14. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Das Huhn – Das heutige Tier des Tages ist das Huhn. Wie schon die Gans ist auch das Huhn noch heute ein gern gesehener Gast am Weihnachtstisch – zum Nachteil für das Tier meist in gebratener Form. Schon zu König Salomons Zeiten stand „gemästetes Federvieh“ auf dem täglichen Speiseplan (1. Kön 5,3).

Dose mit Krippendarstellung aus Berchtesgaden (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 346 K6/Ri)
Dose mit Krippendarstellung aus Berchtesgaden (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 346 K6/Ri)

In unserem Adventskalender soll dem Huhn aber ein glücklicheres Schicksal vergönnt sein. Wir finden es quicklebendig in dieser gemalten Krippendarstellung. Es handelt sich dabei um die Verzierung auf einer runden Holzdose, die mit Leimfarben von der Künstlerin Monika Baumgartner aus Berchtesgaden bemalt wurde. Die Dose wurde 2004 hergestellt und beinhaltet 30 kleine Fröbelsterne. Die Darstellung „Geburt Christi“ ist vor allem in Blau gehalten, die Ränder der Dose hingegen in Rot mit Blumenverzierung. Auf der Unterseite trägt das Stück den Stempel „Holzhandwerker Zunft Berchtesgaden“.

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13. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Der Hase – Wir bleiben gedanklich im Erzgebirge und begrüßen den Hasen als Tagestier im Adventskalender. Die Weihnachtspyramide gehört zur weihnachtlichen Tradition des Erzgebirges. Das hat uns schon der Hirsch gelehrt.

Hase in einer erzgebirgischen Pyramide (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 192 K6/Ri)
Hase in einer erzgebirgischen Pyramide (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 192 K6/Ri)

Aber auch Tradition geht mit der Zeit und der Mode. Die Figuren der Pyramide scharen sich daher nicht um eine Krippendarstellung, sondern ganz weltlich um einen Tannenbaum. Er bildet als Spindel den Mittelpunkt des Geschehens. Der kleine Hase bekommt Gesellschaft vom Weihnachtsmann und einem Kind mit Laterne in den Händen. Alle Figuren sind aus Holz  und farbig gefasst. Heute ist Weihnachten längst kein rein christliches Fest mehr. Und das ist auch keine reine Erfindung der Moderne. Die Weihnachtsfeier und die damit verbundenen Traditionen haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Auch das „Verschenken“ zu Weihnachten wurde erst allmählich Brauch. Der Geschenkebringer kann dabei ganz unterschiedlich sein: Nikolaus, Christkind oder ganz weltlich, der Weihnachtsmann. Diese Entwicklung spiegelt sich schließlich auch in der Weihnachtskunst und –dekoration wider, was unseren kleinen Hasen aus Holz in eine heitere Gesellschaft bringt.

Hase in einer osteuropäischen Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 192 K6/Ri)
Hase in einer osteuropäischen Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 475 K6/Ri/FH)

Wer jetzt aber sagt: Moment! In diesem Adventskalender soll es doch um Tiere in Weihnachtskrippen gehen! – Keine Sorge, wir haben Belege, dass Hasen auch in Weihnachtskrippen vorkommen. Zum Beispiel in dieser schönen, osteuropäischen Krippe aus der Sammlung des Museums Burg Posterstein:

Osteuropäischen Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 475 K6/Ri/FH)
Osteuropäischen Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 475 K6/Ri/FH)

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12. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Das Reh – Wo ein Hirsch ist, da ist auch ein Reh! Dieses anmutige Tier begrüßt uns an Tag 12 unseres tierischen Adventskalenders. Und da wir sozusagen „Bergfest“ feiern, ist das Reh passenderweise Teil einer komplexen Krippendarstellung in Form eines Weihnachtsberges. Wie in freier Natur tarnt es sich auch im Weihnachtsberg hervorragend und versteckt sich im Vordergrund geschickt in einer Gruppe Schafe samt Hirten, um einen besonders guten Blick auf die Heilige Familie werfen zu können.

Weihnachtskrippenberg aus Böhmen aus der Sammlung des Museums Burg Posterstein
Weihnachtsberg (Sammlung Museums Burg Posterstein, VI 473 K6/Ri/FH)

Weihnachtsberge, auch Weihnachtswinkel genannt, erfreuten sind vor allem in Böhmen und im Erzgebirge großer Beliebtheit. Meist wurde zum Aufstellen eine Ecke (Winkel) des Zimmers gewählt und auf einem entsprechenden Regal oder Tisch entstanden zum Teil ganze Dörfer oder Bergwerke, die als Spielort der Geburt Christi dienten.

Detail mit Reh - Weihnachtskrippenberg (Sammlung Museums Burg Posterstein, VI 473 K6/Ri/FH)
Detail mit Reh – Weihnachtsberg (Sammlung Museums Burg Posterstein, VI 473 K6/Ri/FH)

Diese Tradition geht wohl auf die sogenannten „Buckelbergwerke“ zurück. Dabei handelt es sich um detaillierte Bergwerksdarstellungen, die in tragbaren Schaukästen ausgestellt wurden. Der umgangssprachliche „Buckel“ benennt hierbei den Rücken, auf dem der Kasten getragen wurde. Weihnachtsberge können, wie es auch bei diesem Exponat im Museum Burg Posterstein der Fall ist, mit statische Figuren geschmückt sein. Nicht selten weisen sie aber auch komplizierte Mechanismen auf. Weihnachtsberge sind entsprechend ein Ausdruck der langen bergmännischen Tradition.

Tipp: Einen besonders umfangreichen Weihnachtsberg stellt das Museum Europäischer Kulturen bei Google Arts und Culture vor.

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11. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Der Hirsch – Tatsächlich gab es im Nahen Osten des Alten Testaments Rothirsche und Damwild. Oft wird er in Bibelübersetzungen auch mit der Gazelle gleichgesetzt, was wohl auf ungenaue Namensgebungen der Verfasser des Alten Testaments zurückzuführen ist. Wie die Gazelle steht der Hirsch für Schnelligkeit und Anmut.

Hirsche auf der Grundebene einer erzgebirgischen Pyramide, nachträglich beigefügt (Sammlung Museum Burg Posterstein)
Hirsche auf der Grundebene einer erzgebirgischen Pyramide, nachträglich beigefügt (Sammlung Museum Burg Posterstein)

Unser hier vorgestellter Hirsch ist allerdings ein Vertreter des heutigen Deutschlands. Als kleine Figur einer 1,20 Meter hohen Weihnachtspyramide ziert er jedes Jahr die Sonderschau der Burg Posterstein. Dieses Exponat aus bemalten Holz besitzt (neben einem rechteckigen Grundbrett) vier Ebenen, die mit Figuren bestückt sind. Die unterste und größte Ebene des Hexagons zeigt die heilige Familie. Maria reitet auf einem Esel, das Jesuskind trägt sie auf dem Arm. Auf der zweiten Ebene stehen typisch erzgebirgische Bergmanns-Figuren. Auf der dritten Ebene findet sich ein Hirte mit seiner Schafherde. Auf der obersten musiziert der himmlische Engelschor. Unser Hirsch hat seinen Platz auf der Grundebene der Pyramide gefunden und wurde samt seiner tierischen Gefolgschaft und Jägern nachträglich beigefügt.

Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge, mit vier Ebenen, ca. 1,20 Meter hoch, in einer der jährlichen Weihnachtskrippenausstellungen des Museums (Sammlung Museum Burg Posterstein)
Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge, mit vier Ebenen, ca. 1,20 Meter hoch, in einer der jährlichen Weihnachtskrippenausstellungen des Museums (Sammlung Museum Burg Posterstein)

Vorläufer der Weihnachtspyramide existieren bereits seit dem 16. Jahrhundert in Form von zum Teil mit Lichtquellen versehenen Aufbauten oder Gestellen, die in ihrer Grundform einer Pyramide entsprechen. Die Drehpyramide ist eine Schöpfung der bergmännischen Kultur des Erzgebirges im 18. Jahrhundert.

Weitere Infos zu Weihnachtsbräuchen aus dem Erzgebirge gibt es in unserer digitalen Weihnachtskrippen-Ausstellung.

10. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Die Taube – Das heutige Adventskalender-Tier ist die Taube, um ganz galant bei den Vögeln zu verweilen. Für Christen hat die Taube eine sehr vielseitige und starke Symbolkraft. Sie steht für Frieden, Freiheit, Reinheit und symbolisch für den Heiligen Geist. Und das nicht nur zu Pfingsten!

Tauben bilden einen Kerzenständer, der als Teil einer Makondekrippe aus Tansania als Dekoration dient (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 51 K6/Ri)
Tauben bilden einen Kerzenständer, der als Teil einer Makondekrippe aus Tansania als Dekoration dient (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 51 K6/Ri)

In der Bibel taucht die Taube nicht nur im Neuen Testament auf. Schon Noah sandte von seiner Arche drei Tauben aus. Eine gab ihm schließlich mit einem Ölzweig im Schnabel zu verstehen, dass „Land in Sicht“ war.

Kerzenständer, der zu einer Makondekrippe aus Tansania gehört (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 51 K6/Ri)
Kerzenständer, der zu einer Makondekrippe aus Tansania gehört (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 51 K6/Ri)

Aus der Weihnachtskrippen-Sammlung der Burg Posterstein haben wir heute auch drei Tauben mitgebracht: Handgeformt aus Keramik und schwarz gefärbt formen sie einen Kerzenleuchter. Dieser dient schließlich als Dekoration für die sogenannten Makondekrippen aus Afrika.

Makondekrippe aus Tansania (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI50 K6/Ri)
Makondekrippe aus Tansania (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI50 K6/Ri)

Die Anfänge schwarz-afrikanischer Krippenkunst liegen im 19. Jahrhundert, in der Zeit europäischer Kolonisation und Missionierung. Krippen-Darstellungen wie die des Makonde-Stammes aus Tansania zeugen allerdings von einer Verarbeitung des eigenen kulturellen Erbes in der christlichen Kunst Afrikas. Sie sind Ausdruck einer selbstbewussten Theologie. Christus – geboren für den Stamm der Makonde.

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9. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Figur aus einer böhmischen Maisstroh-Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 84 K6/Ri)
Mädchen mit Gans – Figur aus einer böhmischen Maisstroh-Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 84 K6/Ri)

Die Gans – Das heutige Tier steht auch gern einmal auf der weihnachtlichen Speisekarte: Die Gans. Unsere Gans kommt aber nicht allein, sie bringt ein ganzes Dorf mit!

Figur aus einer böhmischen Maisstroh-Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 84 K6/Ri)
Bäuerin mit Gänsen – Figur aus einer böhmischen Maisstroh-Krippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 84 K6/Ri)

Weihnachtskrippen können aus vielen verschiedenen Materialien gefertigt sein. Nicht selten aus denen, die den Leute einfach zur Verfügung standen. Unsere Gans ist zum Beispiel aus Maisstroh hergestellt worden.

Viele Christen verlagerten die biblische Geschichte in den Weihnachtskrippen in ihre Heimat. Diese Krippe mit ihren zahlreichen Figuren stammt aus Tschechien und präsentiert ein reges Dorfleben. Neben Maria, Joseph, dem Jesuskind und den Engeln sehen wir Angler, Musiker, Kinder und Erwachsene, die ihrem Spiel oder der Arbeit nachgehen oder einfach gemeinsam feiern.

Im Legetrick-Trailer zu einer unserer vergangenen Weihnachtskrippen-Ausstellungen sieht man einige der Krippenfiguren “in Aktion”:

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Tschechische Maisstrohkrippe (Sammlung Museum Burg Posterstein, VI 84 K6/Ri)

Weitere Infos zu böhmischen Krippen gibt es in unserer digitalen Ausstellung.

8. Tierchen – Digitaler Adventskalender

Das Lama – In unserem tierischen Adventskalender bleibt es exotisch. Heute begrüßt uns ein Lama! Diese Tiere gehören zur Art der Kamele und sind in Südamerika heimisch.

Peruanische Krippe im Kürbis (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein)
Peruanische Krippe im Kürbis (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein)

Eigentlich spielt die biblische Weihnachtsgeschichte aber in Bethlehem, im heutigen Nahen Osten. Lamas gab es dort vor 2000 Jahren nicht. Doch in vielen Weihnachtskrippen entdecken wir nicht nur Tiere, die nicht in die Szenerie passen. Statt Palmen gibt es in vielen Krippen Tannenbäume oder ganze Gebirgslandschaften. Christen gibt es auf allen Kontinenten dieser Erde und viele verlagerten die biblische Geschichte bildlich in ihre bekannte Umgebung. Landschaften, Pflanzen, Kleidung und natürlich auch die Tiere wurden der eigenen Heimat angepasst.

Diese peruanische Krippe ist in einen Kürbis hineingebaut (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein)
Die Lamas in dieser peruanische Krippe sind in einen Kürbis geritzt (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein)

Besonders bunte Krippen kennen wir aus Südamerika. Dort ist es Tradition ganze Krippenschreine, sogenannte „Retablos“, zu gestalten. Nicht selten haben diese Krippenschreine sogar Türen, ähnlich mancher Altäre (Mehr dazu in unserer digitalen Ausstellung). Dem Schaf wird in diesen Krippen ein anderes, dem Land entsprechendes Nutztier zur Seite gestellt: Das Lama.

Die Lamas in dieser peruanische Krippe sind in einen Kürbis geritzt (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein)

Für das Lama haben wir diese handgefertigte Krippe im Kürbis ausgewählt. Hergestellt wurde diese wunderschöne Arbeit in Peru. Doch wer jetzt denkt: Nanu, wo ist das Lama denn? Es hat sich in der Verzierung des Kürbisses selbst versteckt und springt dort zwischen Bergen und Kakteen durch die wilde Landschaft.

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7. Tierchen – Digitaler Adventskalender

digitaler Adventskalender Burg Posterstein Tür 7

Das Pferd – Alle Pony-Freunde werden sich nun freuen! Denn auch das Pferd hat einen Platz in der Krippe gefunden! Und da aller guten Dinge ja drei sein sollen: Das Pferd diente dem dritten Weisen als Reittier. Dieser war Melchior, der europäische Vertreter an der Krippe.

Der Reiter besteht aus geprägtem Papier und Holz und ist Teil einer Krippenszene mit insgesamt 18 Einzelfiguren. (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein, VI 452 K6/Ri/FH)

Wie ein Ritter auf stolzem Ross erscheint uns hier der europäische Weise auf geprägtem Papier auf Holz und in Teilen sogar lackiert! Auf Hochglanz gebracht, wartet er förmlich darauf, aufgestellt zu werden, um zum Stall von Bethlehem zu galoppieren.

Aber Vorsicht! Wer Kamel, Elefant und Pferd schon griffbereit vor sich liegen hat – die drei Tiere müssen noch warten. Traditionell dürfen sie samt ihren Reitern erst zum „Heilige-Drei-Königs-Tag“, am 6. Januar, aufgestellt werden. Erst da sollen die drei Weisen in Bethlehem eingetroffen sein.

An diesem Tag ziehen in vielen Regionen und Ländern auch die sogenannten „Sternsinger“ von Tür zu Tür und segnen Häuser und Wohnungen mit dem bekannten Zeichen: „C+M+B“. Wer jetzt allerdings denkt: „Aha! Caspar, Melchior und Balthasar waren hier!“ liegt leider falsch. Die Eselsbrücke ist gar nicht schlecht, aber die drei Buchstaben stehen für „Christus Mansionem Benedicat“. Das ist Lateinisch und bedeutet „Christus segne dieses Haus“.

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6. Tierchen – Digitaler Adventskalender

digitaler Adventskalender Burg Posterstein Tür 6
Elefant besteht aus geprägtem Papier und Holz und ist Teil einer Krippenszene mit insgesamt 18 Einzelfiguren
Dieser Elefant besteht aus geprägtem Papier und Holz und ist Teil einer Krippenszene mit insgesamt 18 Einzelfiguren. (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein, VI 451 K6/Ri/FH)

Der Elefant – Auch der mächtige und große Elefant kann in einer Weihnachtskrippe auftauchen. Wie das Kamel dient der Elefant einem der drei Weisen als symbolisches Reittier. In diesem Fall Caspar, dem Vertreter des afrikanischen Kontinents. Allerdings sind Elefanten sehr seltene Krippentiere. Im Vergleich zu den anderen Figuren waren sie sehr groß und entsprechend auch sehr teuer. Und lange durfte der Elefant in der Krippe auch gar nicht stehen! So scheuten sich viele diese großen, teuren und nur selten aufstellbaren Dickhäuter zu kaufen und der Elefant wurde zu einer Seltenheit.

Elefant aus farbig gefasstem Kunststoff . (Krippensammlung, Museum Burg Posterstein, VI 441 K6/Ri/FH)

Selbst in der umfangreichen Krippen-Sammlung des Museums Burg Posterstein konnten wir nur zwei Elefanten auftreiben: Der erste besteht aus geprägtem Papier und Holz und ist Teil einer Krippenszene mit insgesamt 18 Einzelfiguren. Der zweite ist aus farbig gefasstem Kunststoff und hat gemeinsam mit einem Kamel den Anschluss an die Herde bzw. die Krippe verloren. Kein Wunder, wenn man nur für wenige Tage die Ehre hat, in der Weihnachtskrippe zu stehen – möchte man denken. Aber warum darf der Elefant nur für kurze Zeit aufgestellt werden? Des Rätsels Lösung erfahrt ihr morgen!

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5. Tierchen – Digitaler Adventskalender

digitaler Adventskalender Burg Posterstein Tür 5

Das Kamel – Heute wird es exotisch, denn auch Kamele sind klassische Weihnachtskrippen-Tiere! Und wenn ihr euch fragt, was macht das Kamel in dem Stall? – Es diente als Reittier! Nach der Geburt Jesu kamen auch die drei Weisen aus dem Morgenland zum Stall von Bethlehem. Sie folgten einem hellen Stern.

Dieses Kamel ist Teil einer 24-teiligen mexikanischen Weihnachtskrippe aus geflochtenem und gebundenem Stroh.(Krippensammlung, Museum Burg Posterstein, VI 82 K6/Ri)

Einer dieser drei Weisen war Balthasar. Er steht symbolisch als Vertreter für den asiatischen Kontinent und kam auf einem Kamel zur Krippe geritten. Die beiden anderen Weisen sind Melchior, der Vertreter für den europäischen Kontinent und Caspar, der für Afrika steht. Allerdings kommt es in manchen Geschichten vor, dass die Namen und die Herkunft der drei Männer unterschiedlich sind. Mit ihnen variiert schließlich auch ihr entsprechendes Reittier.

Dieses Kamel ist Teil einer 24-teiligen Weihnachtskrippe aus geflochtenem und gebundenem Stroh. Die Krippe stammt aus Mexiko und umfasst neben drei Kamelen, einer großen Madonnen-Figur, einem Stern und vier großen Engeln auch eine Kirche mit Glocken und geschlagene 12 musizierende Engel. Unser Kamel ist also in bester musikalischer Begleitung!

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