeit werden, könnten die Gebäude am Burgberg Posterstein gekauft, saniert und zukünftig generationenübergreifendend, nachhaltig und kulturell genutzt werden. Durch das öffentliche Interesse, das die Vision in der letzten Zeit genießen durfte, sind nicht nur potentielle Geldgeber, sondern auch engagierte Bürger auf das Rittergutsgelände aufmerksam geworden.

Weitere Infos zu “Gemeinsam nicht einsam”:
Website “Gemeinsam nicht einsam”
Artikel “Grünes Licht für Kaufverhandlungen” der Ostthüringer Zeitung

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Geschenke für den Museumsbesuch: Christian Habicht feiert die 3000. Besucherin

Im Verlauf der Sonderausstellung „Mich interessiert nur der Rahmen – Cartoons und Comics von Christian Habicht“ feierten Museum und Künstler zuerst die 1500. Besucherin, dann die 2000. und am Sonntag schließlich die 3000. Besucherin. Als Dankeschön und stellvertretend für all die anderen Ausstellungsbesucher bekamen sie jeweils einen Cartoon-Druck geschenkt.

Die 3000. Besucherin kam am letzten Tag der Ausstellung.
Die 3000. Besucherin kam am letzten Tag der Ausstellung.

Am letzten Tag der Sonderschau besuchte die 13jährige Zoe Rocher aus Posterstein mit ihrer Familie die Burg. Sie waren extra wegen Christian Habichts witzigen Cartoons gekommen und freuten sich sehr, einen davon mit nach Hause nehmen zu können. Zoe entschied sich für ein Comic, auf dem ein Handwerker fragt „Und, hast du die Dämmwolle dabei?“, während sein Kollege mit drei Schafen in der Tür steht.

Habicht-Fans aus Posterstein, Siegen, Gera

Gerade einmal zwei Wochen vorher konnte Habicht die 2000. Besucherin begrüßen. Elisabeth Krieger aus Siegen und ihr Mann Peter waren auf Städtereise durch Thüringen und kamen zufällig ins Museum Burg Posterstein. Auch sie freuten sich über den herzlichen Empfang.

Die 2000. Besucherin kam aus Siegen und besuchte während ihrer Städtereise durch Thüringen auf die Burg Posterstein.
Die 2000. Besucherin kam aus Siegen und besuchte während ihrer Städtereise durch Thüringen auf die Burg Posterstein.

Die 1500. Besucherin, Rita Söllner, kam Anfang April in die Ausstellung und entpuppte sich als ein absoluter Fan von Christian Habichts Cartoons. Sie besitzt bereits alle Habicht-Bücher und kam extra mit ihrem Ehemann „wegen Habicht“ am Ostermontag in die Postersteiner Ausstellung. Über das Cartoon-Geschenk freute sie sich überschwänglich.

Der Künstler Christian Habicht freut sich über das große Interesse an seinen Cartoons. Seit 2006 ist der Vater von zwei Töchtern freiberuflich als Illustrator und Cartoonist tätig und zeichnet Cartoons für verschiedene Zeitungen und Magazine. Neben zahlreichen Hausaufgabenheften gestaltet Habicht auch Bastelblöcke, Ausmalhefte, Stickerhefte, Puzzlebücher sowie Schultüten. 2009 gewann er den Ilse Bähnert Preis der Sächsischen Zeitung, 2012 den Publikumspreis in Prerow und 2014, neben einem weiteren Preis des H-Teams München, den Kultur- und Kunstpreis des Saale-Holzland-Kreises.

Weitere Informationen zum Künstler

Zur Website von Christian Habicht

Ausblick: Von den Cartoons zur Ölmalerei

Fantasievoll, romantisch, frech - Hans Neuperts Stil ist unverkennbar.
Fantasievoll, romantisch, frech – Hans Neuperts Stil ist unverkennbar.

Die nächste Sonderausstellung auf Burg Posterstein ist bereits in Vorbereitung: Als Hommage zum 95. Geburtstag des Schmöllner Künstlers Hans Neupert zeigt das Museum dessen charakteristische Ölgemälde, von denen ein Großteil erst in den letzten Jahren entstanden ist. Soviel vorweg: Neupert bleibt seinem Stil treu und es wird wieder romantische Landschaften und freche Damen zu sehen geben. Die Schau wird im Rahmen des Programms zum Internationalen Museumstag feierlich eröffnet.

Weitere Informationen zum internationalen Museumstag auf Burg Posterstein

von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Die Potentiale kleiner Museen im Social Web – Postersteiner Erfahrungsbericht beim Startcamp München

Lohnt es sich für kleine Museen im ländlichen Raum, die geringe personelle & finanzielle Ressourcen mitbringen und mit dem demografischen Wandel zu kämpfen haben die Nutzung von Social Media überhaupt?

Auf dem Startcamp München 2015 (#scmuc15) stellte Marlene Hofmann, unsere Verantwortliche für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, die schon 15jährigen Interneterfahrungen des Museums vor und antwortete mit einem klaren: Ja. Ihre Präsentation kann hier eingesehen werden:

[slideshare id=47547683&doc=praesentationkleinemuseensocialmedia-150429021846-conversion-gate02]

Das Startcamp trug den Titel „Digitales weiterdenken“ und unter diesem Thema trafen in München Kulturschaffende, Web-Experten, Kommunikationsmitarbeiter großer Museen (die Presseabteilung der Pinakotheken war komplett vertreten) auf Blogger, Museumsbesucher und Interessierte aller Couleur. Ein Startcamp ist keine bloße Konferenz. Es laufen immerfort mehrere Gespräche, Vorträge, Diskussionsrunden, Wordshops und Debatten parallel – in diesem Fall immer fünf. Diskussion und Weiterdenken ist das Ziel und die Debatte wird per gemeinsamen Hashtag über Twitter und andere soziale Medien direkt ins soziale Web übertragen, wo Außenstehende mitverfolgen und sich einbringen konnten. Was sie auch taten.

Sieht nach einem vollen Stundenplan aus - das Programm eines Startcamps wird vor Ort geplant und jeder kann frei wählen, was er hören will.Sieht nach einem vollen Stundenplan aus - das Programm eines Startcamps wird vor Ort geplant und jeder kann frei wählen, was er hören will.
Sieht nach einem vollen Stundenplan aus – das Programm eines Startcamps wird vor Ort geplant und jeder kann frei wählen, was er hören will.

Postersteiner Erfahrungen

Zur Präsentation über die Potentiale von Social Media für kleinere Museen kamen wir in einem spannenden Kreis zusammen, u.a. mit Juna, die bloggt und in einer Berliner Gedenkstätte arbeitet, mit der Bayerischen Schlösserverwaltung und dem Infopoint Museen Bayern, dem Bayrischen Moor- und Torfmuseum, einer engagierten Museumsbesucherin und Bloggerin und anderen.

Statistischen Ausgangspunkt bildete eine kleine „Volkszählung“ der Thüringer Museen, die auf Facebook, Twitter oder per Blog im Social Web unterwegs sind. Die kurze Analyse mit Zahlen vom 21. April 2015 zeigt, dass etwa 19 Prozent der insgesamt 210 im Thüringer Museumsverband organisierten Museen ein Facebook-Profil besitzen, etwa drei Prozent sind auf Twitter unterwegs und nur ein Prozent bloggt. Wer noch nicht auf der Liste vertreten ist, darf die Autorin gern per Kommentar darauf hinweisen, der Schwerpunkt lag jedoch aus Kapazitätsgründen auf den Museen, die im Museumsverband organisiert sind. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass es durchaus noch unausgeschöpftes Potential gibt. Gleichzeitig sind die Gründe, warum Museen sich zurückhalten vielfältig – und manchen Kollegen sind gar durch strikte Regelungen, die die eigenständige Pressearbeit unterbinden, die Hände gebunden.

Sichtbar werden – für Besucher, Blogger und politischen Entscheidungsträger

Die Ergebnisse der Diskussion und des Startcamps allgemein waren für Burg Posterstein als Museum durchaus inspirierend: Das reichte von Tipps für weitere Fördermittelmöglichkeiten und technische Tools, über den verstärkten Austausch mit Bloggern bis hin zu der Erkenntnis, dass ein wichtiges Argument pro Social Media-Aktivität auch das folgende ist: Mehr und mehr Politiker sind aktiv auf Twitter und Facebook. Je sichtbarer ein Museum für sie auch auf diesen Kanälen ist, desto besser wird es auch von den politischen Entscheidungsträgern wahrgenommen.

Gleichzeitig wurde durch Analysen der Nutzerstrukturen von Burg Posterstein deutlich, dass die durchschnittlichen Online-Besucher des Museums über 30, viele sogar 50 und älter sind. Diese Gruppe nutzt soziale Medien und das Internet zur Information und Planung ihres Besuchs sowie zur schnellen Kontaktaufnahme vor einem Besuch. Das Teilen der Inhalte, darüber bloggen und kreatives Weiterentwickeln steht erst an zweiter Stelle, auch wenn es nicht auszuschließen ist. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Social Media-Arbeit ergebnisoffen betrieben werden sollte – dann können sich ganz unerwartete Kooperationen, Kontakte und sogar Leihgaben und Schenkungen ergeben.

Blogger sind in Posterstein willkommen – Eintritt frei

Als ersten Schritt hin zu einer engeren Beziehung mit Bloggern spricht das Museum Burg Posterstein Blogger nun direkt auf der Website an. Wer über Burg Posterstein bloggen möchte, erhält selbstverständlich freien Eintritt. Was man sonst noch machen kann in Sachen Blogger Relations wurde auf dem Startcamp in einer Podiumsdiskussion mit der Kunsthalle Karlsruhe, Wera Wecker, Tanja Praske, Angelika Schoder, Christian Gries und Michelle van der Veen diskutiert, die das ganze hier auch schön zusammenfasst.

Eine Übersicht über alle online verfügbaren Präsentationen, Blogposts, Storifys, Videos, Podcasts und Fotosammlungen gibt es hier bei den Veranstaltern, den Kulturkonsorten München.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

#MuseumSound zum internationalen Museumstag: So klingt die Burg Posterstein

Im Vorfeld des Internationalen Museumstags am 17. Mai sammeln die Veranstalter den Klang der Museen und verorten ihn auf einer interaktiven Karte. Das Museum Burg Posterstein soll da nicht fehlen, weshalb unser Mitarbeiter Marcus für uns eine Runde durch die Ausstellung und bis in den Keller gegangen ist.

Quietschende alte Türen, knarrende Dielen, läutende Uhren, Tritte auf Stufen, Besucherführungen und Eröffnungskonzerte… Die Geräuschkulisse des über 800 Jahre alten Gemäuers ist vielfältig und bietet Stoff für ganze Soundteppiche. Wir haben uns auf einen Zusammenschnitt von einer Minute beschränkt:

[soundcloud url=”https://api.soundcloud.com/tracks/200904629″ params=”color=ff5500&auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false” width=”100%” height=”166″ iframe=”true” /]

Eine Übersicht über alle bisher gesammelten musealen Klänge gibt es hier:

[googlemaps https://www.google.com/maps/d/embed?mid=zERKfvBYHELc.k8KVHAcp_JeQ&w=640&h=480]

Museumstag auf Burg Posterstein: Rittergut und freche Damen

Zum Museumstag am 17. Mai, der in diesem Jahr das Motto „MUSEUM. GESELLSCHAFT. ZUKUNFT.“ trägt, gibt es 11 Uhr eine Sonderführung „Zukunft des Burgbergs“. Wir treffen uns auf der Burgbrücke und führen Sie über das Außengelände auf dem Burgplatz. Hier stehen die verbleibenden Gebäude des ehemaligen Ritterguts Postersteins, für die es ein visionäres Zukunftskonzept, bisher aber keine Finanzierung gibt. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier und hier.

Fantasievoll, romantisch, frech - Hans Neuperts Stil ist unverkennbar.
Fantasievoll, romantisch, frech – Hans Neuperts Stil ist unverkennbar.

15 Uhr findet die feierliche Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Mal sehen wohin es geht oder zwischen den Zeiten“ statt, eine Homage an den beliebten Schmöllner Künstler Hans Neupert, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiert und in den vergangenen Jahren sehr produktiv gewesen ist. Die Sujets fantasievoll, romantisch, philosophisch bisweilen provozierend frech gemalt und von tiefer Farbigkeit geprägt, bilden in ihrer Unverwechselbarkeit bis heute den Stil Hans Neuperts.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung Hans Neupert

Nachtrag: Die Burg als Klingelton gefällig?

[soundcloud url=”https://api.soundcloud.com/tracks/201062062″]

Wegen interessierter Nachfragen in Folge der Aktion #MuseumSound zum Internationalen Museumstag gibt es hier das Quietschen unserer Kellertür als MP3 zum Download. Mit Hilfe der entsprechenden Apps (für Android z.B. Ringdroid, für Apple Klingelton Maker) können Sie unsere MP3 dafür nutzen.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Aktion zum Ende der MuseumWeek 2015: Einmal aus dem Rahmen fallen

image

Am letzten Tag der #MuseumWeek 2015 wollen wir die weltweite Social Media-Aktion direkt in die aktuelle Sonderausstellung “Mich interessiert nur der Rahmen – Cartoon & Comic von Christian Habicht” holen.

Das Tagesthema lautet #poseMW und wir wollen Besuchern mit einer “Selfie-Station” die Gelegenheit geben, einmal selbst Teil eines Habicht-Cartoons zu werden. Wer dann sein Bild noch in diversen sozialen Netzwerken unter den Hashtags #PosePosterstein #MuseumWeek teilt, kann Teil unserer Blog-Galerie zum Thema werden. Die schönsten Bilder sammeln wir hier im Beitrag.

Den Anfang macht unsere Mitarbeiterin Franziska:

image

Mehr zur aktuellen Sonderausstellung und Informationen zum Künstler gibt es in unserem Blogpost “Zum Lachen ins Museum”.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

2015 zelebriert das Museum Burg Posterstein ein Lieblingsthema im großen Stil

Sie war schön, gebildet, elegant, wortgewandt und weltoffen. Nach der unglücklchen Ehe mit dem 37 Jahre älteren Herzog kaufte die selbstbewusste Adlige aus dem heutigen Lettland 1794 ein Landgut in der Nähe der Burg Posterstein und ließ die klassizistischen Schlösser Löbichau und Tannenfeld errichten. Ihr kultureller und politischer Salon, der Musenhof Löbichau, avancierte zu einem der bekanntesten seiner Zeit und zog illustre Gäste aus ganz Europa an.

Die Forschung über die Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761-1821) liegt dem Museum Burg Posterstein seit über 25 Jahren besonders am Herzen. Bei der #MuseumWeek geht es heute um #favoritesMW – und Anna Dorothea zählt ganz klar zu unseren Forschungsfavoriten.

Das kleine Löbichau – für Jahrzehnte in der Mitte Europas

Die Löbichauer Sommerresidenz Anna Dorothea von Kurlands lag aus damaliger Sicht günstig, wenn man sich auf dem Weg von Berlin nach Wien oder von Paris ins schöne Karlsbad befand – und Gäste waren immerzu willkommen. Die weltgewandte Herzogin verfügte über hervorragende Kontakte in die höchsten gesellschaftlichen Kreise Europas. Sie weilte als Gast an den Höfen in Berlin, Warschau, Neapel, St. Petersburg, Wien und Paris, eine Privataudienz beim Papst nicht zu vergessen.

Schloss Löbichau ((c) Museum Burg Posterstein)
Schloss Löbichau (Museum Burg Posterstein)

Der weibliche Anteil an der Gestaltung der europäischen Geschichte im 19. Jahrhundert

Anna Dorothea von Kurland war bekannt mit den einflussreichsten Männern ihrer Zeit: Metternich, Alexander I., Friedrich Wilhelm III., Napoleon und Talleyrand kannte sie persönlich. Dieser Umstand ermöglichte ihr einen ganz speziellen Anteil an der Gestaltung europäischer Geschichte.

25 Jahre Forschung neu präsentiert

Die Herzogin als treuer Pudel - eine Zeichnung von Ernst Welker (Museum Burg Posterstein)
Die Herzogin als treuer Pudel – eine Zeichnung von Ernst Welker (Museum Burg Posterstein)
Die Herzogin als treuer Pudel – eine Zeichnung von Ernst Welker (Museum Burg Posterstein)[/caption]2015 jährt sich nicht nur der Wiener Kongress, den die politisch interessierte Herzogin mit Interesse verfolgte, zum 200. Mal. Das Museum Burg Posterstein möchte in diesem Sommer auch die bestehende Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau und der Salonkultur Europas neu arrangiert und modernisiert präsentieren. Vorhandene Forschungsergebnisse sollen langfristig auf einer selbstständigen digitalen Plattform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig präsentiert das Museum die 2014 über eine Landesförderung und mit Unterstützung der Bürgerstiftung Altenburger Land erworbene einmalige Sammlung von Portraits der 1819 in Löbichau anwesenden Gäste – 47 aquarellierte Zeichnungen von Ernst Welker (1788-1857) und Emilie von Binzer (1801-1891) – in der Sonderausstellung “Salongeschichten”.

Ausführliche Informationen zur Forschung über den Musenhof Löbichau gibt es auf der Website des Museums.

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Burg Posterstein als Gutenachtgeschichte

Mit vier verschiedenen Postkarten-Motiven sammelte das Museum im Vorfeld Geld für das Kinderbuchprojekt (Bild: Museum Burg Posterstein)
Mit vier verschiedenen Postkarten-Motiven sammelte das Museum im Vorfeld Geld für das Kinderbuchprojekt (Bild: Museum Burg Posterstein)
Dicke, alte Mauern, Ritterrüstung und ein Turm mit Aussichtsplattform – naturgemäß sind Burgen prädestiniert für Familien mit Kindern. Zur Burg Posterstein gibt es darüber hinaus noch eine geisterreiche Gutenachtgeschichte – das Buch “Ein Fall für Posti & Stein – Der Ritter, der keine Ruhe fand” wollen wir anlässlich der #MuseumWeek mit dem heutigen Thema #familyMW kurz vorstellen.

Im Rahmen der museumspädagogischen Arbeit des Museums entstand 2010 das Kinderbuch “Ein Fall für Posti & Stein – Der Ritter, der keine Ruhe fand”. Das Paperback mit bunten Illustrationen richtet sich an Kinder im Lesealter. Ihren Ausgangspunkt nimmt die Geschichte in der Dauerausstellung, wo eine Ritterrüstung hinter Glas steht. Eines Nachts beginnt sie sich zu bewegen, lässt dabei das Glas der Vitrine zersplittern und setzt die Alarmanlage in Gang. Polizei und Museumschef sind ratlos. Dem Rätsel wirklich auf die Spur kommen nur die beiden Burggeister Posti und Stein.

Ganz und gar nicht unheimlich

Posti und Stein gab es schon vor dem Buch. Sie begleiten Kinderführungen, Geburtstage und Schülerprojekte. Und anders als manche andere Schlossgespenster sind der rosarote Burggeist und der dicke Drache auch gar nicht unheimlich.

Mehr Infos zu Posti und Stein gibt es auf der Website des Museums.

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Inspiriert Burg Posterstein? – Wir haben nachgefragt.

Können Museen inspirieren - über soziale Medien & lange Distanzen?
Können Museen inspirieren – über soziale Medien & lange Distanzen? (Foto: Museum Burg Posterstein von K. Radziej)
Museen können inspirieren, zweifellos. Und Museumsmitarbeiter sowieso – aber wie sieht es mit den Besuchern aus? Als Museum kann man diese Frage ganz schwer selbst beantworten. Anlässlich der #MuseumWeek auf Twitter und deren Tagesthema #inspirationMW haben wir Peter Soemers aus Den Haag gefragt, ob er einen kurzen Gastbeitrag beisteuern möchte. Den niederländischen Kunstliebhaber hätten wir ohne soziale Netzwerke nie kennen gelernt – und glücklicherweise ließ er sich von uns zu folgendem Text inspirieren (Vielen, vielen herzlichen Dank!):

Hat Burg Posterstein mich inspiriert? Ich glaube schon!

Fangen wir einmal von vorne an: Woher habe ich als Niederländer (und beileibe kein Burgenfreund) überhaupt gewusst, dass es diese Museumsburg im Osten Deutschlands gibt? Tja, da war eine Kollegin die meinte, ich sollte unbedingt Twitter-Nutzer werden um mehr über Museen zu erfahren… Es hat nicht lange gedauert und mir sind Tweets von und über Burg Posterstein begegnet. Na ja, kein Kunstmuseum, und die haben doch meine Vorliebe!

Nach einer Weile ist mir aber aufgefallen dass dieses relativ kleine Museum mit einem kleinen Stab im Internet munter mithält mit den ‘großen Jungs’ in Berlin, Londen, Paris, Washington und Kopenhagen. Website, Twitter, Facebook, Vimeo – sogar ein eigener Blog ist vorhanden! Manchmal auch noch in Englisch – Burg Posterstein versteckt sich nicht! Und: Tweets und Blogposts wirkten manchmal frischer und spontaner als die der Profis in den Metropolen dieser Welt.

Höhepunkt war für mich, wie rasch das von Tanja Praske zugeworfene ‘Blog-stöckchen’ aufgegriffen wurde und in den pfiffigen und informativen Blogpost “#Blogstöckchen: 20 Dinge, die ihr vielleicht noch nicht wusstet” resultierte. Das kam ohne Beratungen in Gremien zustande und kehrte flux wie ein Bumerang zu Tanja Praske zurück!

Das war’s? Nun: zu meinem Geburtstag hat meine Frau mir ein Wochenende in Leipzig plus Besuch der Burg Posterstein geschenkt! September 2014 waren wir dort, Dank Twitter und couragierter Burgfamilie!

Fazit:

• Internetpräsenz lohnt sich
• Mit ein wenig Courage und Fleiß kann man ohne weiteres mit den ‘Großen’ mithalten, diese sogar überbieten!

P.S.: In diesem Sinne habe ich Burg Posterstein auch erwähnt auf meiner kurzen Präsentation auf einem Museumskongress in Kopenhagen (Sharing is Caring, 01.04.2014), zu sehen auf Vimeo:

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Peter Soemers, Den Haag/NL

Der Traum vom belebten Burgberg

Unsere Vision für die Wiederbelebung des Burgbergs
Unsere Vision für die “Wiederbelebung” des Burgbergs
Rund um die Burg Posterstein, die zwischen 1984 und 1991 komplett restauriert werden konnte, gibt es gleich mehrere architektonische Großprojekte, die umgesetzt werden könnten, wenn es die nötigen finanziellen Mittel dafür gäbe. Tagesthema der aktuell laufenden weltweiten #MuseumWeek auf Twitter ist heute #architectureMW – für uns Anlass genug, die “Baustellen” der Burg genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von der Burg selbst fehlt der gesamte Nordflügel, der – nach der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 – dem Abriss zum Opfer fiel. In seinem ruinösen Zustand bedroht er die bauliche Substanz der mittelalterlichen Burganlage. Dem Museum liegen wunderbare architektonische Entwürfe und eine Konzeption für die Nutzung eines Neubaus vor – allein, der Museumsetat reicht dafür nicht aus.
Vom ehemaligen Rittergut Posterstein existieren noch das ehemals wunderschöne, aber heute baufällige Herrenhaus (seit 1993 leer stehend) und zwei weitere ungenutzte Gebäude.

Historische Ansicht des Herrenhaues des Postersteiner Ritterguts (Museum Burg Posterstein)
Historische Ansicht des Herrenhaues des Postersteiner Ritterguts (Museum Burg Posterstein)

Gleichzeitig benötigt das Museum nicht nur einen Fahrstuhl um barrierefrei zu werden, sondern auch weitere Flächen für Depot und Archiv, Museumscafé, Veranstaltungen und museumspädagogische Arbeit.

Fahrgemeinschaften, Wohnraum, Museumsdepot & Bandproberäume

Eine nachhaltige Vision zur Nutzung und Wiederbelebung der historischen Bauten entwarfen wir zuletzt für einen Förderantrag zur Internationalen Bauausstellung Thüringen. Unter dem Motto “Gemeinsam / nicht einsam” schwebt uns ein Zentrum für Wohnen, Arbeit, Natur und Kultur vor, das u. a. Mehr-Generationen-Wohnungen, Museumscafé, Mitfahrzentrale und Gemeinschaftsgärten mit einschließt. Aus der IBA-Förderung ist leider nichts geworden. Die nötigen finanziellen Mittel können der Museumsverein Burg Posterstein e.V. und die Gemeinde Posterstein aber allein nicht stemmen. – Ernstgemeinte Finanzierungstipps sind jederzeit willkommen.

Wie das Rttergut Posterstein vor der Bodenreform aussah, zeigt diese historische Postkarte (Museum Burg Posterstein)
Wie das Rttergut Posterstein vor der Bodenreform aussah, zeigt diese historische Postkarte (Museum Burg Posterstein)

Einen Einblick in unser Konzept “Gemeinsam / nicht einsam” gibt es hier.

Weitere Infos zum Postersteiner Rittergut gibt es auf der Website des Museums.

Eine Übersicht über die Rittergüter des Altenburger Landes (Thüringen) entwarfen wir auf einer Google-Map im Rahmen einer Sonderausstellung:

[googlemaps https://www.google.com/maps/d/embed?mid=z8NYETeEP5Fc.kkJTINQrfUEk&hl=de&w=640&h=480]

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Mitbringsel vom Posterstein

Ob man im Park der Burg Posterstein Blätter, Blumen oder Steine sammelt, oder ob man neues Wissen, Erfahrungen und Eindrücke mit nach Hause nimmt – Souvenirs von der Burg Posterstein müssen nicht immer etwas kosten. Können sie aber – und dafür gibt es einen kleinen Museumsladen.

IMG_0443

Petra arbeitet seit fast 30 Jahren im Museum Burg Posterstein und kümmert sich nicht nur um die museumspädagogische Arbeit, sondern auch um den Museumsladen. Anlässlich der #MuseumWeek auf Twitter mit dem heutigen Thema #souvenirsMW beantwortet sie drei Fragen zum Thema:

Was nehmen die Besucher gern von der Burg Posterstein mit nach Hause?

Der Wegweiser durch die Burg Posterstein ist naturgemäß sehr gefragt.
Der Wegweiser durch die Burg Posterstein ist naturgemäß sehr gefragt im Museumladen.
“Nach einer Führung mit einer Schulklasse möchten die meisten natürlich eines der Holzschwerter und Schilde mit nach Hause nehmen und auf dem Burghof finden sofort kleine Ritterkämpfe statt.
Außer den typischen Burgen-Souveniers kann man in unserem Museumsladen aber auch den Wegweiser durch die Burg und alle aktuellen – und sogar eine Reihe älterer – im Museum erschienen Kataloge und Bücher kaufen. Die Publikationsliste gibt es auf unserer Website und wir nehmen auch Bestellungen per E-Mail an.”

Welches wäre das ideale Souvenir von der Burg Posterstein – wenn es das denn schon gäbe?

“Ein kleiner, geschnitzter Johannis Hopf zum Mitnehmen fehlt uns noch! Von dem unbekannten Holzschnitzer stammt die beeindruckende barocke Innenausstattung der Burgkirche. Es rankt sich eine Sage um ihn, aber niemand weiß, wie er ausgesehen hat. Burg Posterstein als Holzbaukasten fände ich auch sehr schön!”

Welche Souvenirs kann man nicht kaufen und trotzdem mitnehmen?

“Verliesstaub! Davon gibt es eine Menge und den oberen Teil des ehemaligen Verlieses kann man vom Burghof aus besichtigen. Am Wochenende haben wir im Rahmen der Aktion #kunstputz von den Herbergsmüttern ein Tütchen Verliesstaub für das Deutsche Staubarchiv in Köln aufgesammelt und eingetütet. Für sein persönliches Gruselkabinett kann natürlich jeder, der mag, ein paar Postersteiner Verliesstaubmäuse mit nach Hause nehmen. – Aber nur so lange der Vorrat reicht!”

Seit gestern die MuseumWeek über meine Twitter-Timeline hereinbrach, brummt und surrt es nur so von meinem Smartphone, weil ständig neue Tweets reinkommen. Wenn es zu stressig wird, drehe ich einfach ein paar Mal meinen kleinen handgedrechselten Kreisel. – Den gibt’s auch im Postersteiner Museumsladen.

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein