Wie Burg Posterstein zum #Burgstaub kam

Ab Sonntag, 19. Mai 2019 zeigen wir die Ausstellung “Zum Wesen des Staubes: Staubexpeditionen auf Burg Posterstein mit Kunstwerken von Dr. Wolfgang Stöcker aus Köln. Dass der Gründer des Internationalen Staubarchivs auf Burg Posterstein aufmerksam und daraus eine Ausstellung wurde, ist keine Selbstverständlichkeit – sondern wieder einmal unserem tollen Netzwerk auf Twitter zu verdanken. Museumsarbeit lebt von einem aktiven Freundeskreis – vor Ort und im World Wide Web. Den Artikel widmen wir zur internationalen Museumswoche #MuseumWeek folgerichtig auch dem Tagesthema #FriendsMW.

Wolfgang Stöcker mit Staubturm auch #Burgstaub vor Burg Posterstein.

2015 veranstaltete das Kölner „Kollektivs für Kreativitätscoaching und Kulturevents – Herbergsmütter“ die Social Media-Aktion #Kunstputz. Dass das auch in Posterstein ankam, liegt daran, dass die drei „Herbergsmütter“ Anke von Heyl, Ute Vogel und Wibke Ladwig ihr Projekt nicht nur in Köln vor Ort, sondern auch auf Twitter veranstalteten. Sie forderten ihre Community dazu auf, “Staubscout” zu werden und sich auf unterschiedliche Art selbst am #Kunstputz zu beteiligen. Als Museum sprach und diese Aufforderung an: “Wenn Ihr Teil einer Kulturinstitution, Kulturarbeiter oder Künstler seid, könnt Ihr Eure Wollmäuse der Sammlung der weltweit gesammelten Stäube hinzuzufügen.”

Postersteiner Burgstaub gibt es inzwischen auch als Souvenir.

Auf Twitter kamen wir ins Gespräch und das Museum Burg Posterstein, neugierig geworden, sendete eine Staubprobe aus dem Verlies der Burg nach Köln. Wolfgang Stöcker nahm die Probe dankbar in sein umfangreiches Staubarchiv auf. 2017 fuhren Marlene Hofmann und Franziska Engemann vom Museum Burg Posterstein nach Köln und besuchten Wolfgang Stöcker in seinem Atelier. Im Gepäck hatten sie mehrere Postersteiner Staubproben, die seither – vermischt mit Wachs – zu kleinen Skulpturen gewachsen sind.

Ebenfalls von Twitter kennen wir Petra Neumann, deren Wachsspende nun in der Postersteiner Ausstellung verewigt ist.

Die Idee zur Ausstellung “Zum Wesen des Staubes” war geboren. Es folgte ein Aufruf, dem Künstler Wachs – inklusive seiner Geschichte – zu spenden. Auf diese Art gelangte einiges Wachs in Wolfgang Stöckers Atelier nach Köln, das zusammen mit Postersteiner Staub zu “Staubschreinen” gegossen wurde. Eine Wachsspende erreichte Wolfgang Stöcker in einer besonders schönen, handbemalten Tüte, die nun wiederum in der Ausstellung vor Ort zu sehen sein wird.

Wolfgang Stöcker bei der Staubentnahme in der Salon-Ausstellung auf Burg Posterstein

Mitte August 2017 reiste Wolfgang Stöcker schließlich zur ersten Staubexpedition nach Posterstein und fotografierte, dokumentierte und „entnahm“ weitere Staubproben. Die Idee für eine gemeinsame Ausstellung wurde Realität und in einer zweiten Staubexpedition im April 2018 fortgesetzt.

„Staub ist das kleinste gemeinsame Vielfache unserer Kultur. Staub ist ein Demokrat. Er besiedelt Paläste und einfache Hütten. Staub ist zudem vielleicht das einzige wirkliche Kunstwerk. In der Natur kommt Staub nämlich nicht vor. ‚Lästiger‘ Staub ist daher eine wirkliche Kunst- und Kulturerscheinung.“

Wolfgang Stöcker

Mit seiner Sammelleidenschaft wirft Wolfgang Stöcker spannende Fragen auf: Warum sammeln wir das eine und ignorieren das andere? Was ist es wert, für spätere Generationen bewahrt zu werden und was gerät für immer in Vergessenheit? Wie lange können wir alte Dinge erhalten, bevor auch sie irgendwann zu Staub zerfallen?

“Das Wesen des Staubes” ist eine Ausstellung, die ohne Twitter und die Menschen dahinter, mit denen wir teilweise schon viele Jahre in Kontakt stehen, vermutlich nicht stattgefunden hätte. Damit sich der Kreis von Posterstein nach Köln wieder schließt, erstellte Wibke Ladwig von den Herbergsmüttern für die Ausstellung ein Portrait Wolfgang Stöckers:

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Portrait von Wolfgang Stöcker – erstellt von Wibke Ladwig

In seinem Gast-Blogpost erklärt Wolfgang Stöcker seine Philosophie des Staubes.

#SecretsMW: “Täglich durchlebt der Mensch die tragische Illusion des staubfreien Moments”

Der Kölner Künstler Dr. Wolfgang Stöcker ging 2017 und 2018 in der Burg Posterstein auf “Staubexpedition”. Seine Fundstücke dokumentierte er sorgfältig und goss sie anschließend in turm- und hausartige Wachsobjekte ein, vermalte sie und archivierte sie in Folien. Das Museum Burg Posterstein will diesen geheimnisvollen, normalerweise verborgenen Mikrokosmos der Burg ab 19. Mai 2019 in der Ausstellung und dem zugehörigen Buch “Zum Wesen des Staubes: Staubexpeditionen auf Burg Posterstein” sichtbar machen. Zum heutigen Thema #secretsMW der internationalen Museumswoche #MuseumWeek beschreibt Dr. Wolfgang Stöcker seine “Philosophie des Staubs”:

“Salonstaub” aus den Räumen des Museums Burg Posterstein | (c) Wolfgang Stöcker

Staub ist ein grundsätzliches Material. Der interessante Stoff bedeutet Anfang und Ende. Zu Beginn war alles loser Sternenstaub, dann geschah eine Verdichtung hin zu mannigfachen Formen, die seither ständig entstehen und wieder zu Staub zerfallen. Somit ist die Beschäftigung mit Staub ein ständiges Betrachten dieses Kreislaufs, wobei die Dokumentation von Staub an kulturell bedeutenden Orten zugleich Fragen aufwirft: Was wird aufbewahrt und dem Staub (dem Verfall) entzogen? Was wird dem Verfall preisgegeben? In diesem Zusammenhang sind schließlich drei weitere Aspekte wichtig: Wer beurteilt den Wert einer Sache? Wie lange ist ein Aufbewahren überhaupt möglich und was bedeutet es für eine Gesellschaft letztlich dem Aufbewahren beizuwohnen, sprich: Museen zu besuchen, Historisches zu bestaunen, Archive zu pflegen?

An diesen Schnittstellen agiert das Internationale Staubarchiv (Anfang 2019 erfolgte die Umbenennung von Deutsches Staubarchiv in Internationales Staubarchiv) und entwickelt im Grenzbereich zwischen Kunst und Geschichtswissenschaft Bilder, Texte, Plastiken, untersucht Bauwerke, vermisst den Staub an seinen Entstehungsorten. Zur Zeit befinden sich rund 600 Proben aus aller Welt im Archiv. 

Das von Besuchern auf Burg Posterstein verlorene grüne Bonbonpapier dokumentierte Wolfgang Stöcker auf seiner Staubexpedition sorgfältig.

Im Staub ist alles enthalten. Er bildet das Biotop für neues Beginnen und ist ein Übergangsmaterial voller Kraft und Potenz. Doch sind die Freunde des Staubes begrenzt. Er wird als störend empfunden. Seine versteckt durchaus bestehende Schönheit wird nicht oft gewürdigt. Tatsächlich ist es auch eine eher morbide Schönheit. Übertreiben darf man die Verehrung keinesfalls und ein guter Besen ist nicht verkehrt. Über den Besen hinaus sind allerhand Geräte zur Entfernung des Staubes im Umlauf und jene temporär aus dem fruchtbaren Urstaub (oder Urschlamm) geschaffenen Gebilde müssen ständig gekehrt werden, damit sie der Staub nicht verfrüht zurück in sein Reich holt. Und obwohl jedes Ding letztlich Staub ist, ist es für eine gewisse Zeit eben nicht Staub, sondern dieses oder jenes Ding, gar eine lebende Kreatur. Im Moment der Entstehung entfernt sich etwas vom staubhaften Grundzustand und nimmt ein Wesen an. Es wäre Frevel diese Anstrengung hinfort vom Staub nicht zu respektieren. Also Kehren!

Entstauben bedeutet Wertschätzung – in Museen, wie hier in der Ausstellung zur europäischen Salongeschichte im Museum Burg Posterstein, sei das besonders spürbar, sagt Wolfgang Stöcker.

Kehren ist eine Kulturtechnik, Kehren ist wortwörtlich die bewusste Abkehr vom Staub, ein Aufbäumen gegen diesen lästigen Gesellen der auf lange Sicht hin zwar Sieger sein wird, jedoch kurz- und mittelfristig durchaus bekämpft werden kann. Vor diesem Hintergrund erwächst die Faszination gegenüber „dem Alten“, gegenüber Kunstwerken oder ähnlichen Gegenständen. Aus ihnen spricht  die Übereinkunft der Generationen diesen oder jenen Gegenstand zu erhalten. Die Mühe der Pflege ist eine Art kultureller Klebstoff, eine Brücke zwischen dem Gestern, dem Heute und einem Morgen. An manchen Orten ist die Sorge um den Erhalt geradezu fühlbar. Kunst- und Kulturgüter stehen im Spannungsfeld des Putzens. Die starke Präsenz des potentiell immer drohenden Verfalls macht die gesäuberten Zeugnisse unserer Kultur erst wertvoll. Im Gegenzug heißt dies ganz deutlich: Staub liefert dem Menschen eine starke Rechtfertigung zur Errichtung von Zivilisation. Zivilisation bedeutet Kehren! Die Schöpfungsmythen kennen den Zustand des Nichts. Aus der Ödnis gehen die Dinge plötzlich hervor. Sind sie aber erst einmal erschienen, bleiben sie nicht automatisch sauber. Ist die Schöpfung vollzogen, muss der Besen folgen. Schon Tiere sind nicht in der Lage verschmutzt zu existieren. Sogar einige Pflanzen entwickelten Strategien die Oberflächen ihrer Blätter frei von Staub zu halten. Alle Kreaturen putzen. Der Mensch verwendet einen Großteil seiner Lebenszeit auf diese Tätigkeit. Kultur bedeutet im ursprünglichen Sinn Pflege: Pflege des Bodens (agricultura) und schließlich Körperpflege (der Kulturbeutel). Architektur, Kleidung, Möbel, Gefäße, all dies sind Vorrichtungen die neben vielen anderen Funktionen vor allem die Abwehr des Staubes garantieren. Leider sind diese Staubbarrieren zugleich neue Quellen des Staubes. Wohnen erzeugt Staub. Der Ruß des Kamins, der Küchendreck, Haare und Haut, Schuppen, Läuse, Milben, Wanzen und Wolle und Flusen! Zivilisation ist ein ständiges Dilemma. Täglich durchlebt der Mensch die tragische Illusion des staubfreien Moments.

Das Staubarchiv hat sich in diesem Widerspruch eingenistet und lotet die Möglichkeiten zwischen pflegender Kultur und drohendem Verfall neu aus. Es ist der Versuch dem Staub nicht feindlich zu begegnen. Mittels Katalogisieren und Archivieren des Staubes entsteht eine Wertschätzung gegenüber dem ansonsten nur lästigen Material. Eine Fluse mit Archivnummer und Datum ihrer Auffindung, Staub in Vitrinen und hinter Glas gerahmt, ist kein normaler Staub mehr. Für die nun kommende Ausstellung in Posterstein wurden Partikel der Burg sogar als Malmittel benutzt. Die „Postersteiner Staubportraits“ zeigen die mögliche Schönheit des Staubes. Eigenartig genug, kann Staub plötzlich selbst zur pflegebedürftigen Materie werden, wenn Strategien der Inszenierung und Überhöhung auf ihn angewendet werden. 

von Wolfgang Stöcker

Köln, 05.Mai, Wetter sehr kalt, bewölkt, 9.27 Uhr

Die Ausstellung “Zum Wesen des Staubes: Staubexpeditionen auf Burg Posterstein mit Woflgang Stöcker, Köln” ist von 19. Mai bis 18. August 2019 im Museum Burg Posterstein zu sehen. Als Gründer des „Deutschen Staubarchivs“ in Köln sammelt und archiviert Dr. Wolfgang Stöcker Staubproben von bedeutsamen Orten und setzt sie künstlerisch-überhöht in neue Zusammenhänge. 2017 und 2018 ging er auf Staubexpedition in der Burg Posterstein. Seine Fundstücke dokumentierte er sorgfältig und goss sie anschließend in turm- und hausartige Wachsobjekte ein, vermalte sie und archivierte sie in Folien. Die Ausstellung und das zugehörige Buch wollen den sonst unbeachteten Mikrokosmos des „Burgstaubs“ sichtbar machen.

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: Romy @sosfernweh im Portrait

Schloss Wolfsbrunn – fotografiert von Romy @sosfernweh für die Ausstellung “Versteckte Orte”

Nur noch bis 12. Mai 2019 ist die Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” auf Burg Posterstein zu sehen. 7 Instagramer zeigen in 49 Bildern Schlösser und Burgen ihrer Region. Über den Instagram-Hashtag #Schlössersafari hat jeder die Möglichkeit, der Ausstellung eigene Bilder hinzuzufügen. Am 12. Mai, ab 16 Uhr, fassen wir gemeinsam mit den Ausstellenden das Projekt zusammen. Schon jetzt steht fest, dass die Idee #Schlössersafari weiterleben wird. In welcher Form soll am letzten Tag der Ausstellung gemeinsam – auch mit dem Publikum – entschieden werden. An der Postersteiner Ausstellung beteiligt sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber). In diesem Portrait steht Romy im Mittelpunkt. Im Internet findet man sie als @sosfernweh auf Instagram, auf Facebook und in ihrem Blog.

Dies ist der achte Teil unserer Blogpost-Reihe zur #Schlössersafari. Hier geht’s zum Überblick (Teil 1).

Beim Fotografieren ist Romy der Blick fürs Detail wichtig.

Romy ist in ihrer Freizeit gern mit ihrer Kamera unterwegs. Ihr Interesse gilt dem auf den ersten Blick unscheinbaren Details, den Schönheiten am Wegesrand, die beim schnellen Vorbeigehen oft übersehen werden. Auf ihrem Foto-Blog teilt sie Bilder und Gedanken auf Englisch. Für die Ausstellung “Versteckte Orte” wählte sie unter anderem versteckte Blickwinkel auf Blumen und Raumstrukturen in Schlössern und Burgen. Im Interview erzählt sie von ihrem Hobby.

Warum fotografierst du?

Alles entstand aus dem eigenen Überlebenswillen heraus und weil ich Menschen mit meinen Bildern erreichen möchte. Ich möchte sie zum Hinsehen bewegen, denn es gibt so vieles, was wir im Alltag nicht mehr wahrnehmen.

Blick in die Ausstellung “Versteckte Orte” mit Fotos von Romy @sosfernweh

Wie fotografierst du?

Mit meiner Canon EOS M 100. Halte ich sie in Händen, werden wir zu einem Team.

Welche Motive interessieren dich?

Alles kann Motiv sein – ob mit dem Auge wahrgenommen oder später mit dem Objektiv. Es ist alles interessant und schön.

Romys Bilder in der Ausstellung “Versteckte Orte” auf Burg Posterstein

Warum teilst du deine Bilder auf Instagram?

Um viele Menschen auf der ganzen Welt erreichen zu können und zu triggern.

Welches ist dein interessantestes Instagram-Erlebnis?

Wie auch auf vielen meiner Fototouren öffnen mir Menschen ihr Herz. So auch auf Instagram und das ist immer wieder sehr bewegend.

Welchen Einfluss hat Instagram auf dich und deine Bilder?

Keinen. Ich fotografiere was ich möchte ohne auf eine Plattform oder Zielgruppe zu schauen.

Für die Ausstellung “Versteckte Orte” hat Romy folgende Schlösser ausgesucht:

Burg Kriebstein
Burg Posterstein
Schloss Rochlitz
Leuchtenburg
Schloss Wolfsbrunn
Schloss Blankenhain
Burg Stein

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: Simone Stahn im Portrait

Schloss Thammenhain bei Wurzen in Nordsachsen fotografiert von Simone Stahn.

Bis 12. Mai 2019 sind in der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” auf Burg Posterstein noch 49 Fotos von sieben Instagramern zu sehen. Die Hobbyfotografen besuchen in ihrer Freizeit gern Schlösser, Burgen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten ihrer Region und teilen ihre Fotos davon im sozialen Netzwerk Instagram. An der Postersteiner Ausstellung beteiligt sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber). In diesem Portrait steht Simone Stahn im Mittelpunkt. Auf Instagram findet man sie als @silentfotografie_simone.

Dies ist Teil 7 unserer neuen Blogpost-Reihe. Hier geht’s zum Überblick (Teil 1).

Simone Stahns Profilbild bei Instagram.

Simone Stahn nimmt auch einmal weitere Reisen in Kauf, um Lieblingsmotive zu fotografieren. Besonders haben es ihr Wasserburgen und Schlösser in der Spiegelung angetan – quasi eines ihrer fotografischen Markenzeichen im sozialen Netzwerk Instagram. Dort teilt sie einmal pro Woche – meistens sonntags – ein Bild, denn mehr schafft sie in ihrer Freizeit gar nicht. Warum? Weil unter ihren Bildern, die oft von über 1000 Menschen gelikt werden, häufig über 700 Kommentare stehen, die sie alle einzeln und sorgfältig beantwortet. Im Interview erzählt sie über ihr Hobby.

Warum fotografierst Du?

Weil es mich entspannt und es mir großen Spaß bereitet.

Wir fotografierst Du?

Ich fotografiere mit einer Canon 5D Mark IV und einer mittlerweile beträchtlich gewachsenen Ausrüstung.

Welche Motive interessieren Dich?

Hauptsächlich Schlösser und Burgen (meist in der Spiegelung), aber auch reizvolle Landschaften.

In der Ausstellung “Versteckte Orte” auf Burg Posterstein sind sieben Fotos von Simone Stahn zu sehen.

Warum teilst Du Deine Bilder auf Instagram?

Um den Menschen da draußen zu zeigen, wie schön unsere Region ist und das es sich lohnt uns zu besuchen.

Welches ist Dein interessantestes Insta-Erlebnis?

Beim Fotografieren eines „meiner“ Schlösser, traf ich auf eine nette ältere Dame. Es stellte sich heraus, dass sie die Schlossherrin selbst ist. Ich bekam von ihr eine ganz private Führung durch das traumhaft schöne Schloss. Ein unvergessliches Erlebnis.

Welchen Einfluss hat Insta auf Dich und Deine Bilder?

Ich habe viel gelernt bei Instagram, auch über mich selbst. Ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt. Es sind echte Freundschaften entstanden. Meine Bilder haben weltweit schon eine beachtliche Fangemeinde gefunden.

… Und so haben wir Simone auch zuerst auf Instagram und später direkt auf Burg Posterstein kennengelernt!

Für die Ausstellung “Versteckte Orte” hat Simone folgende Schlösser ausgesucht:

Burg Kriebstein
Neues Jagdschloss Hummelshain
Schloss Blankenhain
Schloss Rochlitz
Wasserschloss Klaffenbach
Schloss Thammenhain
Altes Schloss Zabeltitz

Das Alte Schloss Zabeltitz im Landkreis Meissen in Sachsen. Foto: Simone Stahn.

Der Ausstellung “Versteckte Orte” kann man eigene Fotos von Schlössern und Burgen hinzufügen. Inzwischen wurden über 2000 Bilder von Orten aus ganz Europa geteilt. Sie sind auf einem Bildschirm in der Ausstellung zu sehen und die eine Auswahl teilen wir in unserer Instagram-Story. Mitmachen kann jeder mit Instagram-Profil. Hier kann man sehen, was bisher geteilt wurde
Am letzten Tag der Ausstellung, am 12. Mai 2019, ab 16 Uhr, besteht noch einmal die Möglichkeit, die ausstellenden Instagramer persönlich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zu dieser “Abschluss-Safari” lassen wir die Ausstellung noch einmal Revue passieren.

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: Sandro Deus im Portrait

Die Priesterhäuser in Zwickau – fotografiert von Sandro Deus @fineartinsilver

Je sieben Fotos von je sieben Instagramern sind noch bis 12. Mai in der
Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” im Museum Burg Posterstein zu sehen. Wie eine neue Art Kulturbotschafter teilen die Hobbyfotografen in ihrer Freizeit Fotos und Informationen über Schlösser, Burgen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten ihrer Region im sozialen Netzwerk Instagram. Mit dabei sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber). In diesem Portrait steht Sandro Deus im Mittelpunkt. Auf Instagram findet man ihn unter dem Namen @fineartinsilver. Seinen Fotoblog findet man hier.

Dies ist Teil 6 unserer neuen Blogpost-Reihe. Hier geht’s zum Überblick (Teil 1).

So stellt sich Sandro Deus auf Instagram vor.

Sandro Deus fotografiert am liebsten in schwarz-weiß. Seine Motive sind Schlösser, Burgen, Städteansichten und Landschaftsbilder. Schon vor Jahren fielen uns seine tollen Fotos von Schloss Tannenfeld auf Instagram auf – und freundlicherweise durften wir sie auf Nachfrage für unsere Website verwenden. Im Interview wollen wir Sandro Deus kurz vorstellen:

Warum fotografierst du?

Fotografieren gibt mir die Möglichkeit vom Alltag abzuschalten, Auszeiten zu nehmen und mal wieder raus in die Natur zu kommen.

Wie fotografierst du?

Bei geplanten Fototouren fotografiere ich mit einer Spiegelreflexkamera. Ansonsten habe ich meistens eine kleinere spiegellose Kamera dabei. Man kann ja nie wissen, was so täglich passiert.

Portrait von Sandro Deus in der Ausstellung “Versteckte Orte” im Museum Burg Posterstein

Welche Motive interessieren dich?

In erster Linie Architektur und Landschaften. Bauwerke aller Art. Ob Alt oder Modern.

Welches ist dein interessantestes Instagram-Erlebnis?

Es gibt jetzt nicht wirklich ein besonderes Erlebnis. Bei Tagestouren gibt es immer wieder Überraschungen. Man lernt manchmal unterwegs Leute kennen, oder man findest unterwegs Motive und Orte die gar nicht auf dem Plan standen.

Welchen Einfluss hat Instagram auf dich und deine Bilder?

Es ist interessant Feedback für seine Bilder zu bekommen und man wird immer wieder angespornt sich beim Fotografieren weiter zu entwickeln.

Diese Orte empfiehlt Sandro Deus in der Ausstellung “Versteckte Orte”:

Priesterhäuser Zwickau
Schloss Moritzburg
Frauenkirche Dresden
Bergkirche Beucha
Südfriedhof Leipzig
Schloss Tannenfeld
Burg Posterstein

Foto: Sandro Deus

Der Ausstellung “Versteckte Orte” kann man eigene Fotos hinzufügen. Geteilt werden große Schlösser und kleinere Geheimtipps – inzwischen aus ganz Europa. Mitmachen kann jeder mit Instagram-Profil. Hier kann man sehen, was bisher geteilt wurde.
Am 12. Mai 2019 besteht noch einmal die Möglichkeit, die ausstellenden Instagramer persönlich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zur “Abschluss-Safari” ab 16 Uhr lassen wir die Ausstellung noch einmal Revue passieren.

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: Cindy Hiller im Portrait

Schloss Wölkau – fotografiert von Cindy Hiller @unterwegsimhinterland

Die interaktive Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” verbindet digital und analog. 49 Fotos von Schlössern und Burgen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg, die auf Instagram veröffentlicht wurden, sind bis 12. Mai 2019 als klassische Fotodrucke im Museum zu sehen – versehen mit Bildbeschreibung, Hashtags und Accountnamen der Fotografen. Gleichzeitig gibt es für alle die Möglichkeit, über den Hashtag #Schlössersafari eigene Bilder zu ergänzen. Schon über 1700 Bilder sind inzwischen geteilt worden. In der Ausstellung und hier im Blog stellen wir die sieben ausstellenden Instagramer und ihre Bilder und Beweggründe vor. Mit dabei sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber). In diesem Portrait steht Cindy Hiller aus Leipzig im Mittelpunkt. Auf Instagram findet man sie unter @chillerunterwegs . Hier geht es zu ihrem Blog.

Dies ist Teil 4 unserer neuen Blogpost-Reihe. Hier geht’s zum Überblick (Teil 1).

Das Profilbild von Cindy Hiller

Cindy Hiller ist in ihrer Freizeit gern “unterwegs im Hinterland”, wie schon ihr Account-Name und der Titel ihres Blogs verraten. Die Historikerin interessiert sich besonders für die Geschichte von Herrenhäusern, Rittergütern, Kirchen und Schlössern, auch jenen, die nicht öffentlich zugänglich sind. Ihre Entdeckungen teilt sie mit einer wachsenden Follower-Zahl im Internet.

Hier im Interview erzählt sie von ihrem Hobby.

Warum fotografierst du?

Ich fotografiere, um die Orte, die ich besuche, mit all ihren sehenswürdigen Details für meinen Blog „Unterwegs im Hinterland“ zu dokumentieren.

Wie fotografierst du?

Für einen Blogger/Instagramer ist meine Fotoausrüstung wohl eher unspektakulär. Ich mache meine Fotos entweder mit meinem Smartphone oder mit meiner kleinen Nikon Coolpix S3000, die bequem und ohne Schnickschnack in meine Handtasche passt.

Welche Motive interessieren dich?

In erster Linie fotografiere ich Bau- und Kunstdenkmäler oder interessante Museumsobjekte. Aber wenn ich an einem Ort unterwegs bin, fotografiere ich einfach alles, was mir gefällt. Außer Menschen. Die versuche ich auf meinen Fotos zu vermeiden.

Warum teilst du deine Bilder auf Instagram?

Ich habe gemerkt, wie viele Orte in der Provinz schön und unentdeckt vor sich hinschlummern. Diese Entdeckungen wollte ich teilen. Instagram schien bzw. scheint mir immer noch die beste Plattform dafür zu sein. Irgendwann haben mir die kleinen Bildchen aber nicht mehr gereicht und ich habe angefangen zu bloggen.

Von Cindy Hiller sind 7 Bilder in der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” im Museum Burg Posterstein zu sehen.

Welches ist dein interessantestes Instagram-Erlebnis?

So ein explizites Erlebnis fällt mir nicht ein. Was ich gemerkt habe, ist, wie unterschiedlich die Wahrnehmung manchmal ist. Oft lösen Fotos, bei denen ich mir gar nicht so richtig viel Mühe gegeben habe, die meisten Interaktionen (Kommentare, Likes etc.) aus. Gerade bei Bildern von verfallenen Gebäuden ist das so. Ich kann mir nicht erklären, warum. Vielleicht zerstört es ein bisschen die heile Instagram-Welt, die gefühlt nur aus „jung und schön“ besteht, und mein Feed bietet eben auch „alt und welk“ an.

Welchen Einfluss hat Instagram auf dich und deine Bilder?

Wenn ich unterwegs bin, kommt es schon vor, dass ich etwas fotografiere und sofort denke: „Das ist perfekt für Instagram.“ Das ist natürlich schon etwas gaga. Aber ich mache auch noch genug Bilder, die richtig schrecklich sind und bei denen ich mich zu Hause frage, was ich mir dabei gedacht habe.

Gemeinsam auf Instawalk am 13. April 2019 in Posterstein und Tannenfeld. Foto: Bernd Nienhold / @b_und_p_europareisen

Diese Schlösser empfiehlt Cindy Hiller in der Ausstellung “Versteckte Orte”:

Herrenhaus Altenhain
Barockschloss Delitzsch
Gutshofanlage Markkleeberg-Gaschwitz
Schloss Neschwitz
Schloss Püchau
Schloss Seifersdorf
Schloss Schönwölkau

Die Möglichkeit, der Ausstellung “Versteckte Orte” eigene Fotos hinzuzufügen, wurde inzwischen über 1700 Mal genutzt. Geteilt werden große Schlösser und kleinere Geheimtipps – inzwischen aus ganz Europa. Mitmachen kann jeder mit Instagram-Profil. Hier kann man sehen, was bisher geteilt wurde.
Am 12. Mai 2019 besteht noch einmal die Möglichkeit, die ausstellenden Instagramer persönlich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zur “Abschluss-Safari” ab 16 Uhr lassen wir die Ausstellung noch einmal Revue passieren.

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: Patrick Weidenmüller im Portrait

Schloss Wildeck fotografiert von Patrick Weidenmüller alias @vogtland_prinz

Wie eine neue Art Kulturbotschafter teilen sie in ihrer Freizeit Fotos und Informationen über Schlösser, Burgen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten ihrer Region im sozialen Netzwerk Instagram. In der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” stellen wir im Museum Burg Posterstein bis 12. Mai 2019 sieben Instagramer und ihre Fotos und Beweggründe vor. Mit dabei sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber). In diesem Portrait steht Patrick Weidenmüller im Mittelpunkt. Auf Instagram findet man ihn nicht nur als @vogtland_prinz, sondern auch als @vogtland_prinz_schwarz_weiss.

Dies ist Teil 3 unserer neuen Blogpost-Reihe. Hier geht’s zum Überblick (Teil 1).

Patrick Weidenmüller fotografiert in seiner Freizeit gern Burgen und Schlösser. Für die Ausstellung wählte er Bilder von Burg Kriebstein, dem Wasserschloss Klaffenbach, Schloss Lichtenwalde, Schloss Burgk und Burg Scharfenstein.
Auf Instagram findet man ihn nicht nur als @vogtland_prinz , sondern auch als @vogtland_prinz_schwarz_weiss. Im Interview erzählt er mehr über sein Hobby:

Warum fotografierst du?

Das Fotografieren ist für mich ein sehr wertvoller Ausgleich zum Alltag. Da ich vorrangig in der Landschaftsfotografie tätig bin, bringt es mich mit Spaß hinaus in die Natur, und an wunderschöne Orte , welche man oft nur zu Fuß erreichen kann.

Wie fotografierst du?

Grundlegend mit einer bzw. mehreren  Spiegelreflexkameras vom Hersteller Nikon. Allerdings nehme ich im Alltag auch gerne einmal das Smartphone zum fotografieren her.

Welche Motive interessieren dich?

Zum größten Teil historische Architektur und Landschaftsfotografie. Ich bin da aber sehr flexibel und liebe auch Lichtmalerei und Langzeitbelichtungen in jeder Form.

Sieben Fotos von Patrick Weidenmüller sind bis 12. Mai 2019 in der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” zu sehen.

Warum teilst du deine Bilder auf Instagram?

Um diese schönen Momente mit anderen Menschen zu teilen. Mir ist jedoch auch eine Art Werbung für den lokalen Tourismus wichtig.

Welches ist dein interessantestes Insta-Erlebnis?

Ich finde es immer sehr interessant, die Menschen hinter den Accounts kennenzulernen. Hierbei haben sich für mich schon sehr schöne Momente ergeben. Es sind daraus sogar schon „reale“ Freundschaften entstanden.

Welchen Einfluss hat Instagram auf dich und deine Bilder?

Ich habe mich durch Feedback und Kritiken meiner Follower stets in der Fotografie gesteigert, viel dazugelernt. Das Netzwerk ist zu meinem täglichen Begleiter geworden. Für mich ist es ebenfalls sehr entspannend mir in der Freizeit die Bilder der anderen Nutzer anzuschauen, zu kommentieren und für mich selbst zu bewerten.

Diese Schlösser empfiehlt Patrick Weidenmüller in der Ausstellung “Versteckte Orte”:

Burg Kriebstein
Wasserschloss Klaffenbach
Schloss Lichtenwalde
Schloss Burgk
Burg Scharfenstein

Die Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” ist bis 12. Mai 2019 im Museum Burg Posterstein zu sehen.

Patrick Weidenmüller und die anderen Ausstellenden Instagramer kann man zum Insta-Walk, und zur “Abschluss-Safari” am 12. Mai 2019, 16 Uhr, persönlich treffen. Den Insta-Walk am 13. April 2019 organisiert das Team hinter Vogtland-Zauber im Rahmen der Ausstellung “Versteckte Orte”. Es geht dabei auf #Schlössersafari in Posterstein und Tannenfeld. Mit Kamera und guter Laune soll es durch die Burg, das Herrenhaus, den Ort und bis ins benachbarte Tannenfeld mit dem verwunschenen Schlosspark gehen. Es gibt noch Restplätze, für die man sich direkt bei Vogtland-Zauber anmelden sollte.

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: Manja Reinhardt von Vogtland-Zauber im Portrait

Als selbsternannte Kulturbotschafter teilen sie in ihrer Freizeit Schlösser, Burgen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten ihrer Region im sozialen Netzwerk Instagram. In der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” stellen wir vom Museum Burg Posterstein bis 12. Mai 2019 sieben Instagramer und ihre Fotos und Beweggründe vor. Mit dabei sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber). In diesem Portrait steht Manja Reinhardt vom Blog Vogtland-Zauber im Mittelpunkt.

Dies ist Teil 2 unserer neuen Blogpost-Reihe. Hier geht’s zum Überblick (Teil 1).

Das Sophienhaus von Schloss Burgk in Thüringen. Foto: Manja Reinhardt/Vogtland-Zauber

Manja Reinhardt bloggt zusammen mit ihrem Mann Andreas. Für die Ausstellung “Versteckte Orte” wählten sie Fotos vom Wasserschloss Geilsdorf, Rittergut Kürbitz, Schloss Leubnitz, Oberen Schloss in Ellefeld, Schloss Netzschkau, Schloss Rodewisch und Schloss Burgk. Auf Instagram findet man die beiden hier. Im Interview erklären sie ihre Motivation für ihr Freizeit-Engagement.

Warum fotografiert ihr?

Die Fotografie ist Teil unseres Blogs Vogtland-Zauber. Mit ihm wollen wir Lust auf das Vogtland machen und seine vielen schönen Seiten zeigen. Und da Worte dies nur zum Teil einfangen können, gehört das Bild untrennbar hinzu. Wir sind beide keine Fotografen und wollen diesen Anspruch auch gar nicht für uns erheben. Es macht uns Spaß und Freude, das Vogtland aus unserem Blickwinkel in Wort uns Bild zu präsentieren.

In der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” ist jeder der 7 ausstellenden Instagramer kurz vorgestellt. Foto: Vogtland-Zauber

Wie fotografiert ihr?

Auch wenn wir eine EOS zu Hause haben, entstehen die meisten Fotos mit dem Handy. Wir haben beide ein I-Phone und das ist unser ständiger Begleiter. Und da ganz oft die Frage nach der Bildbearbeitung kommt: unsere Lieblingsapp zur Bearbeitung der Fotos ist Snapseed.

Welche Motive interessieren euch?

Wir sehen uns als eine Art Botschafter für das Vogtland. Uns interessiert alles rund um das Vogtland. Egal ob Dörfer, Städte, Natur oder Kultur und Tradition. Denn die schönsten Ziele liegen direkt vor der Haustür und das möchten wir zeigen. Dabei sind wir nicht auf spezielle Motive festgelegt. Alles, was das Vogtland liebeswert macht, wird in Texten und Bildern verarbeitet.

In der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” sind 7 Fotos der Vogtland-Zauber-Bloggerin Manja Reinhardt zu sehen. Foto: Vogtland-Zauber

Warum teilt ihr eure Bilder auf Instagram? Welches ist euer interessantestes Instagram-Erlebnis?

Instagram macht einfach Spaß. Es trifft besonders gut den Nerv von fotobegeisterten Nutzern. Denn es ist bildbasiert. Schnell und einfach lassen sich Fotos mit einem kurzem Text zur Erklärung und Hashtags teilen. Im Gegensatz zu anderen Netzwerken ist hier die Interaktionsrate besonders hoch und über die Entdecken-Funktion werden die Bilder auch Usern angezeigt, die dem eigenen Account nicht folgen.

Der ursprüngliche Community-Gedanke ist hier noch lebendig. Es erfolgt unter den Bildern ein teils reger Austausch, der sich vom Onlinemedium bis hin ins wahre Leben fortsetzt. So haben wir über Instagram unwahrscheinlich tolle Leute mit ähnlichen Interessen kennengelernt und daraus ist unter anderem auch diese Ausstellung entstanden. Das sind dann gleichzeitig auch die schönen Erlebnisse, die Instagram so besonders macht.

Interessante Erlebnisse ergeben sich auch immer wieder auf unseren Instawalks. Zum einen dienen auch sie dem Kennenlernen untereinander, aber wir gehen auch immer auf Entdeckungstour an besondere Orte  und bieten dabei einen Blick hinter die Kulissen. Auch dabei entstehen wieder ganz außergewöhnliche Bilder.

7 Bilder von Vogtland-Zauber mit Tipps zu “versteckten Orten” in der Postersteiner Ausstellung.
Foto: Vogtland-Zauber

An dieser Stelle lohnt sich der Hinweise auf den Insta-Walk, den das Team hinter Vogtland-Zauber am 13. April 2019 im Rahmen der Ausstellung “Versteckte Orte” in Posterstein und Tannenfeld veranstaltet. Mit Kamera und guter Laune soll es durch die Burg, das Herrenhaus, den Ort und bis ins benachbarte Tannenfeld mit dem verwunschenen Schlosspark gehen. Es gibt noch Restplätze, für die man sich direkt bei Vogtland-Zauber anmelden sollte.


Welchen Einfluss hat Instagram auf euch und eure Bilder?

Der größte Einfluss, den Instagram auf meine Bilder hat, ist das Format. Auch wenn man mittlerweile Hoch- oder Querformatbilder bei Instagram hochladen kann, sind unsere  Bilder immer noch im Quadrat – dem klassischen Instagramformat. Oft mache ich von einem Ort ein quadratisches und ein „normales“ Bild, um gleich ein passendes Instagrambild zu haben.

Einen weiteren Einfluss hat es nicht. Wir achten auch  nicht darauf, dass ein Ort besonders „instagrammable“ ist – also in Instagram besonders beliebt ist.

Diese Schlösser empfiehlt Manja Reinhardt in der Ausstellung “Versteckte Orte”:

Wasserschloss Geilsdorf
Rittergut Kürbitz
Schloss Leubnitz
Oberes Schloss in Ellefeld
Schloss Netzschkau
Schloss Rodewisch
Schloss Burgk


Ein Tipp zum Schluss: Hier gibt es ein Podcast-Gespräch von Katja Eidam vom Podcast Museumscast mit Manja und Andreas Reinhardt über deren Blog und auch über die Schlössersafari.

Die Ausstellung “Versteckte Orte”: 7 Instagramer mit der Kamera auf #Schlössersafari in der Region

Wie eine neue Art Kulturbotschafter erkunden sie in ihrer Freizeit ihre Region. Sie fotografieren, recherchieren geschichtliche Hintergründe und teilen ihre Fotos im sozialen Netzwerk Instagram. Sieben Instagramer nehmen die Besucher der Ausstellung “Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland” bis 12. Mai 2019 mit zu mehr oder weniger bekannten Schlössern und Burgen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg und zeigen, warum diese Schlösser und Burgen eine Reise wert sind. Gleichzeitig erfährt der Besucher, wie sie fotografieren und was Instagram als Netzwerk für sie so interessant macht.

In einer neuen Blogpost-Reihe wollen wir die teilnehmenden Instagramer vorstellen. Zunächst der Überblick.

Mit dabei sind Cindy Hiller (auf Instagram zu finden unter @chillerunterwegs), Sandro Deus (@fineartinsilver), Frank Burchert (@franksfotografie), Simone Stahn (@silentfotografie_simone), Romy (@sosfernweh), Patrick Weidenmueller (@vogtland_prinz) und Manja Reinhardt (@vogtlandzauber).


Gruppenbild vor Burg Posterstein – Nicht alle wollen aufs Bild, denn nicht Menschen, sondern historische Gebäude und Landschaften stehen im Fokus der sieben ausstellenden Instagramer. (Foto: RundR_Freelancer)

Ganz nebenbei wecken die Hobby-Fotografen und Blogger die Lust, die verschiedenen vorgestellten Orte selbst zu erkunden. Für die meisten von ihnen zählt nicht der spontane Klick. Ihre Ausflüge sind akribisch geplant. Ihre Bilder bearbeiten sie sorgfältig, bevor sie sie im sozialen Netzwerk Instagram mit ihrem teilweise sehr großen Publikum teilen.

In der Ausstellung „Versteckte Orte – Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland“ sind von jedem der sieben Instagramer sieben Fotos zu sehen, dazu gibt es kurze Infos zur Geschichte der abgebildeten historischen Gebäude sowie je ein Interview zum Thema Fotografieren für Instagram. Es geht den ausstellenden Instagramern nicht nur ums Fotografieren selbst – keiner von ihnen besitzt eine professionelle Fotografieausbildung, sondern um den Austausch über die Bilder, die abgebildeten Orte und deren Geschichte.

Einladung zum Mitmachen!

Über einen Bildschirm in der Ausstellung werden alle (thematisch passenden) Bilder mit dem Ausstellungs-Hashtag #Schlössersafari angezeigt, sodass quasi jeder, der Lust hat, an der Ausstellung teilnehmen und sie mitgestalten kann. Nach drei Wochen Ausstellung sind knapp 1000 Bilder geteilt worden.

Ein Ausstellungskonzept wie dieses hat es im regionalgeschichtlichen Museum Burg Posterstein noch nicht gegeben: Es vermischt Fotografie, regionale Geschichte und Teilhabe.

Auf einem Bildschirm in der Ausstellung zeigen wir die Fotos von Schlössern und Burgen, die mit dem Ausstellungs-Hashtag #Schlössersafari auf Instagram geteilt werden.

Das Museum Burg Posterstein (https://www.instagram.com/burgposterstein) ist seit 2016 auf Instagram aktiv und steht in regem Austausch mit einer kultur- und landschaftsinteressierten Community. Auswahlkriterien für die Ausstellung waren nicht nur fotografisches Können, Motivwahl und Reichweite, sondern auch die seit langem währende aktive Kommunikation auf Augenhöhe. Folgerichtig entstand die Ausstellung in engem Austausch mit den sieben Hobby-Fotografen.

Auch mit dem Smartphone kann man ganz passable Bilder machen. Wie das geht und wie man sie am Telefon bearbeitet und auf Instagram teilt, erklärte Melanie Kahl von Fototour Thüringen beim Smartphone-Fotokurs auf Burg Posterstein.
Auch mit dem Smartphone kann man ganz passable Bilder machen. Wie das geht und wie man sie am Telefon bearbeitet und auf Instagram teilt, erklärte Melanie Kahl von Fototour Thüringen beim Smartphone-Fotokurs auf Burg Posterstein.

Zur Eröffnung am 24. Februar erzählten die Ausstellenden in einem kurzweiligen Gespräch von ihren Ausflügen. Am 9. März ging die Fotografin und Instagramerin Melanie Kahl von Fototour Thüringen mit einer Gruppe Fotografieinteressierten auf Fototour in und um Burg Posterstein. Am 13. April brechen die Reiseblogger von Vogtland-Zauber von Burg Posterstein aus zu einem Insta-Walk in die Umgebung auf und am 12. Mai, 16 Uhr, kann man die ausstellenden Instagramer in der “Abschluss-Safari” zur Ausstellung noch einmal persönlich kennenlernen.

Das Plakat zur Ausstellung gibt einen Eindruck von den in der Ausstellung gezeigten Bildern.

Im Interview mit Vogtlandradio erzählt Kuratorin Marlene Hofmann von der Idee der Ausstellung:

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Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Fragiles Europa – Pernille Egeskovs Kunstwerk “Europa” als Beitrag zu #SalonEuropa

Zur #MuseumWeek im April 2018 auf Twitter stellten wir zum ersten Mal unser Projekt #SalonEuropa vor. Schon damals erhielten die ersten Antworten auf die Frage “Was bedeutet Europa für mich…?” via Twitter. Darunter auch die von Merete Sanderhoff, Kurator am Statens Museum for Kunst in Kopenhagen. Sie schrieb: “My statement is an interview with the artist Pernille Egeskov whose recent exhibition deals with the Cracks & Crevices in Europe – leading to dissolution or a new beginning?” Ihr Beitrag zu #SalonEuropa war der Hinweis auf eine Kunstausstellung in Kopenhagen, wo unter anderem die Künstlerin Pernille Egeskov ihr neues Werk “Europa” ausstellte (Hier geht es zum ganzen Interview auf Englisch).

“Europa” von Pernille Egeskov

Das Werk “Europa” besteht aus 28 langen Bahnen dünnem Skizzenpapier, die von zwei Holzklammern zusammengehalten werden. Auf jede Schicht des durchscheinenden Papiers hat die Künstlerin mit Bleistift in geschwungener Schreibschrift das Wort “Europa” geschrieben. Übereinander gelegt, beginnen die Lettern zu verschwimmen und ergeben etwas Neues. Aber was ist Europa eigentlich? Klar ist, dass es ein fragiles Gebilde ist.

Pernille Egeskov: Europa, 28 Schichten Skizzenpapier in verschiedenen Längen, Bleistift, Holzklammern, variable Breite, 2018. Foto: Isak Hoffmeyer
Pernille Egeskov: Europa, 28 Schichten Skizzenpapier in verschiedenen Längen, Bleistift, Holzklammern, variable Breite, 2018. Foto: Isak Hoffmeyer.

Merete Sanderhoff hatte Pernille Egeskov für einen Blogbeitrag interviewt, eine wunderbare Referenz zu unserem Thema. Im Interview wie im Kunstwerk geht es nämlich genau wie im Projekt #SalonEuropa vor Ort und digital um ein persönliches Verständnis von Europa und welche Rolle Europa für uns Europäer spielt. Pernille Egeskov antwortete auf eine der Fragen: “For various reasons we are shaken, and this forces us to adopt new attitudes to where Europe stands, and where we stand as Europeans.” Während uns Europäer viele Dinge zusammenschweißen, sind die Kräfte, die uns auseinandertreiben, unübersehbar – wie Risse auf einer früher glatten Oberfläche. Die aktuelle Entwicklung sei eine Öffnung in eine neue Richtung, aber in welche, sei noch unklar, erklärt Pernille Egeskov im Interview.

“Europa” in Posterstein

Nachdem ich das Interview gelesen hatte, schrieb ich Pernille Egeskov eine E-Mail und fragte sie, ob sie nicht für unser Projekt #SalonEuropa ihre Meinung zu Europa mit uns teilen wolle. Ich dachte an ein paar Zeilen Text, aber Pernille Egeskov schlug vor, das ganze Kunstwerk “Europa” als ihre Antwort auf die Frage im Museum Burg Posterstein zu zeigen. Die Idee gefiel uns gut, schließlich vereinte die Ausstellung Meinungsäußerungen in Form von Text, Foto und Video. Warum nicht auch als Kunstwerk?

Die Ausstellung #SalonEuropa vor Ort und digital versammelte Meinungsäußerungen von Menschen aus 15 Ländern zu Europa in Form von Text- und Videobeiträgen - und als Kunstwerk von Pernille Egeskov, Dänemark
Die Ausstellung #SalonEuropa vor Ort und digital versammelte Meinungsäußerungen von Menschen aus 15 Ländern zu Europa in Form von Text- und Videobeiträgen – und als Kunstwerk von Pernille Egeskov, Dänemark.

Pernille Egeskov, geboren 1970, studierte Kostümdesign an Det Kongelige Danske Kunstakademis Skole for Design und ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Ihre Ausstellung Cracks & Crevices ist als nächstes vom 22. März bis 21. April 2019 in Haus8 in Kiel zu sehen.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein