Fast so viele Holländer wie Nöbdenitzer besuchten bisher die Postersteiner Ernestiner-Ausstellung

Die Postersteiner Begleitausstellung zur Thüringer Landesausstellung läuft noch bis 31. Oktober 2016.
Die Postersteiner Begleitausstellung zur Thüringer Landesausstellung läuft noch bis 31. Oktober 2016.

Seit drei Wochen läuft eine Besucherbefragung im Museum Burg Posterstein und in dieser Zeit sahen Gäste aus zehn verschiedenen Ländern die Burg und die aktuelle Sonderausstellung “Im Dienste der Ernestiner: Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister”, die an die Thüringer Landesausstellung anknüpft. Die Landesausstellung läuft noch bis 28. August in Gotha und Weimar mit Begleitausstellungen in Altenburg, Saalfeld und Posterstein. Die Postersteiner Schau läuft noch bis 31. Oktober – über 2000 Besucher sahen sie bisher.

Das Gros der Besucher kam aus Mitteldeutschland – zwischen Erfurt, Leipzig, Zwickau und Hof. Die Geraer führen derzeit die Statistik mit über 80 Besuchern an, dicht gefolgt von den Altenburgern. Aber auch Touristen aus beispielsweise Berlin, Magdeburg, Dresden, Darmstadt und München sahen sich Burg und Ausstellungen an. Internationale Besucher reisten aus Holland, Dänemark, Schweden, Norwegen, England, Irland, den USA, Kanada und Guyana in Südamerika an. Die weiteste Strecke legten Touristen aus dem kanadischen Calgary zurück, was 7.604,13 Kilometer Luftlinie vom Postersteiner Burgturm entfernt liegt.

Die Herkunftsorte der Besucher spielen für die Öffentlichkeitsarbeit des Museums eine entscheidende Rolle. Sie sind aber auch eine nützliche Grundlage bei den derzeit laufenden Verhandlungen um eine mögliche Tourismusinformation Süd des Altenburger Landes im Museum Burg Posterstein, wie es das Projekt “Gemeinsam nicht einsam – Neues Leben auf dem Lande” des Fördervereins Burgberg Posterstein e.V. vorsieht. Dafür müsste der fehlende Nordflügel der Burg wiederaufgebaut und in diesem Zusammenhang könnte ein barrierefreier Zugang ins Museum geschaffen werden.

Plakat zur Sonderausstellung 2016
Plakat zur Sonderausstellung 2016
Ein Minister der Ernestiner in Altenburg und Nöbdenitz: Hans Wilhelm von Thümmel

Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824) stieg am Hof der Ernestiner Herzöge in Gotha zwischen 1760 und 1805 vom Pagen zum Minister auf. In seiner Funktion als Präsident der Altenburger Kammer und Vorsitzender des Obersteuerkollegiums brachte er viele wichtige Projekte voran, darunter die Vermessung und Kartierung des Altenburger Landesteils, den Bau eines modernen Krankenhauses und mehrerer Armenhäuser und den Ausbau der Straßen. Nach seinem Rücktritt aus den Staatsdiensten verbrachte er viel Zeit auf seinen Rittergütern in Nöbdenitz und Untschen und als Gast am Musenhof Löbichau.

Kommende Termine:

21. August, 10 Uhr, Nöbdenitz: Geführte Wanderung auf Thümmels Spuren

21. August, 14 Uhr, Burg Posterstein: Führung durch die Sonderausstellung

Preis für geführte Wanderung: 10 € für Erwachsene. Die Karte gilt auch für einen Museumsbesuch. Reservierungen werden unter (034496) 22595 bzw. museum@burg-posterstein.de entgegengenommen.

von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

 

Alle Infos zur Thüringer Landesausstellung 2016

24. April – 28. August 2016

„Die Ernestiner – eine Dynastie prägt Europa“
Neues Museum Weimar
Stadtschloss Weimar
Schloss Friedenstein Gotha
Herzogliches Museum Gotha
Zum Blog der Klassikstiftung Weimar

 

Begleitausstellungen:

24. April – 28. August 2016

»Ein ebenso schöner, wie geistreicher Mann…«
Bernhard August von Lindenau im Dienste der Wettiner
Lindenau-Museum Altenburg
www.lindenau-museum.de

 

23. April – 25. September 2016

»Von Saalfeld nach Windsor«
Johann Ernst, Herzog zu Sachsen-Saalfeld, und Europas Königshäuser
Stadtmuseum Saalfeld im Franziskanerkloster
Mehr im Blog: Von Saalfeld nach Windsor: Ernestiner-Begleitausstellungen im Portrait

 

26. Juni – 31. Oktober 2016

Im Dienste der Ernestiner: Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister
Museum Burg Posterstein

Weitere Blogposts zu #Ernestiner2016

Durch das historische Nöbdenitz auf den Spuren eines Ernestiner Ministers

Das ehemalige Schloss Nöbdenitz - hierhin zog sich Hans Wilhelm von Thümmel im Alter zurück.
Das ehemalige Schloss Nöbdenitz – hierhin zog sich Hans Wilhelm von Thümmel im Alter zurück.

Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824) stieg am Hof der Ernestiner Herzöge in Gotha zwischen 1760 und 1804 vom Pagen zum Minister auf. In seiner Funktion als Präsident der Altenburger Kammer und Vorsitzender des Obersteuerkollegiums brachte er viele wichtige Projekte voran, darunter die Vermessung und Kartierung des Altenburger Landesteils, den Bau eines modernen Krankenhauses und mehrerer Armenhäuser und den Ausbau der Straßen. Nach seinem Rücktritt aus den Staatsdiensten verbrachte er Zeit als zuvor auf seinen Rittergütern in Nöbdenitz und Untschen. Die Sonderausstellung “Im Dienste der Ernestiner: Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister” ist bis 31. Oktober 2016 im Museum Burg Posterstein zu sehen.

Zum Frühstück in der 1000-jährigen Eiche

Die ungewöhnliche Grabstätte Hans Wilhelm von Thümmels im Postersteiner Nachbarort Nöbdenitz.
1000-jährige Eiche: Die ungewöhnliche Grabstätte Hans Wilhelm von Thümmels im Postersteiner Nachbarort Nöbdenitz.
Bei einem Gewittersturm im Juli 1819 stürzte die Hauptkrone der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz auf ein Kellerhaus des Pfarrhofs. Der damalige Pfarrer M. Beatus Friedrich Glasewald notierte den Vorfall in einem Kirchenbuch und erwähnte dabei auch, dass der hohle Baum „des zu befürchtenden Schadens halber an die Meistbietenden“ verkauft und „von dem Herrn Geheimer Rat von Thümmel in Besitz“ genommen sei.

Laut vielfältigen, zeitgenössischen Berichten mochte Thümmel den Baum sehr und nutzte ihn als Ort zum Ausruhen, Nachdenken, Dichten, aber auch für kleine Gesellschaften. Der Schriftsteller Friedrich Förster (1791–1868), Schulfreund von Thümmels Sohn und mitgenommen nach Nöbdenitz und Löbichau, schrieb in seinen Jugenderinnerungen:

„Hier wurde das Frühstück in dem inneren Raume einer tausendjährigen Eiche, deren Stamm hohl geworden war, eingenommen. Der Minister hatte hier einen runden Marmortisch und Moosbänke für zehn Personen […] aufstellen lassen.“

Heute kann die Eiche aus Rücksicht auf das Naturdenkmal nur noch von außen besichtigt werden. In der Postersteiner Sonderausstellung erlaubt ein Touchpad jedoch einen Rundumblick ins Innere des hohlen Baumes.

21. August, 10 Uhr, Nöbdenitz: Geführte Wanderung auf Thümmels Spuren

Das herrschaftliche Erbbegräbnis der Familien Rothkirch und Trach, Thümmel und Wietersheim wurde zu DDR-Zeiten abgerissen.
Das herrschaftliche Erbbegräbnis der Familien Rothkirch und Trach, Thümmel und Wietersheim wurde zu DDR-Zeiten abgerissen.
Hans Wilhelm von Thümmel wurde im März 1824 wunschgemäß in den Wurzeln der 1000-jährigen Eiche begraben. Zu seinem Nöbdenitzer Rittergut gehörten aber auch das Mausoleum der Familien Thümmel, Rothkirch und Trach und Wietersheim, ein idyllischer englischer Garten und ein altes und ein neues Schloss. Man segelte auf dem Teich oder spazierte zur “Einsiedeley” im schattischen Nöbdenitzer Wald. Auf einer geführten Wanderung folgen der Gothaer Schauspieler Ralph-Uwe Heinz und Museumschef Klaus Hofmann Thümmels Spuren. Treffpunkt: 1000-jährige Eiche. Im Anschluss:

21. August, 14 Uhr, Burg Posterstein: Führung durch die Sonderausstellung

Nach einer Mittagspause, die man wahlweise für eine Wanderung auf dem Sprotte-Erlebnispfad nach Posterstein oder ein Mittagessen nutzen kann, gibt es im Museum Burg Posterstein eine Führung durch die Sonderausstellung, die an die Wanderung durch Nöbdenitz anknüpft.

Preis für geführte Wanderung: 10 € für Erwachsene. Die Karte gilt auch für einen Museumsbesuch. Reservierungen werden unter (034496) 22595 bzw. museum@burg-posterstein.de entgegengenommen.

von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

 

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24. April – 28. August 2016

„Die Ernestiner – eine Dynastie prägt Europa“
Neues Museum Weimar
Stadtschloss Weimar
Schloss Friedenstein Gotha
Herzogliches Museum Gotha
Zum Blog der Klassikstiftung Weimar

 

Begleitausstellungen:

24. April – 28. August 2016

»Ein ebenso schöner, wie geistreicher Mann…«
Bernhard August von Lindenau im Dienste der Wettiner
Lindenau-Museum Altenburg
www.lindenau-museum.de

 

23. April – 25. September 2016

»Von Saalfeld nach Windsor«
Johann Ernst, Herzog zu Sachsen-Saalfeld, und Europas Königshäuser
Stadtmuseum Saalfeld im Franziskanerkloster
Mehr im Blog: Von Saalfeld nach Windsor: Ernestiner-Begleitausstellungen im Portrait

 

26. Juni – 31. Oktober 2016

Im Dienste der Ernestiner: Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister
Museum Burg Posterstein

Weitere Blogposts zu #Ernestiner2016

Die Weisheiten eines langjährigen Ernestiner Staatsmannes – als Glückskeks

Blick in die Sonderausstellung zu Hans Wilhelm von Thümmel im Museum Burg Posterstein.

Ausstellungseröffnung auf Burg Posterstein: In jedem Keks versteckt sich ein Aphorismus des Sachsen-Gotha-Altenburgischen Ministers Hans Wilhelm von Thümmel.
Ausstellungseröffnung auf Burg Posterstein: In jedem Keks versteckt sich ein Aphorismus des Sachsen-Gotha-Altenburgischen Ministers Hans Wilhelm von Thümmel.
Am Sonntag, 26. Juni, 15 Uhr, eröffnet der Postersteiner Beitrag zur diesjährigen Thüringer Landesausstellung “Die Ernestiner – eine Dynästie prägt Europa”: Die Sonderschau über Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824), der am Hof der Ernestiner vom Pagen zum Geheimen Rat und Minister aufstieg und als Diplomat unter anderem nach Frankfurt, Berlin und Paris gesandt wurde. Inspiriert von Thümmels Liebe zu aufklärerisch geprägten Landschaftsgärten und Architektur, die ihn in der Nähe Postersteins unter anderem ein chinesisches Badehäuschen und einen Gasthof “Zum Goldenen Drachen” errichten ließ, erlauben wir uns, zur Ausstellungseröffnung Thümmels Aphorismen in Glückskeksen zu servieren.

Blick in die Sonderausstellung zu Hans Wilhelm von Thümmel im Museum Burg Posterstein.
Blick in die Sonderausstellung zu Hans Wilhelm von Thümmel im Museum Burg Posterstein.

Nachdem sich Thümmel nach 57 Dienstjahren aus dem Ernestiner Staatsdienst zurückzog, verbrachte er seine Zeit vorwiegend auf seinen Rittergütern Nöbdenitz und Untschen, die in direkter Nachbarschaft zu Posterstein liegen. Hier genoss man auf langen Spaziergängen die schöne Landschaft, besuchte regelmäßig den Musenhof der Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761–1821) im nahen Löbichau und ludt die Herzogin und ihre Gäste nach Nöbdenitz zum Tee, zum Diner oder zum Segeln auf dem Teich.

“Dem Herrn Verfasser kamen auf einsamen Spatziergängen, auf welchen das bunte Leben, dem er entronnen, sich wie in einem magischen Spiegel an ihm vorüber bewegte, zuweilen Einfälle, die sich ihm unwillkührlich so tief einprägten, daß er mehrere derselben auf dem Zimmer niederschrieb. Ohne besonderen Werth darauf zu legen, theilte er in gutmüthiger Laune Freunden und Bekannten Bruchstücke der Handschrift zur Ergötzlichkeit mit. Viele meinten, es sei schade, Sprüche dieser Art im Pulte Verkommen zu lassen, und baten dringend um öffentliche Mittheilung einer, unter den Deutschen immer noch seltenen Gabe.”

Dies schrieb Dr. Johann Georg Jonathan Schuderoff (1766–1843) im Vorwort des kleinen, 1821 herausgegebenen Büchleins “Aphorismen aus den Erfahrungen eines Siebenundsiebzigjährigen” von Hans Wilhelm von Thümmel. Der aus Gotha stammende Schuderoff bekleidete seit 1806 in Ronneburg das Amt eines Oberpfarrers und Superintendenten in Ronneburg, besuchte ebenfalls häufiger den Musenhof Löbichau und die Familie Thümmel in Nöbdenitz. Nach Thümmels Tod 1824 erschien 1827 ein zweiter Band Aphorismen.

Erster Blick in die Sonderausstellung zu "Hans Wilhelm von Thümmel" im Museum Burg Posterstein.
Erster Blick in die Sonderausstellung zu “Hans Wilhelm von Thümmel” im Museum Burg Posterstein.

Viele der kleinen Sprüche verweisen auf die langjährigen staatsmännischen Erfahrungen Thümmels: “Zuverlässigkeit ist die fruchtbare Mutter des Vertrauens – Jedem Regenten nöthiger, als Gold.” (Nr. 5, 1821) oder “Die schönsten Palläste sind gewöhnlich nichts weiter, als nette Vogelhäuser, in denen Papageien von allen Farben plaudern und keifen.” (Nr. 21, 1827) – und passen perfekt in einen Glückskeks.

Sonderausstellung

26. Juni – 31. Oktober 2016

Im Dienste der Ernestiner

Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister.

Eröffnung: 26. Juni, 15 Uhr

Zum Weiterlesen:

Im Dienste der Ernestiner – Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister

“Der Mann unter der 1000-jährigen Eiche”

Romantically minded minister burried under a 1000 year old oak

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

„Die Stärke des Neides ist gewöhnlich der richtige Maßstab für die Größe des Verdienstes“ – Hans Wilhelm von Thümmels Aphorismen

Der bedeutende Sachsen-Gotha-Altenburgische Minister Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824) verfasste auch Aphorismen – kurze Sinnsprüche, die teilweise heute noch genauso wahr sind wie vor 200 Jahren. Thümmel verbrachte seine letzten Lebensjahre vor allem auf seinem Rittergut Nöbdenitz und zählte auch zu den regelmäßigen Gästen am Musenhof Löbichau der Herzogin von Kurland.

Der Altenburger Minister Hans Wilhelm von Thümmel (nach Grassi).
Der Altenburger Minister Hans Wilhelm von Thümmel (nach Grassi, Gemälde in Privatbesitz).

Für das Herzogtum Sachsen-Gotha und Altenburg leistete Hans Wilhelm von Thümmel Großes – zu seinen wichtigsten Verdiensten zählen die Vermessung und Kartierung des Herzogtums und der Bau des ersten Krankenhauses und eines Armenhaus. Aber er prägte den Landstrich auch durch seine gartengestalterischen Ideen nachhaltig. In der ständigen Ausstellung des Museum Burg Postersteins erhält Hans Wilhelm von Thümmel daher einen besonderen Platz.

Hans Wilhelm von Thümmel als Dichter

„Die Stärke des Neides ist gewöhnlich der richtige Maßstab für die Größe des Verdienstes“ , notierte einst Hans Wilhelm von Thümmel (Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 134).

Thümmels Aphorismen erschienen zunächst im Selbstverlag für Freunde.
Thümmels Aphorismen erschienen zunächst im Selbstverlag für Freunde.

Thümmel, ein aufgeklärter und musischer Geist, veröffentlichte auch eigene Schriften. Darunter sind die 1821 und 1827 herausgegebenen „Aphorismen, aus den Erfahrungen eines SiebenundSiebzigjährigen“ sicherlich bemerkenswert und haben auch nach fast 200 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt.

Ein Aphorismus ist laut Duden ein “prägnant-geistreicher, in sich geschlossener Sinnspruch in Prosa, der eine Erkenntnis, Erfahrung, Lebensweisheit vermittelt” – und viele dieser Lebensweisheiten Thümmels sind heute noch gültig.

Thümmels Aphorismen digital

Ursprünglich im Selbstverlag erschienen und vor allem an enge Freunde verschenkt, kann man den ersten Teil von 1821 inzwischen auch auf Google Books lesen. Seine “Nachgelassene Aphorismen aus den Erfahrungen eines 77jährigen” hat die Münchner Digitale Bibliothek online zugänglich gemacht.

„Nichts ist törichter als Religionszwist. Auf den Feldern steht Weizen, Korn, Gerste und gedeiht nebeneinander. Jedes einzeln verbacken gibt ein gesundes, zusammen verbacken ein weißes und schmackhaftes Brot. Warum nicht in Religionssachen die Meinungen einigen? Huldigung, Anbetung dem großen Verwalter der Natur ist doch allein der Zweck aller Religionen.“ 

(Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 54)
Portrait Hans Wilhelm von Thümmel mit einem seiner Aphorismen
Viele der Aphorismen Hans Wilhelm von Thümmels sind auch heute noch gültig.

Diese kleinen Weisheiten aus einer über 50 Jahren im Dienst der Ernestiner Herzöge in Gotha und Altenburg verfasste Hans Wilhelm von Thümmel auf seinem Gut Nöbdenitz, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Oftmals saß der Minister und Geheime Rat dabei im Inneren der 1000jährigen Eiche, die ihn inspirierte und welche er zu seiner Grabstätte bestimmt hatte. Noch ein paar Kostproben:

“Ehe man an ein wichtiges Unternehmen geht, frage man sich: wie, wo und wann es enden kann.”

(Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 124)

“Zorn raubt der Vernunft ihre Rechte und setzt die Leidenschaft auf den Thron.”

(Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 7)

“O! wie selig wäre der Mensch, wenn er seinem treuen Hunde, um von ihm Worte der Liebe und Theilnahme anzuhören, die Zunge lösen und dem falschen Freunde den Mund für immer stopfen könnte.”

(Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 184)

„Wenig Bedürfnisse zu haben, ist der erste Schritt zur Freiheit.“

(Thümmel, Aphorismen 1827, Nr. 249)

Thümmel dichtete in der 1000-jährigen Eiche

Der Sachsen-Gotha-Altenburgische Minister Hans Wilhelm von Thümmel liegt noch heute unter der 1000-jährigen Eiche von Nöbdenitz begraben. (Foto: Museum Burg Posterstein, 2018, inzwischen hat das Naturdenkmal ein weiteres Stützsystem erhalten)
Der Sachsen-Gotha-Altenburgische Minister Hans Wilhelm von Thümmel liegt noch heute unter der 1000-jährigen Eiche von Nöbdenitz begraben. (Foto: Museum Burg Posterstein, 2018, inzwischen hat das Naturdenkmal ein weiteres Stützsystem erhalten)

Hans Wilhelm von Thümmel soll in der hohlen 1000-jährigen Eiche gesessen und gedichtet haben. Ein Aphorismus lautet:

“Welche Kunst kann wohl dem Reize der Natur beikommen? Das Verlangen, zu gefallen, übersieht immer diese große Wahrheit.”

(Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 105)

“Wer für die melodische Stimme des Waldes kein Ohr, wer für die Reize der Natur nur ein flüchtiges Auge, wer bei Erblickung des strotzenden Fruchtbaums und bei den grünenden Saaten, die Reiche und Arme sättigen, keine dankbare Zunge, wer für Millionen duftender Blumen und Kräuter nur stumpfe Nerven hat, der besitzt zwar Thiergefühl, aber keine Empfindung: er mag im Sumpfe ekler Zerstreuung sein Leben hinhauchen.”

(Thümmel, Aphorismen 1821, Nr. 140)

Der Schriftsteller, Journalist, Archäologe, Studiendirektor und Oberinspektor der Altertumsmuseen in Dresden, Carl August Böttiger, (1760-1835), u.a. auch befreundet mit Elisa v. der Recke und der Herzogin von Kurland, verfasste nach Thümmels Tod einen Nachruf, der in der Abend-Zeitung, Nr. 65, am Dienstag, den 16. März 1824, in Dresden in der Arnoldschen Buchhandlung erschien. Darin erwähnt der Autor, der Thümmel am Löbichauer Musenhof persönlich kennengelernt hatte:

 „Er hatte in den, sein Gut Nöbdenitz (eine Stunde von Ronneburg) umgebenden Lustwegen eine gewaltige Eiche in ihrem Innern so einrichten lassen, daß sich darin ein bequemer Moossitz und auch noch Platz für eine kleine Gesellschaft befand. In diese Baum-Lesche, wie sie ein Altenburger Antiquar einst benannte, pflegte er sich noch im höchsten Alter während des Sommers niederzusetzen und im kühlenden Schatten auszuruhen. Dort schrieb er auch einige der Aphorismen nieder, wovon er zwei Sammlungen bloß als Manuscript für Freunde drucken ließ und in welche er über Hofhaushalt und die mannigfaltigsten Lebensverhältnisse, die den bis ins höchste Alter in der Erinnerung und Gegenwart kräftigen Greis oft noch ein Lächeln abgewannen, so wie über alle Umtriebe des großen geschäftigen Bienenkorbes, den uns einst Mandeville beschrieb, seine Bemerkungen niederlegte.

Nach seiner ausdrücklichen Verordnung ward nun auch die sterbliche Hülle des Entschlafenen in dieser Eiche bestattet und so seiner Lieblingsphantasie, einst in den Blättern des Baumes den Lebenden noch einen Gruß zuzuflistern von seinen treuesten Pflegerinnen, seiner ihn überlebenden Gemahlin und Kindern, Gewährung zugestanden.“


Hintergrund

Der Blogpost entstand im Rahmen der Sonderausstellung “Im Dienste der Ernestiner” 2016 und wurde 2021 aktualisiert. Im Zusammenhang mit der Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner – eine Dynastie prägt Europa“ zeigte das Museum Burg Posterstein von 26. Juni bis 30. Oktober 2016 diese Sonderausstellung zum bedeutenden Gotha-Altenburgischen Minister Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824).

Zum Weiterlesen:

Auf unserer Website sammeln wir hier Inhalte zu Hans Wilhelm von Thümmel

Auch in der ständigen Ausstellung im Museum Burg Posterstein hat der Thümmel einen besonderen Platz.

Hans Wilhelm von Thümmel: Der Mann unter der 1000jährigen Eiche von Nöbdenitz

Unter ihrem hohlen Stamm liegt die Gruft eines Altenburger Ministers.
Unter ihrem hohlen Stamm liegt die Gruft eines Altenburger Ministers.

Die 1000jährige Eiche von Nöbdenitz ist Dank Facebook, Twitter, den Medien und dem Engagement zahlreicher Bürger innerhalb kurzer Zeit über die Grenzen des Landkreises Altenburger Land bekannt geworden. Ein Gutachten empfahl die Verstümmlung des im Umfang zwölf Meter dicken Naturdenkmals und die Menschen gerieten – zu Recht! – in Aufruhr. Eine Arbeitsgruppe soll den Baum nun retten, finanziert durch Spenden.

Der im Ort liebevoll “alte Eiche” genannte Baum ist nicht nur eine der ältesten Stieleichen überhaupt, sie birgt in ihrem hohlen Inneren auch die Grabstätte eines Altenburger Ministers: Hans Wilhelm von Thümmel.

Der Minister Hans Wilhelm von Thümmel

Der Altenburger Minister Hans Wilhelm von Thümmel (nach Grassi).
Der Altenburger Minister Hans Wilhelm von Thümmel (nach Grassi).

Thümmel wurde 1744 als jüngster Bruder des Schriftstellers Moritz von Thümmel auf dem Rittergut Schönfeld bei Leipzig geboren. Er heiratete die Freiin von Rothkirch und Trach (1765-1839), mit der er die Kinder Ernst Julius (gest. 1838), Benjamin Alfred (1791-1828), Clementine Dorothea Friederike (gest. 1820), Charlotte Constanze (gest. 1834) und Hans Emanuel (1796-1825) hatte. Nach dem Studium in Leipzig trat Thümmel 1760 in den Gothaer Hofdienst ein. Hier wurde er Page, Kammerjunker, Kammerassessor und später Vizepräsident der Kammer in Altenburg. Seit 1805 trug er den Titel Geheimer Rat und Minister. Zwischen 1803 und 1808 übernahm er mehrere diplomatische Missionen nach Dänemark, Berlin, Königsberg, Dresden und Paris.

Als Freund des Herzogs Ernst (1745-1804) besaß er großen Einfluss bei Hofe. Verdient gemacht hat er sich durch die Gründung der Kammerleihbank, die Förderung des Straßenbaus und die allgemeine Landvermessung im Herzogtum Sachsen-Gotha und Altenburg. Der Bau des ersten Altenburger Krankenhauses wurde von Thümmel initiiert. Es galt am Ende des 18. Jahrhunderts als europäischer Musterbau.

Thümmel in Altenburg

In Altenburg ließ Hans Wilhelm von Thümmel seit 1790 auf seinem Grundstück in der Nähe des großen Teiches einen englischen Park anlegen. In seinem Haus traf sich die Altenburger “High Society” zur “Theegesellschaft”. Häufig zu Gast waren Hofrat Pierer, Professor Messerschmidt, Bankier Reichenbach, Thümmels Schriftsteller-Bruder Moritz und Friedrich Arnold Brockhaus. Die Herzogin von Kurland weilte während ihrer Löbichauer Sommeraufenthalte oft in Altenburg bei Thümmels.

Mitglied im Dichterkreis der Herzogin von Kurland

Familie Thümmel gehörte das Rittergut Nöbdenitz, samt dem großen Teich.
Familie Thümmel gehörte das Rittergut Nöbdenitz, samt dem großen Teich.

Hans Wilhelm von Thümmel gehörte bis 1821 zum Dichterkreis der Herzogin von Kurland in Löbichau und hinterließ einige literarische Schriften. Darüber hinaus verwaltete er die wirtschaftlichen Interessen Dorothea von Kurlands in Mitteldeutschland. Aus Nöbdenitz kam er oft zu Besuch nach Löbichau und war dort ein gern gesehener Gast. Gegenbesuche der Herzogin auf seinem Gut in Nöbdenitz waren keine Seltenheit. In den Wintermonaten kehrte Familie Thümmel samt den Töchtern Clementine und Constanze in den bekannten Berliner Salons ein.

Thümmel in Nöbdenitz

„Der Mensch, welcher den richtigen von der Vernunft gebildeten Weg fortgeht, ohne sich durch Lob oder Tadel anderer stören zu lassen, ist der wahre Philosoph. Man könnte seinen Gang Gleichmut der Weisheit nennen.“

(Aphorismen aus den Erfahrungen eines SiebenundSiebzigjährigen von Hans von Thümmel, geh. Rath und Minister, Zweite vermehrte Auflage. Mit dem Portrait des Herrn Verfassers. Altenburg 1821)

Skizze von Thümmels Gruft unter der 1000jährigen Eiche (von Hans Bräunlich)
Skizze von Thümmels Gruft unter der 1000jährigen Eiche (von Hans Bräunlich)

Nach seinem Abschied aus den herzoglichen Diensten 1817 lebte Hans Wilhelm von Thümmel häufiger als bisher in Nöbdenitz. In Nöbdenitz kann man Thümmels Grabstätte besichtigen – die so genannte 1000jährige Eiche, die der Minister der Pfarrgemeinde abgekauft und in deren Wurzeln er sich begraben lassen hat. Die Grabstätte wurde 1959 untersucht und der Befund bestätigt.

Das Thümmelsche Kartenwerk von 1813

„Wer in der Länderbeschreibung etwas Befriedigendes leisten will, muß das Land, das er beschreibt, eine lange Reihe von Jahren bewohnt und den Vortheil genossen haben, in den wichtigsten Fächern der Verwaltung angestellt gewesen zu seyn…“

Das ehemalige Herzogtum Sachsen-Gotha und Altenburg bestand aus zwei Teilen, die als so genannter Ostkreis (mit den Ämtern Altenburg und Ronneburg) und Westkreis (mit den Ämtern Eisenberg, Stadt-Roda und Leuchtenburg (Kahla und Orlamünde) durch die Grafschaft Reuß j. L. voneinander getrennt waren. Bis 1805 bzw. 1826 gehörten außerdem die Saalfelder “Landesportion” und der Camburger Landesteil zu Altenburg. Die amtliche Vermessung einzelner Grundstücke und Fluren setzte im Altenburgischen um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert ein. Von 1786 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Kartographie vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung des Steuerwesens und damit einhergehender Revisionen der Steuerkataster einen großen Aufschwung. Dabei ist die Entstehung der topographischen Karten des Herzogtums Altenburg hauptsächlich der Initiative Hans Wilhelm von Thümmels zu verdanken.

Das Thümmelsche Kartenwerk erschein 1813.
Das Thümmelsche Kartenwerk erschein 1813.

Die überwiegende Zahl der Flurteilkarten vor 1786 stellte in erster Linie Waldungen, besonders die Staatsforste dar; daneben wurden Grenz-, Straßen und Flußkarten als Flurteilkarten erstellt, vorrangig für Steuererhebungen der Katasterämter. Bedeutende Kartenwerke dieser Zeit stammen von den Landmessern Wiebeking und Hammerschmidt.

Im Vergleich zu zahlreichen Grundrissen aus dem Altenburger Westkreis, wies der Ostkreis eine auffallend geringe Anzahl von Flurkarten auf. Mit Genehmigung des Herzogs Ernst begann Thümmel 1795 mit der allgemeinen Landesvermessung des Ostkreises. Im Jahre 1809 erhielt er vom Herzog die obere Leitung zum Erstellen einer genauen topographischen Karte des Herzogtums Altenburg, für deren Kosten die Kammerkasse aufkam. 1812, Hilbersdorf wurde als letzter Ort erst 1816 aufgenommen, war der Ostkreis des Herzogtums mit 531 Landvermessungskarten von 306 Fluren vollständig vermessen.

Das Thümmelsche Kartenwerk, 1813 vollendet, erschien unter dem Titel:

„Topographische Karte der Aemter Altenburg und Ronneburg. Herausgegeben auf
Befehl Sr. Durchlaucht des regierenden Herzogs von Sachsen-Gotha und Altenburg
von dem Minister von Thümmel, 1813” und die „General-Karte der Aemter Altenburg
und Ronneburg, als Tableau der 1813 herausgegebenen Karte”. Es besteht aus 21 Sektionsblättern und einer Generalkarte. In Paris konnte von Thümmel den anerkannten Landkartenstecher und Graveur Tardieu vertraglich binden, die Karten in Kupfer zu stechen. 1818 schildert Thümmel selbst die Geschichte dieser nach ihm benannten Karte in der Schrift: „Historische, statistische, geographische und topographische Beyträge zur Kenntnis des Herzogthums Altenburg”.

Weitere Artikel über Thümmel:

Wer ließ sich unter einem Baum begraben?

Wer besaß ein chinesisches Badehaus?

Weitere Informationen zu Thümmel gibt es in der Dauerausstellung des Museum Burg Postersteins.

Wer ließ sich unter einem Baum begraben?

Die 1000jährige Eiche von Nöbdenitz / the 1000 year old oak of Nobdenitz (c) Museum Burg Posterstein
Die 1000jährige Eiche von Nöbdenitz / the 1000 year old oak of Nobdenitz (c) Museum Burg Posterstein

In Nöbdenitz, einem kleinen Ort in Ostthüringen, steht ein alter Eichenbaum, von dem man sagt, er sei tausend Jahre alt. Erst im vergangenen Jahr versah die Gemeinde den Baum mit weiteren Stützpfeilern, um den Ansprüchen der Straßen- und Verkehrsordnung zu genügen. Die so genannte „tausendjährige Eiche“ ist innen hohl – und beinhaltet die Grabstätte eines Ministers.

In Nöbdenitz gab es ein Rittergut, das im 12. Jahrhundert erstmalig erwähnt wurde. Die ehemals mittelalterliche Wasserburganlage wurde später in ein Schloss umgebaut. Das Rittergut befand sich zeitweise im Besitz des Ministers Hans Wilhelm von Thümmel (1744-1824). Dieser reiste zwischen 1803 und 1808 auf mehreren diplomatischen Missionen nach Dänemark, Berlin, Königsberg (Kaliningrad), Dresden und Paris. Als Freund des Herzogs Ernst (1745-1804) besaß er großen Einfluss bei Hofe. Verdient gemacht hat er sich durch die Gründung der Kammerleihbank, die Förderung des Straßenbaus, den Bau des Altenburger Krankenhauses und die allgemeine Landvermessung im Herzogtum Sachsen-Gotha und Altenburg.

Östlich des Nöbdenitzer Schlosses besaß Thümmel einen Lustgarten. Von hier aus wurde der Blick entlang eines geradlinigen Weges in die Ferne bis zu einem Gartenhaus geführt. Ein Fußweg entlang des Nordufers des großen Teichs lud zum Flanieren ein. Freunde der Familie von Thümmel, wie die Herzogin von Kurland (http://www.facebook.com/burgposterstein?v=app_2344061033#!/event.php?eid=166366573376663&index=1) aus dem nahen Löbichau, kamen gern nach Nöbdenitz, um auf dem Teich zu segeln und den Blick auf das alte und das neue Schloss zu genießen.

Vor seinem Tod bestimmte Hans Willhelm von Thümmel, dass er an einem ungewöhnlichen Ort bestattet werden sollte – unter der Nöbdenitzer Eiche. Er kaufte der örtlichen Pfarrgemeinde den Baum ab und ließ sich in seinen Wurzeln eine Grabstätte errichten. Diese untersuchte 1959 der Postersteiner Lehrer und Heimatforscher Ernst Bräunlich. Er dokumentierte, dass es im Hohlraum des Baumes einen kleinen Andachtsraum mit Sitzbank gab, um dem Toten zu gedenken. Der Leichnam liegt in einem Sarg, parallel zur Straße. Heute kann man die tausendjährige Eiche nur von außen besichtigen. Eine Gedenktafel erzählt ihre Geschichte.

Im Zuge der Bodenreform wurde das Rittergut Nöbdenitz 1945 enteignet und das neue Schloss sowie große Teile des Wirtschaftshofes abgerissen. Ein Mausoleum von 1782, das Thümmelsche Erbbegräbnis, wurde Ende der 1960er Jahren entfernt. Das aus dem Jahr 1692 stammende Herrenhaus blieb erhalten und ist heute Sitz der kommunalen Verwaltung.

Eine interaktive Karte über die Rittergüter im Altenburger Land finden Sie hier: http://tiny.cc/o27p6.

Lesen Sie mehr über die Rittergüter des Altenburger Landes in unseren Publikationen, die Museum gekauft oder per Mail an info@burg-posterstein.de bestellt werden können:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein