Resümee: Ausstellung #GartenEinsichten “Wie der Gärtner, so der Garten”

Die Ausstellung #GartenEinsichten “Wie der Gärtner, so der Garten” begleitete uns durch das Jahr 2021: Sie eröffnete mit Ende des zweiten Kultur-Lockdowns am 6. Juni und endete am 14. November. Bereits im Vorfeld lief die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten in den sozialen Netzwerken an – im Oktober gewann sie den DigAMus-Award in der Kategorie “Social Media Aktion”! Zum Jahresabschluss möchten wir Ausstellung und Mitmach-Aktion hier im Blog zusammenfassen und allen, die daran mitgewirkt haben, herzlich danken.

Die Ausstellung schmückte der wöchentlich wechselnde "Blumenstrauß der Woche"
Die Ausstellung #GartenEinsichten schmückte der wöchentlich wechselnde “Blumenstrauß der Woche”

Auch die Ausstellung #GartenEinsichten strebte Vernetzung an

Die Sonderschau nahm ihren Ausgangspunkt in der Gartengeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Bei der inhaltlichen Arbeit unterstützte uns die Erfurter Gartenarchitektin Christiane Nienhold.

Blick in die Ausstellung #GartenEinsichten im Museum Burg Posterstein mit einer Bank und einem großen Bildschirm
Auf einem Bildschirm in der Ausstellung wurden verschiedene Gartentypen im Wandel der Zeit vorgestellt.

An Hand von Thüringer Beispielen stellten wir verschiedene Gartentypen vor. Dabei unterstützten uns Thüringer Kultureinrichtungen und Vereine mit Bildern und Kurztexten, darunter die Wartburg-Stiftung Eisenach, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, das Museum Kloster Veßra, das Residenzschloss Altenburg, das Lindenau-Museum Altenburg, das Kulturgut Quellenhof in Garbisdorf und der Urban Gardening-Verein Lagune e.V.. Auf diese Weise begann die Vernetzung schon innerhalb der Ausstellung.

Blick in die Sonderschau #GartenEinsichten im Museum Burg Posterstein - mit zwei Gartenstühlen, Rasenteppich und Gartenmotiven
Blick in die Sonderschau #GartenEinsichten im Museum Burg Posterstein – mit zwei Gartenstühlen, Rasenteppich und Gartenmotiven

Zwei Gartentypen haben das Altenburger Land besonders geprägt: Die Gärten der historischen Rittergüter und die für die Region typischen Bauerngärten. Historische Vermessungskarten aus der Zeit um 1800 ließen die oftmals längst vergangene Pracht der Gärten und Parks ehemaliger Rittergüter wieder aufleben.

In Prößdorf ist eine Sphinx eines der wenigen Überbleibsel eines Landschaftsgartens
In Prößdorf ist eine Sphinx eines der wenigen Überbleibsel eines Landschaftsgartens

Heute ist kaum mehr vorstellbar, dass dort Gartengestaltungen mit Grotten, Wasserkünsten oder Gebäude- und Figurenensembles, die einen Hauch von Antike verbreiteten, existierten. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf historischen, noch erhaltenen Bauerngärten. Sie prägen bis heute das Altenburger Land.

Mit Buchsbaum eingefasste Beete im Nutzgarten eines Bauerngartens im Altenburger Land. (Foto: Petra Nienhold)
Mit Buchsbaum eingefasste Beete im Nutzgarten eines Bauerngartens im Altenburger Land. (Foto: Petra Nienhold)

Instagramer aus der Region zeigten in Fotos ihren Blickwinkel auf die historischen Gärten. Manche dieser Gärten sind noch heute prachtvoll, andere kaum noch als solche erkennbar. Die in der Ausstellung vorgestellten Rittergutsgärten sind auf der Webseite des Museums auf einer Karte markiert und somit für jedermann zu finden. Dadurch können sie, zumindest von außen, eigenständig erkundet werden.

Einige der an der Ausstellung beteiligten Instagramer vor der Burg Posterstein.
Einige der an der Ausstellung #GartenEinsichten beteiligten Instagramer vor der Burg Posterstein.

Eine der beteiligten Hobby-Fotografen und Fotografinnen war Alexandra, die ihre Bilder auf ihrem Instagram-Account @lumixlexxa teilt. Über ihre Teilnahme an der Ausstellung sagt sie:

“Das war ein für mich ganz neues Projekt und ich war sehr überrascht, dass Ihr mich ausgewählt habt. Ich hätte mir so etwas Tolles nie selbst zugetraut. Also ging es auf Reisen um die #GartenEinsichten festzuhalten. Die Gärten sind ja teilweise nicht leicht zu finden, also war man auch ein wenig Pfadfinder. Leider waren nicht mehr alle Objekte im guten Zustand, sodass man wirklich viel Kreativität beweisen musste.”

Alexandra, auf Instagram: @lumixlexxa
Die Orangerie in Meuselwitz, an den Rändern ist das Bild unscharf
Die Orangerie in Meuselwitz, fotografiert von Alexandra (Instagram-Account @lumixlexxa )

Die Ausstellung war Teil der gemeinsamen Ausstellungsreihe “Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land” zum Thema Gärten der vier Museen im Altenburger Land. Mit dabei: Lindenau-Museum Altenburg, Residenzschloss Altenburg, Naturkunde-Museum Mauritianum und Museum Burg Posterstein. Gezeigt wurden vier Ausstellungen zum Thema Gärten im Altenburger Land. Das Buch zur Ausstellung erschien unter dem Titel “Grünes im Quadrat” im Sandstein-Verlag.

Die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten

Ausstellung wie Mitmach-Aktion wollten auch zum Nachdenken und zur Diskussion anregen über den Garten als Element unserer Landschaft und über die Frage, wie wir unsere öffentlichen Orte nachhaltig gestalten.

Eine Auswahl an Antworten zur Mitmach-Aktion GartenEinsichten war in der Ausstellung und auf Pinterest zu sehen.
Eine Auswahl an Antworten zur Mitmach-Aktion #GartenEinsichten war in der Ausstellung und auf Pinterest zu sehen.

Die Hauptfragen der Mitmach-Aktion lauteten: Wie sieht für Sie der Garten der Zukunft aus? Was bedeutet Gärtnern für Ihren Alltag? Und: Was bedeutet Ihnen ein Spaziergang im Park? Dabei konnte man seine Antworten per Formular einreichen, aber gern auch analog oder per Mail im Museum abgeben. Selbst originale Kunstwerke der Künstlerin Sabine Müller aus dem Altenburger Land waren Teil der Beiträge zur Mitmach-Aktion.

“Im Garten der Zukunft ist nicht nur Schönheit ein wichtiger Faktor, sondern auch Umweltbewusstsein, Biodiversität und die Fähigkeit, vor Ort und selber gesunde Nahrung zu erzeugen. Der ‘Nutzgarten’ kann auch schön sein und unser Menschsein bereichern. Er kann und sollte auch mitten in der Großstadt vorhanden sein.”

Anonyme Antwort auf die Frage “Wie sollte der Garten der Zukunft aussehen?”

Federal Garden Show Brandenburg 2015 – Location Rathenow
Der Fotograf Matthias Schüler begleitete die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten von Anfang an auf Twitter (Foto: G. Matthias Schüler)

Im Rahmen der Mitmach-Aktion wurden über 1200 Fotos auf Instagram, über 900 Tweets, über 170 Facebook-Posts, 21 Videos, 8 Blogposts und rund 20 Antworten per Formular eingereicht. Manche begleiteten die Aktion übers ganze Jahr hinweg mit Fotos, Videos, Blogposts und Tweets zum Thema. Besondere Beiträge sowie alle eingereichten Antworten haben wir auf der Website gesammelt und dokumentiert.

LeseZEIT live, Lesungen, Spaziergänge und Pflanzentauschbörse

Zum Rahmenprogramm der Ausstellung #GartenEinsichten gehörten mehrere Spaziergänge durch den Tannenfelder Schlosspark mit Gartenarchitektin Christiane Nienhold.

Die Gartenarchitektin Christiane Nienhold im Schlosspart Tannenfeld, wo neben ihr Rhododendren blühen
Die Gartenarchitektin Christiane Nienhold im Schlosspart Tannenfeld, wo neben ihr Rhododendren blühen

An der Stelle, an der sich einst in Hans Wilhelm von Thümmels Landschaftsgarten in Nöbdenitz eine Einsiedelei befunden hat, fand eine musikalische Lesung aus dem Buch “Wasserspiele” von Marlene Hofmann statt. Das Büchlein beinhaltet drei Kurzgeschichten, die an historischen Orten im Altenburger Land spielen. Der Schauspieler und Sänger Robert Gregor Kühn las, begleitet vom Musiker Matthias von Hintzenstern am Bandoneon, die Geschichte “Rauschen”, in der Hans Wilhelm von Thümmel eine Zeitreise macht.

Lesung “Wasserspiele” mit Marlene Hofmann, Robert Gregor Kühn und Matthias von Hintzenstern in Nöbdenitz - rundherum grüne Bäume
Lesung “Wasserspiele” mit Marlene Hofmann, Robert Gregor Kühn und Matthias von Hintzenstern in Nöbdenitz

Seit Anfang 2021 betreibt das Museum Burg Posterstein einen eigenen Podcast – die LeseZEIT auf Burg Posterstein, die fest in den Blog integriert ist. In den Folgen lassen wir historische Persönlichkeiten im Originaltext zu Wort kommen und ordnen diese Texte geschichtlich ein. Im Rahmen der Ausstellung #GartenEinsichten gab es die erste “Live-LeseZEIT”, bei der wir eine spätere Folge vorab vor Publikum im Museum lasen. Den Titel der späteren Folge durfte ein Gast aus dem Publikum einsprechen.

Live-LeseZEIT im Museum Burg Posterstein 2021
Im Sommer 2021 präsentierten wir zwei Podcast-Folgen vorab live.

Inzwischen kann man Folge 6 über den Freiherrn Jacob Friedrich von Bielfeld (1717–1770) auch im Podcast hören. Der einstige Gesellschafter Friedrich des Großen gilt als eigentlicher Bauherr der heutigen barocken Schlossanlage in Treben im heutigen Altenburger Land. Zum Schlossensemble gehörte ein 2,2 Hektar großer, weitläufiger Landschaftsgarten, dessen Zentrum ein langgestreckter, großer Teich bildete. Auch das Rittergut Haselbach gehörte zu diesem Besitz. In seinen Briefen beschreibt der Freiherr Schloss und Garten sehr anschaulich. Eine interessante Quelle, die auch das Interesse des lokalen Förderverein Rittergut Treben e.V. geweckt hat. Zum Tag des offenen Denkmals 2022 sind wir bereits jetzt dorthin eingeladen, aus den Briefen des Freiherrn vorzulesen.

Zwei selbstgemalte Schilder von der PFlanzentauschbörse auf Burg Posterstein - Anemonen und Herbstastern
Die Pflanzentauschbörse fand im Freien in gemütlicher Atmosphäre und mit viel Platz und Abstand statt.

Darüber hinaus fand in Verbindung mit der Ausstellung erstmals eine Pflanzentauschbörse vor der Burg Posterstein statt.

Ausgezeichnet – Die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten gewinnt den DigAMus Award in der Kategorie “Social Media”

Die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten gewann in der Kategorie „Social Media-Aktionen“ den DigAMus Award, einen Preis für digitale Museumsprojekte im deutschsprachigen Raum. Vorgeschlagen waren 136 digitale Museumsprojekte aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol. Eine hochkarätige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur, Forschung und Museen, darunter der europäischen Online-Bibliothek Europeana sowie der Geschäftsführung des Deutschen Museumsbunds, wählte davon acht Projekte für die Preise in mehreren Kategorien.

DigAMus Award vor der Burg Posterstein
Der krönende Abschluss für die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten war die Auszeichnung mit dem DigAMus-Award in der Kategorie Social Media

Wir freuen uns sehr und danken allen, die so engagiert ihre GartenEinsichten mit uns geteilt haben! Einen ausführlichen Hintergrund zum Award gibt es hier.

#GartenEinsichten Tour: Bauerngärten im Altenburger Land

Es gibt so viele wunderschöne Gärten da draußen! Durch die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten zur Ausstellung “Wie der Gärtner, so der Garten” – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft (bis 14. November 2021 auf Burg Posterstein) kam uns die Idee zu einer Blogserie mit Tipps für Gartenreisen. Natürlich fangen wir im Altenburger Land an, doch es soll auch Abstecher nach ganz Deutschland geben, denn durch die Mitmach-Aktion erreichen uns unzählige wunderbare Garten-Reise-Tipps!

Mit Buchsbaum eingefasste Beete im Nutzgarten eines Bauerngartens im Altenburger Land. (Foto: Petra Nienhold)
Mit Buchsbaum eingefasste Beete im Nutzgarten eines Bauerngartens im Altenburger Land. (Foto: Petra Nienhold)

Eine uralte Gartentradition

Die ursprünglichste Gartenform ist der Nutzgarten. Seit der Einführung des Ackerbaus vor 5000 Jahren in Mitteleuropa kultivierten Bauern Wildpflanzen an ihren Häusern. Der “ghortos“, das „Flechtwerk“, schützte diese Siedlungsinseln inmitten riesiger Waldgebiete.
Dörfer mit zehn bis zwölf Höfen entstanden ab dem 8. Jahrhundert im Frankenreich. Am Hof lag der umzäunte Gemüsegarten sowie der Baum- und Grasgarten, in dem auch Kleintiere gehalten wurden.

Rund um die Dorfkerne lag das Ackerland und die gemeinschaftlich genutzte Allmende. Ab dem 12. Jahrhundert besiedelten deutsche Kolonisten die von Slawen bewohnten Gebiete zwischen Saale und Oder. Neue Dörfer entstanden in gerodeten Waldgebieten. In enger Beziehung mit den neuen Grundherren der Burgen und den Klostergemeinschaften entstanden die ortstypischen Höfe, zu denen der Zier- und Blumengarten vor dem Wohnhaus, der Gemüsegarten und der Obstgarten gehörten.

Fast jeder Hof hatte auch einen Obstgarten, wenn nicht sogar eine Plantage. (Foto: Petra Nienhold)
Fast jeder Hof hatte auch einen Obstgarten, wenn nicht sogar eine Plantage. (Foto: Petra Nienhold)

Die wohlhabenden Bauern im Altenburger Land

Mit der deutschen Landnahme vor 800 Jahren wurden nicht nur fränkische Bauern angesiedelt. Entsprechend der Landschaftsstruktur legte man die neu erschlossenen Dorffluren als „Waldhufen“ oder Streifen beiderseits einer Straße bzw. eines Baches an. Ohne ein Rittergut im Dorf konnten die Höfe (Anspanner mit Pferden und Handgüter) 20 bis 40 Hektar groß sein. Das besondere Erbrecht im heutigen Altenburger Land, bei dem der jüngste Sohn erbte, sorgte für den dauerhaften Erhalt der Hofgrößen.

Im 19. Jahrhundert endeten die feudalen Verhältnisse im Herzogtum Sachsen-Altenburg. Die Landwirtschaft, die von den fruchtbaren Böden profitierte, trug weiterhin wesentlich zum Reichtum des Landes bei.

Die wirtschaftlichen Abläufe und der Lebensrhythmus seiner Bewohner prägten den funktionellen Aufbau des Altenburger Bauernhauses über Jahrhunderte. Die Anwendung fortschrittlicher Anbaumethoden auf gutem Ackerboden ermöglichten ein stetes wirtschaftliches Wachstum und somit die historische Entwicklung vom Einhaus (Wohn-Stall-Haus) über den Hakenhof zum Drei- oder Vierseithof.

Die Ziergärten der Bauerngärten waren oft mit Buchsbaum umrandet.
Die Ziergärten der Bauerngärten waren oft mit Buchsbaum umrandet.

Typisch für einen Hof waren drei Gärten

Fast jeder Hof hatte drei Gärten: den Zier- und Blumengarten vor dem Wohnhaus an der Straße, den Gemüse- und Nutzgarten und den Obstgarten, oft eine Plantage. Im 19. Jahrhundert bauten reiche Bauern ihre Wohnhäuser nach bürgerlichem Vorbild villenartig um und verwandelten ihre Ziergärten in kleine Parks, züchteten Kakteen oder Rosen.

Die gesellschaftlichen Veränderungen in der DDR machten auch nicht vor dem Bauernstand halt. Hauptsächlich durch die Zwangskollektivierung wurden viele Höfe aufgelöst und teilweise zerstört. Heute erleben die Bauernhöfe und ihre Gärten mancherorts eine Renaissance als reine Wohnhöfe. Nur wenige dienen noch dem landwirtschaftlichen Broterwerb, aber fast alle haben Gärten.

Nur wenige Bauernhöfe dienen noch dem landwirtschaftlichen Broterwerb, aber fast alle haben Gärten.
Nur wenige Bauernhöfe dienen noch dem landwirtschaftlichen Broterwerb, aber fast alle haben Gärten. (Foto: Petra Nienhold)

Bauerngärten in der Ausstellung #GartenEinsichten “Wie der Gärtner, so der Garten”

Vier noch erhaltene und gut gepflegte Bauerngärten im Altenburger Land stellen wir in der Sonderschau #GartenEinsichten in aktuellen und teilweise auch historischen Bildern vor. Diese befinden sich aber in Privatbesitz und können lediglich über den Gartenzaun hinweg angeschaut werden.

Ein Bauerngarten mit langer Tradition

Einer dieser Gärten am Hof der Familie Gräfe in Zschernitzsch ist am 20. Juni 2021 eine Station der Sternfahrt nach Lumpzig, ein Projekt des Fliegenden Salons im Altenburger Land.

Historische Ansicht des Bauernhofs der Familie Gräfe in Zschernitzsch im Altenburger Land
Historische Ansicht des Bauernhofs der Familie Gräfe in Zschernitzsch im Altenburger Land. Kolorierte Zeichnung des Hofs von Anton Hahn und Sohn, 1912 (Privatbesitz, Bild bearbeitet)

Der Vierseithof der Familie Gräfe ist ein gut erhaltenes Beispiel für einen Altenburger Bauerngarten. Vor dem Wohnhaus liegt der mit Buchsbaum und gekiesten Wegen eingefasste Ziergarten, neben dem Tor ein Nutzgarten und hinter dem Hof die Obstwiese. Man findet Gemüse, Kräuter, Blumen und Ziersträucher sowie Obst- und Beerensträucher.

Zum Quellenhof Garbisdorf gehört ein rekonstruierter Bauerngarten.
Zum Quellenhof Garbisdorf gehört ein rekonstruierter Bauerngarten.

Ein liebevoll restaurierter Bauerngarten

Das Kulturgut Quellenhof in Garbisdorf ist ein für das Altenburger Land typischer Vierseithof, den der Heimatverein Göpfersdorf e.V. und die Gemeinde Göpfersdorf in den letzten Jahrzehnten nicht nur liebevoll restauriert, sondern auch zu einem lebendigen Kulturort ausgebaut haben. Neben Galerie, Druckwerkstatt und Keramikwerkstatt gibt es ein kleines Museum für Bauernkultur im Altenburger Land und einen landschaftstypischen, mit Porphyrsäulen und Holzlatten eingezäunten Bauerngarten. Er konnte im Rahmen eines Förderprojektes mit einer Schule nach historischem Vorbild rekonstruiert werden und steht zur Besichtigung offen.

Zum Weiterlesen

Viele Informationen und Publikationen zu den Altenburger Bauernhöfen gibt es auch auf der Website des Vereins Altenburger Bauernhöfe e.V.

Die Geschichte der Gärten im Altenburger Land fasst Christiane Nienhold im Buch “Grünes im Quadrat” zur gleichnamigen Ausstellungsreihe im Altenburger Land zusammen.

Die Ausstellungsreihe "Grünes im Quadrat" umfasst nicht nur vier Ausstellungen mit Gartenthema, es erscheint auch das zugehörige Buch "Grünes im Quadrat" im Sandstein Verlag.
Die Ausstellungsreihe “Grünes im Quadrat” umfasst nicht nur vier Ausstellungen mit Gartenthema, es erscheint auch das zugehörige Buch “Grünes im Quadrat” im Sandstein Verlag.

Die Ausstellung ist Teil einer gemeinsamen Ausstellungsreihe “Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land” zum Thema Gärten der vier Museen im Altenburger Land. Mit dabei: Lindenau-Museum AltenburgResidenzschloss AltenburgNaturkunde-Museum Mauritianum und Museum Burg Posterstein. Gezeigt werden vier Ausstellungen zum Thema Gärten im Altenburger Land.

Der Artikel basiert auf den Ausstellungstexten von Gartenarchitektin Christiane Nienhold und Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein.