#Kinderburg Oster-Quiz Teil 4: Schafe fürs Leben – Wie fasteten die Burgherren vor Ostern?

Quiz: Wie fasteten die Burgherren vor Ostern?
Quiz: Wie fasteten die Burgherren vor Ostern?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 4. Aufgabe? (Hier geht es zu Aufgabe 1hier zu Aufgabe 2 und hier zu Aufgabe 3)
Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

Please accept YouTube cookies to play this video. By accepting you will be accessing content from YouTube, a service provided by an external third party.

YouTube privacy policy

If you accept this notice, your choice will be saved and the page will refresh.


Osterzeit – Essenszeit?

Wir sind nun im Gerichtszimmer der Burg Posterstein angekommen. Hier wurde allerdings nicht gegessen, sondern Recht und Ordnung gesprochen! Oft wurde in diesem Raum über Erbschaften und Vormundschaften, also über die Fürsorge für ein Kind oder einen Erwachsenen, verhandelt. Und natürlich war auch die Einhaltung der Dorfordnung wichtig! Wer sich nicht an die Verordnungen hielt, musste meist Strafen zahlen oder sogar ein paar Tage im Verlies der Burg unter dem großen Burgturm verbringen. Allerdings wurde hier auch über schwere Verbrechen verhandelt. Das kam zum Glück aber nur selten vor.

Schaf Wendelin möchte Dir viel lieber vom Essen erzählen! Denn auch das unterlag zu Ostern strengen Regeln. Vor einem so wichtigen Fest sollten schon zu Zeiten der Ritter alle Christen fasten. Fasten heißt, dass man auf bestimmte Lebensmittel, Getränke oder Tätigkeiten verzichtet. Vor Ostern sogar 40 Tage lang! Deshalb nennt man diese vorösterliche Fastenzeit „Quadragesima“, was auf Latein „40“ bedeutet.

Schaf Wendelin im Gerichtsraum der Burg – natürlich kommt Wendelin nicht auf den Teller!

Die Ritter im Mittelalter hielten sich streng an diese Regeln. Ab „Aschermittwoch“, dem Tag nach Fasching waren Fleisch, Wein, Eier und Käse bis Ostersonntag verboten! Nur Kinder, schwangere Frauen, Alte und Kranke mussten sich nicht daran halten. Allerdings galt Fisch bei den Rittern nicht als Fleisch. Und so kam das schmackhafte Tier vor allem am Karfreitag auf den Tisch. Aber auch an jedem anderen Freitag sollten Christen kein Fleisch essen. Mit diesem Verzicht wollten sie dem Tod Christi am Kreuz gedenken.

Am Ostersonntag war die Fastenzeit zu Ende! Nach 40 Tagen konnte nun endlich wieder ordentlich gegessen und getrunken werden. Sehr zum Unmut unseres kleinen Wendelins kam da wahrscheinlich auch oft Lammbraten auf den Tisch. Aber keine Sorge! Schaf Wendelin wird nicht auf dem Teller enden.


Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.


Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

#Kinderburg Oster-Quiz Teil 2: Schafe fürs Leben – Welches ist das wichtigste christliche Fest?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 2. Aufgabe? (Hier geht es zu Aufgabe 1) Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

Please accept YouTube cookies to play this video. By accepting you will be accessing content from YouTube, a service provided by an external third party.

YouTube privacy policy

If you accept this notice, your choice will be saved and the page will refresh.

Wohin ging ein Ritter zu Ostern?

Wie Du schon jetzt sehen kannst: Ostern hat viel mit Kirche und christlichem Glauben zu tun. Deshalb nimmt Dich Schaf Wendelin als nächstes mit in die alte Kapelle, dem früheren Raum für Gottesdienste der Bewohner der Burg Posterstein. Heute zeigt das Museum hier oft Ausstellungen über Geschichte oder Kunst. Vor ungefähr 400 Jahren betete hier aber der Burgherr. Besonders schön ist die sogenannte „Kassettendecke“ über dem alten Altarbereich des Raumes. Die Decke heißt so, weil sie in viele kleine Kästen (Kassetten) unterteilt ist. Früher war sie einmal blau angestrichen und sah aus, wie ein Himmel.

Schaf Wendelin vor der Kassettendecke in der Galerie der Burg Posterstein.

Tatsächlich ist Ostern das wichtigste Fest im Christentum. Noch wichtiger als Weihnachten. Und das war schon zu Zeiten der Ritter so. Denn an diesem Fest wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Jesus Christus ist für die Christen der Sohn Gottes. Zu Weihnachten feiern viele Menschen in der Welt seine Geburt. An Ostern gedenken sie seinem Tod und seiner Auferstehung.

Ostern ist ein ziemlich gefühlvolles Fest für Christen. Man könnte sagen, dass die Stimmung zweigeteilt ist. Ein wichtiger Tag ist „Gründonnerstag“. Das hat aber nichts mit der Farbe grün zu tun, sondern kommt vom alten Wort „grienen“, was so viel heißt wie weinen. An dem Tag trafen sich Jesus und seine Jünger zum letzten gemeinsamen Abendmahl. Danach wurde Jesus verhaftet und zum Tod am Kreuz verurteilt.
Am „Karfreitag“ starb Jesus schließlich am Kreuz. Das „Kar“ im Karfreitag oder der Karwoche vor Ostern steht dabei für das Wort „Trauer“.

In den Namen “Gründonnerstag” und “Karfreitag” stecken alte Worte für Weinen und Trauer.
(Bild: Ausschnitt aus der “Postersteiner Kreuzigung”, einer Kopie nach Lucas Cranach d. Ä. , die in der Kirche Posterstein hängt. Das Original befindet sich in der Sammlung der Kunstsammlung Gera,)

Am Ostersonntag wird aus der ganzen Trauer schließlich Freude. Jesus ist von den Toten auferstanden. Dieses Ereignis wird mit Gottesdiensten und oft mit einem großen Festessen gefeiert. Schon die Ritter gingen an diesem Tag in die Kirche, um die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus zu feiern.

Die Postersteiner Burgherren mussten für Gottesdienste lange Zeit bis in den Nachbarort Nöbdenitz laufen oder reiten. Erst vor ungefähr 450 Jahren ließ der Ritter Tham von Pflugk eine Kirche in Posterstein bauen. Für das tägliche Gebet war der Weg nach Nöbdenitz oft zu weit. Dafür nutzten die Burgbewohner dann ihre kleine Kapelle.


Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.

Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

#Kinderburg Oster-Quiz Teil 1: Schafe fürs Leben – Wer ist Wendelin?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 1. Aufgabe? Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

Please accept YouTube cookies to play this video. By accepting you will be accessing content from YouTube, a service provided by an external third party.

YouTube privacy policy

If you accept this notice, your choice will be saved and the page will refresh.


Hallo! Mein Name ist … Wendelin?

In diesen Osterferien haben sich die Geister der Burg Posterstein, das Gespenst Posti und der Burgdrache Stein, Verstärkung geholt. Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich diesmal virtuell durch die über 800 Jahre alte Burg und beantwortet mit Dir die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest?

Wendelin trägt seinen Namen auch nicht ohne Grund! Benannt ist es nach einem Heiligen der katholischen Kirche: Wendelin von Tholey, dem Schutzpatron der Hirten und Herden, der Bauern und des Viehs. Der heilige Wendelin lebte vor fast 1500 Jahren in der Nähe der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz. Laut Legende war er ein Königssohn aus Schottland oder Irland. Nach einer Wundertat schenkte ihm ein Edelmann eine Zelle (das ist eine Wohnstätte für Mönche oder Einsiedler) in der Nähe der heutigen Stadt St. Wendel im Saarland. Dort verkündigte er den Menschen das Wort Gottes und half ihnen, wenn sie oder ihre Tiere krank wurden. Als der Abt, der Leiter, des nahen Klosters Tholey starb, wählten die dortigen Mönche Wendelin zum neuen Oberhaupt des Klosters. Dort lebte er bis zu seinem Tod.

Viele Tage im Jahr sind christlichen Heiligen gewidmet und nach diesen benannt. Die bekanntesten sind wahrscheinlich St. Nicolaus am 6. Dezember oder Silvester am 31. Dezember. Der Gedenktag des heiligen Wendelin ist in Deutschland am 20. Oktober. Auf Gemälden wird Wendelin oft als Hirte mit Schafen und Schweinen dargestellt.

Schaf Wendelin vor der Burg Posterstein – im digitalen Osterferien-Programm nimmt es Dich mit in die Burg.

Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.


Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

Mit Christuskind, Hirten, Ochs und Esel: Aus der Geschichte der Weihnachtskrippen

In der Adventszeit erobert die Weihnachtskrippensammlung die Burg Posterstein, die hier traditionell schon seit fast 20 Jahren jedes Jahr im Dezember gezeigt wird. Gerade laufen die Vorbereitungen für die diesjährige Ausstellung auf Hochtouren und die Sammlung bekommt sogar noch Zuwachs. Das wollen wir zum Anlass nehmen, um tiefer in die Geschichte der Krippen einzutauchen – mit Auszügen aus unserer Publikation “Weihnachtskrippen – Sammlung Riewe”.

“Ihr Kinderlein kommet …” – woher stammt die Weihnachtskrippe?

Die Vielfalt der Krippendarstellungen ist ungemein - Sammlung Riewe im Museum Burg Posterstein
Die Vielfalt der Krippendarstellungen ist ungemein – Sammlung Riewe im Museum Burg Posterstein

Wenn wir an Weihnachtskrippen denken, sehen wir vor dem inneren Auge das in ein Tuch gewickelte Jesuskind in einer Futterkrippe im Stroh liegen, daneben die Eltern, die Hirten und die drei heiligen Könige im Stall von Bethlehem. Diese umfassende Darstellung der Geburt Jesus Christus gründet auf einer langen Tradition: Im Jahre 313 nach Christus ließ Kaiser Konstantin der Große das Weihnachtsfest einführen und die Geburt Christi auf den 25. Dezember festschreiben. Der Tag war in der römisch-heidnischen Religion jener Zeit bis dahin dem Fest der unbesiegbaren Sonnengottheit, Sol invictus, geweiht. An deren Stelle trat nun die christliche “Sonne der Gerechtigkeit”, wie der Sammler Jürgen P. Riewe es ausdrückte.

In den Weihnachtsspielen des Mittelalters stand die Krippe im Mittelpunkt

Blick in die Krippensammlung von Jürgen P. Riewe im Museum Burg Posterstein
Blick in die Krippensammlung von Jürgen P. Riewe im Museum Burg Posterstein

Im Jahre 354 nach Christus ließ Bischof Liborius in Rom eine Basilika mit einer Krippenkapelle errichten. In den Weihnachtsspielen des Mittelalters stand die Krippe im Mittelpunkt. Barbara Kruhöffer folgert in ihrem Buch “Weihnachtskrippen der Völker”: “Die Tatsache, daß die Weihnachtskrippe an so vielen Orten fast gleichzeitig aufgetreten ist, macht deutlich, daß sie Vorformen hatte, die generell verbreitet waren und folgerichtig zur Krippe führten.”

Mit Beginn des Barock stellten die Kirchen in Bayern bereits prunkvolle Krippen auf, an denen das Volk Opfergaben niederlegte. Im 16. und 17. Jahrhundert schmückten Krippen den bayrischen Hof und bald auch die Weihnachtsstuben der Bürger. Das 17. und 18. Jahrhundert sah die Hochblüte der Krippenkunst.

Schädliche Kinderbelustigung oder fester Brauch?

Keramikkrippe aus Frankreich - Sammlung Riewe, Museum Burg Posterstein.
Keramikkrippe aus Frankreich – Sammlung Riewe, Museum Burg Posterstein.

Gegen den Brauch, Krippen aufzustellen, vermochte auch die Aufklärung nicht mehr viel, als sie ihn im Jahre 1803 als „schädliche Kinderbelustigung“ verurteilte. Ein Verbot 1792 erlassenes Verbot der Krippenaufstellung in den Kirchen musste nach dem Volkswillen bereits 1804 widerrufen werden. Heimlich aufgestellte Krippen in den Bürgerhäusern waren längst fester Brauch.

“Die Vielfalt der Krippen in Form, Farbe und Material lässt sich nicht einmal erahnen. Berühmte Maler und Bildhauer schufen Krippendarstellung von unschätzbarem Wert. Die Zahl der Krippenausstellungen geht ins Unermeßliche.”, schreibt Jürgen P. Riewe. – Einen Teil dieser Vielfalt konnte er in seiner Krippensammlung festhalten – zu sehen ab 1. Dezember, 15 Uhr, im Museum Burg Posterstein.

Die Postersteiner Krippensammlung

Ausstellungsplakat: Weihnachtskrippen Sammlung Riewe (Museum Burg Posterstein)
Ausstellungsplakat: Weihnachtskrippen Sammlung Riewe (Museum Burg Posterstein)

Jürgen P. Riewe und Carolin Riewe aus Hannover übergaben dem Museum Burg Posterstein 1994 ihre Krippensammlung, die die ganze Vielfalt der Darstellung der Geburt Christi in über 340 Exponaten zeigt. Dazu gehören auch eine Bibliothek und ein volkskundliches Archiv zum Thema.

Noch bevor die Exposition 1994 das erste Mal im Museum Burg Posterstein gezeigt wurde, hatten sich die Sammler, angeregt durch persönliche Begegnungen entschlossen, ihre Sammlung dem Museum Burg Posterstein zu stiften. Jürgen P. Riewe starb im Oktober 2007. Die Krippenausstellung ist jedes Jahr in der Weihnachtszeit im Museum zu sehen.

Im Video von TV-Journalist Gunter Auer zur Krippenausstellung im vergangenen Jahr finden sich auch Archivaufnahmen der Lesungen von Jürgen P. Riewe:

Im Dezember 2013 erhält das Museum Burg Posterstein eine weitere, umfangreiche Krippensammlung – abermals gestiftet von einer Sammlerin aus Hannover. Wir freuen uns sehr, danken der Sammlerin für ihr Vertrauen und verraten in einem nächsten Blogpost bald mehr.

Weihnachten in der Kirche und Burg Posterstein

Detail des barocken Schnitzwerkes in der Burgkirche Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein)
Detail des barocken Schnitzwerkes in der Burgkirche Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein)

Von 1. Dezember bis 5. Januar zeigt das Museum Burg Posterstein eine Auswahl Weihnachtskrippen aus der Sammlung Riewe.
An Heiligabend, 17 Uhr, lädt die Kirchgemeinde Nöbdenitz, zu der auch die Kirche Posterstein gehört, zur Christvesper und zum Krippenspiel mit Pfarrer Wiegand in die Burgkirche ein. Aktuelle Infos zu kirchlichen Veranstaltungen in Posterstein gibt es auf der neuen Facebook-Seite “Evangelisch im Sprottental”.

Zum Weiterlesen:
Blogpost “Magische Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönigstag – Weihnachten im Mittelalter”
Im Museum erhältlich: Das Heft Weihnachtskrippen – Sammlung Riewe. Klaus Hofmann. Museum Burg Posterstein, 1995 (Preis: 2,50 Euro)

(Von Marlene Hofmann)