Sonderschau lockte über 6000 Besucher und Ahnenforscher aus der ganzen Welt

Die Besucher der Sonderausstellung über Hans Wilhelm von Thümmel kamen größtenteils aus Thüringen und Sachsen.
Die Besucher der Sonderausstellung über Hans Wilhelm von Thümmel kamen größtenteils aus Thüringen und Sachsen.

Insgesamt sahen weit über 6000 Besucher die Sonderausstellung „Im Dienste der Ernestiner: Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister“ im Museum Burg Posterstein, die am Montag mit einem gut besuchten Vortrag zu Ende ging. „Baumforscher“ Dr. Matthias Schütze analysierte darin das Alter der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz, der Grabeiche Hans Wilhelm von Thümmels.

Nachfahren Thümmels aus ganz Deutschland kamen nach Posterstein

Die Postersteiner Sonderausstellung war nicht nur die vermutlich erste, die sich allein dem für das Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg bedeutenden Minister Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824) widmete. Sie lehnte sich auch als Begleitausstellung an die große Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa“ in Weimar und Gotha an. Nach Posterstein kamen weit über 6000 Besucher, drei Viertel davon aus Thüringen und Sachsen. Insgesamt reisten die Gäste aus 15 verschiedenen Ländern an.

Für die Sonderschau konnten selten gezeigte Leihgaben wie Thümmels Pariser Tagebuch aus dem Staatsarchiv Gotha und die Grassi-Portraits des Ehepaars Thümmels geliehen werden.
Für die Sonderschau konnten selten gezeigte Leihgaben wie Thümmels Pariser Tagebuch aus dem Staatsarchiv Gotha und die Grassi-Portraits des Ehepaars Thümmels geliehen werden.

Die Ausstellung besuchten auch mehrere Forscher und Nachfahren Thümmels aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Ein weiterer Verwandter des umtriebigen Staatsmannes Thümmel will Mitte November aus den USA anreisen. Der Architekt Hans Thummel aus Chicago ist per E-Mail mit dem Museum Burg Posterstein in Kontakt getreten und will sich unter anderem in Leipzig, Altenburg, Nöbdenitz und Posterstein auf die Spuren seines Vorfahren machen.

Hans Wilhelm von Thümmel stieg am Hof der Ernestiner Herzöge in Gotha vom Pagen zum Minister auf. In Altenburg brachte er viele wichtige Projekte voran, darunter die Vermessung und Kartierung des Altenburger Landesteils, den Straßenbau sowie den Bau eines modernen Krankenhauses und mehrerer Armenhäuser.

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung

Derzeit wird im Museum Burg Posterstein die Sonderausstellung abgebaut und die zahlreichen Leihgaben – u.a. aus Gotha, Jena, Leipzig, Zeulenroda und Altenburg – wieder zurückgegeben. Die wertvollen neuen Informationen zur Person Hans Wilhelm von Thümmel werden langfristig einen prominenten Platz in der Dauerausstellung des Museums finden, die ständig überarbeitet wird. Das Buch zur Ausstellung ist weiterhin im Museum Burg Posterstein (auch telefonisch oder per E-Mail bestellbar) erhältlich. Derweil wird die nächste Sonderausstellung vorbereitet: Am ersten Advent eröffnete die familienfreundliche Weihnachtsausstellung „Weihnachten mit Aschenputtel – böhmische Weihnachtskrippen“.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Zum Weiterlesen über Hans Wilhelm von Thümmel:
Frag Thümmel! – Wir beantworten Fragen zur Ausstellung am #AskACurator-Tag
Hans Wilhelm von Thümmels Gesandtschaften: Paris
Mit Baron von Thümmel durch Nöbdenitz: Gut besuchte Wanderung des Museums Burg Posterstein
Fast so viele Holländer wie Nöbdenitzer besuchten bisher die Postersteiner Ernestiner-Ausstellung
Im Dienste der Ernestiner – Hans Wilhelm von Thümmels Aufstieg vom Pagen zum Minister
Die Weisheiten eines langjährigen Ernestiner Staatsmannes – als Glückskeks
Blogpost: Hans Wilhelm von Thümmel – der Mann unter der 1000-jährigen Eiche Die 1000-jährige Eiche in Nöbdenitz Weitere Infos zum Musenhof Löbichau

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