Inspiriert Burg Posterstein? – Wir haben nachgefragt.

Können Museen inspirieren - über soziale Medien & lange Distanzen?
Können Museen inspirieren – über soziale Medien & lange Distanzen? (Foto: Museum Burg Posterstein von K. Radziej)
Museen können inspirieren, zweifellos. Und Museumsmitarbeiter sowieso – aber wie sieht es mit den Besuchern aus? Als Museum kann man diese Frage ganz schwer selbst beantworten. Anlässlich der #MuseumWeek auf Twitter und deren Tagesthema #inspirationMW haben wir Peter Soemers aus Den Haag gefragt, ob er einen kurzen Gastbeitrag beisteuern möchte. Den niederländischen Kunstliebhaber hätten wir ohne soziale Netzwerke nie kennen gelernt – und glücklicherweise ließ er sich von uns zu folgendem Text inspirieren (Vielen, vielen herzlichen Dank!):

Hat Burg Posterstein mich inspiriert? Ich glaube schon!

Fangen wir einmal von vorne an: Woher habe ich als Niederländer (und beileibe kein Burgenfreund) überhaupt gewusst, dass es diese Museumsburg im Osten Deutschlands gibt? Tja, da war eine Kollegin die meinte, ich sollte unbedingt Twitter-Nutzer werden um mehr über Museen zu erfahren… Es hat nicht lange gedauert und mir sind Tweets von und über Burg Posterstein begegnet. Na ja, kein Kunstmuseum, und die haben doch meine Vorliebe!

Nach einer Weile ist mir aber aufgefallen dass dieses relativ kleine Museum mit einem kleinen Stab im Internet munter mithält mit den ‘großen Jungs’ in Berlin, Londen, Paris, Washington und Kopenhagen. Website, Twitter, Facebook, Vimeo – sogar ein eigener Blog ist vorhanden! Manchmal auch noch in Englisch – Burg Posterstein versteckt sich nicht! Und: Tweets und Blogposts wirkten manchmal frischer und spontaner als die der Profis in den Metropolen dieser Welt.

Höhepunkt war für mich, wie rasch das von Tanja Praske zugeworfene ‘Blog-stöckchen’ aufgegriffen wurde und in den pfiffigen und informativen Blogpost “#Blogstöckchen: 20 Dinge, die ihr vielleicht noch nicht wusstet” resultierte. Das kam ohne Beratungen in Gremien zustande und kehrte flux wie ein Bumerang zu Tanja Praske zurück!

Das war’s? Nun: zu meinem Geburtstag hat meine Frau mir ein Wochenende in Leipzig plus Besuch der Burg Posterstein geschenkt! September 2014 waren wir dort, Dank Twitter und couragierter Burgfamilie!

Fazit:

• Internetpräsenz lohnt sich
• Mit ein wenig Courage und Fleiß kann man ohne weiteres mit den ‘Großen’ mithalten, diese sogar überbieten!

P.S.: In diesem Sinne habe ich Burg Posterstein auch erwähnt auf meiner kurzen Präsentation auf einem Museumskongress in Kopenhagen (Sharing is Caring, 01.04.2014), zu sehen auf Vimeo:

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Peter Soemers, Den Haag/NL

Der Traum vom belebten Burgberg

Unsere Vision für die Wiederbelebung des Burgbergs
Unsere Vision für die “Wiederbelebung” des Burgbergs
Rund um die Burg Posterstein, die zwischen 1984 und 1991 komplett restauriert werden konnte, gibt es gleich mehrere architektonische Großprojekte, die umgesetzt werden könnten, wenn es die nötigen finanziellen Mittel dafür gäbe. Tagesthema der aktuell laufenden weltweiten #MuseumWeek auf Twitter ist heute #architectureMW – für uns Anlass genug, die “Baustellen” der Burg genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von der Burg selbst fehlt der gesamte Nordflügel, der – nach der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 – dem Abriss zum Opfer fiel. In seinem ruinösen Zustand bedroht er die bauliche Substanz der mittelalterlichen Burganlage. Dem Museum liegen wunderbare architektonische Entwürfe und eine Konzeption für die Nutzung eines Neubaus vor – allein, der Museumsetat reicht dafür nicht aus.
Vom ehemaligen Rittergut Posterstein existieren noch das ehemals wunderschöne, aber heute baufällige Herrenhaus (seit 1993 leer stehend) und zwei weitere ungenutzte Gebäude.

Historische Ansicht des Herrenhaues des Postersteiner Ritterguts (Museum Burg Posterstein)
Historische Ansicht des Herrenhaues des Postersteiner Ritterguts (Museum Burg Posterstein)

Gleichzeitig benötigt das Museum nicht nur einen Fahrstuhl um barrierefrei zu werden, sondern auch weitere Flächen für Depot und Archiv, Museumscafé, Veranstaltungen und museumspädagogische Arbeit.

Fahrgemeinschaften, Wohnraum, Museumsdepot & Bandproberäume

Eine nachhaltige Vision zur Nutzung und Wiederbelebung der historischen Bauten entwarfen wir zuletzt für einen Förderantrag zur Internationalen Bauausstellung Thüringen. Unter dem Motto “Gemeinsam / nicht einsam” schwebt uns ein Zentrum für Wohnen, Arbeit, Natur und Kultur vor, das u. a. Mehr-Generationen-Wohnungen, Museumscafé, Mitfahrzentrale und Gemeinschaftsgärten mit einschließt. Aus der IBA-Förderung ist leider nichts geworden. Die nötigen finanziellen Mittel können der Museumsverein Burg Posterstein e.V. und die Gemeinde Posterstein aber allein nicht stemmen. – Ernstgemeinte Finanzierungstipps sind jederzeit willkommen.

Wie das Rttergut Posterstein vor der Bodenreform aussah, zeigt diese historische Postkarte (Museum Burg Posterstein)
Wie das Rttergut Posterstein vor der Bodenreform aussah, zeigt diese historische Postkarte (Museum Burg Posterstein)

Einen Einblick in unser Konzept “Gemeinsam / nicht einsam” gibt es hier.

Weitere Infos zum Postersteiner Rittergut gibt es auf der Website des Museums.

Eine Übersicht über die Rittergüter des Altenburger Landes (Thüringen) entwarfen wir auf einer Google-Map im Rahmen einer Sonderausstellung:

[googlemaps https://www.google.com/maps/d/embed?mid=z8NYETeEP5Fc.kkJTINQrfUEk&hl=de&w=640&h=480]

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Mitbringsel vom Posterstein

Ob man im Park der Burg Posterstein Blätter, Blumen oder Steine sammelt, oder ob man neues Wissen, Erfahrungen und Eindrücke mit nach Hause nimmt – Souvenirs von der Burg Posterstein müssen nicht immer etwas kosten. Können sie aber – und dafür gibt es einen kleinen Museumsladen.

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Petra arbeitet seit fast 30 Jahren im Museum Burg Posterstein und kümmert sich nicht nur um die museumspädagogische Arbeit, sondern auch um den Museumsladen. Anlässlich der #MuseumWeek auf Twitter mit dem heutigen Thema #souvenirsMW beantwortet sie drei Fragen zum Thema:

Was nehmen die Besucher gern von der Burg Posterstein mit nach Hause?

Der Wegweiser durch die Burg Posterstein ist naturgemäß sehr gefragt.
Der Wegweiser durch die Burg Posterstein ist naturgemäß sehr gefragt im Museumladen.
“Nach einer Führung mit einer Schulklasse möchten die meisten natürlich eines der Holzschwerter und Schilde mit nach Hause nehmen und auf dem Burghof finden sofort kleine Ritterkämpfe statt.
Außer den typischen Burgen-Souveniers kann man in unserem Museumsladen aber auch den Wegweiser durch die Burg und alle aktuellen – und sogar eine Reihe älterer – im Museum erschienen Kataloge und Bücher kaufen. Die Publikationsliste gibt es auf unserer Website und wir nehmen auch Bestellungen per E-Mail an.”

Welches wäre das ideale Souvenir von der Burg Posterstein – wenn es das denn schon gäbe?

“Ein kleiner, geschnitzter Johannis Hopf zum Mitnehmen fehlt uns noch! Von dem unbekannten Holzschnitzer stammt die beeindruckende barocke Innenausstattung der Burgkirche. Es rankt sich eine Sage um ihn, aber niemand weiß, wie er ausgesehen hat. Burg Posterstein als Holzbaukasten fände ich auch sehr schön!”

Welche Souvenirs kann man nicht kaufen und trotzdem mitnehmen?

“Verliesstaub! Davon gibt es eine Menge und den oberen Teil des ehemaligen Verlieses kann man vom Burghof aus besichtigen. Am Wochenende haben wir im Rahmen der Aktion #kunstputz von den Herbergsmüttern ein Tütchen Verliesstaub für das Deutsche Staubarchiv in Köln aufgesammelt und eingetütet. Für sein persönliches Gruselkabinett kann natürlich jeder, der mag, ein paar Postersteiner Verliesstaubmäuse mit nach Hause nehmen. – Aber nur so lange der Vorrat reicht!”

Seit gestern die MuseumWeek über meine Twitter-Timeline hereinbrach, brummt und surrt es nur so von meinem Smartphone, weil ständig neue Tweets reinkommen. Wenn es zu stressig wird, drehe ich einfach ein paar Mal meinen kleinen handgedrechselten Kreisel. – Den gibt’s auch im Postersteiner Museumsladen.

Hier findet ihr die neusten Tweets & Statistiken zur #MuseumWeek.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Tief eintauchen in die Regionalgeschichte: Napoleon und die Völkerschlacht bei Leipzig

Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen: Präsentation eines besonderen Buchprojekts mit acht Autoren und Informationen aus noch ungesichteten Quellen – Ein Beitrag zur Blogparade “Kultur erleben – #KulturEr” von Tanja Praske

Karikatur "Triump des Jahes 1813 - Den deutschen zum neuen Jahr" (Museum Burg Posterstein)
Karikatur “Triump des Jahes 1813 – Den deutschen zum neuen Jahr” (Museum Burg Posterstein

Im Oktober 2013, ja fast während des gesamten Jahres 2013, wurde in zahlreichen Orten Mitteldeutschlands der Völkerschlacht gedacht. An jenen vier Tagen vor zweihundert Jahren entschied sich vor den Toren Leipzigs in der bisher größten Schlacht der Menschheitsgeschichte das Schicksal des Kontinents. Napoleons Truppen, nach dem verheerenden Russlandfeldzug wieder erstarkt, trafen auf eine Kriegskoalition aus Preußen, Österreich, England und Schweden. 600.000 Soldaten aus über einem Dutzend Nationen prallten in diesen dramatischen Oktobertagen in einer Serie erbitterter Schlachten aufeinander. Die Bilanz des Grauens: fast 100.000 tote Soldaten und ungezählte zivile Opfer.

Ein Meilenstein in der diesjährigen Museumsarbeit und das Werk vieler Autoren

Das Museum Burg Posterstein, Mitglieder des Museumsvereins, der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg sowie des Heimatvereines des Bornaer Landes und weitere Autoren beschäftigten sich schon seit knapp zwei Jahren mit der Planung und Vorbereitung eines gemeinsamen Projekts zur Völkerschlacht. Für das Museum war das insofern eine Besonderheit, dass es eine Zusammenarbeit dieser verschiedenen Akteure bisher noch nicht gegeben hatte. Die Fertigstellung eines so umfangreichen Forschungsprojekts wie dem Buch “Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen” stellt für uns einen Meilenstein der diesjährigen Museumsarbeit dar.

Buchpräsentation mit vielen Gästen

Zur Buchpräsentation am 13. Oktober kamen rund 50 interessierte Besucher, die an diesem Nachmittag die Möglichkeit bekamen, tief in die regionale Geschichte einzutauchen. Der TV-Journalist Gunter Auer erstellte dazu einen gelungenen Bericht:


Ein kurzer Blick ins Buch: Von den Napoleon-Karikaturen bis zum Tatarengrab von Kleinbeucha

"Napoleon - im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen" - das Werk von acht Autoren
“Napoleon – im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen” – das Werk von acht Autoren

Die Völkerschlacht bei Leipzig bildete den Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit Napoleon und leitete dessen Fall, der schon in Russland begonnen hatte, in der letzten Konsequenz ein. Die öffentliche Haltung gegen Napoleon spiegelt sich nicht zuletzt in Karikaturen wider, die in der Zeit unmittelbar nach der Niederlage entstanden und mittels Reproduktionsgraphik verbreitet wurden. Ein tragendes Element des Buches “Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen – 200 Jahre Völkerschlacht” bilden 45 Karikaturen aus der Sammlung der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, die den zeitgenössischen, spöttischen Blick auf die Ereignisse um Leipzig widerspiegeln. Verschiedene Autoren geben darüber hinaus Einblicke in die Ereignisse des Jahres 1813.

Klaus Hofmann (Museum Burg Posterstein) wertet in seinem Beitrag “Chronologie der Ereignisse in der Region um Altenburg zitiert aus den Akten des Kriegsarchivs in Wien – Korrespondenz der Militärs mit dem Österreichischen Hauptquartier” umfangreiche Militärkorrespondenzen, die im Wiener Kriegsarchiv lagern, aus. Auf die Rolle der Herzogin Anna Dorothea von Kurland und ihrer Töchter geht Sabine Hofmann (Museumsverein Burg Posterstein e.V.) in dem Kapitel “Drey Tage hat man sich geschlagen. Das Blut ist auf beiden Seiten geflossen. – Die Kurländerinnen in Kriegszeiten” ein. Gustav Wolf (Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg) fasst in dem Kapitel “Noch am Abende dieses Tages traf der Kaiser von Rußland ein und stieg auf dem herzoglichen Schlosse ab. – Truppendurchzüge durch Altenburg 1813 im Spiegel der Aufzeichnungen von Friedrich Wagner” die Situation in und um die Stadt Altenburg zusammen, seine Hauptquelle dafür sind die detaillierten Aufzeichnungen des Altenburger Regierungs- und Finanzrat Friedrich Wagner (1792-1859) (mehr zum Thema). Um den Einfluss des Verlegers Friedrich Arnold Brockhaus drehen sich die Kapitel “Die Deutschen Blätter von Friedrich Arnold Brockhaus” (Klaus Hofmann) und “Brockhaus und seine Altenburger Zeit” (Gustav Wolf) – Mehr zum Thema. Der Regionalforscher Andreas Klöppel steuerte das Kapitel “Die Gedenktafel von Gardschütz – Ereignisse im Altenburger Land im Vorfeld der Völkerschlacht” bei. Manfred Zinecker stellt “Das „1. Thüringer Bataillon“” vor und Helmut Hentschel das “Das Tatarengrab von Kleinbeucha”. Eine Zeitleiste von Dr. Hans-Jürgen Ketzer (Leiter des Volkskundemuseums Wyhra) stellt im Anhang “1813 – Ereignisse und Entwicklungen” dar.

Präsenation des Buches im Veranstaltungskeller des Museums am 13. Oktober 2013
Präsenation des Buches im Veranstaltungskeller des Museums am 13. Oktober 2013

Aber auch Napoleon steht im Zentrum des Interesses: Dr. Hans-Jürgen Ketzer beleuchtet in seinem Beitrag “Sein beispielloses Emporsteigen und das Überwiegen seiner herkulischen Macht genügte ihm noch nicht. – Napoleon im Urteil zeitgenössischer Bewohner des Bornaer Landes” den Feldherren aus Bornaer Sicht. Die Historikerin Franziska Engemann geht in dem Kapitel “Der andere Kampf gegen Napoleon – Die deutsche politische Karikatur in der Zeit der Befreiungskriege” auf die Darstellung von Napoleon in zeitgenössischen Kulturen ein. Im Kapitel “Der Herzoglichen Bibliothek zu Gotha zum Geschenk gemacht von Frau Präsident Freytag. – Napoleon-Karikaturen in der Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha” beschreibt sie die Karikaturen aus der Sammlung der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, die eine wichtige Grundlage der Ausstellung und des Buchs bilden.

Napoleon – im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen – 200 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig
Museum Burg Posterstein, 2013
ISBN 978-3-86104-098-9, 212 Seiten, 24 Euro

Das Buch ist erhältlich im Museum sowie über E-Mail info@burg-posterstein.de. Ohne die finanzielle Hilfe des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Bürgerstiftung Altenburger Land, des Landkreises Altenburger Land und des Fördervereins des Museums wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen.

Ausstellung “200 Jahre Völkerschlacht” läuft noch bis 17. November

Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung "Napoleon - im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen" im Museum Burg Posterstein
Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung “Napoleon – im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen” im Museum Burg Posterstein

Die gleichnamige Ausstellung “Drey Tage hat man sich geschlagen. Das Blut ist von beyden Seiten geflossen. Napoleon, im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen – 200 Jahre Völkerschlacht” läuft noch bis 17. November 2013 im Museum Burg Posterstein.


(Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein)

Weitere Artikel zum Thema:

“Ein wichtiges strategisches Zentrum – Altenburg während der Völkerschlacht” (Blogartikel)

“Der Brockhaus wird eingestellt – und was das mit der Ausstellung “200 Jahre Völkerschlacht” im Museum Burg Posterstein zu tun hat” (Blogartikel)

Bericht ” Archivschätze in Posterstein ausgegraben” über die Sonderausstellung von Katja Schmidtke am 12.10.2013 in der Ostthüringer Zeitung

Die Blogparade #KulturEr:

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade “Kultur erleben” #KulturEr von Tanja Praske, an der sowohl Museen als auch Privatpersonen mit vielen spannenden Beiträgen teilgenommen haben. Für das Museum Burg Posterstein ist die Fertigstellung eines so umfangreichen Forschungsprojekts wie dem Buch “Napoleon im Zerrspiegel zeitgenössischer Karikaturen” ein Meilenstein der diesjährigen Museumsarbeit. Wir danken allen Mitwirkenden, Förderern, Besuchern und Lesern.

Frag uns alles, was du willst: #AskACurator Tag 2013 auf Twitter

18. September 2013: Unter dem Hashtag (=Twitter-Lesezeichen) #AskACurator konnten Twitter-Nutzer Fragen an die Kuratoren von über 600 Museen in 35 Ländern stellen. Das Museum Burg Posterstein nahm teil: Hier kommt die Zusammenfassung.

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Für das Museum Burg Posterstein (Twitter: @burgposterstein) antworteten sowohl der Direktor des Museums sowie Marlene Hofmann (Kuratorin der Ausstellung “Wehrhaft – Wohnhaft – Haft” über die Funktion des Bergfrieds auf einer mittelalterlichen Burg im Jahr 2012). Gleich ab halb 10 Uhr morgens hielten uns die Twitter-Nutzer mit spannenden Fragen auf Trapp.

Medienarbeit, Museen & soziale Medien

Die ersten Fragen drehten sich um soziale Medien und Medienarbeit im Museum. – Eines unserer Lieblingsthemen. Die ausführlichen Antworten gibt es hier.

Tanja Praske ist eine Museumsexpertin aus München, die einen interessanten Blog über Museen & soziale Medien schreibt. Die nächste Frage zum Thema kam gleich vom Thüringer Schloss Friedenstein:

Inhalte auswählen und Ausstellungen gestalten

Es schloss sich eine längere Debatte mit @friedenstein und @Beatrice078029 an, in der es sich um Fragen rund um die Ausstellungsgestaltung und die Vermittlung von Inhalten drehte – große Fragen, die wir so gut es ging mit 140 Zeichen zu beantworten versuchten:

Beatrice stellte noch viel mehr Fragen. Zuletzt einigten wir uns darauf, dass sie uns per E-Mail kontaktieren sollte!

Die Zukunft der Museen

Sebastian Hartmann, ein weiterer Museumsspezialist, der ebenfalls einen populären Museumsblog führt, interessierte sich für noch größere Fragestellungen – die Zukunft der Museen:

Sind Blogger im Museum willkommen?

Eine weitere hochinteressante Frage stellte Tanja Praske zum Umgang mit Bloggern im Museum:

Und für uns, die wir selbst bloggen, stellen Blogger natürlich eine große Chance dar und eine willkommene Ergänzung zur Lokalpresse. Leider kennen wir noch nicht so viele Museumsblogger in der Region Thüringen (wer sich jetzt angesprochen fühlt: bitte kontaktiert uns, wenn ihr regelmäßige Presseinfos und Einladungen zu Hintergrundgesprächen erhalten wollt!).

Alles in allem war der #AskACurator Day 2013 für uns als Museum eine großartige Erfahrung und ein weiteres Beispiel für die unzähligen Möglichkeiten, über die Museen via soziale Medien mit museumsinteressierten Menschen, Experten, anderen Museen und potentiellen Besuchern in Kontakt treten können. Wir freuen uns schon auf den nächsten Ask A Curator-Tag!

Alle Fragen und Antworten, Details und Infos haben wir in einer separaten Story auf Storify gesammelt.

P.S.: Natürlich wird es auch 2014 wieder einen AskACurator Tag geben, dafür sollte man den Hashtag #AskACurator auf Twitter im Blick halten. Bis dahin könnt ihr uns via E-mail, Kommentare, Twitter und Facebook erreichen.

(Marlene Hofmann)

Digitaler Salon mit Beteiligung aus dem Netz – Fazit zum 1. Postersteiner Tweetup

Viele Tweets zum “Digitalen Musenhof” auf Burg Posterstein am 12. Mai 2013, 13.30 Uhr – Herzlichen Dank an alle Teilnehmer!

2013 war das Jahr, in dem der Internationale Museumstag (mit Hilfe derKulturkonsorten aus München) digital wurde. Unter dem Stichwort IMT13 wurde kräftig getwittert, auf Facebook gepostet und auf Pinterest gepinnt. An der Blogparade zum Museumstag nahmen 39 Museen teil, natürlich auch dasMuseum Burg Posterstein. Insgesamt fanden um die 15 Tweetups in deutschen Museen statt, für viele war es wie für uns von der Burg Posterstein das erste Mal. Unser “Digitaler Musenhof” um 13.30 Uhr war gekennzeichnet mit den Hashtags#IMT13 #P (für Posterstein).

Teilnehmer beim Tweetup "Digitaler Musenhof" im Museum Burg Posterstein
Teilnehmer beim Tweetup “Digitaler Musenhof” im Museum Burg Posterstein

Posterstein liegt in einer Region, indem das Breitband-Internet oft noch nicht ausgebaut ist, oder Bürger sich – wie in Posterstein – zusammenschließen müssen, um in Eigenregie einen Anschluss ans schnellere Internet zu organisieren. Smartphones sind noch vergleichsweise selten, v. a. aber in Kombination mit einem Twitter-Account. Deshalb bestand unsere Vorbereitung auf das Tweetup “Digitaler Musenhof” – nicht nur lokalen Medien gegenüber – zunächst in Aufklärungsarbeit zum Thema “Twitter”.

Eine nicht ganz normale Führung war das Tweetup in der Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau, denn es wurde nicht nur zugehört, sondern auch in Smartphones getippt
Eine nicht ganz normale Führung war das Tweetup in der Dauerausstellung zum Musenhof Löbichau, denn es wurde nicht nur zugehört, sondern auch in Smartphones getippt

Umso schöner, dass sich trotzdem eine Reihe interessierter Twitteraties – teilweise ganz neu auf Twitter – zusammengefunden hat, um dieses Experiment des Web 2.0 mit uns gemeinsam auszuprobieren. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer!

Eine Auswahl der schönsten Beiträge gibt es auf Storify – und die kann sich sehen lassen:

Fazit des "Digitalen Musenhof" / Tweetup auf Burg Posterstein auf Storify: http://storify.com/MH_TextWeb/digitaler-salon-mit-beteiligung-aus-dem-netz-fazit
Fazit des “Digitalen Musenhof” / Tweetup auf Burg Posterstein auf Storify: http://storify.com/MH_TextWeb/digitaler-salon-mit-beteiligung-aus-dem-netz-fazit

(Von Marlene Hofmann)

Sind Museen Magneten für Kulturtouristen?

Vortrag von Museumsdirektor Klaus Hofmann zum Verbandstag des Museumsverbandes Thüringen – Thema: Museen und Tourismus – Thüringen entdecken. Wohin die Reise geht: Ins Museum!

Blickt man auf die Besucherzahlen der deutschen Museen offenbart sich eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen: 110 Millionen Gäste stürmen die Ausstellungen zwischen Garmisch-Partenkirchen und Flensburg. Auf jeden Deutschen kommen 1,3 Museumsbesuche pro Jahr. Im Vergleich zu den 110 Millionen scheinen sich die rund 4 Millionen Besucher in Thüringer Museen eher bescheiden auszunehmen, doch weit gefehlt: auf jeden Thüringer kommen statistisch immerhin 1,8 Museumsbesuche. Blickt man auf die Konkurrenz, wird die Erfolgsgeschichte noch deutlicher: alle deutschen Theater verbuchen 20 Mio., die Thüringer darunter 1,1 Mio., die deutschen Freizeitparks 13 Mio. und alle Spiele der ersten und zweiten Bundesliga zusammen 18,4 Mio. Besucher. Von den Spielen der dritten und vierten Liga, deren Thüringer Vertreter gerade jeder und das in kurzer Entfernung zueinander, für 50 Millionen Euro eine Multifunktionsarena geschenkt bekommen sollen, deren Unterhalt dann die Städte bezahlen, die die Mehrausgaben mit einiger Sicherheit von den Kulturausgaben abzweigen, wollen wir an dieser Stelle besser nicht reden.

Doch was sagen die erfolgreichen Zahlen aus?

Besucher in der Galerie des Museums Burg Posterstein
Besucher in der Galerie des Museums Burg Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein)

Zuallererst belegen sie, dass die Institution Museum lebt und in keiner Weise am Sterben ist. Sie zeigen aber auch, was leistbar ist, wenn gepflegte und erforschte Sammlungen von Fachpersonal zum Leuchten und Lehren gebracht werden. Und sie zeigen, dass Museen und die Gebäude, in denen sie sich befinden, ein unverzichtbarer Infrastrukturfaktor für all diejenigen sind, die von dem Besuch einer Region leben. Sie liefern damit auch eine Antwort darauf: Wer ist eigentlich die Voraussetzung wofür?

Thüringer Tourismus: Mal waren wir das Grüne Herz, mal Denkfabrik, mal waren wir märchenhaft, mal wanderbar…

Die Rede ist von der Tourismuswirtschaft, die nichts unversucht lässt, Menschen von A nach B zu bringen, die dann von Destination spricht, die man haben und von Produkten, die man bilden muss, die Zielgruppen und Quellmärkte sieht. In Thüringen ist Tourismus Sache des Wirtschaftsministeriums mit der Thüringer Tourismus GmbH an seiner Seite. Alle, die wie ich schon einige Jahre im Geschäft sind, haben schon manches erlebt mit diesen Akteuren: Mal waren wir das Grüne Herz, mal Denkfabrik, mal waren wir märchenhaft, mal wanderbar. Mal wurden Spaßbäder gefördert, mal Freizeitparks, mal Skipisten ohne ausreichend Schnee und nun Multifunktionsarenen ohne Bundesligamannschaften. Immer nur Suche – Stetigkeit und Konzentration auf das Wesentliche – nicht erkennbar.

Eines war allerdings immer gleich: Museen (übrigens auch Theater) hatten nichts mit Tourismus zu tun und schon gar nicht galten sie als notwendige Voraussetzung, dass sich Menschen auf den Weg nach Thüringen machen.

Seit 2011 gibt es nun ein neues Landestourismuskonzept, bei dessen Erarbeitung festgestellt wurde: „Kulturtourismus ist Wachstumsmarkt, der für Thüringen eine große Bedeutung hat und noch zahlreiche offene Angebots- und Nachfragepotentiale aufweist. Die Position der Kultur im Gesamttourismusmarketing Thüringens wird mit der neuen Landestourismuskonzeption nachhaltig gestärkt“.

Diese Feststellung ist wichtig, bezieht sich aber auf „Kultur und Städte“ und ist im Hinblick auf die Museen als Magneten für Kulturtouristen in keiner Weise untersetzt. Die Rolle des Tagestourismus wird positiv eingeschätzt.

Touristen kommen wegen der Kultur nach Thüringen

Die überwiegende Mehrheit der Touristen kommt also der Kultur wegen nach Thüringen. Um die Möglichkeiten weiter zu untersuchen, ließ das Wirtschaftsministerium ein Kulturtourismuskonzept folgen.

Auch „Das Busmagazin“, die Fachzeitschrift für Busunternehmer und Gruppenreiseunternehmer in Deutschland, widmet sich in der Ausgabe 3/12 der Fragestellung „Museum und Tourismus“ und kommt dabei zu dem Schluss, dass der Kulturtourist zahlungskräftig, höher gebildet ist, Qualität erwartet, Neues entdecken und seinen Horizont erweitern will. Also, eine unserer Zielgruppen darstellt!

Die neue Kulturtourismuskonzeption analysiert ausführlich Stärken- und Schwächen im Thüringischen Kulturtourismus, bescheinigt ein starkes Wachstumspotential und wichtigen Stellenwert, überdurchschnittlich viele Kultururlauber, spricht von Alleinstellungsmerkmalen, Leuchttürmen, Produktentwicklung, Imageprofilierung, Themenmarketing oder Kooperation und Kommunikation zwischen Kultur und Tourismus. Der Bereich Kultur, der u.a. die sechs besucherstärksten Kultureinrichtungen auflistet – allesamt Museen – legt den Schwerpunkt auf Städte- und Kultururlauber, um dann Tourismus auch gleich wieder mit Übernachtungen in Verbindung zu bringen.

Wer sind die Besucher eigentlich?

Ausstellungsbesucher im Museum Burg Posterstein
Ausstellungsbesucher im Museum Burg Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein)

Allerdings sagen die Statistiken oft relativ wenig darüber aus, wer uns da konkret besucht! Das trifft übrigens auch auf die Angaben zu den gewerblichen Übernachtungen der IHK zu. Es gibt meines Wissens keine Erhebung, die darüber Auskunft gibt, ob polnische Gastarbeiter in den Ferienwohnungen untergebracht sind oder ob sich tatsächlich Touristen eingemietet haben. Insgesamt ist festzustellen, dass aus der Sicht Museum viele richtige Schlussfolgerungen aus den dargebotenen Analysen gezogen worden sind – nur eine Stärkung der Position der Museen, Stichwort: Finanzausstattung oder Personalsituation als Voraussetzung für die abgeforderten touristischen Leistungen; Stichwort: Service, Produkte oder langfristiger Planungshorizont – ist nicht oder noch nicht erkennbar. Wörtlich heißt es in der Konzeption:

„Durch die Schaffung zusätzlicher Infrastruktur sowie eine auf Träger, Projekt und Maßnahme bezogene Förderung gilt es die Umsetzung in allen anderen Handlungsfeldern gezielt zu unterstützen. Dabei sollten im Sinne der Strategie vorrangig Maßnahmen mit Bezug zu den definierten Profilierungsthemen und Leuchttürmen gefördert werden sowie solche, die die getroffene Zielgruppenorientierung durch entsprechende Infrastruktur- und sonstige Maßnahmen weiterentwickeln.“

Na denn: Hier müssen wir fordern!

Strahlen Leuchttürme nicht immer in die Ferne und nicht in ihre nächste Umgebung?

Wir sollten aber auch diskutieren: Wollen wir, dass nur Leuchttürme gefördert werden oder müssen wir nicht immer wieder betonen, dass der Leuchtturm allein nichts ausrichtet, wenn nicht in seiner Nachbarschaft viele kleine Lämpchen sind oder andersherum: Strahlen Leuchttürme nicht immer in die Ferne und nicht in ihre nächste Umgebung?

Wie passt das alles zusammen und wie schlägt sich das in Förderprogrammen nieder? Zwei Beispiele: Das Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr fördert im Projektaufruf Städtebauförderung im ländlichen Raum Nr. 37-2012, die Sanierung von Heimatstuben und Dorfmuseen, aber keine Museen, die Leistungsträger sein sollen! Und in der Richtlinie des Wirtschaftsministeriums zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Thüringer Tourismus (Landesprogramm Tourismus) sind Maßnahmen für Kultur und Bildung, also Museen nicht förderfähig.

Der Fall Museum Burg Posterstein

Das Museum Burg Posterstein im Sommer 2012
Das Museum Burg Posterstein im Sommer 2012 (Foto: Museum Burg Posterstein)

Nach so viel Überblick nun zurück in die Niederungen, im Fall des Museums, das ich leite, eher auf eine leichte Anhöhe nach Posterstein. Das Museum Burg Posterstein gehört zu den Einrichtungen, die erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurden. Das Kreismuseum des damaligen Kreises Schmölln fand seinen Platz in einer kleinen, im 12. Jh. gegründeten Burg, die einstmals zwischen Reußen und Wettinern stand. Die Sammlungen bieten Regionalgeschichtliches. Um dem Museum ein Profil zu geben, findet eine Konzentration auf die Burg selbst und den einzigartigen Musenhof der Herzogin von Kurland im nahen Löbichau statt. Außerdem gibt es regelmäßig Sonderausstellungen, Konzerte, Lesungen und eine Großveranstaltung. Die gezielten Vermittlungsprogramme erreichen jährlich etwa 4.000 Besucher, das ist ein Fünftel der Gesamtbesucher. Drei fest angestellte Mitarbeiter werden unterstützt von 8 bis 10 geringfügig Beschäftigten, Praktikanten und ehrenamtlich Tätigen. Das Museum wird seit dem 1. Januar 2007 in Trägerschaft des Museumsvereins Burg Posterstein betrieben, entsprechend abgeschlossener Trägerschafts- und Finanzierungsverträge mit dem Landkreis Altenburger Land. Das brachte zwar nach oben begrenzte Zuschüsse, dafür aber viel Eigenständigkeit und Bürokratieabbau.

Posterstein ist eine Gemeinde mit ca. 500 Einwohnern, wobei die Zahl seit den 1990er Jahren um 30 Prozent gestiegen ist. Der Ort profitiert vom Tourismus – und der von der Burg und die vom Museum, das sich darin befindet. Diese Kette erkennt nicht jeder. Auch der gutwillige Bürgermeister nicht immer. Doch bei genauerer Betrachtung wird auffallen, dass im Vergleich zum Ausgangspunkt heute ein sanierter Ort existiert, wo neben dem Museum, ein gut gehendes Hotel mit Gaststätte, zwei weitere Gaststätten, mehrere Ferienwohnungen, ein Kunst und- Kreativhof etwa 30 Arbeitsplätze bieten und damit die meisten Arbeitsplätze vor Ort stellen. Posterstein ist touristisch gut angebunden an das Thüringer Radwege- und Wandernetz und liegt mit einer Entfernung von 2 km zur Autobahnanschlußstelle Ronneburg verkehrstechnisch gut. Trotzdem kommen die jährlich 20.000 Museumsbesucher nicht von allein. Dahinter stecken über 20 Jahre kontinuierliche Arbeit im Rahmen der Möglichkeiten, die das Museum hat. Von der notwendigen inhaltlichen Arbeit, die in jedem Fall Voraussetzung dafür ist, dass Besucher kommen, wieder kommen und weitersagen, soll an dieser Stelle nicht die Rede sein.

Der Zusammenhang zwischen Gastronomie und Kultur: „Wer nichts wird, wird Wirt“?! – Stimmt nicht

Auch in tiefem Schnee müssen Besucher nach Posterstein finden können (Foto: Petra Nienhold)
Auch in tiefem Schnee müssen Besucher nach Posterstein finden können (Foto: Petra Nienhold)

Abseits dieser grundsätzlichen Bedingungen, kam es zunächst darauf an, die Wege nach Posterstein zu erleichtern. Dazu gehörten bereits 1994 die Durchsetzung der Aufstellung touristischer Hinweisschilder entlang der Autobahn und die folgende weitere Wegweisung. Das ist nicht immer einfach. Die Beschilderung muss kontrolliert und bei Verlust erneuert werden, manchmal bleibt der Schaden auch bei uns, obwohl eigentlich andere zuständig sind. Wenn dann die Besucher den Weg gefunden haben, wollen sie nicht mehr weit laufen und in nächster Nähe einen Parkplatz vorfinden (eine Proportionalität von Größe der Autos und Nähe ist dabei unverkennbar). Es gelang uns 1990 die Gemeinde zu überzeugen auf dem ehemaligen Rittergutshof einen Parkplatz für etwa 50 Autos anzulegen. Dann will der Besucher natürlich essen und trinken. Also haben wir in den Keller der Burg eine Gaststätte eingerichtet, weil der Ort gastronomisch brach lag. Wie an vielen Orten ging das schief, weil der Spruch „wer nichts wird, wird Wirt“ eben falsch ist. Größtenteils haben das die neu entstandenen Gastronomiebetriebe inzwischen ausgeglichen, aber eben nur zum Teil, weil deren Öffnungszeiten und Angebote nicht immer kompatibel mit den Erwartungen der Besucher sind. Ganz wichtig sind profane Servicedinge wie Toiletten und Garderoben. Die gibt es natürlich, aber sie sind, wie das ganze Museum und auch die mittelalterliche Burg, nicht barrierefrei und gehören zu den Defiziten, zu denen ich später noch kommen werde.

Das wichtigste Gesicht nach außen: Der Mann oder die Frau an der Museumskasse

Bleibt das Marketing, das Instrument, um Besucher auf uns aufmerksam zu machen und zwar nach Innen und nach Außen. Nach meiner Erfahrung ist das ungemein wichtige Innenmarketing besonders schwer. Nur wenn die Bürger unserer Region uns kennen und schätzen, werden sie uns weiter empfehlen und freundlich zu Gästen sein. Neben vielen Erfolgen, die sich durch häufige Besuche Einheimischer mit Gästen ausdrücken, kann ich mir nicht ersparen von einem Misserfolg zu berichten: Der Bürgermeister entschloss sich 2009 an alle Postersteiner eine Jahreskarte kostenlos zu verteilen. Das Museum erhielt dafür 1.000 Euro Zuschuss. Nur die Postersteiner kamen nicht. Eine einzige Familie erschien gegen Jahresende.

Oft unterschätzt und doch wichtigstes Instrument bei der Suche nach Kundenzufriedenheit ist das Kassenpersonal – bei nicht geführten Gästen, der einzige persönliche Kontakt. Wenn dort Freundlichkeit und Beratungskompetenz fehlen, machen wir das mit keiner noch so guten Ausstellung wett. Eine gute und vor allem wenig aufwändige Möglichkeit darüber hinaus einiges in Erfahrung zu bringen, sind Gespräche mit Besuchern während oder nach Führungen oder im Servicebereich allemal. Das sollte durchaus auch einmal von Führungspersonal, vor allem zu Besucherhochzeiten ausprobiert werden!

Da aber Posterstein nicht im luftleeren Raum liegt und Marketing meist etwas mit Geld zu tun hat, geht alles nur im Verbund. Schnell waren wir sicher, dass es wichtig ist, dem regionalen Fremdenverkehrsverband nicht nur anzugehören, sondern durch Mitarbeit im Vorstand mit zu bestimmen. Hinzu kam im Laufe der Zeit auch die Mitgliedschaft im Tourismusausschuss der IHK, dort, wo Hotels und Gaststätten vertreten sind. Dies sichert nicht nur die Berücksichtigung in regionalen Entwicklungskonzepten und in Werbebroschüren der Akteure, sondern ermöglicht Einblicke in die Konzepte und Nöte der anderen. Die gute Zusammenarbeit mit der Altenburger Tourismus GmbH bringt die Verknüpfung mit dortigen Angeboten und die Berücksichtigung bei Journalistenreisen oder überregionalen Werbeauftritten.

Dann bleibt der eigene Einsatz: alle überregional Werbenden wollen Texte und Fotos. Die müssen Qualität haben und Wiedererkennbarkeit sichern. Es nützt also nichts, ständig anderes Material zu schicken.

Die Präsenz in Veranstaltungskalendern wie der Stadt Gera ist nicht kostenlos und erfordert Pflege, wie jeder Veranstaltungskalender überhaupt seine Aktualität nur durch Pflege erreicht. Das braucht aber auch eine langfristige Planung, nicht immer leicht bei einer massiven Abhängigkeit von Drittmitteln, wie wir alle wissen. Ein weiteres Instrument, das in der Regel nichts kostet außer Arbeit und Kontinuität ist die Pressearbeit. Das Museum Burg Posterstein versendet wöchentlich eigene Pressemitteilungen über einen Verteiler, der etwa 80 Adressen umfasst. Die Reichweite liegt zwischen Erfurt, Dresden, Zwickau, Leipzig und Hof. Ebenfalls ohne Haushaltsmittel, zumindest im Betrieb, findet die Onlinewerbung statt: Seit 12 Jahren verfügt das Museum über eine Webseite und zwar in Deutsch, Englisch und Französisch. In den vergangenen Jahren kamen Profile auf Facebook und Twitter (seit 2010) und ein eigener Blog (seit Anfang 2011) dazu. Um kurze Videos online teilen und einbinden zu können, besitzt die Burg Posterstein einen Kanal auf Vimeo, einem werbefreien Konkurrenten von YouTube. Darüber hinaus ist das Museum auf Plattformen wie Webmuseen, Visitatio und ähnlichem – Seiten, die museale Angebote bündeln, mit eigenen Unterseiten vertreten.

Bleibt die Werbung, die Geld kostet. Wir verfügen nicht über Mittel für Plakatierung, Bahnwerbung oder gar Fernseh- und Rundfunkspots. Dafür sind wir, bis auf wenige Ausnahmen aber die Einzigen, die in Posterstein die Werbung bezahlen! Wir investieren jährlich immerhin 3 % unseres Gesamtetats in Anzeigen in unterschiedlichen Medien. Das reicht aber dennoch nicht an die von der Wirtschaft allgemein veranschlagten 5 % Etatanteil für Werbung heran. Jeder von Ihnen kann ja kurz durchrechnen, wie es bei ihm aussieht. Ich verrate, glaube ich, kein Geheimnis, wenn ich die Zahl des Lindenau-Museums Altenburg nenne: 0,5 % – ein unmöglicher vom Museum nicht zu beeinflussender Zustand, der nicht durch beste Pressearbeit wettgemacht werden kann.

Jedes Jahr kommen um die 2000 Kinder auf die Burg Posterstein
Jedes Jahr kommen um die 2000 Kinder auf die Burg Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein)

Wo liegen aber die Defizite in Posterstein: Abgesehen von vollkommen unzureichenden Depotbedingungen, fehlenden Arbeitsplätzen, zu wenig Raum für pädagogische Projekte und nicht vorhandener Barrierefreiheit, kennen wir unsere Besucher zwar ganz gut, aber vielleicht doch nicht in ausreichendem Maß. Die letzte Besucherbefragung fand Mitte der 1990er statt. Die jährliche Erhebung des Instituts für Museumsforschung unterscheidet in Einzel- und Gruppenbesucher, in Besuche nach Museumsgattungen und gibt neuerdings auch eine Übersicht in Einheimische und Touristen. Danach gab es 2010 vor allem in Schloss- und Burgmuseen und in kulturgeschichtlichen Spezialmuseen mehr Touristen als andere Besuchergruppen. Unsere verbandsinternen Erhebungen geben darüber noch keine Auskunft.

Was folgt daraus? – gleich mehrere Fragen: Kennen wir unsere Besucher? Kennen wir deren Motivation zum Museumsbesuch, deren Interessen, Wünsche oder Ansprüche? Ihren Herkunftsort? Die Antwort muss sich jeder von Ihnen selbst geben. Hier kann ich den Museumsverband nur aufrufen sich des Themas anzunehmen und eine möglichst breite Besucherbefragung in den Thüringer Museen anzuregen. Dies würde nicht nur die Zweckmäßigkeit unserer geringen Werbemittel stärken, sondern auch unsere Argumentation gegenüber den Touristikern untersetzen.

Museen, vernetzt euch!

Wir sind nicht ausreichend vernetzt mit anderen Museen. Das unterstelle ich nicht nur für mein Museum, sondern für die Mehrzahl. Was die leichteste Übung wäre, tun wir nicht. Wer von Ihnen hat Kombitickets über Trägergrenzen hinweg? Und wenn es sie gibt, werden sie aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend propagiert. Wer ist auf Facebook Freund eines Thüringer Museums? Wir sind Freund von Schloss Schönbrunn, vom Nationalmuseum Breslau, vom Freilichtmuseum am Kiekeberg in der Nähe von Hamburg… Wir haben (noch) keine Museums-App, die uns mit den Sehenswürdigkeiten im Umkreis von 25 km vernetzt. Ein Angebot, das uns jüngeres Publikum bringen könnte, aber nicht ohne die Touristiker geht. Hier schließt sich die Frage nach den Schnittstellen an. Sind es die Produkte, die allenthalben von uns verlangt werden? Wollen wir Produkte bilden oder sind wir nicht das Produkt? Meine These ist: sowohl als auch. Wir sind Produkt, wir werden aber nicht umhin kommen uns in Angebote einbinden zu lassen, was aber Buchbarkeit voraus setzt. Umgekehrt kann es nicht so sein, wie in Altenburg, wo ein Hotel ein HRS Highlight anbietet mit Übernachtung, Eintritt und Führung im Lindenau-Museum, ohne dass das Museum von seinem Glück weiß oder gar zu jeder Zeit in der Lage ist von einer Minute zur anderen eine Führung anzubieten. Bei uns in Posterstein verlief es ähnlich. Wir bekamen des Öfteren Führungen vom dortigen Hotel gebucht, von denen wir nichts wussten und zu Preisen, die nicht die unseren waren. Ein klärendes Gespräch offenbarte fundamentale Unterschiede in den Ansichten der touristischen Partner.

Sprechen wir die gleiche Sprache?

Wir sollten also auch diskutieren: Verstehen wir unter Tourismus überhaupt das gleiche? Wie definieren wir gemeinsame Zielgruppen? Oder: Sprechen wir die gleiche Sprache – wenn wir uns über „Angebote“ unterhalten?

Wir treten nicht selbstbewusst genug auf, wenn es um Tourismus geht. Wir sind in der Defensive, obwohl alle Statistiken das Gegenteil aussagen. Im Landestourismuskonzept steht bei Kundenzufriedenheit, dass die Gäste in Thüringen mit den Museen zufrieden sind. Damit sind die Museen in dieser Konzeption aber auch schon genannt. Der Qualitätsmonitor, herausgegeben vom Deutschland Tourismus, besagt sogar, dass Thüringen an vierter Stelle der Präferenz bei ausländischen Kulturtouristen steht, nach Sachsen, Berlin, Hamburg.

Wir müssen uns also massiv einmischen!

Das ist uns in Posterstein und in unserer Region nicht immer gelungen.

Auch wir müssen zusehen, wie aus Landesprogrammen sehr fragliche Dinge gefördert werden, wie die Umsetzung eines sogenannten „Rinder-Offenstalls“- übrigens ein total gescheitertes Projekt der DDR-Landwirtschaft – für einen Verein mit 75 Mitgliedern. Oder noch schlimmer, der nie richtig in Betrieb und dann insolvent gegangene Freizeitpark Weltentor – der von einer Besucherzahl von 2 Mio. träumte – errichtet mit öffentlichen Mitteln, auf dem zuvor ebenfalls öffentlich geförderten Gelände der Bundesgartenschau 2007 in Ronneburg.

Die letzte Frage ist dann, vertragen sich so viele Touristen mit unserem Auftrag des Sammelns, Bewahrens, Forschens und Ausstellens? Ich sage klar ja. Denn was oder wer ist ein Tourist? Doch in erster Linie ein Besucher, der etwas erleben will, neugierig ist und damit Bildung nicht verweigert. Geben wir deshalb gleich unseren Bildungsauftrag auf, wenn wir besucherträchtige Ausstellungen oder Veranstaltungen bieten? Wieder möchte ich klar antworten: nein. Es ist unser Auftrag möglichst viele in den Genuss unserer Angebote kommen zu lassen und es wird uns dann auch viel leichter fallen, schwerere Kost, oder unsichere Positionen darzustellen.

© Klaus Hofmann, Direktor Museum Burg Posterstein

Vortrag zum Verbandstag des Museumsverbandes Thüringen

Thema: Museen und Tourismus – Thüringen entdecken. Wohin die Reise geht: Ins Museum!

27. September 2012, Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden

 

Quellen und Literatur:

Zahlen und Statistik

Deutscher Fußball Bund

Deutsche Zentrale für Tourismus

Handelsblatt, 20.9.2012

Institut für Museumsforschung Berlin

Museumsverband Thüringen

Thüringer Landtag, Drucksache 5/2844

Thüringer Landesamt für Statistik

IHK Ostthüringen

Sonstiges

Busmagazin 3/2012, Fachzeitschrift für Busunternehmer und Gruppenreiseunternehmer

Kulturtourismus-Konzeption für Thüringen

Landestourismuskonzeption Thüringen 2015

Qualitätsmonitor, Deutschland-Tourismus 2010/2011

Thüringer Staatsanzeiger, Nr.36/2012

Thüringer Staatsanzeiger, Nr. 37/2012

Zwitschern auf allen Kanälen? – Museum im Netz am Beispiel Burg Posterstein

Man „postet“, „tweetet“ und „bloggt“ – inzwischen sind auch viele Museen im Internet angekommen und machen auf ihren Websites, Blogs und Profilen auf Facebook und Twitter auf sich aufmerksam. – Wie zum Beispiel das Museum Burg Posterstein, gelegen im Altenburger Land.

Dieser Text erschien in den “Thüringer Museumsheften” 1/2013, zu beziehen über den Thüringer Museumsverband.

Museum Burg Posterstein - aktiv im Netz
Das Museum Burg Posterstein ist aktiv im Netz unterwegs

In den Mauern der rund 800 Jahre alten Bergspornburg Posterstein befindet sich seit 1952 das Regionalmuseum des Altenburger Landes. Es zeigt Ausstellungen zur Burggeschichte und zur regionalen Geschichte, sowie eine große Schau zum benachbarten Musenhof Löbichau der Herzogin Anna Dorothea von Kurland, einem der bekanntesten gesellschaftlichen und politischen Salons um 1800. Die Museumsleitung scheut nicht die Mischung von Historie und Moderne: Bereits seit 2000 verfügt das Museum über eine Website, in den vergangenen Jahren kamen Profile auf Facebook und Twitter (seit 2010) und ein eigener Blog (seit Anfang 2011) dazu. Um kurze Videos online teilen und einbinden zu können, besitzt die Burg Posterstein einen Kanal auf Vimeo, einem werbefreien Konkurrenten von YouTube. Darüber hinaus ist das Museum auf Plattformen wie Webmuseen, Visitatio und ähnlichem – Seiten, die museale Angebote bündeln – mit eigenen Unterseiten vertreten.

Facebook und Twitter

Museum Burg Posterstein
Web-Logo von Museum Burg Posterstein

Auf Facebook und Twitter kann man Veranstaltungen bewerben und auf lockere Art auf das Museum neugierig machen. Ein Beispiel aus Posterstein: Zusammen mit einem Foto des Hochrades aus der Sammlung des Museums, postete man die Bildunterschrift „Für den Ronneburger Heimatverein haben wir heute unser Hochrad aus dem Depot geholt. Möglicherweise handelt es sich um das Rad, mit dem der Ronneburger Druckereibesitzer Hugo Barthol vor 100 Jahren bis zum Vesuv geradelt ist. Der Heimatverein recherchiert.“). Ansprechend sind schöne Bilder, Videos und ein Stil, der nicht nach Werbung klingt. Wichtig ist vor allem die Interaktion mit dem Publikum. Das Webpublikum erwartet, dass Anfragen auf Facebook und Twitter schnell beantwortet werden (Beispiel Posterstein: Vor dem Mittelalterspektakel fragen Facebook-Fans, ob „Gewandete“ Eintrittsermäßigung bekommen und erhalten nur wenig später Antwort vom Museum). Da auf Facebook und Twitter auch andere Museen und Kultureinrichtungen vertreten sind, bieten die sozialen Netzwerke gute Möglichkeiten, sich durch „Likes“ und Kommentare gegenseitig zu bewerben und untereinander in Kontakt zu bleiben (Beispiel Posterstein: Seit der Sonderausstellung „Die Zittauer Fastentücher“ bleibt das Museum mit dem Verein Zittauer Fastentücher auch via Facebook in Kontakt). Nicht zuletzt können Museen den virtuellen Freundeskreis ganz unkonventionell für sich nutzen und beispielsweise neue Mitarbeiter und Ehrenamtliche suchen oder nach einem Kostüm für die Vorbereitung der neuen Sonderausstellung fahnden, wie neulich in Posterstein geschehen.

Ein eigener Blog

Ein eigener Blog bietet sich an, wenn man über die Homepage hinaus auf lockerere Art, tiefer gehende Informationen veröffentlichen möchte. Das so genannte „Web log“ eröffnet die Möglichkeit, zu kommentieren und zu publizieren, ohne dass es gleich eine offizielle Museumspublikation werden muss. Das Museum Burg Posterstein nutzt seinen Blog „Geschichte und Geschichten“ dazu, in längeren, aber leserfreundlichen Artikeln auf interessante Forschungsergebnisse und unveröffentlichte Details aus der regionalen Geschichte hinzuweisen – zum Beispiel mit Auszügen aus der Geschichte der ehemaligen Rittergüter des Altenburger Landes.

Werben auf allen Kanälen?

Eine eigene Website mit übersichtlichen und präzisen Informationen für Besucher zu haben, ist für Museen inzwischen unerlässlich. Aber muss man wirklich auf jeder neuen Welle mitschwimmen? Die Antwort lautet Jain. Jedes Museum sollte sorgfältig abwägen, welche Angebote es über die Website hinaus nutzen möchte. Ein verwaister Twitter-Account und ein Facebook-Profil ohne Fans schaden mehr als gar nicht präsent zu sein. Nutzen sie einen entsprechenden Dienst aber konstant und zuverlässig, können Museen davon profitieren und neue, oft jüngere Zielgruppen erschließen.

Burg Posterstein im Internet:

Website: www.burg-posterstein.de

Blog: burgposterstein.wordpress.com

Facebook: www.facebook.com/burgposterstein

Twitter: twitter.com/BurgPosterstein

Vimeo: vimeo.com/burgposterstein

Was man über Facebook, Twitter und Blogs hinaus noch tun kann (kleine Auswahl):

Videos und Fotos teilen: YouTube (ähnlich Vimeo), Flickr

Weitere soziale Netzwerke nutzen: StudiVZ, Google Plus, etc.

Museum online begehbar machen: Google Art Projekt (für die großen Museen –eine Art Google Street View für Museen)

Museum auf Google Earth mit einem 3D-Modell verzeichnen

(Text von Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein)