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Blog des Museums Burg Posterstein

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Schlagwort-Archive: Jahresrückblick

Jahresrückblick 2025: Erfolgreiches Museumsjahr trotz Bauarbeiten

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 7. Februar 2026 von Museum Burg Posterstein7. Februar 2026

2025 besuchten rund 22.000 Gäste das Museum Burg Posterstein, was weit über dem Durchschnitt der jährlichen Besucherzahlen der letzten zehn Jahre liegt. Bei laufendem Besucherverkehr wurde von Januar bis Dezember der Bergfried eingerüstet und saniert – was womöglich den Besucherrückgang im Vergleich zu den beiden Vorjahren erklärt. Es konnten vier Sonderausstellungen gezeigt und 215 Veranstaltungen sowie vier Ferien-Programme organisiert werden. Das Museumsteam veröffentlichte drei Artikel in Fach-Publikationen, hielt zwei Fachvorträge und betreut vier Praktikantinnen und Praktikanten und zwei Schul-Projektarbeiten. Als Partner des Trafo-Projekts „Der Fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ trug das Team der Burg Posterstein maßgeblich zum Gelingen von drei Salonveranstaltungen bei. Darüber hinaus ist das Museum seit 2024 Mitglied der Burgenstraße Thüringen und stellt weiterhin die Leitung des Arbeitskreises „Digitales Museum“ im Museumsverband Thüringen. Hinter den Kulissen wurde digitalisiert, restauriert und die Sammlung erweitert.

Wir möchten noch einmal auf das vergangene Jahr zurückblicken und Bilanz ziehen.

Das Museum Burg Posterstein wird als regionalgeschichtliches Museum des Altenburger Landes vom Landkreis Altenburger Land finanziell unterstützt. Derzeit hat das Museum fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Teilzeit arbeiten. Der Museumsverein Burg Posterstein, Träger des Museums, zählt 60 Mitglieder. Ohne die Unterstützung der Vereinsmitglieder sowie eines losen Netzwerks an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wäre es nicht möglich, so viele Aktivitäten auf die Beine zu stellen. Ihnen allen danken wir herzlich!

Der Jahresrückblick 2025 als Infografik

Unsere Infografik fasst das Jahr 2025 visuell zusammen:

Jahresrückblick 2025 Museum Burg Posterstein
Der Jahresrückblick 2025 der Burg Posterstein als Infografik.

Besucherzahlen und Besucherstruktur: Wer kommt warum zur Burg Posterstein?

Das Museum Burg Posterstein führt an der Museumskasse standardmäßig Besucherbefragungen durch. Daraus geht einiges darüber hervor, wo und wann Menschen auf die Burg aufmerksam werden. Das wiederum ist wichtig für die Auswertung und Verbesserung der musealen Arbeit.

Methodik

Seit 2024 läuft die Kassen-Befragung digital unterstützt ab. Im Zuge dessen werden seither die Antworten von Reise-Kleingruppen statt die aller einzelnen Besucherinnen und Besucher erfasst. Daher weichen die Werte geringfügig von den Ergebnissen der Vorjahre ab.

Grundlage bildet die Befragung von knapp 3000 Reise-Kleingruppen. 

Die meisten Besucherinnen und Besucher kamen zu zweit (32 Prozent), gefolgt von Dreier- und Vierergruppen (je 14 Prozent). Sechs Prozent waren allein unterwegs. Der Rest reiste zu fünft oder mit mehr Personen.

Einzugsgebiet

99 Prozent der Gästegruppen des Museums Burg Posterstein kamen 2025 aus Deutschland. Internationale Besucherinnen und Besucher sprachen bevorzugt Deutsch, Englisch, Französisch, Lettisch und Ukrainisch.

Diagramm über die Herkunftsländer der Besucher der Burg Posterstein 2025
Herkunftsbundesländer der deutschen Gäste in Prozent.

Die Besucherinnen und Besucher kamen zu über 80 Prozent aus Thüringen und Sachsen – und ansonsten aus dem gesamten Bundesgebiet.

Diagramm über Herkunftsregionen der Besucher Burg Postersteins 2025
Herkunftsregionen der Gäste aus einem Umkreis von rund 120 km in Prozent.

Fast 85 Prozent der Museumsbesucherinnen und -besucher kamen aus einem Umkreis von bis zu 120 Kilometern um Posterstein – bevorzugt aus dem Raum Gera, dem Altenburger Land, aus Westsachsen und dem Raum Leipzig, Jena und Chemnitz. Aber auch aus Erfurt, Dresden, Zeitz und Halle kamen Besucherinnen und Besucher nach Posterstein.

Wohnwagen vor der Burg Posterstein, eine Frau sitzt am Campingtisch und liest
Der Parkplatz vor der Burg darf, wenn der Platz reicht und platzsparend geparkt wird, gern als kostenfreier Stellplatz genutzt werden.

Besuchsanlass

Über 80 Prozent der Postersteiner Gäste unternahmen einen Tagesausflug zur Burg Posterstein, rund 16 Prozent machten Urlaub in der Region, rund fünf Prozent kombinierten den Museumsbesuch mit einer Rast auf der Durchreise und etwa 0,2 Prozent nutzten den Wohnmobil-Parkplatz vor der Burg. Das bietet sich an, weil Posterstein nur vier Kilometer von der Autobahn 4, Abfahrt Ronneburg, entfernt liegt.

Diagramm Aufenthaltsdauer der Gäste der Burg Posterstein 2025
Die Aufenthaltsdauer der Burgbesucherinnen und Besucher in Prozent.

Laut dwif-Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für den Freistaat Thüringen 2024“ gibt ein Tagesgast vor Ort im Schnitt 30,30 Euro aus und ein Übernachtungsgast zwischen 30,30 und 143,90 Euro. Legt man ganz konservativ 30,30 Euro pro Gast als Grundlage, generierte das Ausflugsziel Burg Posterstein mit 22.000 Besuchern im vergangenen Jahr mit überschlagen rund 666.600 Euro beachtliche Einnahmen für Gastgewerbe und Einzelhandel in der Region.

Diagramm BEsuchsanlass Burg Posterstein 2025
Das Diagramm zeigt die Häufigkeit der verschiedenen Besuchsanlässe der Gäste der Burg Posterstein in Prozent.

Über 20 Prozent der Gäste besuchten die Burg Posterstein nicht zum ersten Mal. Besonders viele (über 26 Prozent) fanden das Museum im Internet – Website, Google, Social Media. Über 15 Prozent waren speziell auf die Angebote für Kinder und Familien aufmerksam geworden, über zehn Prozent kannten die Burg vom Vorbeifahren auf der Autobahn und rund neun Prozent kamen auf Empfehlung von Bekannten.

Ausstellungen und Veranstaltungen 2025

2025 zeigte das Museum vier Sonderschauen. Darüber fanden insgesamt 214 Veranstaltungen statt, darunter 15 öffentliche (Feste, Konzerte, Lesungen) und 199 private (Führungen für Kinder und Erwachsene, Kindergeburtstage, Hochzeite, Escape-Touren) Veranstaltungen.

Drei Musiker und ein Künstler im Rohbau des Nordflügels der Burg Posterstein
Das Ensemble für intuitive Musik Weimar und der Künstler Adam Noack schufen am 15. Juni 2025 im Rohbau des Nordflügels der Burg Posterstein ein einzigartiges Gesamtkunstwerk.

Zur Sonderschau „Taktvoll – Musikgeschichte vom Salon zur Musikschule“ gab es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Konzerten, u.a. in Kooperation mit den Bachwochen Thüringen, der Langen Nacht der Hausmusik, mit dem Jazzklub Altenburg und dem Ensemble für Intuitive Musik Weimar sowie dem Künstler Adam Noack. Die nachfolgende Kabinettausstellung „‚Sonst nicht Neues‘ – Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg“ sahen sich über 4200 Besucher an. Die gleichnamige Wanderausstellung der Hans-Fallada Gesellschaft und des Literaturzentrums Neubrandenburg thematisierte die vollständig erhaltenen Feldpostbriefe von Ulrich Ditzen (1896–1918), dem jüngeren Bruder des berühmten Schriftstellers Hans Fallada. Darüber hinaus zeigte das Museum Burg Posterstein über zweihundert Feldpostkarten von Soldaten aus dem Herzogtum Sachsen-Altenburg (hier geht es zum Resümee). Die Kabinett-Ausstellung „Künstler, Ökonomen, Staatsmänner – Wer prägte das Altenburger Land?” rückt bedeutende Persönlichkeiten der regionalen Geschichte in den Mittelpunkt. Die Weihnachtskrippen-Ausstellung, die 2025 eine neue Schenkung präsentierte, wiederum bedient ein ganz eigenes Stamm-Publikum.

Zu allen Sonderausstellungen gab es Begleitveranstaltungen wie Lesungen, Workshops und Vorträge.

Das dreitägige Mittelalterspektakel zu Pfingsten mit Ritterturnieren, Markt und Spielleuten lockte rund 5000 Schaulustige nach Posterstein. Organisiert wird es von der COEX Veranstaltungs GmbH & Co.KG in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein. Der Eintritt ins Museum war wie jedes Jahr im Gesamtpreis inbegriffen.

Mädchen mit Steckenpferd springt vor der Burg Posterstein über eine Hürde
2025 gab es erstmals ein Hobby Horsing-Freundschaftstraining im Nachgang des Großen Steckenpferdturniers (Foto: Hannes Menzer).

Die Angebote der „Kinderburg“ zählten 2025 zu den Top 3 Besuchsgründen. Neben der Familien-Ausstellung gab es speziell für Familien mit Kindern vier Ferien-Programme, das Große Steckenpferdturnier am Weltkindertag (2025 erstmals mit einem Freundschaftstraining für Hobby Horsing-Fans), den Geistertag am Reformationstag und auch den „Advent im Salon – Märchenhaftes für die ganze Familie“. Darüber hinaus feierten 67 Kinder ihren Geburtstag auf der Burg. 45 Schulen und Kitas kamen zu Museumstouren. Das war eine Steigerung von fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Zahl der Erwachsenenführungen ist gestiegen: 2025 führte das Museumsteam 60 Erwachsenengruppen durch die Burg, dazu kamen 21 Kleingruppen zur Escape-Tour. Das entspricht einem Anstieg von 62 Prozent.

Im Gerichtsraum der Burg fanden außerdem sechs Trauungen statt, die das Standesamt Schmölln durchführt. Über das Standesamt läuft auch die Anmeldung und Terminfindung. Weitere Informationen und den Kontakt finden Sie hier.

Großes Bauprojekt: Sanierung des Burgturms

Von Januar bis Dezember 2025 wurde der Bergfried samt Turmhaube und Kuppel umfassend saniert. Die Aussichtsplattform wurde abgedichtet und erhielt einen neuen Bodenbelag. Einen Rückblick mit Fotos gibt es hier im Blog.

Drohnenbild der Burg Posterstein mit neuem Nordflügel und eingerüstetem Turm. AUch die Kirche und das Herrenhaus sind zu sehen.
Burg Posterstein im April 2025 (Bild: Stephan Günzel).

Parallel liefen im Hintergrund Bemühungen um die Finanzierung des Innenausbaus des neuen Nordflügels. 2026 soll damit begonnen werden. Den aktuellen Stand der Bauarbeiten kann man im Bautagebuch auf der Website des Museums mitverfolgen.

Der Neubau, der in der Kubatur dem historischen Vorgängerbau entspricht, soll das Museum Burg Posterstein in die Lage versetzen, einen ganzen Bereich für moderne Vermittlungsformen bereitzuhalten, die Ausstellungen barrierefrei zu erschließen, den Service zu verbessern und nicht zuletzt die Sammlungen besser unterzubringen. Es ist das größte Bauvorhaben der Geschichte des Museums.

Aus der Sammlung: Restaurierung und Neuzugänge

Durch einen glücklichen Zufall konnte das Museum 2025 aus Privatbesitz das Gemälde „Landschaft in Venezuela“ des Künstlers Anton Goering ankaufen. Die Altenburger Restauratorin Natalie Meurisch hat es fachkundig in Stand gesetzt. Nun ist es Teil der Ausstellung „Blind Date“ über bedeutende historische Persönlichkeiten aus dem Altenburger Land.

Junge Frau zeigt auf Gemälde an der Wand
Museumsmitarbeiterin Franziska Huberty zeigt das Gemälde von Anton Göring, das neu in der Sammlung des Museums ist.

Im November erhielt das Museum einen Teil der umfangreichen Krippensammlung von Arthur Petrig aus Wiesbaden als Schenkung. Sie wurde in der Weihnachtsausstellung erstmals präsentiert.

Auch 2024/25 wurde weiter an der Digitalisierung der Sammlung Schmöllner Knöpfe sowie weiterer Sammlungsbestände gearbeitet. Eine Mitarbeiterin nahm dazu an Fortbildungen und Beratungen des Museumsverbands Thüringen teil.

Vernetzung über die Burgmauern hinaus

Als Partner des Trafo-Projekts „Der fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ nahm das Museum aktiv an mehreren Salonveranstaltungen im Landkreis teil:

Unter dem Titel „Gemischte Platte“ gab es von 26. bis 28. September 2025 ein großes Kulturevent zur Geschichte des Stadtteils Altenburg Nord. Das Museum Burg Posterstein beteiligt sich mit einer kleinen Ausstellung und einem Zeitzeugengespräch zum Leben im Plattenbaugebiet Altenburg Nord.

Um „Zeitzeugen des Sports – Wege nach 1990“ ging es im Zeitzeugengespräch am 19. November 2025, 18 Uhr, im Rittergut Treben. Das Museum Burg Posterstein befragte Zeitzeugen des Sports, Akteure der Wendezeit, aber auch heutige Aktive.

Junger Mann spielt Akkordeon
Michail Cunetchi umrahmte den Vortrag am Akkordeon (Foto: Hannes Menzer).

Mit dem Musikvortrag „Ulrich Ditzen, Hans Fallada und der Erste Weltkrieg“ am 30. August 2025 in der Neuen Scheune Posterstein war das Museum Teil des ProvinzGlück Festivals vom 25. August bis 14. September 2025 im Altenburger Land. Es referierte Christian Winterstein von der Hans-Fallada-Gesellschaft. Michail Cunetchi untermalte den Vortrag am Akkordeon.

Drei Zeitzeugensalons mit musikalischem Thema in Altenburg und in Langenleuba-Niederhain aus dem Jahr 2024 flossen 2025 inhaltlich in die Kabinett-Ausstellung „Taktvoll“ ein.

Burg Posterstein mit Safran im Vordergrund
2025 bekam Burg Posterstein ein Safranbeet.

2025 wurde der ehemalige Wehrgraben unterhalb der Burg Teil der Safranleuchten-Kampagne im Altenburger Land: Ehrenamtliche des Museumsvereins Burg Posterstein pflanzten auf einem rund 50 Quadratmeter großen Areal rund 4000 Safranknollen, die im Herbst lila blühen. Auch bei der neuen Rätsel-Tour für Erwachsene, „Mit Genuss durch die Geschichte“, darf der Safran nicht fehlen.

Auch 2025 leitete Marlene Hofmann, verantwortlich für Marketing und Kommunikation im Museum Burg Posterstein, den Arbeitskreis „Digitales Museum“ des Museumsverbands Thüringen. Zweimal im Jahr finden in diesem Rahmen digitale Arbeitskreistreffen mit Fachvorträgen statt.

Weiterhin ist die Burg Posterstein auch Mitglied der Burgenstraße Thüringen. In diesem Verein versammeln sich private und gemeinnützige Träger von Burgen, um gemeinsam die Forschung und Vermittlung der Geschichte der Thüringer Burgenlandschaft voranzubringen.

Für sein weit verzweigtes, aktives Online-Netzwerk ist Burg Posterstein in Fachkreisen deutschlandweit bekannt. Die Reichweite der Social Media-Kanäle (bis auf Instagram), des Blogs und der Website stieg 2025. Daneben ist Burg Posterstein neben Instagram, Facebook und YouTube auch verstärkt auf TikTok, BlueSky, Pinterest und LinkedIn aktiv und pflegt einen eigenen WhatsApp-Kanal sowie einen Newsletter.

Die Mitarbeiterinnen des Museums beteiligten sich an Vernetzungs- und Weiterbildungsveranstaltungen des Tourismusverbands Altenburger Land. Im Winter 2025 traf sich der Arbeitskreis Museumspädagogik auf Burg Posterstein, um sich über eventorientierte Angebote und das Krimi-Escape-Spiel im Besonderen zu informieren und auszutauschen.

Publikationen

Der Altenburger Hauskalender 2025 mit Hans Wilhelm vo n Thümmel auf dem Cover liegt auf einem Tisch
Der Altenburger Hauskalender 2025 hat Hans Wilhelm von Thümmel auf dem Cover.

Das Museumsteam war 2025 mit drei Fachartikeln in verschiedenen Fachzeitschriften vertreten: Im Altenburger Hauskalender 2025 steht der Artikel „Der Minister unter der 1000-jährigen Eiche – Das Thümmel-Jahr 2024 im Altenburger Land“ von Marlene Hofmann. In der Zeitschrift Banzer Museumsgespräche Bd.12 veröffentlichte Marlene Hofmann den Artikel „Auf Augenhöhe mit den Museumsgästen Nachhaltige analog-digitale Kommunikation und Vermittlung – Ein Praxisbericht aus dem Museum Burg Posterstein in Thüringen“. Und in Heimat Thüringen 1/2025 erschien der Artikel „Mitwachsende Online-Ausstellung „Landschaft nach der Wismut“ des Museums Burg Posterstein“, ebenfalls von Marlene Hofmann.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Jahresrückblick 2022: Aktivität weit über die Burgmauern hinaus

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 20. Januar 2023 von Museum Burg Posterstein20. Januar 2023

Erstmals seit Beginn der COVID 19-Pandemie kann das Museum Burg Posterstein eine positive Besucher-Bilanz ziehen: Trotz anfänglicher Einschränkungen durch 2G- und 3G-Regelungen kamen 2022 wieder 20.000 Besucherinnen und Besucher in die Burg. Es konnten fünf Sonderausstellungen gezeigt und 120 Veranstaltungen sowie drei Ferien-Programme durchgeführt werden. Das Museumsteam veröffentlichte ein umfangreiches Buch zur Ausstellung „Sehnsuchtsziel Italien“, steuerte sieben Artikel zu Fach-Publikationen und vier Fachvorträge an unterschiedlichen Orten bei.

Burg Posterstein bei blauem Himmel
Blick vom Burgberg auf Burg Posterstein

Als Partner des Trafo-Projekts „Der fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ nahm das Museum aktiv an acht Salonveranstaltungen im Landkreis teil. Der Musemsverein Burg Posterstein initiierte und realisierte das LEADER-geförderte Suchportal „Bildungsort Altenburger Land“ gemeinsam mit dem Tourismusverband Altenburger Land und der Altenburger Tourismus GmbH. Darüber hinaus war Burg Posterstein Partner im Modellprojekt „Virtual Reality für Thüringer Museen“ der Fachhochschule Erfurt und der Universität Erfurt.

Mitgliedsversammlung des Museumsvereins Burg Posterstein 2022
Im Sommer 2022 traf sich der Museumsverein zur Sitzung im Café „Zur eisernen Bank“ auf der Wiese vor dem Herrenhaus Posterstein.

Derzeit hat der Museumsverein, der Träger des Museums, 58 Mitglieder. Das Museum Burg Posterstein ist das regionalgeschichtliche Museum des Altenburger Landes und wird vom Landkreis Altenburger Land finanziell unterstützt.

Der Jahresrückblick als Infografik

In unserer Infografik fassen wir das Jahr 2022 visuell zusammen.

Infografik mit Statistiken zu Besucherzahlen (20.000), Ausstellungen (5), Veranstaltungen und Vernetzung im Jahr 2022 im Museum Burg Posterstein. Der Blogpost erläutert alle Zahlen.
Das Jahr 2022 im Museum Burg Posterstein zusammengefasst in einer Infografik.

Wer besucht die Burg Posterstein?

Das Museum Burg Posterstein führt an der Museumskasse regelmäßig Besucherbefragungen durch. Daraus geht einiges hervor: Fast die Hälfte der Besucher sind beispielsweise Familien mit Kindern. Die Angebote der „Kinderburg“ zählen auch 2022 zu den Top 5 Besuchsgründen. Neben der Familien-Ausstellung gab es 2022 speziell für Familien mit Kindern drei Ferien-Programme, das Große Steckenpferdturnier am Weltkindertag und eine weihnachtliche Märchenstunde. Darüber hinaus feierten 36 Kinder ihren Geburtstag auf der Burg. 26 Schulen und Kitas buchten Museumstouren.

Großes Steckenpferdturnier am Weltkindertag auf Burg Posterstein
Bereits vier Mal fand das Große Steckenpferdturnier auf Burg Posterstein am Weltkindertag statt.

In den Wintermonaten kam ein – nicht zuletzt dank der äußerst beliebten, lokalgeschichtlichen Ausstellung „Damals in der ‚Esse‘ – Erinnerungen an das Kulturhaus ‚Stadt Schmölln‘“ – vorwiegend regionales Publikum ins Museum. In den Sommerferien wiederum waren unter den Besucherinnen und Besuchern 15 Prozent Urlauber aus ganz Deutschland.

Gut die Hälfte der Museumsbesucherinnen und -besucher kommt aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet – aus dem Altenburger Land, dem Raum Gera und aus Westsachsen. Die übrigen reisen aus der gesamten Republik an.

Viele besuchten die Burg Posterstein nicht zum ersten Mal. Oft waren eine Sonderschau oder eine Veranstaltung Anlass für einen Ausflug. Aufmerksam auf die Burg wurden viele aus dem Internet oder bei der Durchreise, wo der Bergfried von der Autobahn aus zu sehen ist. Ein nicht zu unterschätzender Anteil der Besucher kam auf Empfehlung von Bekannten ins Museum.

Ausstellungen und Veranstaltungen 2022

2022 zeigte das Museum fünf Sonderschauen und führte 120 öffentliche und private Veranstaltungen durch.

Thumbnail Video Cocktailzeit mit FRanziska Huberty und Bernd Adam - Folge 1
Cocktailzeit mit Franziska Huberty und Bernd Adam – Folge 1

Im Frühjahr zog die Ausstellung „Damals in der ‚Esse‘ – Erinnerungen an das Kulturhaus ‚Stadt Schmölln‘“ (30. Januar bis 20. März 2022) ein äußerst lokales Publikum an, das eigene Erinnerungsstücke zur Schau beisteuerte und sich aktiv an Mitmach-Angeboten beteiligte. Begleitend produzierte das Museumsteam die Video-Reihe „Cocktail-Zeit“, bei der Historikerin Franziska Huberty den ehemaligen Restaurantleiter des Kulturhauses, Bernd Adam, zum Gastronomiealltag in der DDR interviewte. Als Höhepunkt jeder Folge mixte sie unter seiner fachkundigen Anleitung einen Cocktail nach Original-Rezept. Hier gibt es ein Resümee der Ausstellung. Eine Fortsetzung der Ausstellung gab es im zweiten Halbjahr im Knopf- und Regionalmuseum Schmölln, zu der das Museum Burg Posterstein Inhalte beisteuerte.

Die Ausstellung „Bunt, bunter, Osterei: Ostereier von Peter Rehfeld“ von 10. April bis 24. April 2022 sowie ein passendes Ferienprogramm begleiteten die Osterzeit.

Flyer zur Ausstellung "Manege frei! - Das Lindenau-Museum zu Gast auf Burg Posterstein" vor der Burg.
Im Frühsommer 2022 war das Lindenau-Museum Altenburg mit seiner grafischen Sammlung zu Gast auf Burg Posterstein.

In Kooperation mit dem Lindenau-Museum Altenburg zeigte das Museum die Kunstausstellung „Manege frei! – Das Lindenau-Museum Altenburg zu Gast auf Burg Posterstein“ (8. Mai bis 3. Juli 2022). Im Begleitprogramm gab es eine Zirkuswoche für Kinder und Jugendliche mit dem Weimarer Kinderzirkus Tasifan. Rund 80 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und fünfzehn Jahren übten sich in Luftartistik, Clownerie, Akrobatik, Jonglage oder im künstlerischen Gestalten der Plakate oder Bühnendekoration. Eine Dokumentationsgruppe hielt alles in Bild, Ton und Text fest. Alle Kinder erhielten eine Führung durch die Sonderschau. Das einstudierte Programm wurde zum krönenden Abschluss am 17. Juni 2022 aufgeführt.

Zirkus-Aufführung mit dem Kinderzirkus Tasifan 2022 vor der Burg Posterstein
Zum Abschluss des Zirkus-Projekts mit dem Kinderzirkus Tasifan gab es einen großen Auftritt vor der Burg Posterstein.

Das Mittelalterspektakel lockte zu Pfingsten (4. bis 6. Juni 2022) mit Ritterturnieren, Markt und Spielleuten rund 6000 Besucherinnen und Besucher an. Durchgeführt wird das Mittelalterspektakel von der COEX Veranstaltungs GmbH & Co.KG in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein. Der Eintritt ins Museum war wie jedes Jahr im Gesamtpreis inbegriffen.

Das Open Air-Konzert der Band „Tango Transit“ am 19. Juni 2022 im Burghof fand in Kooperation mit dem Jazzklub Altenburg statt.

Eine Besucherin liest in der Ausstellung "Sehnsuchtsziel Italien" im Museum Burg Posterstein.
Blick in die Ausstellung „Sehnsuchtsziel Italien“ im Museum Burg Posterstein.

Die Sonderschau „Sehnsuchtsziel Italien: Der Maler Ernst Welker – Auf Reisen und im Salon der Herzogin von Kurland“ (17. Juli – 13. November) und das zugehörige Buch stellten erstmals den Künstler Ernst Welker (1784–1857) in den Mittelpunkt. Der aus Gotha stammende Maler lebte und arbeitete einige Jahre als Zeichenlehrer im Dienst der Herzogin Wilhelmine von Sagan. In ihrem Gefolge kam er auch in den Salon der Herzogin von Kurland nach Löbichau und porträtierte die dort anwesenden Salongäste als Fabelwesen. Welkers eigentliche Liebe galt aber der Landschaftsmalerei. Er reiste durch Deutschland, Österreich und Italien, stellte aus und lebte von seiner Kunst. Welkers Porträts der Löbichauer Salongäste sind digital auch in der Deutschen Digitalen Bibliothek und im europäischen Kulturportal Europeana zugänglich. Im Zuge der Ausstellung fand eine Vernetzung mit der Europeana statt, auf deren Website das Museum einen Artikel und ein Interview auf Deutsch und Englisch zur Sammlung Ernst Welker veröffentlichen konnte.

Live-LeseZEIT auf dem kleinen Burghof der Burg Posterstein
Zur Eröffnung der Sonderschau „Sehnsuchtsziel Italien“ las Franziska Huberty aus Reiseberichten von Ernst Welkers Malerkollegen.

Im Zusammenhang mit der Welker-Ausstellung gab es zwei Live-Ausgaben des Museumspodcasts „LeseZEIT auf Burg Posterstein“, eine weitere fand am Tag des offenen Denkmals auf dem Rittergut Treben statt.

Die Postersteiner Pflanzentauschbörse am 3. September 2022 lud auf dem Platz vor der Burg zum gemütlichen Tausch von Samen, Pflänzchen und Stecklingen ein.

Der Erzählsalon „Kinder und Enkel der Wismut erzählen“ am 30. Oktober 2022, eine Kooperation mit dem Kunsthof Niederarnsdorf, regte zu konstruktivem Austausch über die regionale Bergbau-Geschichte an.

Den Abschluss des Jahres bildete die Weihnachtsausstellung „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ (27. November 2022 bis 8. Januar 2023), die den Schwerpunkt auf Weihnachtskrippen aus dem deutschen und böhmischen Raum legte. Begleitend gab es eine Märchenstunde mit Märchen wie zu Omas Zeiten, bei dem ein historischer Rollfilm-Projektor und DEFA-Colorbildband-Märchen zum Einsatz kamen.

Ohne ein großes Netzwerk geht es nicht

Ohne die Unterstützung der Mitglieder des Museumsvereins Burg Posterstein sowie einem losen Netzwerk an ehrenamtlichen Helfern wäre es für ein Museum mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht möglich, so viele Ausstellungen und Veranstaltungen zu stemmen.

Web und Social Media

Für sein weit verzweigtes, aktives Netzwerk in den sozialen Medien ist Burg Posterstein in Fachkreisen deutschlandweit bekannt. Eine digitale Präsenz mit hoher eigener Reichweite ist für uns als Museum existenzsichernd – wir erreichen unser Publikum aus eigener Kraft und können nicht lautlos „weggespart“ werden. Auch 2022 konnte unsere digitale Strategie weiterverfolgt und ausgebaut werden. Website und Blog verzeichnen steigende Zugriffszahlen, die Netzwerke (Facebook, Twitter, YouTube) höhere Followerzahlen. Regelmäßig findet Austausch mit digitalen Besucherinnen und Besuchern statt. In drei Fachvorträgen berichtete Marketingchefin Marlene Hofmann 2022 über die Kommunikationsstrategie ihres Museums.

Franziska Huberty aus dem Museum Burg Posterstein liest auf einer Bank im Burgpark im Buch "Sehnsuchtsziel Italien"
Mit-Autorin Franziska Huberty mit dem Buch „Sehnsuchtsziel Italien“.

Publikationen

Ebenfalls zum fachlichen Austausch über die Region hinaus trug das Buch „Sehnsuchtsziel Italien: Der Maler Ernst Welker auf Reisen und im Salon der Herzogin von Kurland“ bei. Zu den 2022 veröffentlichten Büchern „Luxus, Kunst und Phantasie – Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg als Sammler“ (Stiftung Schloss Friedenstein Gotha (Hg.), Sandstein Verlag) und „Das Museum in Zeiten der Pandemie – Chancen für das kulturelle Leben der Zukunft“ (Jörn Brünotte (Hg.), transcript Verlag) steuerten Museumsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter Texte bei, ebenso wie zur Fachzeitschrift „Museumskunde“ (Ausgabe 87/2022 Heft 1: „Kleinere Museen“) des Deutschen Museumsbunds, zum Mitteldeutschen Jahrbuch (Bd. 30/2023) der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat und zum Altenburger Geschichts- und Hauskalender (Jg. 2023).

Aufgeschlagene Zeitschrift "Museumskunde" mit dem Artikel "Auf Augenhöhe mit den Besucher*innen" von Marlene Hofmann
Die Zeitschrift „Museumskunde“ des Deutschen Museumsbunds hatte in Ausgabe 87 „Kleinere Museen“ zum Thema.

Ausflugstipps speziell für Schulklassen

Mit LEADER-Förderung gelang dem Museumsverein Burg Posterstein die Umsetzung des Internet-Portals „Bildungsort Altenburger Land“ in Kooperation mit dem Tourismusverband Altenburger Land und der Altenburger Tourismus GmbH. Über die Suchplattform finden Lehrerinnen und Lehrer Angebote für Schulklassen.

Screenshot des Suchportals Bildungsort Altenburger Land mit Ausflugstipps für Schulklassen
Das Suchportal Bildungsort Altenburger Land bietet Ausflugstipps für Schulklassen.

Das Museum Burg Posterstein kommt raus aus der Burg

Als Projektpartner des Trafo-Projekts „Der Fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ nahm das Museum aktiv an acht Salonveranstaltungen im Landkreis teil. Beim „Fliegenden Salon“ geht es darum, Bürgerinnen und Bürger mit den beteiligten Kultureinrichtungen (Lindenau-Museum Altenburg, Museum Burg Posterstein und Musikschule Altenburger Land) zu vernetzen. Das Projekt ging 2018 an den Start und wird bis 2024 von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Franziska Huberty aus dem Museum Burg Posterstein mit einem Flyer von "Kultur am Ort" vor der Burg Posterstein
Franziska Huberty war für das Museum Burg Posterstein 2022 an vielen Orten im Landkreis Altenburger Land unterwegs.

Durch die Salonveranstaltungen ergaben sich für das Museum Burg Posterstein bereits zahlreiche Kooperationen und Kontakte. Als kulturhistorisches Museum des Landkreises betreute das Museum Burg Posterstein die geschichtlichen Themen und die Zeitzeugen-Salons, die Berichte von Zeitzeugen zu unterschiedlichen Themen (Kulturhaus „Stadt Schmölln“, Landwirtschaft, Kultur, Rittergüter, …) dokumentierten, besonders intensiv.

Virtual Reality in Thüringer Museen

Darüber hinaus nahm das Museum als Projektpartner am interdisziplinären Kooperationsprojekt „Virtual Reality für Thüringer Museen“ der Fachhochschule Erfurt und der Universität Erfurt teil. Dabei entstanden ein Leitfaden für VR in Thüringer Museen und fünf prototypische VR-Anwendungen für Museen, die nachfolgend ausgebaut und weiterentwickelt werden können.

Jemand scannt mit einem Tablet einen historischen Sessel im Museum Burg Posterstein.
Das Postersteiner VR-Projekt soll den Salon der Herzogin von Kurland nicht rekonstruieren, sondern die Stimmung, die Lebendigkeit und das Flair erlebbar machen.

Das Postersteiner Konzept sieht einen virtuell begehbaren Salon der Herzogin von Kurland vor, der nicht akribisch rekonstruiert, sondern das Flair der Salonabende einfängt. Das Museumsteam erstellte ein inhaltliches Konzept und erteilte Aufträge an einen Musiker, eine Sprecherin, einen Sprecher sowie für die Tonbearbeitung. Das Projekt soll 2023 auch nach Auslaufen des Modellprojekts weitergeführt werden.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Ein Jahr voller Entdeckungen: 2019 auf Burg Posterstein

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 28. Januar 2020 von Museum Burg Posterstein28. Januar 2020

Schlössersafari, Staubexkursion, Expeditionen nach Südamerika: Im Jahr 2019 standen verschiedenste Entdeckungen im Mittelpunkt der Ausstellungen des Museums Burg Posterstein. Darüber hinaus wurden mit Steckenpferd-Turnier und Geisterstunde neue Veranstaltungsformate ins Leben gerufen. Zu sehen gab es insgesamt vier Sonderschauen und über 50 Veranstaltungen. Dazu fanden fast 170 private Veranstaltungen wie Führungen, Kindergeburtstage und Trauungen auf Burg Posterstein statt.

Schlössersafari, Burgstaub und „humboldt4“

Das Ausstellungsjahr 2019 begann mit der interaktiven Fotoausstellung „Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland“, in der sieben Instagramer je sieben ihrer Fotos von mitteldeutschen Schlössern und Burgen vorstellten. Das Publikum nutzte die Möglichkeit, eigene Bilder unter dem Stichwort #Schlössersafari zu teilen eifrig. Inzwischen kann man im sozialen Netzwerk Instagram über 4800 Fotos bestaunen. Aus der Sonderschau ist ein aktives Netzwerk entstanden und 2020 wird die Ausstellung selbst auf Wanderschaft gehen: Von 4. April bis 6. Juni 2020 ist sie in neuer Fassung auf Burg Ranis zu sehen und von 12. September bis 21. November 2020 auf Burg Mylau.

Wenn die Ausstellung #Schlössersfari auf Ranis gastiert, ist @suse70 als Instagramerin aus Ranis dabei.

Im Sommer 2019 zeigte das Museum Burg Posterstein die gewitzte Kunstausstellung „Zum Wesen des Staubes: Staubexpeditionen auf Burg Posterstein mit Wolfgang Stöcker aus Köln“, die auch überregional Aufmerksamkeit erregte. Zur Ausstellung erschien ein tiefgründiges Lesebuch „Zum Wesen des Staubes“.

Für die Ausstellungsreihe „humboldt4“ fanden sich erstmals alle vier Museen des Altenburger Landes zu einem gemeinsamen Thema zusammen. Im Fokus der Postersteiner Ausstellung „Von Schönhaide nach Südamerika“ stand der Vogelforscher und -zeichner Anton Goering aus Schönhaide bei Schmölln. Auf zwei Reisen nach Südamerika wandelte er im 19. Jahrhundert auf Humboldts Spuren und dokumentierte die dortige Tierwelt. Das Museum leistete mit der Ausstellung wertvolle Grundlagenforschung und es gab eine fruchtbare Zusammenarbeit mit lokalen Heimatforschern und dem Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig. Die Ergebnisse überdauern im Katalog „humboldt4“ zur Ausstellung und erstmals auch als umfangreicher Wikipedia-Artikel.

Eine neue Veranstaltungsreihe ging an den Start: das 1. Große Steckenpferd-Turnier am Weltkindertag

Geister, Steckenpferde und viele neue Ideen

Insgesamt fanden 2019 auf Burg Posterstein 57 öffentliche Veranstaltungen wie Feste, Salongespräche und Familienführungen statt. Darüber hinaus gab es fast 169 gebuchte Führungen, Kindergeburtstage und Hochzeiten. In einer losen Gruppe namens „Ideen für Burg Posterstein“ fanden sich rund 20 vorwiegend junge Menschen aus Posterstein und Umgebung zusammen, die das Museum bei der Planung und Durchführung neuer Veranstaltungen unterstützten. Dank dieser Gruppe gab es erstmals ein Steckenpferd-Turnier am Weltkindertag und eine Geisterstunde an Halloween, die mit der Belebung Postersteiner Sagen und Persönlichkeiten über 500 Besucher lockte. In allen Schulferien in Sachsen und Thüringen gab es thematisch wechselnde Ferienprogramme und darin eingebettet insgesamt 35 kleine „Schatzsucher-Prüfungen“ für Familien mit Kindern.

Dauerbaustelle bescherte weniger Besucher

Insgesamt zählte das Museum 2019 nur rund 18.000 Besucher. Von den Besuchern, die nicht gezielt zu Veranstaltungen kamen, waren 40 Prozent Familien- und 10 Prozent Gruppenbesucher. Die Baustelle, die von Frühjahr bis Winter 2019 den Ort in zwei Hälften teilte, hat dem Besucherverkehr leider sehr geschadet. Eine bessere Ausschilderung des Museums für Ortsfremde könnte bei zukünftigen Bauarbeiten vielen Museumsgästen die Anreise erleichtern und Frust ersparen.

Das war unser Blogjahr 2013

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 6. Januar 2014 von Museum Burg Posterstein21. Januar 2017

Schon ein alljährlich wiederkehrendes Event in unserem Blog: Der WordPress-Jahresbericht von 2013! Wir danken allen Lesern für die interessanten Kommentare und anregenden Diskussionen und sind gespannt auf das nächste Blogjahr!

Hier ist ein Auszug:

Dieser Blog wurde in 2013 etwa 9.600 mal besucht. Das Museum Burg Posterstein konnte in dieser Zeit 23000 Besucher auch „offline“ begrüßen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Wir lassen das Blog-Jahr 2012 Revue passieren:

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 2. Januar 2013 von Museum Burg Posterstein20. Dezember 2022

Über 5000 Aufrufe aus 65 Ländern im Jahr 2012 – wir danken unseren Blog-Lesern für ihre Treue und freuen uns auf ein spannendes Jahr 2013 mit neuen interessanten Geschichts-Geschichten!

Geschichte & Geschichten

Das thüringische Museums Burg Posterstein bloggt seit 2011 über Geschichte und Geschichten aus Sammlung, Forschung und Museumsalltag.

IN ENGLISH: Since 2011 the German Museum Burg Posterstein writes stories about its collection, research and everyday life at the museum – here you find all texts in English.

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