Was hat die Gebietsreform in Thüringen mit Europa zu tun?

Europa beginnt im Lokalen. Sabine Hofmann aus dem Postersteiner Nachbarort Nöbdenitz macht ihren Gastbeitrag zur Blogparade #SalonEuropa zu ihrer Stellungnahme zum Anschluss der Gemeinde Nöbdenitz an die Stadt Schmölln (Bekanntmachung des Landratsamtes Altenburger Land zum Entwurf eines Thüringer Gesetzes zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2019-ThürGNGG 2019 S. 3). Die Blogparade #SalonEuropa neigt sich dem Ende entgegen. Bis morgen (23. Oktober 2018) könnt ihr noch teilnehmen. Wer keinen eigenen Blog besitzt, dessen Beitrag veröffentlichen wir hier im Blog als Gastbeitrag.

Die 1000jährige Eiche in Nöbdenitz, Museum Burg Posterstein
Nöbdenitz ist bekannt für seine 1000-jährige Eiche.

Zunächst: Der Postersteiner Nachbarort Nöbdenitz ist überall, nicht nur in Thüringen oder Deutschland, sondern in ganz Europa.

Denn überall in Europa glauben seit Jahrzehnten Politiker, unterstützt von den immer selben Beraterfirmen, durch Fusionen von Gebietskörperschaften zu Kosteneinsparungen, höherer Leistungsfähigkeit und Wachstumsimpulsen zu kommen. Nie mussten diese Effekte nachgewiesen werden. Das wäre auch schwer – es gibt sie nämlich nicht, wie Sebastian Blesse und Felix Rösel in einer Veröffentlichung des IFO-Instituts München eindrücklich darlegten, nicht nur für Deutschland, sondern auch in Dänemark, den Niederlanden und anderswo ist das belegt.

Stattdessen gibt es Kosten, die unsere Demokratie zu tragen hat. Noch 40 Jahre nach der Gebietsreform in Baden-Würtemberg fühlen sich die Bürger der Ortsteile nicht den neuen Großgemeinden zugehörig oder gar unterdrückt. Die drittgrößte deutsche Flächenstadt ist Gardelegen. Mit über 40 Ortsteilen erstreckt sie sich über den gesamten vormaligen Landkreis. Wenn sich in Sachsen Städte oder Gemeindekonglomerate über 20 Kilometer und mehr ausdehnen, ist es kein Wunder, dass vermeintlich nur noch die Wölfe heulen und die Zurückgebliebenen zu einem großen Teil das Heil in populistischen Ideen suchen.

Erwiesen ist, dass Gebietsreformen zu zurückgehender Demokratiezufriedenheit, zu weniger Verbundenheit mit der Gemeinde und geringerer Wahlbeteiligung führen. Das ist auch kein Wunder, denn das Wissen über die Großgemeinde schwindet, die Gestaltungsmöglichkeiten ebenso.

Wenn wir wollen, dass Europa gemeinsam agiert, was dringend geboten ist angesichts der Konflikte in der Welt, braucht es Demokratie von unten und Instrumente, die es den Bürgern ermöglichen, demokratisch zu handeln und tatsächlich mitzubestimmen. Je kleiner die Einheit ist, desto direkter kann die Demokratie sein.

Ich bin gegen den Anschluss der Gemeinde Nöbdenitz an die Stadt Schmölln, nicht weil Schmölln schlecht oder gar böse ist, sondern weil den Bürgern der Gemeinde wieder ein Stück Demokratie und Selbstbestimmung verloren geht.

Woran liegt es also, dass Gemeinderäte, wie der von Nöbdenitz, freiwillig dafür stimmen, die Gemeinde aufzugeben, obwohl die meisten von ihnen den Bürgern bei der letzten Wahl das Gegenteil versprochen haben? Wenn man sie fragt, hört man: wir verwalten nur noch den Mangel und können nichts gestalten. Woraus resultiert der Mangel, wenn man bedenkt, dass im Moment die Steuereinnahmen kräftig fließen? Ja, es ist leicht zu erraten, der Fluss kommt nicht überall an, weil der ländliche Raum zwar kräftig mit Förderprogrammen bedacht wird, nicht aber mit kontinuierlichen Einnahmen, die die Selbstverwaltung untersetzen. Und warum ist das so? Weil man offenbar allerorten darauf hin arbeitet, genau diese unterste Ebene auszutrocknen. Dieser Verdacht könnte zumindest aufkommen.

Wird sich das durch eine Gebietsreform ändern? Klar – nein, denn der letzte Gestaltungsspielraum in der Gemeinde, in gemeinsamen Kraftanstrengungen mit den Bürgern Missstände zu beseitigen und zukunftsweisende Projekte zu initiieren, geht verloren. Es ist in genügend Studien erwiesen, dass die Kosten pro Bürger in großen Gemeinden genauso hoch sind wie in kleinen. Warum also bekommen die einen mehr Zuweisung als die anderen?

Die Befürworter der Gebietsreform verweisen auf die Vereine, die dann das öffentliche Leben aufrecht erhalten werden. Das ist ein Trugschluss, denn anders als gewählte Vertreter aller Bürger (Gemeinderäte), sind Vereine ihrer Satzung verpflichtet und verfolgen genau das darin festgelegte Ziel.

Die Nöbdenitzer Gemeinderäte beweisen keinen Mut. Sie wurden nicht gewählt, um die Gemeinde aufzulösen. Wenn sie dennoch zu diesem Entschluss kamen, hätten sie Demokratie von unten üben müssen und entweder die Bürger dazu befragen oder aber zurücktreten sollen.

Europa ist auch in Nöbdenitz. Wenn selbst in diesem kleinen Dorf Mitbestimmung nicht gelebt wird, wie soll das dann in einer so großen Organisation wie der Europäischen Union gehen.

Es ist schade, dass Thüringen angesichts der immensen Herausforderungen für unsere Demokratie keine neuen Konzepte zur Bewältigung der Unterschiede von Stadt und Land entwickelt und stattdessen auf die gestrigen Instrumente zurückgreift, die sich als untauglich erwiesen haben und politische Kosten ohne Ende verursachen. Im 21. Jahrhundert, im Zeitalter von Digitalisierung, sollten doch ganz neue Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit entwickelt und verfolgt werden, sollten neue Verteilungsmechanismen erprobt und die Basis der Demokratie gestärkt werden.

Von Sabine Hofmann, Nöbdenitz

 

Europa ist nicht allein nur Kulturraum, sondern Wirtschafts- und Lebensraum vieler Nationen

Das Elektromuseum Erfurt teilte seinen Beitrag zur Blogparade #SalonEuropa per Facebook-Post. Damit auch nicht Facebook-Nutzer ihn lesen können, erscheint er auch hier als Gast-Beitrag. Die Blogparade nähert sich ihrem Ende – bis 23. Oktober 2018 könnt ihr noch teilnehmen. Wer keinen eigenen Blog hat, schickt uns einfach seinen Gastblogpost.

Ein Netz, das ganz Europa verbindet (Bildrechte: Thüringer Museum für Elektrotechnik)
Ein Netz, das ganz Europa verbindet (Bildrechte: Thüringer Museum für Elektrotechnik)

Was verbindet die Menschen in Europa? Ein Netz! Ein Netz, welches alle Länder miteinander verbindet, welches bis in jeden Ort, in jedes Haus und jede Wohnung reicht. Wir alle brauchen dieses Netz, zum Leben, Arbeiten, Entspannen, Lernen ….. Ohne dieses Netz geht nichts mehr. Wir alle sind davon abhängig!

Dieses Netz ist noch nicht sehr alt. Die Anfänge reichen etwa 100 Jahre zurück. Damals entstanden zunächst kleine und dezentrale Netze, die immer mehr zusammen wuchsen und auch über Landesgrenzen hinweg zusammengeschaltet wurden. Zur Zeit der klugen und schönen Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761–1821) gab es dieses Netz noch nicht, und ein Leben war dennoch möglich.

Doch wir haben unser Leben mit diesem Netz eingerichtet. Unsere Kultur und der Erhalt des kulturellen Erbes ist ohne dieses Netz nur noch schwer vorstellbar. Von manchen Zeitgenossen wird es heutzutage bis aufs Messer bekämpft, wenn es z. B. aktuell erweitert werden soll. Gerichte werden bemüht, für viele Rechtsanwälte eine wahre ABM-Maßnahme.

Doch ohne dieses Netz scheint ein modernes Leben unmöglich. Denn es versorgt uns mit einem Medium, was man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Dieses Medium kann aber unter Umständen zugleich lebensrettend, wie auch lebensgefährlich sein.

Wer auf dieses Medium persönlich verzichten möchte, sollte einfach für eine Woche die Sicherungen an seinem Stromzähler herausschrauben, sich somit von diesem Netz trennen und beobachten, was dann passiert: Der Kühlschrank taut ab und alle Lebensmittel verderben, wenn sie nicht schnell genug verzehrt werden. Waschmaschine, Fernsehempfänger, Radio, Computer, Internet, Facebook oder andere Soziale Medien funktionieren nicht mehr. Smartphone und Notebook können nicht mehr geladen werden. Bei Dunkelheit ist Kerzenlicht angesagt. Petroleum gab früher und es roch unangenehm. Der elektrische Herd bleibt kalt. Die elektrische Umwälzpumpe der Zentralheizung funktioniert nicht und damit auch die gesamte Heizung nicht. Jeder mag nun seiner Phantasie freien Lauf lassen, wie er mit einer solchen Situation umgeht, wenn in seinem Haus oder seiner Wohnung der Strom abgestellt ist.

Dieses Netz, das kontinentaleuropäische Verbundnetz, verbindet sämtliche europäischen privaten, öffentlichen und industriellen Stromabnehmer synchron mit allen Stromerzeugern in diesen Ländern. Es sorgt für StabilitätVersorgungssicherheit und sichert wirtschaftliches Handeln und letztlich unseren Wohlstand, sowie den Erhalt des gesamten europäischen kulturellen Erbes! Auskunft über die aktuelle Situation im Europäischen Verbundnetz gibt die Netzfrequenz, die 50 Perioden je Sekunde oder anders gesagt 50 Hz beträgt: https://netzsin.us oder http://www.netzfrequenzmessung.de 
Den letzten Stromausfall mit europaweiten Folgen gab es am 4. November 2006.

Wir sollten jedoch alles dafür tun, dass nicht nur ein Stromnetz die Menschen in Europa verbindet, sondern vielmehr ein Netz demokratischer, freier, rechtsstaatlicher und selbstbestimmter Nationen!

Von Thüringer Museum für Elektrotechnik

Europa ist für uns ein großer Kulturraum, ein intensiv verflochtener kultureller Rahmen

Die Alte Sternwarte in Mannheim.
Die Alte Sternwarte in Mannheim.

Helen Heberer und Raimund Gründler von LeseZeichen Mannheim senden uns ihren Gast-Beitrag zu unserer Blogparade #SalonEuropa. Mitmachen könnt ihr bis 23. Oktober 2018. Wer keinen eigenen Blog hat, dessen Artikel veröffentlichen wir gern wie diesen hier als Gastbeitrag hier im Blog. 

Als der Kurfürst von Bayern die Münchner Theatinerkirche errichten ließ, beauftragte er mit Planung und Umsetzung den Architekten und Baumeister Agostino Barelli aus Bologna. In seiner norditalienischen Heimatstadt hatte dieser sein Handwerk bei seinem Vater erlernt und bereits eine Kirche errichtet. Ab 1662 schuf er dann mit den Kenntnissen und Erfahrungen, die er aus seiner Heimat mitbrachte, in München das erste Bauwerk des Hochbarocks nördlich der Alpen. Der barocke Baustil hatte nun auch die deutschen Lande erreicht, nachdem er sich zuvor von Rom kommend bereits nach Frankreich und England verbreitet hatte.

Anders vollzog sich Jahrhunderte zuvor die Verbreitung der Gotik. Hier liegt der Ursprung in Frankreich und die Kathedralen von Saint Denis unweit von Paris und von Sens (Burgund) aus der Mitte des 12. Jahrhunderts gelten als die ersten Kirchenbauten in diesem Stil. Wandernde Handwerker und Baumeister trugen ihr Wissen von Baustelle zu Baustelle, von Land zu Land. Knapp 30 Jahre später hatte die Gotik England erreicht und Anfang des 13. Jahrhunderts wird in Deutschland mit dem Magdeburger Dom der erste gotische Kirchenbau in Angriff genommen. Der rege Austausch hielt an, Vorbild für den Kölner Dom waren beispielsweise die Kathedrale von Amiens und die Saint Chapelle in Paris.

Auch in den anderen kulturellen Domänen lässt sich ein beständiger Transfer nachweisen. Kunst-, Literatur- und Musikstile wurden übernommen. Künstler reisten quer durch Europa, um sich zu bilden und Erfahrungen zu sammeln. Viele kehrten nach einer gewissen Zeit wieder in ihre Heimat zurück. Andere wurden in der Fremde heimisch und sind dort aus der örtlichen Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken. So wurde der Komponist Georg Friedrich Händel in Halle an der Saale geboren. Seine berufliche Laufbahn startete er in Hamburg. Zur Weiterbildung reiste er durch Italien. Doch sesshaft wurde er in London. Hier feierte er seine großen Erfolge, er ging am Hofe ein und aus und hier wurde er 1750 in Westminster Abbey inmitten all der englischen Geistesgrößen begraben.

Obwohl in unterschiedlichen Sprachen geschrieben wurde, existierte selbst in der Literatur ein reger europäischer Austausch. Erfolgreiche Autoren wirkten über die Sprachgrenzen hinweg stilbildend. Theodor Fontane, der Chronist des kaiserlichen Preußens, verwies beispielsweise selbst auf den Einfluss, den der englische Autor Charles Dickens auf ihn ausübte.

Durch eine rege Übersetzertätigkeit wurden Sprachbarrieren niedergerissen. Mit großer Ernsthaftigkeit wurden interessante Werke in die einzelnen Landessprachen übersetzt. Selbst Johann Wolfgang von Goethe war immer wieder als Übersetzer tätig. Zeitgenössische Werke französischer und englischer Autoren nahm er sich genauso vor wie die Schriften Homers. Er wiederum profitierte natürlich davon, dass seine Werke sehr schnell in viele Sprachen übersetzt wurden. Mit seinem Werther prägte er den Stil einer ganzen europäischen Schriftstellergeneration.

Astrid Lindgren wiederum ließ mit ihren Büchern über Michel, Pippi Langstrumpf und Bullerbü Generationen von Kindern in ganz Europa davon träumen, nach Schweden auszuwandern.

Unzählige Beispiele für Wirkung und Gegenwirkung, für Austausch und Befruchtung könnten noch aufgeführt werden.

Wer heute von der deutschen, französischen oder polnischen Kultur spricht, wer die bayerischen, flämischen oder bretonischen Besonderheiten betrachtet, sollte diesen alle Zeiten und Epochen überdauernden Dialog vor Augen haben. Die kulturelle Entwicklung aller europäischen Länder und Regionen lässt sich als ein beständiger, überregionaler Prozess verstehen, der Sprachgrenzen genauso überschreitet, wie geographische Grenzen. Es war nicht Abschottung, sondern intensiver Dialog und vielfältiger Kontakt in Kombination mit örtlichen Besonderheiten und geographischen Vorgaben, die unsere vielfältige europäische Kulturlandschaft hervorgebracht haben. Mit hunderten, ja tausenden unverwechselbaren Einheiten. Jede auf ihre Art einzig und an vielen Stellen doch geprägt von gleichen Wurzeln und Impulsen.

Auch in Zukunft werden Einflüsse aus den unterschiedlichen Gegenden Europas den kulturellen Rahmen des ganzen Kontinents mitprägen. Der europäische Lesesalon des Mannheimer LeseZeichens, das regelmäßig Literaturveranstaltungen organisiert, wird immer wieder diesen kulturellen Spuren folgen, die sich quer durch Europa ziehen.

Von LeseZeichen Mannheim / Helen Heberer und Raimund Gründler

Maybe the world – or at least Europe – has never been very big to begin with

Schloss Ruhental (Rundāle), Lettland Foto: Imants Lancmanis/ Creative Museum
Schloss Ruhental (Rundāle), Lettland, Foto: Imants Lancmanis/ Creative Museum

Uldis Zariņš , member of Europeana Foundation Management Board, is sharing his views on Europe in our blog parade #SalonEuropa, which is part of the experimental exhibition #SalonEurope: analog meets digital Networking then and now – Europe means to me …? You can take part in the blog parade until October, 23rd 2018. If you don’t have a blog yourself, we share your article here in the museum’s blog.

Genealogic research is always a complicated endeavour. Often it is quite impossible to trace ones bloodlines past previous five or six generations, everything before that becomes a blur, a more or less educated guess. But even the information one manages to obtain often contains unexpected surprises. We consider ourselves to be pure Latvians, Germans, Poles, but then we suddenly discover that some of our ancestors actually have an Estonian, Swedish, French or Russian origin.

And who knows what surprises a 500 or 1000 years old history would hold, if we would be able to unearth it?

We now tend to think that the world is now getting smaller and smaller, as both technology and societal values makes us more mobile than we have ever been. But maybe the world – or at least Europe – has never been very big to begin with, and we are much more closely related to each other than we think and would sometimes like to admit?

If it is difficult to establish a clear historic identity on a personal level, then for nations it is quite impossible.

Would it be possible to distil a pure original essence of a national culture? I very much doubt it.

Culture has never recognised any borders, and as a result our national cultural heritage is but a patchwork of various cultural influences, hailing from all over the Europe, reflecting the trends and values of the times and often morphing into local variations. For example, Rundale palace has a significant place in Latvian cultural heritage as the most precious late baroque building in Latvia. However it can also be considered a part of German heritage, as it tells the story of its German masters, von Biron family, including duchess Dorothea, and thus creating invisible ties with the Burg Posterstein (and in a sense making it a part also of Latvian cultural heritage). Moreover, it can be said that Rundale Palace is also a part of Italian and Russian cultural heritage, as Francesco Bartolomeo Rastrelli, architect of the Rundale Palace, is an Italian (born in Paris) and most of his works are built in Russia.

Europe for me is first of all a shared cultural space

Thus Europe for me is first of all a shared cultural space – rich in its diversity, characterised by hundreds of different local flavours and colours, but based on the same fundamental values and traditions. Therefore we shouldn’t, for example, attribute Rundale to just Latvian or just German cultural heritage – it is truly a part of European cultural heritage. After all, it would not exist if Italians would not invent baroque in the first place. Culture is what makes us Europeans. European cultural bonds go back for hundreds and hundreds of years, shaping our attitudes and values, allowing us to recognise ourselves in the mirrors of other cultures. Culture is what stays with us when all the petty political squabbles have ended and been forgotten. Culture is what allows me to proudly say “I am a European”.

By Uldis Zariņš for #SalonEuropa

Ich kenne nur ein “Europa des Friedens”

Im Museo Napoleonico in Rom / Foto: Wolfgang Stöcker
Im Museo Napoleonico in Rom / Foto: Wolfgang Stöcker

Wolfgang Stöcker sendet uns seinen Beitrag zur Blogparade #SalonEuropa.  Mitmachen könnt ihr bis 23. Oktober 2018. Wer keinen eigenen Blog hat, dessen Artikel veröffentlichen wir gern wie diesen hier als Gastbeitrag hier im Blog.

Zwischen 1784 und 1785 bereisten Herzog Peter von Kurland und seine Frau Anna Dorothea Italien. Ihr Weg führte sie nach Venedig, Verona, Neapel und Florenz.  In Rom malte Angelika Kauffmann (1741–1807) ein Porträt der Herzogin von Kurland und ein Bildnis der noch kleinen Tochter Wilhelmine. 1785 kehren Herzog Peter und seine Frau Dorothea nach Friedrichsfelde (Berlin) zurück.

2018 begab sich Wolfgang Stöcker, Gründer des „Deutschen Staubarchivs“,  auf die Spuren der Herzogin. Aus Rom sendet er seinen Beitrag zur Blogparade #SalonEuropa.

Für mich ist Europa ein Glücksfall

Zunächst: Ich bin Europäer. Für mich persönlich ist Europa ein Glücksfall. Ich darf in diesem reichen und friedlichen Erdenwinkel leben! Aktuell ist unsere europäische Gemeinschaft demokratisch organisierter Staaten aber latent bedroht von äußeren Mächten wie auch von inneren Konflikten zerrissen. Trotzdem erscheint mir eine Drohkulisse gleich welcher Art fast gänzlich absurd, denn ich, Jahrgang 1969, kenne nur ein „Europa des Friedens“, ein Europa in dem der Wohlstand fast überall ständig wuchs, Grenzen fielen, die Wiedervereinigung Deutschlands möglich wurde. Obgleich es Rückschläge (etwa der Krieg auf dem Balkan) gegeben hat, erlebte Europa nach 1945 auf vielen Ebenen viele Verbesserungen. Sogar der Ost West Konflikt schien in der Ära Gorbatschow überwindbar.

Was läuft seit einigen Jahren falsch? Ich bin nahe der belgischen und niederländischen Grenze aufgewachsen. Bis in die 1980er Jahre gab es dort noch Grenzkontrollen. Auch an den kleinen Übergängen auf den Landstraßen war ein Stopp nötig, Ausweiskontrolle. Kommt dies nun alles wieder? Vielleicht sind die Europäer mit ihrem eigenen Glück der letzten Jahrzehnte überfordert und suchen Lösungen für aktuelle Probleme im Rückzug auf alte Grenzen?

Museo Napoleonico, Rom, Italien Foto: Wolfgang Stöcker mit der Büste von Anna Dorothea von Kurlands Tochter Wilhelmine, hergestellt von Bertel Thorvaldsen
Museo Napoleonico in Rom, Italien / Foto: Wolfgang Stöcker mit der Büste von Anna Dorothea von Kurlands Tochter Wilhelmine, hergestellt von Bertel Thorvaldsen

In Europa existiert eine große Varietät an Sprachen und Kulturen. Sie sind alle verschieden und doch ähnlich. Wir Europäer besitzen soziokulturelle Klebstoffe, die uns allen bekannt sind!  Unter vielen anderen: Antike, Renaissance, Judentum und Christentum, Monarchie, Demokratie, Gotik, Barock, Aufklärung, Französische Revolution, Marx und Engels, ebenso der Kapitalismus!

Für Europa waren diese Bindemittel leider auch wiederholt Sprengmittel. Bis 1945 war Europa ein Kontinent ständiger Kriege und totaler Katastrophen. Mehr noch, die Europäer exportierten ihre Ideen über Jahrhunderte mal friedlich mal kriegerisch in alle Welt. Viele europäische Nationen installierten listenreich und sehr brutal koloniale Systeme auf anderen Kontinenten und dieser Kolonialismus ist noch gar nicht überwunden. Nicht verwundern darf es, wenn wir Europäer durch die außereuropäische Brille vielleicht auch danach beurteilt werden, ob sie ihre Werte denn auch leben. Alleine die Waffenexporte Europas in die Welt machen unsere „Werte“ angreifbar.

Die Wertediskussion ist anstrengend und doppelbödig. Wir sind nicht besser und nicht schlechter als alle anderen. Europa hat jahrhundertelang im Namen seiner Werte weltweit Unheil verbreitet und ist dabei oft genug unter die eigenen Räder geraten. Außerhalb Europas existieren ebenso Werte, die ebenso in der Lage sein mögen Dinge zum Guten zu wenden.

Wolfgang Stöcker schrieb: Auf dem Boden vor dem Tisch in Analogie zu meiner Probe aus Posterstein, dort ebenfalls am Tisch bzw. Stuhl im Salon. Die Probe wurde entnommen am 18.08.2018 gegen 12.00 Uhr, kleine etwas goldene Partikel, könnten von der Stuckdecke stammen. Die Staubentnahme war gar nicht einfach, immer fielen die Partikelchen von der Fingerspitze mit der ich die Körnchen aufnehmen wollte, eine Dame der Aufsicht schaute bedenklich, dann aber... funktionierte es!!!
Wolfgang Stöcker schrieb: Auf dem Boden vor dem Tisch habe ich Staub entnommen – in Analogie zu meiner Probe aus Posterstein, dort ebenfalls am Tisch bzw. Stuhl im Salon. Die Probe wurde entnommen am 18.08.2018 gegen 12.00 Uhr, kleine etwas goldene Partikel, könnten von der Stuckdecke stammen. Die Staubentnahme war gar nicht einfach, immer fielen die Partikelchen von der Fingerspitze mit der ich die Körnchen aufnehmen wollte, eine Dame der Aufsicht schaute bedenklich, dann aber… funktionierte es!!! (Foto: Wolfgang Stöcker)

Es mag naiv sein, wenn ich als „nach 1945“ geborener Mensch lange das Gefühl hatte: Menschen können aus ihrer Geschichte lernen. Menschen können eine bessere Welt bauen. Aber bis in die 1990er sah es in Europa wirklich so aus.

Momentan scheinen viele (fast) tot geglaubte Geister zurück zu kommen. Ich hoffe, dass es sich hier um temporäre Reflexe von Unsicherheit handelt und das Europa zu sich selbst und zu allen anderen Bewohnern dieser Erde ein freundliches, offenes und friedliches Verhältnis findet. Die  angesprochenen Bindemittel gehören wohl auf den Prüfstand und müssen auch mit außereuropäischen Bindemitteln neu gemischt werden. Es bleibt zu hoffen, dass Verbesserungen über Europa hinaus möglich werden. Isoliert, eurozentrisch ist nichts erreichbar.

von Wolfgang Stöcker zum Projekt #SalonEuropa

Wolfgang Stöcker ist Gründer des „Deutschen Staubarchivs“. Er arbeitet derzeit intensiv daran, aus in der Burg Posterstein gesammelten Stäuben und aus Wachsspenden aus der Region Skulpturen zu fertigen. Als studierter Historiker dokumentiert er dabei jeden Handgriff genau. Im Sommer 2019 wird seine „Staub-Kunst“ auf Burg Posterstein zu sehen sein.

Mehr lesen zu Berthel Thorvandsens Büste von Wilhelmine von Sagan

Denk’ ich an Europa in der Nacht

Barbara Fischer sendet uns ihren Beitrag zur Blogparade #SalonEuropa.  Mitmachen könnt ihr bis 23. Oktober 2018. Wer keinen eigenen Blog hat, dessen Artikel veröffentlichen wir gern als Gastbeitrag hier im Blog.

Als junger Mensch war Europa für mich ein Versprechen. Frieden, Völkerverständigung, Wohlstand für alle und umfassender Umweltschutz. Erst im Kleinen, in Europa, dann für die ganze Welt. Diese Hoffnung gab mir die Kraft nicht zu verzweifeln, trotz Kalter Krieg, trotz Umweltzerstörung und trotz Tschernobyl. Mit 17 brannte ich für den europäischen Gedanken. Ich trampte zu den großen europäischen Friedensdemos und sammelte Atomkraft-Nein-Danke-Sticker in europäischen Sprachen auf meiner Jeansjacke. Ich vertraute in die Kraft der mündigen Bürger. Ich glaubte an Kant, Picasso und Simone de Beauvoir.

Bildunterschrift: die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug; Athena mit der Eule Minerva, heute im Metropolitan Museum of Art [CC0], via Wikimedia Commons
Die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug*; Athena mit der Eule Minerva, heute im Metropolitan Museum of Art [CC0], via Wikimedia Commons
Zunächst wurde alles besser. Die Wälder, die Flüsse und die Luft in Europa erholten sich. Solarenergie und Windräder als Alternativen zur Atomkraft erhielten staatliche Subventionen und fanden große Verbreitung. Gorbatschow kam und der Kalte Krieg ging. Europa trennte kein eiserner Vorhang mehr. Im Vertrag von Maastricht nahm die Europäische Union Gestalt an. Keine Grenzkontrollen mehr, der europäische Pass, das europäische Parlament, die europäische Währung. Man konnte wieder in der Elbe schwimmen. Die Robben kamen zurück. Die Welt schien doch besser zu werden.

Dunkle Seifenblasen

Frage ich heute meinen Sohn an dessen 17. Geburtstag nach Europa, scheint von den Hoffnungen nur Bitterkeit geblieben zu sein. Er spricht von Betrug, von Ungerechtigkeit, von Menschen an Zäunen und von Ertrinkenden im Meer. Er ist wütend, das Privileg der Jugend. Die Bitterkeit liegt mir auf der Seele: Frieden, Rettung der Natur, Gerechtigkeit für alle? Immer noch nur ein Traum, schlimmer, Seifenblasen? Ich muss die letzten Jahrzehnte wohl verschlafen haben. Die europäische Idee, die die Freiheit des Einzelnen in ihren Mittelpunkt stellt, ist zum Alptraum des Egoismus verkommen. Die europäische Rationalität, auf der unser Reichtum gründet, zeigt ihr Janusgesicht. Denn unser europäischer Wohlstand gefährdet im Klimawandel das Überleben der Spezies Mensch. Erst sterben die Bienen …

Hinzu kommt wie ein höhnischer Reflex auf den gewachsenen Wohlstand, auf die verbesserten Standards im Umwelt- und Gesundheitsschutz, auf den schon Jahrzehnte währenden Frieden und auf die Verbreitung vom Recht auf freie Wahlen, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit der Wohnung, der Arbeit und der Reisen – als wäre es ein Zuviel des Guten – ein Zuwachs von rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen in Europa. In Polen, Ungarn, Dänemark, Italien, Österreich, Tschechien sitzen sie bereits in der Regierung. In Schweden, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Bulgarien, Griechenland, Zypern, England, Slowenien, im Baltikum, Finnland, Luxemburg und Belgien gewinnen sie an Diskursmacht.** Wie viele rechte Staaten hält der europäische Gedanke noch aus? Wann zerbricht Europa am neoliberalen Kalkül von Menschen, die offenbar glauben, es gäbe kein Morgen, der von ihnen Rechenschaft fordert, die sich nicht in Dollar oder Euro ausdrücken lässt? Die sich die Hände reiben, wenn rechte Populisten, den Rechtsstaat aushöhlen. Drohen die Funken der Europa-Hymne*** zu verglühen noch ehe sie das Licht der weltweiten Aufklärung, treffender im Englischen “enlightment”, entzündet haben?

Die Aufklärer wie Diderot und Voltaire glaubten im 18. Jahrhundert an die weltverbessernde Macht des Wissens. Sie traten ein für Rationalität, Wissenschaft und die Freiheit des Individuums. Mit ihnen betrat die Menschheit und allen voran Europa das Anthropozän. Die erste Geoepoche, der die Menschen ihren Stempel aufdrücken. Noch im letzten Jahrhundert waren individuelle Freiheit, Wachstum und Fortschritt unangefochten universale heilsbringende Buzzworte. Einiges von diesem Glauben in die Kraft der Technologie von einzelnen genialen Entrepreneuren ausgedacht hält sich hartnäckig im transatlantischen Silicon Valley. Aber offenbar sind doch viele Menschen gerade in Europa von der Komplexität der Abhängigkeiten, von den Konsequenzen des Anthropozäns und von der schieren Menge an Information schlicht überfordert. Sie ziehen sich zurück in ein Biedermeier des 21. Jahrhunderts. Es ist bevölkert von Einhörnern und Elfen, eingemummelt in eine weichgespülte Sprache der Political Correctness, die Unterschiede einebnet oder verzerrt, und die Bedrohungen durch Klimawandel, Plastikmüll oder unfaire Handelspolitik in kurzen heiteren DIY-Videos abzuwehren meint. Beunruhigend viele Menschen in Europa lassen sich verführen von einfachen Antworten und von Schuldzuweisungen, die stets bei den anderen liegen. Alles Menschen, die lesen und rechnen können, die keinen Hunger kennen und die die Freiheit haben, alles zu fragen, alles zu kritisieren und alles zu ändern. Es ist so still. Es ist so düster in Europa.

Der Eulenflug

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur in dieser Stunde der Dämmerung? Eine Zeit, in der man nie sicher weiß, kündigt sie die Nacht oder den Tag an. Welche Bedeutung hat in dieser Zeit das europäische Kulturerbe? Welche Bedeutung haben die Kunst, die Musik, die Literatur, der Gedanke und das Wort in Europa? Brauchen wir überhaupt noch die teuren Sammlungen der Museen, die Bibliotheken, die Archive? Ist GLAM**** etwa nur verzichtbarer Glamour?

Bildunterschrift: Stolz, selbstbewußt und im echten Tütü berührt sie den Betrachtenden noch 150 Jahre später; Edgar Degas, die Tänzerin, heute Musée d’Orsay [CC0] via Wikimedia Commons
Stolz, selbstbewußt und im echten Tütü berührt sie den Betrachtenden noch 150 Jahre später; Edgar Degas, die Tänzerin, heute Musée d’Orsay [CC0] via Wikimedia Commons
Einmal liegt die  Bedeutung der Artefakte in der Erbauung, die sie bieten. Ein zu unrecht aus der Zeit gefallener Begriff. Eine Sinfonie zu hören, sich in den Anblick einer Skulptur oder in ein Gedicht zu vertiefen oder die Schönheit eines alten Gebrauchsgegenstand zu genießen, baut meine Energiereserven wieder auf. Ich brauche das Schöne, das nicht gefällig meint, um nicht zu verzagen vor der Hässlichkeit der Welt. Zum anderen bieten Kunst und das kreative Schaffen generell den einzigen kreativen Reflexionsraum für das Geschehen um mich herum. Komprimiert im Kunstwerk, ob Gemälde, Musik oder Roman, zugleich eingebettet in seine Zeit und losgelöst von ihr, finde ich hier Gedanken, Gefühle und Ideen, die mir helfen, die Welt um mich herum besser zu begreifen. Indem ich nicht jede Erfahrung selbst machen, nicht jede Perspektive allein einnehmen und nicht alle Facetten einzeln erschließen muss, sondern darauf bauen kann, was andere dachten, malten, komponierten und schufen, steige ich mit dem Bonmots Newtons auf die Schultern des Riesen und weite meinen Blick. Der Zugang zu den Werken, auf die andere wiederum Bezug nehmen, die sie zitieren, weiterentwickeln und verfremden, lässt mich an einem Diskurs teilhaben, der mich erst zu dem mündigen Bürger macht, der Kant vorschwebte*****. Und natürlich erwarte ich, dass ich Zugang zu diesem Reichtum auch und gerade im Netz habe, in dem ich mich beruflich und privat zunehmend mehr aufhalte. Und selbstverständlich will ich nicht kriminalisiert werden, wenn ich mir die Digitalisate aneigne, oft nur für einen Moment des Teilens, weil ich angeblich Rechte am geistigen Eigentum verletze. Die Rechteinhaber haben doch zuvor, wenn überhaupt, falls sie nicht nur in einer verwertenden Position stehen, ebenfalls davor Geschaffenes aufgegriffen, reproduziert, kommentiert und verbreitet. Europas Reichtum ist just dieser schöpferische Schmelztiegel der Ideen. Nur im freien Austausch entfaltet sich sein ganzes geistiges Potenzial der Vielfalt. Aus seiner Verantwortung für viele der Probleme, die heute den ganzen Globus betreffen, sollten sich gerade die Menschen in Europa mit Verve dafür einsetzen, dass das kulturelle Erbe digitalisiert frei zugänglich, gut erschlossen und nutzbar ist, egal ob am Rechner in Rom, Athen, Acra, Guangdong, Rio oder Paris, Texas.

Das Prinzip Hoffnung dagegen setzen. “Die feindlichen Gewalten” Detail im Beethoven Fries von Gustav Klimt, heute in der Galerie Belvedere (Wien), [CC0] via Wikimedia Commons
Das Prinzip Hoffnung dagegen setzen. “Die feindlichen Gewalten” Detail im Beethoven Fries von Gustav Klimt, heute in der Galerie Belvedere (Wien), [CC0] via Wikimedia Commons
Georg Friedrich Hegel schrieb vor 200 Jahren mehr ab- als aufgeklärt, die Philosophie käme immer erst, “nachdem die Wirklichkeit ihren Bildungsprozeß vollendet und sich fertig gemacht hat”. ****** In diesem Zusammenhang lässt Hegel die Eule der Weisheit viel zitiert fliegen: “die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug”. Hegels Bild prosaischer ausgedrückt: Hinterher ist man immer klüger. Wir haben aber keine Zeit abzuwarten, bis die Wirklichkeit sich vollendet. Wenn wir als zivilisierte Spezies überleben wollen, müssen wir schon jetzt klug wie die Eule sein und Europas Kulturerbe als enormes Wissensreservoir nutzen, um Kraft, Ideen und Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Daher öffnet die Sammlungen, die Archive und Depots und verleiht dem Kulturerbe die digitalen Flügel, mit der die Eule Minervas ihren Flug beginnen kann. Europa, möge es noch immer der Ruf der Hoffnung sein!

von Barbara Fischer, zur Blogparade #SalonEuropa, 26.9.2018

*zitiert nach Georg Friedrich Hegel “Philosophie des Rechts”; http://www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,+Georg+Wilhelm+Friedrich/Grundlinien+der+Philosophie+des+Rechts/Vorrede
**Zur Verbreitung des Rechtspopulismus in Europa siehe interaktive Karte der Bundeszentrale für Politische Bildung 2017, http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/242635/europakarte
***Die Europa-Hymne ist eine Instrumentalfassung aus Beethovens Neunter Sinfonie “Ode an die Freude”, die wiederum eine Vertonung von Schillers Gedicht “Freude, schöner Götterfunken…” darstellt. https://de.wikipedia.org/wiki/Europahymne.
**** GLAM das internationale Akronym für Galleries, Libraries, Archives and Museums sowie deren Aktivitäten im digitalen Raum.
***** Immanuel Kant: Sapere aude! in “Was ist Aufklärung?”, Berlinische Monatsschrift, 1784, 2, S. 481–494
****** Hegel; ebd. http://www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,+Georg+Wilhelm+Friedrich/Grundlinien+der+Philosophie+des+Rechts/Vorrede