#BestBlog-Stöckchen: Wer bloggt hier eigentlich?

Tanja Praske hat uns mal wieder mit einem Blogstöckchen beworfen, diesmal dem “Best Blog”-Stöckchen, das ist uns eine große Ehre! Bietet es doch – wie schon beim letzten Stöckchen – eine tolle Gelegenheit, mal etwas hinter die Kulissen des Museums blicken zu lassen. In diesem Sinne: Vorhang auf, hier beantworten wir Tanjas elf Impulsfragen:

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1. Wer bist du? Und was reizt dich an deinem Job?
Für das Museum Burg Posterstein bloggt in erster Linie und in enger Absprache mit der Museumsleitung die freie Journalistin und Webexpertin Marlene Hofmann, die in diese Sache irgendwie … hineingewachsen ist. Aufgewachsen in direkter Nähe zur Burg, immer dabei bei Restaurierungen, Ausstellungen und Mittelalterspektakeln, zunächst angestellt als Wochenend-Aushilfe und später als Ausstellungsgestalterin, Lektorin und Social Media-Expertin, habe ich immer von der Social Media-Experimentierfreudigkeit der Museumsleitung profitiert. Hier durfte alles getestet werden – und ganz am Anfang standen da für das Museum ein Facebook- und ein Twitter-Account und direkt im Anschluss (Februar 2011) auch dieser Blog. Mich reizt daran, die Nähe zum Museumsalltag, die spannenden historischen Themen und die große journalistische Freiheit, die mir beim Bloggen gelassen wird. Gerne holen wir auch Gastautoren ins Boot, wie Monika Diedrich vom Museumsverein (weitere Interessenten sind immer herzlich willkommen!). Neben Großprojekten wie der eben fertig gestellten Neugestaltung der Website des Museums, bin ich auch an anderen Blogs, Social Media-Sites und Ausstellungen beteiligt (mehr dazu).

2. Wie lange plantet ihr die aktuelle Ausstellung/Projekt? Was war die größte Herausforderung dabei und wie wurde diese gelöst?
Die Planung variiert sehr stark von Ausstellung zu Ausstellung. Ideen und ein Jahresplan sind im Vorjahr vorhanden und werden dann – gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler, wie derzeit Jörg Neumerkel – verfeinert. Große Ausstellungen, die mehr Recherche und Forschung erfordern, sind aber schon viel länger in Planung – wie derzeit ein Ausstellungsprojekt zum 200. Jubiläum des Wiener Kongresses.

3. Was ist das oder eines der kleinsten Objekte eurer Sammlung?

Kieselsteinkrippe aus der Sammlung Riewe des Museums Burg Posterstein
Kieselsteinkrippe aus der Sammlung Riewe des Museums Burg Posterstein

Das ist vermutlich diese Kieselsteinkrippe aus der Krippensammlung von Jürgen P. Riewe, die sich seit 1994 im Bestand des Museums befindet und im letzten Jahr durch eine weitere umfangreiche Krippensammlung ergänzt wurde. Unter den Krippen befinden sich kleine Darstellungen von Jesus’ Geburt in Nussschalen – und eben auch noch kleiner, in einem Kieselstein. Mehr zur Krippensammlung des Museums.

4. Gibt es eine kuriose Geschichte/Erlebnis um ein Objekt/Ausstellung? Erzähle sie uns. Es kann auch einfach ein kurioses Objekt aus der Sammlung sein.

Die "Geheimtreppe" auf Burg Posterstein
Die “Geheimtreppe” auf Burg Posterstein

Mir fallen gleich mehrere Geschichten ein, aber eine der schönsten ist die von der Geheimtreppe im Gerichtszimmer – ein Ausstellungsstück, ein riesiger Aktenschrank, den man eigentlich gar nicht übersehen kann! In dem riesigen, raumfüllenden Schrank verbirgt sich eine versteckte Treppe, die hinab in die Küche, auf den Hof und in den „Unteren Saal“; und von dort weiter in einen Kellerbereich führte. Früher diente dieser Gang möglicherweise als Fluchtweg, heute endet der Weg bereits in der eine Etage tiefer liegenden Galerie. “Große” Besucher können heute von außen einen Blick auf Schrank und Treppe werfen, während Teilnehmer von Kinderführungen die geheime Treppe auch einmal selbst betreten dürfen. Mehr zur Geheimtreppe kann man hier lesen.

5. Hast du ein Lieblingsstück? Warum?

Büste von Dorothée von Dino-Talleyrand im Museum Burg Posterstein
Büste von Dorothée von Dino-Talleyrand im Museum Burg Posterstein

Eines meiner persönlichen Lieblingsstücke ist eine Büste von Dorothea von Kurlands jüngster Tochter Dorothée von Dino-Talleyrand (1793 – 1862), ein 2004 nach dem Original von Bernhard Afinger gefertigter Gipsabguss. Das Original gehört der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und steht im Schloss Charlottenburg. Eine weitere Büste befindet sich im Schloss Sagan (Schlesien). Die Büste der Frau mit der kunstvollen Frisur schaue ich mir gerne an und stelle mir dazu vor, wie die zunächst gegen ihren Willen nach Frankreich verheiratete adlige Dame später mit ihrem angeheirateten Onkel Charles Maurice de Talleyrand, dem berühmten französischen Außenminister, auf dem Wiener Kongress unterwegs war, sich elegant politisch eingemischt und dabei den wichtigen Herren den Kopf verdreht hat. (Ein Blogpost zu Dorothée)

6. Welches Objekt habt ihr zuletzt warum restauriert bzw. restaurieren lassen und nach welchen Kriterien?

Doppelmayr Himmelsglobus aus der Sammlung des Museums
Doppelmayr Himmelsglobus aus der Sammlung des Museums

Zuletzt wurde die Wandbemalung in der Burg noch einmal aufgefrischt. Das ist zwar kein konkretes Ausstellungsobjekt, aber es handelt sich um schöne, dekorative Bemalungen, die dem Besucher erst beim zweiten oder dritten Hinsehen auffallen.
Als letztes Objekt konnte Ende 2013 der Doppelmayr-Himmelsglobus von 1728 aus der kulturgeschichtlichen Sammlung des Museums restauriert werden. Doppelmayr (1671-1750) war einer der profiliertesten Hersteller von Globen im 18. Jahrhundert. Er studierte in Altdorf und Halle, unternahm Reisen durch Deutschland, England und Holland.

7. Welchen Stellenwert besitzt das Blog für das Haus?
Der Blog ist eine Ergänzung zur Website und zu Publikationen, weniger wissenschaftlich, aber doch voller Inhalte, die nicht in offiziellen Katalogen Platz fanden oder einfach nur erzählenswert sind, aber in kein anderes Format passten. Ich verstehe unter dem Blog auch eine permanent geöffnete, kostenlos zugängliche, virtuelle Außenstelle des Museums, über die sich jeder weiterbilden und inspirieren lassen kann (viele Blog-Leser kommen über die Suche nach ganz speziellen Begriffen, z.B. bestimmte Altenburger Rittergüter). Nachweislich findet der eine oder andere Blogleser dann auch den Weg ins Museum, oder bestellt zumindest das passende Buch zum Thema (z.B. die Kataloge über Rittergüter der Region).

8. Hast du einen Artikelfavoriten im Blog? Wenn ja, warum?

Ansichtskarte des Ritterguts Windischleuba (Museum Burg Posterstein)
Ansichtskarte des Ritterguts Windischleuba (Museum Burg Posterstein)

Ich mag besonders die soeben erwähnten Rittergutsartikel, denn mit denen hat alles angefangen. Die Geschichte jedes Ritterguts ist so einzigartig und verknüpft mit so vielen Menschen und Schicksalen, dass sich aus jeder einzelnen ganze Romane schreiben ließen. Eine wahre Fundgrube!

9. Was bedeutet dir Kultur?
Kultur ist für mich persönlich vieles: Unterhaltung, aber auch Bildung. Bildung alleine würde sich anfühlen wie wieder die Schulbank drücken zu müssen, aber Geschichte kann schließlich – wie unser Blogtitel schon suggeriert – auch interessante Geschichten erzählen.

10. Wenn du kulturell „fremdgehst“ (außerhäusliche Aktivitäten), was machst du?
Ich schaue mir andere Museen an, oft gemeinsam mit Familie oder Freunden, darüber hinaus natürlich auch Märkte und Feste, Kinofilme und Konzerte.

11. Du hast drei Wünsche frei, welche sind das?
Ich wünsche mir jeden Tag drei Stunden mehr ungestörte Zeit zum Schreiben 🙂

Das “Best Blog”-Stöckchen fliegt weiter …

Das Blogstöckchen-Konzept verlangt nun, dass ich selbst elf neue Fragen formuliere und den Staffelstab anderen Blogs übergebe. Folgende Fragen möchte ich gern der Festung Königstein (Twitter: @SchonErobert), dem Blog Napoleon auf der Spur (Twitter: @naponaps), dem Tourismus-Portal Visitatio (Twitter: @visitatio) und dem Thüringer Journalist und Kulturblogger Michael Plote (Twitter: @miplotex) zuwerfen:

1. Wer bloggt?
2. Wie und wann ist der Blog entstanden? Was ist die Idee dahinter?
3. Welchen Stellenwert nimmt der Blog im Museum ein?
4. Wer sind die Leser des Blogs bzw. an wen richtet sich der Blog?
5. Wie sammelt ihr Ideen?
6. Welches war der erfolgreichster Blogpost?
7. Habt ihr schon “offline” Feedback auf Blogposts erhalten – sei es von Besuchern, Recherche- oder Kooperationsanfragen, Buchbestellungen, etc.?
8. Über welche Themen bloggst du am liebsten?
9. Wie häufig bloggt ihr und warum?
10. Wie wichtig sind Fotos für den Blog?
11. Welche Blogs liest du selbst am liebsten?

Wir freuen uns auf eure Antworten!

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Die Farben der Vergangenheit: Restaurierung und Renovierung auf Burg Posterstein

Seit dieser Woche arbeitet sich ein Maler durch alle Räume der Burg Posterstein. Dabei muss man im Museum nicht nur auf wertvolles Mobiliar acht geben, sondern auch auf die – teilweise freigelegten – Farbschichten vergangener Jahrhunderte.

Seit Februar 2014 sind im Museum Burg Posterstein Malerarbeiten im Gange. Besondere Rücksicht muss dabei auf historische Wandbemalungen genommen werden (Foto: Museum Burg Posterstein).
Seit Februar 2014 sind im Museum Burg Posterstein Malerarbeiten im Gange. Besondere Rücksicht muss dabei auf historische Wandbemalungen genommen werden (Foto: Museum Burg Posterstein).

In den kommenden rund zehn Wochen können Besucher daher immer jeweils einen Raum des Museums nicht betreten. In dieser Woche beginnen die Arbeiten im Gerichtsraum. Dabei soll die originale Farbfassung getreu nach Befund wieder nachgemalt werden. Die Originalbefunde, die bei Restaurierungsarbeiten 1989/90 freigelegt wurden, werden unretouchiert sichtbar gelassen.

Farben des 18. Jahrhunderts

Bei Restaurierungsarbeiten 1989/90 wurden bereits umfangreiche Wandbemalungen freigelegt, die im Museum im Original zu sehen sind (Foto: Museum Burg Posterstein).
Bei Restaurierungsarbeiten 1989/90 wurden bereits umfangreiche Wand- und Kaminbemalungen freigelegt, die im Museum im Original zu sehen sind (Foto: Museum Burg Posterstein).

Bei der Restaurierung der Burg im Jahre 1990 erlaubten gut erhaltene Befunde an Wänden, Kaminen, Türen, Türumrahmungen und Fenstern eine Restaurierung und Ergänzung der vorgefundenen Farbfassungen. Man verzichtete dabei auf eine Nachbildung der textilen Wandbespannungen des späten 18. Jahrhunderts, zeigte dafür aber alle freigelegten Sockel- und Kaminbemalungen, bis auf wenige Retuschen, im Originalzustand.

Das Museum zeigt noch erhaltene Reste der Bemalung aus dem 18. Jahrhundert im Originalzustand (Foto: Museum Burg Posterstein).
Das Museum zeigt noch erhaltene Reste der Bemalung aus dem 18. Jahrhundert im Originalzustand (Foto: Museum Burg Posterstein).

Im Obergeschoss konnten auf diese Art in den meisten Räumen die Raumfassungen rekonstruiert werden, in den verbliebenen Räumen ergänzte man die Farbgebung an den Innenwänden entsprechend dem dokumentierten Grundton.

1999 konnten bereits große Teile einer originalen Kaminbemalung gesicherte werden (Foto: Museum Burg Posterstein).
Originale Sockelbemalung im Museum Burg Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein).

Geraffte Tücher und muschelähnliche Ornamente

1999 untersuchte und sicherte man in einem Raum bereits einen bemalten Kaminbereich. Wenige, fragmentarisch erhaltene Farbreste an den Sockeln der Wände in diesem Raum zeigen Fassungen aus verschiedenen Zeiten. Ein Sockelbereich lässt eine Bandelwerkbemalung in Ocker, Rotbraun und Grau erkennen, während die anderen Teile mit muschelähnlichen Ornamenten in Licht- und Schattenspiel bemalt sind.

Ein ehemaliger Kamin ist in einer Wandmalerei auf trockenem Kalkputz  (Seccobemalung) gefasst (Foto: Museum Burg Posterstein).
Ein ehemaliger Kamin ist in einer Wandmalerei auf trockenem Kalkputz
(Seccobemalung) gefasst (Foto: Museum Burg Posterstein).

Die Risskittungen, das Verputzen der Fehlstellen und die teilweise Retuschierung der Malschichten durch die Restauratorin Bärbel Ginskey gaben der ursprünglichen Fassung ihr geschlossenes Bild zurück.

(Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein)

Posti & Stein am weltweiten #MuseumSelfie Day

PostiStein_Selfie-2

Wir haben sie erwischt: Die Burggeister Posti und Stein posieren zusammen mit der Burg Posterstein. Kein Wunder, heute ist auf Twitter ja auch der erste internationale #MuseumSelfie Tag, ausgerufen von @MarDixon und dem britischen Museumsexperten-Netzwerk Culture Themes.

Eigentlich haben wir uns schon längst an den Anblick von Menschen, die ihren Museumsaufenthalt per schnelles Selbstportrait mit dem Smartphone dokumentieren schon längst gewöhnt. Heute wird es zum Flash Mob / Kunstprojekt auf internationaler Bühne. Wer auf Twitter und Instagram nach dem Hashtag (Lesezeichen) #MuseumSelfie sucht, findet sich schnell in einem öffentlichen Familienfotoalbum hunderter oder tausender Museumsbesucher wieder. Schön besprochen hat die neue Bedeutung solcher Selbstportraits auch der Münchner Kulturexperte Christian Gries in seinem Blog.

In Posterstein derweil schneit es und die Burggeister Posti und Stein verweisen mit ihrem Selfie nicht zuletzt auf das museumspädagogische Programm im Museum, durch das jedes Jahr mehr als 2000 kleiner Ritter und Burgfräulein die Burg Posterstein kennenlernen.

Das war unser Blogjahr 2013

Schon ein alljährlich wiederkehrendes Event in unserem Blog: Der WordPress-Jahresbericht von 2013! Wir danken allen Lesern für die interessanten Kommentare und anregenden Diskussionen und sind gespannt auf das nächste Blogjahr!

Hier ist ein Auszug:

Dieser Blog wurde in 2013 etwa 9.600 mal besucht. Das Museum Burg Posterstein konnte in dieser Zeit 23000 Besucher auch “offline” begrüßen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Digitaler Salon mit Beteiligung aus dem Netz – Fazit zum 1. Postersteiner Tweetup

Viele Tweets zum “Digitalen Musenhof” auf Burg Posterstein am 12. Mai 2013, 13.30 Uhr – Herzlichen Dank an alle Teilnehmer!

2013 war das Jahr, in dem der Internationale Museumstag (mit Hilfe derKulturkonsorten aus München) digital wurde. Unter dem Stichwort IMT13 wurde kräftig getwittert, auf Facebook gepostet und auf Pinterest gepinnt. An der Blogparade zum Museumstag nahmen 39 Museen teil, natürlich auch dasMuseum Burg Posterstein. Insgesamt fanden um die 15 Tweetups in deutschen Museen statt, für viele war es wie für uns von der Burg Posterstein das erste Mal. Unser “Digitaler Musenhof” um 13.30 Uhr war gekennzeichnet mit den Hashtags#IMT13 #P (für Posterstein).

Teilnehmer beim Tweetup "Digitaler Musenhof" im Museum Burg Posterstein
Teilnehmer beim Tweetup “Digitaler Musenhof” im Museum Burg Posterstein

Posterstein liegt in einer Region, indem das Breitband-Internet oft noch nicht ausgebaut ist, oder Bürger sich – wie in Posterstein – zusammenschließen müssen, um in Eigenregie einen Anschluss ans schnellere Internet zu organisieren. Smartphones sind noch vergleichsweise selten, v. a. aber in Kombination mit einem Twitter-Account. Deshalb bestand unsere Vorbereitung auf das Tweetup “Digitaler Musenhof” – nicht nur lokalen Medien gegenüber – zunächst in Aufklärungsarbeit zum Thema “Twitter”.

Eine nicht ganz normale Führung war das Tweetup in der Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau, denn es wurde nicht nur zugehört, sondern auch in Smartphones getippt
Eine nicht ganz normale Führung war das Tweetup in der Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau, denn es wurde nicht nur zugehört, sondern auch in Smartphones getippt

Umso schöner, dass sich trotzdem eine Reihe interessierter Twitteraties – teilweise ganz neu auf Twitter – zusammengefunden hat, um dieses Experiment des Web 2.0 mit uns gemeinsam auszuprobieren. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer!

Eine Auswahl der schönsten Beiträge gibt es auf Storify – und die kann sich sehen lassen:

Fazit des "Digitalen Musenhof" / Tweetup auf Burg Posterstein auf Storify: http://storify.com/MH_TextWeb/digitaler-salon-mit-beteiligung-aus-dem-netz-fazit
Fazit des “Digitalen Musenhof” / Tweetup auf Burg Posterstein auf Storify: http://storify.com/MH_TextWeb/digitaler-salon-mit-beteiligung-aus-dem-netz-fazit

(Von Marlene Hofmann)

Einladung zum “Digitalen Musenhof”: 1. Tweetup im Museum Burg Posterstein #IMT13

Digitaler Musenhof auf Burg Posterstein
Hätte die Herzogin von Kurland getwittert?

Am 12. Mai ist Internationaler Museumstag. Auf Burg Posterstein haben wir ein Programm für die ganze Familie zusammengestellt. Alle Veranstaltungen sind im Eintrittspreis inbegriffen. Für Teilnehmer am “digitalen Musenhof” ist der Eintritt frei.

Der “digitale Musenhof” startet um 13.30 Uhr

Hätte es damals schon den Kurznachrichtendienst Twitter gegeben, hätte die Herzogin Anna Dorothea von Kurland sicherlich ihr eigenes Profil gehabt. Die redegewandte, politisch und kulturell interessierte Dame hätte eine Menge Follower um sich geschart, mit klugen Tweets – kleinen Botschaften von 140 Zeichen Länge – das Weltgeschehen kommentiert und sich mit den bekanntesten Politikern und Künstlern der Zeit angeregte Debatten geliefert. So stellen wir uns das zumindest vor.

Zum Internationalen Museumstag am 12. Mai wollen wir den Löbichauer Salon der Herzogin von Kurland mit einem Tweetup wieder aufleben lassen. Wir starten um 13.30 Uhr zur Sonderführung durch die Dauerausstellung über den Musenhof Löbichau. Jeder kann teilnehmen, ob mit Smartphone oder als “normaler” Zuhörer. Twitterer haben freien Eintritt ins Museum und zu allen anderen Veranstaltungen an diesem Tag.

So nehmen Sie am Tweetup “Digitaler Musenhof” teil

Die Herzogin Anna Dorothea von Kurland (Bild: Burg Posterstein)
Die Herzogin Anna Dorothea von Kurland (Bild: Burg Posterstein)

Um am Tweetup “Digitaler Musenhof” teilnehmen zu können, brauchen Sie ein Handy mit Internetzugang und ein Twitter-Profil (das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten eingerichtet: Zur Kontoerstellung). Die Teilnehmer folgen der Führung und kommentieren und teilen ihre Erlebnisse zeitgleich auf Twitter. Alle Kommentare werden mit dem Hashtag (Lesezeichen) #IMT13 (Kürzel für: Internationaler Museumstag 2013) versehen. So kann das Geschehen von anderen Twitterern auf Twitter live mitverfolgt werden. Allen Kommentaren zum Thema kann man auf der Twitterwall zum Internationalen Museumstag folgen: http://imt13.tweetwally.com/.

Wenn Sie teilnehmen wollen, senden Sie uns einen Tweet @burgposterstein und melden Sie sich am 12. Mai an der Museumskasse. – Wenn es damals schon Smartphones und Twitter gegeben hätte, wäre die kulturinteressierte und debattierfreudige Herzogin von Kurland sicher eine der ersten Tweetup-Initiatorinnen gewesen.

Zum Weiterlesen:

Museum Burg Posterstein auf Twitter

Twitterwall zum Internationalen Museumstag mit den aktuellesten Tweets

Unser Programm zum Internationalen Museumstag

Was ist ein Tweetup? – Erklärt auf der Website der Kulturkonsorten München

Was ist der Musenhof Löbichau? – Info auf der Website der Burg Posterstein

Wie Frauen in Salons politisch agierten – Artikel von Marlene Hofmann

Weitere Blogbeiträge zum Schloss Löbichau:

Zeitweise 300 Gäste gleichzeitig

Austern unterm Schloss (Ausgrabung in Löbichau)

Von Marlene Hofmann