#secretsMW: Das Geheimnis um das „heimlich Gemach“

LogoMW_PostersteinAuf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken startet heute die #MuseumWeek, seines Zeichens die erste weltweite Kulturveranstaltung auf Twitter, zu der sich über 3000 Museen aus der ganzen Welt (davon über 100 deutsche) angemeldet haben. Das Museum Burg Posterstein wird die MuseumWeek – wie bereits im letzten Jahr – zum Anlass nehmen, täglich einen Blogpost zum Thema zu teilen. Damit dies möglich werden kann, wurden trotz Ausstellungsvorbereitungen alle Mitarbeiter eingespannt. Den Anfang macht unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Franziska Engemann, die ein pikantes Geheimnis lüftet:

Zum „stillen Örtchen“ mancher Burgen gab es nicht einmal eine Tür ((c) Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein)
Das “Heimlich Gemach”: Ein stilles und zugiges Örtchen

In den Ausstellungsräumen des Museums Burg Posterstein befindet sich eine verschlossene und gut versteckte Tür. Nur ausgewählte Besucher, wie die fast 2000 Kinder im Jahr, die mit ihren Kindergartengruppen, Schulklassen und Geburtstagsgästen das alte Gemäuer mit einer Sonderführung erkunden, können einen Blick in dieses „heimlich Gemach“ werfen. Besonders die Kinder packt beim Anblick der Räumlichkeiten das blanke Entsetzen.

Außenansicht eines Abort-Erkers der Burg Posterstein ((c) Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein)
Außenansicht eines Abort-Erkers der Burg Posterstein
Die Tür gewährt Einlass in einen kleinen Erker, der sich an der Außenmauer der Burganlage befindet. Der Raum ist klein, bietet nur einer Person Platz, die sich darin auch nur auf einem hölzernen Sitz niederlassen kann. Die Schlussfolgerung liegt also nahe: Es handelt sich um eine Toilette. Um ein richtiges „Plumpsklo“, um genau zu sein.

Zwar soll Sir John Harington bereits 1596 das Wasserklosett erfunden haben. Allerdings schien er mit dieser Idee, auf wenig Gegenliebe gestoßen zu sein. Denn was die Kinder heutzutage so entsetzt und was sie vielleicht nur noch vom Camping mit den Eltern kennen, war im Mittelalter und bis weit in die Neuzeit hinein „gang und gäbe“. Hebt man heute den hölzernen Deckel vom Sitz, lässt das zugemauerte Klosett nicht mehr allzu „tief blicken“. Im Mittelalter war der Erker allerdings zum Burggraben hin offen und das gemachte „Geschäft“, konnte nach kurzem Flug fröhlich im Graben vor sich hin stinken. Ein entsprechend kalter Luftzug von unten lud nicht gerade zum Verweilen auf diesem „stillen Örtchen“ ein. Besonders nicht im Winter.

Und wirklich still war der Lokus wohl auch nicht. Anfangs schien er nämlich zum Burginneren hin sichtoffen zu sein. Allerdings war die Gefahr, in einen Haufen zu treten, recht gering. Im Burggraben hielt sich im Normalfall niemand auf.

Der Ort, an dem sich heute Mittelalter und Moderne treffen

Auch irgendwie heimlich und sehr gut versteckt: Der Geo-Cache unterm "heimlich Gemach"
Auch irgendwie heimlich und sehr gut versteckt: Der Geo-Cache unterm “heimlich Gemach”
Heute sieht das schon ganz anders aus. Moderne Schatzjäger suchen unter dem alten Toiletten-Erker nach ganz besonderen Preisen. Ein sogenannter „Geocach“ liegt im Bereich darunter gut versteckt. Diese Sonderform der Schnitzeljagt erfreut sich immer größerer Beliebtheit und lädt dazu ein, Kultur und Natur auf ganz besondere und spannende Art zu erkunden. Ob mit GPS-Empfänger, Smartphone oder auch durch kleine Rätsel, können die „Caches“ gesucht und natürlich auch gefunden werden.

Im Falle der Burg Posterstein befindet sich das Ziel nur eben an einem „beschissenen Ort“. Eine unangenehme Überraschung von oben muss aber niemand mehr fürchten. Der Erker ist zugemauert, die Tür verschlossen und das Geheimnis um das „heimlich Gemach“ bleibt wohl gehütet.

Von Franziska Engemann / Museum Burg Posterstein

Zum Weiterlesen:
Mehr zur Toilette im Mittelalter
Der Geo-Cache an der Burg Posterstein

Jede Veranstaltung zählt, je mehr desto besser: Burg Posterstein zu Gast im Erzählcafé im Renaissanceschloss Ponitz

Ponitz_8_600pxKaum eine Gemeinde, die nicht mit der “Landflucht” junger Menschen zu kämpfen hat. Sie machen es meist nicht mal mit Absicht: Zur Ausbildung oder zum Studium ziehen Jugendliche in die Städte, dort finden sie neue Freunde, einen Partner, gründen eine Familie – und gewöhnen sich daran, dass rund herum ständig was los ist und Einkaufsmöglichkeiten bestehen.

Unsere Marketingbeauftragte Marlene Hofmann und Museumsmitarbeiterin Franziska Engemann, die mitverantwortlich für das museumspädagogische Programm im Museum Burg Posterstein ist, nehmen am 8. März 2016, 15.30 Uhr, im Renaissanceschloss Ponitz an einem Erzählcafé der Heinricht Böll-Stiftung teil – Thema: Stadt UND Land für Alt UND Jung, wie erreicht man junge Zielgruppen.

Warum sollten junge Menschen zurück aufs Land kommen?

An dieser Stelle muss man als Kommune ansetzen, sich seiner Standortvorteile gegenüber der Stadt bewusst werden, sie fördern, bewerben und ausbauen. Ganz oben auf der Liste dieser Vorteile, die es durchaus gibt, wird vermutlich die Naturnähe stehen, die Weite, die Ruhe, die Familienfreundlichkeit. Aber auch, wenn man als junge Familie einen eigenen Garten hat, möchte man auf gewissen Komfort nicht verzichten. Es braucht Sport- und Freizeitangebote, Spielplätze, Kultur und Veranstaltungen, Anbindungen an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, Arbeitsplätze in nicht allzu weiter Entfernung, eine Grundversorgung bzw. einfachen Zugang dazu (z.B. im Nachbardorf).

Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.
Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.

An diesen Gedanken knüpft auch die noch junge Initiative “Gemeinsam nicht einsam: – neues Leben auf dem Land” an, die der Förderverein Burgberg Posterstein e.V. ins Leben gerufen hat. Ziel ist es nicht nur, das historische Herrenhaus zu sanieren, sondern die Rahmenbedingungen für ein reichhaltiges Zusammenleben von Jung und Alt zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Posterstein, dem Museumsverein und den Vereinen und Bürgern Postersteins soll Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum gestärkt und gefördert werden.

Zusammenarbeit und gemeinsame Kommunikation sind gefragt

Alle Bedürfnisse der Einwohner im ländlichen Raum kann kaum eine Gemeinde allein erfüllen und muss es auch nicht. Denn oft ist man zu Fuß, per Fahrrad, mit Bus, Bahn oder Auto schnell im nächsten Ort. In vielen Gemeinden im Altenburger Land existiert ein reges Vereinsleben, es gibt auch lokal engagierte Betriebe und Gewerbetreibende, es gibt Sehenswürdigkeiten und Wanderwege. Gemeinden müssen also zusammenarbeiten, statt sich als Konkurrenten zu sehen. Jede Veranstaltung, jeder Sportverein, jeder Freizeitklub zählt. Je mehr passiert, desto besser. Gleichzeitig muss man öffentlich darüber “reden” – und vor allem auch dort, wo die Zielgruppe sich informiert, also auch im Social Web.

Die 1000-jährige Eiche in Nöbdenitz, im Hintergrund die Dorfkirche Nöbdenitz
Besucher an der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz, geführt von einer Mitarbeiterin der Kultur- und Bildungswerkstatt “Hans Wilhelm von Thümmel” in Nöbdenitz

Das Museum Burg Posterstein zieht jährlich über 20.000 Besucher nach Posterstein, darunter rund 2000 Schüler. Das Mittelalterspektakel, das jedes Jahr zu Pfingsten auf dem Burgberg und in der Burg stattfindet, ist dabei ganz klar das Besucher-Highlight. Viele weitere tausend Besucher kommen zu Großveranstaltungen wie dem Postersteiner Seifenkistenrennen, das am ersten Augustwochenende jedes Jahr Schauplatz für den Mitteldeutschland-Cup ist und viele Familien in den Ort lockt. In den Nachbarort Nöbdenitz, bekannt für seine 1000-jährige Eiche mit dem Grab des Ministers Hans Wilhelm von Thümmel, führt ein interaktiver, familienfreundlicher Wanderweg – der Sprotte-Erlebnispfad. Thüringenweg, Thüringer Städtekette, Bauerngartenroute und Lutherweg kreuzen hier ebenfalls. Die Kultur- und Bildungswerkstatt im Pfarrhof Nöbdenitz lockt mit ihren Veranstaltungen ein Publikum aus der ganzen Region. Es gibt mehrere Vereine, deren Mitglieder sich für die Region engagieren. Mit dem Rad kann man auf naturschönen Radwegen weiter nach Schmölln und Altenburg fahren. Auch das nahe Schloss Ponitz mit seinem aktiven Förderverein und das Deutsche Landwirtschaftsmuseum im Schloss Blankenhain in Sachsen erreicht man schnell. Die Liste könnte noch lange weiter geführt werden.

Die Region als Ganzes sehen: Beispiel Sonderausstellung Friedrich Mascher

Umfangreiche Kooperationen unterstützen und ergänzen die Sonderausstellung zum Portraitmaler Friedrich Mascher
Umfangreiche Kooperationen unterstützen und ergänzen die Sonderausstellung zum Portraitmaler Friedrich Mascher

Wichtig ist aber, Veranstaltungen und Initiativen gemeinsam zu bewerben und sich gegenseitig zu fördern, auch im Internet. Auf Facebook, Twitter, Blog und Website weisen wir auch gern auf andere Kulturveranstaltungen hin, denn es macht die Region als Ganzes attraktiver für eine – nicht nur junge – Zielgruppe vor Ort. Zur aktuellen Sonderausstellung “Der Portraitmaler Friedrich Mascher” gibt es Kooperationen mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg, mit dem Künstler Tilman Kuhrt aus Altenburg und auch ganz lokal mit dem Elegant-Hotel zur Burg, das das passende Menü zur Ausstellung anbietet. Auch für die nächste Ausstellung zum Altenburger und Gothaer Minister Hans Wilhelm von Thümmel, dessen Grab sich unter der bereits erwähnten 1000-jährigen Eiche befindet, liegen solche Kooperationen auf der Hand. Gemeinsame Werbung auf allen Kanälen und eine kulturelle Vielfalt erst schaffen ein attraktives Bild des ländlichen Raums, in dem wir junge wie ältere Einwohner wie Gäste locken und halten wollen.

Hintergrundinfos zur Veranstaltung “Erzählcafé: Stadt UND Land für Alt UND Jung”

Zum Projekt: Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Land

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Zum neuen Jahr: Gedanken über Museumsblogs

Das Museum Burg Posterstein bloggt jetzt seit fast genau fünf Jahren. Als wir den Blog 2011 starteten, hatten wir uns zuvor keinerlei Gedanken über Storytelling, Reichweite und die Erschließung neuer Zielgruppen gemacht. In diesem Artikel wollen wir zurückblicken und über Blog-Strategie nachdenken.

Der Museumsblog “Geschichte und Geschichten” entstand vielmehr aus einem Sonderausstellungsprojekt heraus: 2007 und 2010 veröffentlichten wir in Zusammenarbeit mit Christiane Nienhold und Gustav Wolf zwei Bücher über Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten. Dazu gab es jeweils eine Sonderausstellung. Wir legten eine Google-Map über die Rittergüter an.

[googlemaps https://www.google.com/maps/d/embed?mid=z8NYETeEP5Fc.kkJTINQrfUEk&hl=de&w=640&h=480]

Trotzdem barg das Thema so viele Geschichten, die erzählt werden wollten. Parallel zur Ausstellung begannen wir 2010 auf Facebook kleine Notizen über die Geschichte einzelner Rittergüter zu veröffentlichen. Bald stellte sich aber heraus, dass Facebook einfach nicht der passende Ort für relativ zeitlose historische Details ist. Das war dann der Startschuss für einen eigenen Blog. Die Beiträge zu den Rittergütern kann man auf Deutsch und Englisch im Blog finden. – Wobei wir schon bei den Vorzügen des Bloggens wären.

Blogs als Potential für museale Vermittlung

WordPress schickt uns jedes Jahr eine statistische Zusammenfassung unseres Blogs, die wir auch gern öffentlich machen wollen. Seit 2011 (3000 Klicks) ist die Beliebtheit des Blogs (2015: 17.000 Klicks) kontinuierlich gestiegen. Das ist im Vergleich zu großen Blogs sicher nicht gewaltig und kann auch nicht mit der Website des Museums konkurrieren – für lediglich rund drei Blogposts monatlich aber in Ordnung.

(c) Museum Burg Posterstein, Schloss Langenleuba-Niederhain
(c) Museum Burg Posterstein, Schloss Langenleuba-Niederhain
Interessant ist, dass die beliebtesten Posts des Jahres 2015 allesamt zwischen 2011 und 2013 entstanden sind. Der Blog lebt von zeitlosen bzw. langlebigen Artikeln zu geschichtlichen Themen, die auch noch nach Jahren ihre Richtigkeit haben. Auf Platz zwei liegt beispielsweise ein Artikel zu einem der Rittergüter: Wo steht ein halbes Schloss? Das hängt vielleicht damit zusammen, dass das halbe Schloss 2015 zur Versteigerung stand. Für 22.000 Euro fand die sanierungsbedürftige, denkmalgeschützte Anlage im November 2015 einen neuen Besitzer.

Zeitlose Blog-Klassiker

Klassiker im Blog sind alle Jahre wieder Artikel über Weihnachten und Ostern im Mittelalter, Infos zu Ritterturnieren und ähnliches. Das unterstreicht, dass der Blog nicht nur ein kurzlebiges Medium ist, bei dem es darum geht, möglichst viele Artikel nacheinander zu publizieren. Das Museum Burg Posterstein möchte vielmehr darauf setzen, interessante Inhalte, die mit den Ausstellungsschwerpunkten des Museums in Zusammenhang stehen, langfristig zeigen zu können, auch wenn in den Ausstellungsräumen vor Ort dafür kein Platz mehr ist. Damit verlegen wir die museale Vermittlung zum Teil ins WWW, wo virtuelle Besucher aus aller Welt (vornehmlich Deutschland, USA, Schweiz, Österreich, Niederlande…) darauf zugreifen können, selbst wenn sie vielleicht nie den Weg nach Posterstein finden.

Darüber hinaus ist der Blog ein Medium, über das Besucher und Interessierte direkt mit uns in Kontakt treten können. Um diesen Austausch zu fördern, wollen wir uns auch in Zukunft weiter in Blogparaden und Social Media-Aktionen einbringen sowie – wie zuletzt mit Verena Schmidtke – Gastbloggern die Möglichkeit geben, hier relevante Beiträge zu veröffentlichen.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Auf dem Postersteiner Burgberg tut sich etwas: Rittergutsgebäude wechseln den Eigentümer

Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.
Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein nach über 20 Jahren Leerstand.

Seit dem März, als wir während der #MuseumWeek noch vom geplatzten Traum vom belebten Burgberg berichteten, hat sich einiges getan. Es hat sich der Förderverein Burgberg Posterstein e.V. gegründet und am 14. Oktober 2015 die verbleibenden Gebäude des ehemaligen Ritterguts Posterstein gekauft. Mit Hilfe von Spenden und Fördermitteln wollen die engagierten Bürger das Mammutprojekt in Angriff nehmen und das seit 20 Jahren leer stehende Herrenhaus sanieren sowie den gesamten Burgberg umgestalten.

Gemeinsam und mit der Unterstützung des Landkreises, der Gemeinde Posterstein, von regionalen Firmen, dem Museum Burg Posterstein und tatkräftigen Bürgern möchte der Verein an einem zukunftsfähigen Burgberg arbeiten – ökologisch, sozial und kulturell nachhaltig gestaltet, und somit gewappnet für bevorstehende Herausforderungen, wie den demografischen Wandel, eine unabhängige, klimaneutrale Energieversorgung oder Strukturabbau. Der Thüringer Kulturminister signalisierte bei seinem Besuch in Posterstein Interesse und sicherte dem Projekt finanzielle Starthilfe zu.

Historisches Herrenhaus stand seit 1993 leer

Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Posterstein, das im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet wurde, stand seit 1993 leer. Erstmalig bot sich nun die Chance zum Rückkauf des Herrenhauses sowie der verbleibdenden Rittergutsgebäude.

Inzwischen wurde mit Geldern der Thüringer Staatskanzlei eine Machbarkeitsstudie für die Realisierung des Konzepts “Gemeinsam nicht einsam” in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie sollen zu gegebener Zeit öffentlich in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Parallel ist die Notsicherung des Gebäudes im Gange. Führungen im unsanierten Gebäude sind geplant. Ein paar Eindrücke vom Zustand des Hauses geben die hier erstmals gezeigten Fotos.

Berühmter Gast auf dem Postersteiner Rittergut: Hans Fallada

Die Geschichte des Postersteiner Ritterguts ist eng verknüpft mit der der Burg Posterstein. Die letzten Rittergutsbesitzer (1833-1945) waren die Familie Herrmann. Ein berühmter “Eleve” in dem landwirtschaftlichen Betrieb war von 1913 bis 1915 Rudolf Ditzen, der hier seine Ausbildung zum Landwirt – mit Spezialisierung auf die Kartoffelzüchtung – absolvierte. Viel bekannter ist der spätere Schriftsteller unter seinem Künstlernamen Hans Fallada.

Zum Weiterlesen:
Die Projektidee “Gemeinsam nicht einsam”
Der Verein Förderverein Burgberg Posterstein e.V.
Hans Fallada in Tannenfeld und Posterstein

Für Sonderausstellung gesucht: Wer besitzt Gemälde vom „Bauernmaler“ Friedrich Mascher?

Mascher-Portrait des Bauern Prenger aus Greipzig um 1860 (Museum Burg Posterstein)
Mascher-Portrait des Bauern Prenger aus Greipzig um 1860 (Museum Burg Posterstein)
Im 19. Jahrhundert ließen sich viele wohlhabende Hofbesitzer des Altenburger Herzogtums porträtieren. Diese Bilder sind meist als empfindliche Pastelle ausgeführt. Der bedeutendste Maler, der in der Altenburger Region solche Porträts herstellte, war Friedrich Mascher (1816-1880). In einer gemeinsamen Sonderausstellung zum 200. Geburtstag des Künstlers wollen das Museum Burg Posterstein und das Residenzschloss Altenburg Porträtbilder und Hofansichten zeigen und die Kultur der Bauern der Region im 19. Jahrhundert vorstellen.

In Vorbereitung dieser besonderen Schau starten wir gemeinsam mit dem Residenzschloss diesen Aufruf an Bürger und Vereine der Region und darüber hinaus: Wer besitzt noch Bilder, Porträts und Pastelle des Malers Friedrich Mascher und würde sie für die Dauer der Sonderausstellung zur Verfügung stellen? Ein Beispiel für Maschers Stil ist hier abgebildete das Porträt des Bauern Prenger aus Greipzig (um 1860) aus der Postersteiner Sammlung.

Das Museum Burg Posterstein zeigt die Ausstellung vom 6. März bis 5. Juni 2016. Im September 2016 wird sie im Residenzschloss Altenburg zu sehen sein. Dazu erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Weitere Informationen zu Mascher-Bildern in Posterstein

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Storytelling im Museum Thema beim Besuch des Kulturministers

Benjamin Hoff im Gespräch mit Landrätin Michaele Sojka, zuständiger Fachbereichsleiter Bernd Wenzlau, Bürgermeister Stefan Jakubek und Museumsdirektor Klaus Hofmann.
Benjamin Hoff im Gespräch mit Landrätin Michaele Sojka, dem zuständigen Fachbereichsleiter Bernd Wenzlau, Bürgermeister Stefan Jakubek und Museumsdirektor Klaus Hofmann.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, besuchte am Dienstagnachmittag als erster Kulturminister seit 1990 das Museum Burg Posterstein. Vor Ort machte er sich ein Bild vom Ausstellungs- und Sammlungskonzept des Regionalmuseums für das Altenburger Land. Auf uns aufmerksam geworden ist er aber schon viel früher: Auf Twitter, Facebook und in Blogs.

Kulturmarketing und Storytelling im Museumsalltag

Immer wieder hob die lockere Gesprächsrunde aus Minister, Landrätin, Bürgermeister der Gemeinde, Museumsdirektor und Museumsangestellten unser kulturgeschichtliches Museum auf eine höhere Ebene und es ging um Kulturmarketing in Thüringen, Konzepte, das Museum als Marke, virtuelle Besucher und Storytelling im Museumsalltag. Das Kulturmarketingkonzept der Burg Posterstein bezeichnete Benjamin Hoff als „Avantgarde“ in Thüringen und erwähnt es gern als Best Practice im Freistaat.

Storytelling im Museum: Geschichten erzählen aus und über das Museum
Storytelling im Museum: Lebendige Geschichten aus und über das Museum erzählen

Seit einiger Zeit zählen wir in Posterstein nicht nur die Museumsbesucher, die vor Ort durch die Tür treten. Wir sind der Meinung, dass unser Bildungsauftrag nicht auf der Burgbrücke endet, sondern auch im virtuellen Raum weiter besteht. Deshalb werden auch die jährlich rund 110.000 Website-Besucher und rund 14.000 Blogleser zu den Besuchern gezählt. Die Website und der Blog sind auch der ideale Ort für Forschungsergebnisse, die teilweise in der Dauerausstellung gar keinen Platz finden.

Thüringer Staatskanzlei gibt finanzielle Starthilfe für die Neukonzeptionierung des Postersteiner Burgbergs

Logistisch stößt das Museum Burg Posterstein mit rund 22.000 Besuchern vor Ort im Jahr an seine Grenzen. Es fehlt beispielsweise ein barrierefreier Zugang ins Obergeschoss und zu den Toiletten. Ein Entwurf für den Wiederaufbau des 1953 abgerissenen Nordflügels existiert schon seit Jahren, es scheiterte bisher jedoch an der Finanzierung.

Einen Hoffnungsschimmer bringt nun die Zusicherung von 7500 Euro Lottomitteln durch die Staatskanzlei des Freistaats Thüringen. Mit diesen Geldern kann eine Machbarkeitsstudie finanziert werden, die das Konzept „Gemeinsam nicht einsam“ zur Neugestaltung des Postersteiner Burgbergs – die den Wiederaufbau des fehlenden Nordflügels der Burg einschließt – prüft. Erst mit einer solchen Studie in der Hand, kann sich der neu gegründete Förderverein Burgberg Posterstein um weitere finanzielle Mittel für die konkrete Umsetzung bemühen. Im inspirierenden Gespräch vor Ort ging es unter anderem auch um konkrete Ideen, das Vorhaben durch Crowdfunding und alternative Konzepte zum Spendensammeln zu unterstützen.

Zum Weiterlesen:
Projekt “Gemeinsam nicht einsam

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

#AskACurator – natürlich auch im Museum Burg Posterstein

Welker

Kuratoren aus fast 1000 Museen aus rund 50 Ländern stehen am diesjährigen #AskACurator (Frag einen Kuratoren)-Tag am 16. September auf Twitter Rede und Antwort zu ihrer Arbeit. Das Museum Burg Posterstein beteiligt sich als eines von über 40 deutschen Museen, darunter erstmalig auch das benachbarte Lindenau-Museum Altenburg, an diesem inzwischen schon traditionsreichen Social Media-Event. Auf Twitter, aber auch auf Facebook und hier im Blog stehen wir gern Rede und Antwort zur Museumsarbeit und zum Ausstellungsaufbau.

Wer antwortet?

Franziska Engemann ist Historikerin und Co-Kuratorin der aktuellen Sonderausstellung “Salongeschichten: Paris – Löbichau – Wien”.

Marlene Hofmann studierte Kommunikation, Skandinavistik und Museumsmanagement in Hamburg und hat zuletzt die aktuellen Sonderausstellung “Salongeschichten: Paris – Löbichau – Wien” mit kuratiert. Im Augenblick arbeitet sie an der Umgestaltung der Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau und bereitet zusammen mit Petra Nienhold die traditionelle Weihnachtsausstellung vor.

Fragen können direkt an die Profile des Museums und als Kommentar unter diesem Blogpost gestellt werden. Wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen zu antworten.

Die Liste über alle teilnehmenden Museen finden Sie hier.

Zusammenfassung

Eine Auswahl der durch #AskACurator entstandenen Gespäche haben wir hier zusammengestellt.

Radtour über die Thüringer Städtekette: Zwischenstation Burg Posterstein

Burg Posterstein liegt am Radweg Thüringer Städtekette und lädt ein, hier Zwischenstation zu machen.
Burg Posterstein liegt am Radweg Thüringer Städtekette und lädt ein, hier eine kulturelle Auszeit zu machen.

In Posterstein kreuzen sich verschiedene Rad- und Wanderwege: Thüringenweg, Städtekette, Lutherweg, Sprotte-Erlebnispfad und Bauerngartenroute. Eine Streckenkontrolle, bestehend aus Radwegplanern und Touristikern aus ganz Thüringen, fuhr heute bei schönstem Herbstwetter den beliebten Radweg Thüringer Städtekette von Gera nach Altenburg ab, um mögliche Schäden zu dokumentieren und die Nutzerfreundlichkeit des Radweges zu testen. Auf Burg Posterstein machten sie Rast.

Der Ort Posterstein bietet mit mehreren Gaststätten und Übernachtungsmöglichkeiten und dem Museum Burg Posterstein eine gute Gelegenheit für einen Zwischenhalt. Vor der Burg Posterstein gibt es Fahrradständer und im Museum Schließfächer für Helme und Rucksäcke, Rad-Wanderkarten und reichlich Gelegenheit, bei einer Pause mehr über die Geschichte der Region zu erfahren.

Radplaner und Touristiker aus ganz Thüringen testeten heute die Qualität des Radwegs Thüringer Städtekette und machten Halt auf Burg Posterstein.
Radplaner und Touristiker aus ganz Thüringen testeten heute die Qualität des Radwegs Thüringer Städtekette und machten Halt auf Burg Posterstein.

Das Museum Burg Posterstein hat jährlich rund 20.000 Besucher – viele davon kommen per Fahrrad. Großereignisse wie das Mittelalterspektakel und das Postersteiner Seifenkistenrennen ziehen jedes Jahr tausende Schaulustige in den kleinen Ort. Dass die Thüringer Museen 2014 insgesamt über vier Millionen Besucher in den Freistaat lockten, zeigt welches Potential Museen für den Kulturtourismus darstellen.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Vertrag zwischen Paris und … Posterstein: Zusammenarbeit mit Les Amis de Talleyrand

200 Jahre nach dem Wiener Kongress ist am 16. August 2015 ein französisch-deutscher Vertrag unterzeichnet worden, der gemeinsame Forschungsarbeiten des Museums Burg Posterstein und der Pariser Gesellschaft Les Amis de Talleyrand ermöglichen und fortführen soll. Schon einmal in der Geschichte unterhielt man in dem kleinen thüringischen Ort Löbichau Relationen über europäische Grenzen hinweg. Vor zwei Jahrhunderten betrieb die schöne und gebildete Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761–1821) hier einen bekannten Salon und gemeinsam mit ihren Töchtern pflegte sie Kontakte in die höchsten politischen Ebenen, darunter zu Zar Alexander I., Friedrich Wilhelm III., Talleyrand und Metternich, in Paris, Löbichau und Wien.

Roland Martinet von Les Amis de Talleyrand und Sabine Hofmann vom Museumsverein Burg Posterstein in Löbichau nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.
Roland Martinet von Les Amis de Talleyrand und Sabine Hofmann vom Museumsverein Burg Posterstein in Löbichau nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.
Anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung “Salongeschichten: Paris – Löbichau – Wien” durften wir im Museum Burg Posterstein internationalen Besuch begrüßen: Roland Martinet, den Präsidenten der französischen Gesellschaft der Freunde Talleyrands, die historische Forschungen zum berühmten französischen Diplomat Charles Maurice de Talleyrand Perigord betreibt, Elisabeth Blaack von Einsiedel, eine Urenkelin der Herzogin von Kurland, mit ihrer Tochter, sowie weitere Mitglieder von Les Amis de Talleyrand. Die Pariser Besucher kamen nicht zum ersten Mal und nun, anlässlich einer weiteren Postersteiner Sonderausstellung zur europäischen Salonkultur, sollte die gemeinsame Arbeit im Dienste der Geschichte vertraglich festgehalten werden.

Talleyrands Briefe erstmals auf Deutsch

Der Maler Ernst Welker stellte die schöne Herzogin als Pudel dar. Der französische Diplomat Talleyrand schrieb ihr hunderte von Briefen.
Der Maler Ernst Welker stellte die schöne Herzogin als Pudel dar. Der französische Diplomat Talleyrand schrieb ihr hunderte von Briefen.

Im Archiv der Universität Breslau ist aufgezeichnet, dass bis 1914 in Sagan 379 handschriftliche Briefe des Ministers Talleyrand an Anna Dorothea von Kurland lagerten. 372 Briefe aus der Zeit zwischen 1809 und 1821 befinden sich heute im Archiv der Familie Talleyrand und wurden 1976 teilweise veröffentlicht vom ehemaligen Kabinettsleiter Präsident de Gaulles Gaston Palewski (1901–1984), der mit einer Talleyrand verheiratet war. Dieser historische Schatz, verfasst in französischer Sprache, erlaubt einen einmaligen Blick auf die Geschehnisse des Wiener Kongresses, abseits der offiziellen Korrespondenz Talleyrands.

Fotoshoot mit der Herzogin von Kurland und ihrer Tochter Wilhelmine von Sagan bei der Eröffnung der Sonderausstellung "Salongeschichten" in Posterstein.
Fotoshoot mit der Herzogin von Kurland und ihrer Tochter Wilhelmine von Sagan bei der Eröffnung der Sonderausstellung “Salongeschichten” in Posterstein.
Nicht zum ersten Mal kamen die französischen Gäste von Les Amis de Talleyrand - hier bei der Eröffnung der Sonderausstellung "Salongeschichten" - nach Posterstein.
Nicht zum ersten Mal kamen die französischen Gäste von Les Amis de Talleyrand – hier bei der Eröffnung der Sonderausstellung “Salongeschichten” – nach Posterstein.

Anlässlich des 250. Geburtstags der Herzogin von Kurland konnten 2011 erste Früchte der Zusammenarbeit zwischen dem Museum Burg Posterstein und Les Amis de Talleyrand gezeigt werden. Im Buch “Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen” erschienen Beiträge verschiedener internationaler Autoren, darunter erstmals in deutscher Übersetzung Auszüge aus den zahlreichen Briefen, die Charles Maurice de Talleyrand während des Wiener Kongresses an seine “liebe Freundin” Anna Dorothea von Kurland schrieb. Egal, ob beide sich in Wien oder an verschiedenen Orten aufhielten, unterrichteten sie einander über das politische und menschliche Geschehen um sie herum. Als er am 25. Mai 1815 bald abreisen musste, schrieb er der Herzogin:

“Das ist die traurigste Abfahrt, die man machen kann. (…) Ich bitte Sie, gute Vorkehrungen wegen Ihrer Briefe zu treffen. Denn zum wenigsten brauche ich diese Kraftquelle. Adieu. Ich liebe Sie und umarme Sie von ganzem Herzen.”

Neben der eigenen persönlichen Freundschaft der Herzogin von Kurland zu Talleyrand, war ihre jüngste Tochter Dorothée, verheiratet mit Talleyrands Neffen, seine ständige Begleiterin beim Wiener Kongress und seine spätere Alleinerbin. Ihre ältere Schwester Wilhelmine von Sagan führte in der Wiener Schenkenstraße einen populären Salon und übte durch ihre Liaison mit Staatskanzler Metternich, dem Leiter des Kongresses, ebenfalls keinen geringen Einfluss auf die politischen Geschehnisse aus.

Paris, Wien und … Löbichau

Von links nach rechts: Wilhelmine von Sagan, Dorothea von Kurland, Landrätin Michaele Sojka, Elisabeth Blaack von Einsiedel und Ralph-Uwe Heinz als Herzog von Gotha zur Eröffnung der Sonderausstellung "Salongeschichten" auf Burg Posterstein.
Von links nach rechts: Wilhelmine von Sagan, Dorothea von Kurland, Landrätin Michaele Sojka, Elisabeth Blaack von Einsiedel und Ralph-Uwe Heinz als Herzog von Gotha zur Eröffnung der Sonderausstellung “Salongeschichten” auf Burg Posterstein.

2014 konnte das Museum Burg Posterstein mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Thüringen und der Bürgerstiftung Altenburger Land eine einmalige Sammlung von 47 kleinformatigen Aquarellen des Malers Ernst Welker ankaufen. Die Zeichnungen aus den Jahren 1819/20 portraitieren Gäste des Musenhofs Löbichau auf witzige Art und Weise in Tiergestalt. Unter den Dargestellten befindet sich nicht nur die Herzogin von Kurland selbst, sondern auch ihre Tochter Wilhelmine von Sagan, deren Pflegetochter Emilie von Binzer, der Maler Ernst Welker und andere bekannte Persönlichkeiten dieser Zeit. Sie geben Einblicke ins Löbichauer Salonleben und das weitreichende Netzwerk der Herzogin.

Roland Martinet mit Monika Diedrich vom Museumsverein Burg Posterstein bei der Ausstellungseröffnung von "Salongeschichten" im Museum Burg Posterstein.
Roland Martinet mit Monika Diedrich vom Museumsverein Burg Posterstein bei der Ausstellungseröffnung von “Salongeschichten” im Museum Burg Posterstein.
Mit dem nun mit Les Amis de Talleyrand geschlossenen Vertrag werden nicht nur alle Mitglieder des Museumsvereins Burg Posterstein gleichzeitig Mitglieder der Pariser Gesellschaft und umgekehrt, es soll auch bei zukünftigen Publikationen zusammengearbeitet werden und bei Tagungen, Versammlungen und gegenseitigen Besuchen ein noch intensiverer Austausch stattfinden. Wir freuen uns darauf!

Weiterführende Informationen:
Zur Website von Les Amis de Talleyrand
Publikationen des Museums Burg Posterstein
Unsere Forschung zum Musenhof Löbichau

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Schülerfreiwilligentag: Fleißige Gärtner im Burgpark Posterstein

Im Park am Fuß der Burg Posterstein wird eifrig gehackt, gegraben, gepflanzt und gegossen. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und seit heute blühen auch neue Rhododendronsträucher.

Am Montag kamen bereits interessierte Postersteiner zum ersten Arbeitseinsatz “Bürgerpark Posterstein” (Vielen Dank an alle Beteiligten!).

Heute zum Thüringer Schülerfreiwilligentag halfen elf Schüler der Regelschule Nöbdenitz auf Eigeninitative beim Pflanzen neuer Rhododendren, jäten und rechen. Vielen herzlichen Dank an die Schüler und Lehrer der Regelschule! Insgesamt nahmen sechs Schulen im Landkreis Altenburger Land am Schülerfreiwilligentag teil.

Schülerfreiwilligentag auch in Posterstein: Die Schüler der Regelschule Nöbdenitz halfen bei der Pflege des Burgparks
Schülerfreiwilligentag auch in Posterstein: Die Schüler der Regelschule Nöbdenitz halfen bei der Pflege des Burgparks

Gemeinsam statt einsam – auch im Burgpark

Für den Park der Burg Posterstein und das gesamte Gelände des ehemaligen Ritterguts gibt es seit einigen Jahren bereits ein gartenarchitektonisches Konzept, das mangels Finanzierungsmöglichkeiten nicht umgesetzt werden konnte. Gerade kommt Schwung in die Umsetzung des Konzepts “Gemeinsam nicht einsam”, eine Initiative der Gemeinde Posterstein, von Bürgern und des Museumsvereins. Sollten die Visionen Wirklichkeit werden, könnten die Gebäude am Burgberg Posterstein gekauft, saniert und zukünftig generationenübergreifendend, nachhaltig und kulturell genutzt werden. Durch das öffentliche Interesse, das die Vision in der letzten Zeit genießen durfte, sind nicht nur potentielle Geldgeber, sondern auch engagierte Bürger auf das Rittergutsgelände aufmerksam geworden.

Weitere Infos zu “Gemeinsam nicht einsam”:
Website “Gemeinsam nicht einsam”
Artikel “Grünes Licht für Kaufverhandlungen” der Ostthüringer Zeitung

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein