Magische Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönigstag – Weihnachten im Mittelalter

Mit der Christianisierung Mitteleuropas im Laufe des Mittelalters wurde das Weihnachtsfest, die Geburt Jesus Christus, eines der wichtigsten Feste des Kirchenjahres. Weihnachten dauert von der Adventszeit (ab Sonntag nach dem Totensonntag, welcher der letzte Tag des Kirchenjahres ist) bis zum 6. Januar (Dreikönigstag). Zu den frühesten überlieferten Weihnachtsbräuchen gehören das Singen von Weihnachtsliedern, das Aufstellen von Weihnachtskrippen und das Krippenspiel, die alle die Geschichte der Geburt Jesus Christus anschaulich darstellen. Das Museum Burg Posterstein zeigt ab 2. Dezember wieder seine traditionelle Ausstellung mit Weihnachtskrippen aus aller Welt.

Krippe aus Transparentpapier, Sammlung Riewe, (c) Museum Burg Posterstein
Krippe aus Transparentpapier, Sammlung Riewe, (c) Museum Burg Posterstein

Was machten die Postersteiner Burgherren an Weihnachten?

An Weihnachten machten sich die Postersteiner Burgherren bis Ende des 16. Jahrhunderts höchstwahrscheinlich auf den Weg zum Gottesdienst ins nah gelegene Nöbdenitz. Dort besaßen sie einen herrschaftlichen Logensitz. Erst als es ab 1575 zu Streitigkeiten mit den Nöbdenitzern kam, errichtete man in Posterstein eine eigene Kirche, direkt im Burggraben. Darüber hinaus besaßen die Burgherren eine kleine Hauskapelle in den Räumen der Burg, dies belegen Baubefunde wie Reste einer Gewölbedecke sowie ein romanischer Taufstein, die heute im Museum zu sehen sind. Mehr dazu erfahren Sie in der Ausstellung “Wehrhaft, wohnhaft, Haft”.

Die Burgkirche Posterstein steht etwas unterhalb der Burg, im ehemaligen Burggraben.
Die Burgkirche Posterstein steht etwas unterhalb der Burg, im ehemaligen Burggraben. (c) Museum Burg Posterstein

Heidnische Bräuche vermischten sich mit christlichem Glaube

Beschäftigt man sich mit überlieferten Volksbräuchen, wird deutlich wie sehr sich heidnische Traditionen mit den neuen christlichen Ritualen vermischten. In die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel fielen auch die “Zwölften“, auch “Rauhnächte” oder “Rauchnächte” genannt. In dem Zeitraum zwischen Thomastag (21. Dezember) und Dreikönigstag (6. Januar) machte nach dem Volksglauben der Wilde Jäger mit seinem Gefolge von Hexen, Dämonen, Schweinen, Menschen ohne Kopf und Teufelsfratzen die Nächte unsicher. Dann musste die Arbeit ruhen und um die Dämonen in Schach zu halten, gab es allerlei Schutzmaßnahmen: Wasser nicht unbedeckt lassen, Vieh nicht aus dem Stall lassen, gefährliche Tiere nicht beim Namen nennen, den Hunden ein besonderes Brot backen, Hexen durch Maskenumzüge vertreiben, nicht lüften und nicht waschen. Gleichzeitig war es eine fröhliche Zeit, denn die Mägde konnten nach Hause zu ihren Familien und die Wirtshäuser waren besonders zum Jahreswechsel gut besucht.

Weihnachtskrippen aus der Sammlung Riewe auf Burg Posterstein (c) Museum Burg Posterstein
Weihnachtskrippen aus der Sammlung Riewe auf Burg Posterstein (c) Museum Burg Posterstein

Seit wann gab es Bescherung und Tannenbaum?

Frühestens seit Ende des 16. Jahrhunderts lässt sich nach der Christmette, dem feierlichen Gottesdienst mit Krippenspiel, auch die häusliche Bescherung mit Geschenken nachweisen. Vor der Reformation brachte St. Nicolaus die Gaben, danach der Heilige Christ. Ihn begleiteten Martin, Nicolaus oder der grimmige Knecht Ruprecht als strafende Personen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verteilte Knecht Ruprecht dann selbst die Geschenke, im Namen des Heiligen Christs. Daraus entstand dann der heutige Weihnachtsmann-Brauch. Das Aufstellen von Tannenbäumen ist ebenfalls frühestens im 16. Jahrhundert belegt. Richtig etabliert hat sich die Tradition erst im 19. Jahrhundert. Seinen Ursprung soll das Aufstellen eines „Grünen Baumes“ in den Segensbäumchen (Ostereierbaum, Maibaum) haben, welche zum Schutz von Haus, Hof und Vieh aufgerichtet wurden”.

(Quelle: Museum Burg Posterstein, Archiv Riewe)

Zum Herunterladen: Plakat: Weihnachtskrippen auf Burg Posterstein 2012

Mehr Informationen: www.burg-posterstein.de

Ähnliche Artikel: “Mit Christuskind, Hirten, Ochs und Esel: Aus der Geschichte der Weihnachtskrippen”

Von Marlene Hofmann

Eine Wehrburg thronte im Sprottental – wie die Burg Posterstein im Mittelalter aussah

Die Burg Posterstein 2012

Das heutige Aussehen der Burg Posterstein mit ihrem weißen Putz und den roten Eckquaderungen geht auf Umbauten zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert zurück. Damals ließen die Burgherren die durch Verfall und Schäden während des Dreißigjährigen Kriegs stark in Mitleidenschaft gezogene Wehrburg in eine Wohnburg umbauen. Doch wie sah die Burg Posterstein ursprünglich aus?

Die neue Ausstellung “Wehrhaft, wohnhaft, Haft” (zu sehen seit Herbst 2012) geht dieser Frage auf den Grund.

Die Burg Posterstein 2012
Die Burg Posterstein 2012 (Foto: Museum Burg Posterstein)

Eine rundum gesicherte Wehranlage

Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Posterstein war dereinst eine rundum gesicherte Wehranlage. Dies lässt sich an Hand einiger archäologischer Funde rekonstruieren. Der Burgberg fällt nach Norden steil ab, auf der flachen Südseite musste die Ringburg jedoch gesichert werden. Ein sechs Meter breiter und ebenso tiefer Halsgraben erschwerte den Zugang zur Burg. Möglicherweise gab es vor diesem Verteidigungsabschnitt noch eine Umfassungsmauer und einen Abschnittsgraben. Eine Zugbrücke führte über den Graben in den höher gelegenen Burghof. Eine etwa 1,50 Meter starke Ringmauer, im Osten mit einem Zwinger dem Bergfried vorgelagert und im Westen mit einem Flankierungsturm massiv verbunden, bildete den Befestigungsring der Burg. In dessen Inneren stand mindestens auch ein Wohngebäude.

Ein mittelalterlicher Flankierungsturm ist noch teilweise erhalten. Er erhielt bei späteren Umbauten einen neuen Aufbau. Das Foto ist ein Meßbild, das während der Restaurierung der Burg in den 1980er Jahren entstanden ist. (Foto: Museum Burg Posterstein)
Ein mittelalterlicher Flankierungsturm ist noch teilweise erhalten. Er erhielt bei späteren Umbauten einen neuen Aufbau. Das Foto ist ein Meßbild, das während der Restaurierung der Burg in den 1980er Jahren entstanden ist. (Foto: Museum Burg Posterstein)

Noch erhalten: Reste von Mauern und Flankierungsturm

Der Flankierungsturm ist nur noch bis zur Höhe des heutigen Erdgeschosses erhalten und hat im Laufe der Zeit starke Veränderungen erfahren. Der untere Abschnitt zeigt nach drei Seiten Öffnungen, wobei wenigstens zwei davon auf Schießscharten hindeuten. Darüber befindet sich ein Aborterker.

Von Graben und Zugbrücke gibt es heute keine sichtbaren Spuren mehr, weil der jetzige Eingang in die Burg, einschließlich der steinernen Brücke, neu errichtet und der Halsgraben mit Brandschutt verfüllt wurde.

Bei einer archäologischen Grabung in der Burgkirche konnte das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie 2008 Reste des Halsgrabens nachweisen. Ein letztes Stück der Umfassungsmauer ist noch am Westhang der Burg vorhanden.

Mehr dazu: Ausstellung “Wehrhaft, wohnhaft, Haft” im Museum Burg Posterstein und in der Broschüre “Wehrhaft, wohnhaft, Haft”, zu bestellen unter info@burg-posterstein.de (Kosten: 5 Euro zzgl. Versand)

Von Marlene Hofmann

Was führten die Postersteiner Ritter im Schilde?

Wappen der Familie Pflugk (Burg Posterstein)

„Etwas im Schilde führen“ – Das ist eine Redewendung, deren Wurzeln im Mittelalter liegen. In Zeiten von bewaffneten Rittern auf Pferden, gehörte der Schild zur festen Kampfausrüstung. Mit dieser länglichen und gebogenen Holz- oder Metallplatte konnte der Kämpfer beispielsweise Geschosse und Schwerthiebe abwehren. Der Schild erfüllte aber noch eine weitere Aufgabe: Die Vorderseite bot reichlich Platz für ein Wappen, Leitsprüche oder verschiedene Farben. Auf diese Weise konnte ein Ritter nicht nur seine edle Herkunft und lange Familientradition zeigen, der Schild diente auch zur Wiedererkennung. Durch die Farbe des Schildes ließen sich schnell Freunde von Feinden unterscheiden. Vor diesem Hintergrund bekommt die Frage „Was führt er im Schilde?“ eine neue Bedeutung. Auf einen Blick erkennen zu können, welches Wappen ein anderer „im Schilde führte“ – eine lebenswichtige Kunst! Heute unterstellt die Redewendung vor allem eine böse Absicht.

Wappen der Familie Pflugk (Burg Posterstein)
Wappen der Familie Pflugk (Burg Posterstein)

Welches Wappen führten die Postersteiner im Schilde?

Von den Wappen der verschiedenen Adelsfamilien, die im Laufe der Zeit auf Burg Posterstein lebten, ist nur das der Familie von Pflugk bekannt. 1528 kauften die Vettern Julius, Haubold, Tham, Andreas und Christoph von Pflugk auf Eythra (Eithra) Posterstein von Nickel von Ende. Die Burg und das zugehörige Land blieben fast 200 Jahre im Besitz dieses meißnischen Adelsgeschlechts. Das Wappen der Pflugke ist auf Abbildungen erhalten und in einer Turmglocke eingraviert: Der Schild besteht aus vier Teilstücken in Rot und Silber. In Feld 1 und 4 befindet sich eine schräge, silberne Pflugschar und in Feld 2 und 3 ein natürlicher Lindenast mit drei Blättern. Auf dem gekrönten Helm stecken zwei silberne, schräg voneinander gestellte Pflugschare, je außen rings mit sieben abwechselnd rot-silbernen Straußenfedern besteckt.

Wappen der Familie Pflugk auf Turmglocke (Burg Posterstein)
Das Wappen der Familie Pflugk auf der Turmglocke (Burg Posterstein)

Wem dienten die Postersteiner?

Die Burg Posterstein wurde im späten 12. Jahrhundert im Zuge der deutschen Besiedlung unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa gebaut. Sie befand sich seit dem 13. Jahrhundert unter der Lehnshoheit des Reußischen Adelsgeschlechts, sehr zum Ärger der wettinischen Markgrafen zu Meißen, die Altenburg und weite Teile des Umlands verwalteten. Um die Grundherrschaft vor dem Zugriff der Wettiner zu schützen, gaben die Reußen ihren Postersteiner Besitz 1327 dem König von Böhmen zu Lehen auf. Daraus resultierte ein jahrhunderte dauernder Streit dieser beiden Adelshäuser, der um 1600 sogar mit Waffengewalt ausgetragen worden sein soll.

Im Kriegsfall gegeneinander kämpfen

In eine kniffligen Lage kamen die Postersteiner im 14. Jahrhundert: Während des Vogtländischen Krieges (1354–1359) soll Posterstein neben Werdau und Ronneburg eine der Burgen gewesen sein, die Kaiser Karl IV. auf seinem Zug in das Pleißenland 1358 besetzte. Die Grundherrschaft blieb jedoch auch nach dem Krieg und trotzzwischenzeitlichen Verlustes unter reußischer Lehnshohheit. Dies reduzierte sich in der Folgezeit auf das Dorf Posterstein selbst, während die übrigen zinspflichtigen Orte an die wettinischen Markgrafen zu Meißen übergingen. Das bedeutete, dass die Postersteiner Burgherren im Kriegsfall zwei Kontingente stellen und diese unter Umständen gegeneinander kämpfen mussten. Weil es in dieser Zeit aber keinen weiteren Krieg gab, blieben sie davon jedoch verschont.

Plakat Wehrhaft, wohnhaft, Haft (Burg Posterstein)
Das Plakat zur Ausstellung “Wehrhaft, wohnhaft, Haft” im Museum Burg Posterstein – ab September 2012

Wehrhaft, wohnhaft, Haft

Mittelalterliche Burgen waren Wohnstatt, Verteidigungsanlage und Gefängnis in einem. Die Bedeutung und die verschiedenen Funktionen des Bergfrieds (des Hauptturms) einer Burg beleuchtet die neue Ausstellung „Wehrhaft, wohnhaft, Haft“ im Bergfried der Burg Posterstein.

Von Marlene Hofmann

Ostthüringer Zeitung bringt neue Artikelreihe über die Rittergüter im Altenburger Land

Historische Postkarte, die den Park des Ritterguts Meuselwitz zeigt ((c) Museum Burg Posterstein)
Historische Postkarte, die den Park des Ritterguts Meuselwitz zeigt ((c) Museum Burg Posterstein)

In Zusammenarbeit mit dem Museum Burg Posterstein bringt die Ostthüringer Volkszeitung (OTZ) derzeit eine Artikelreihe über die Rittergüter im Altenburger Land und deren aktuellen Zustand. Jedes Rittergut hat eine individuelle Geschichte, von denen wir einige hier bereits präsentiert haben. Jeden Samstag veröffentlicht die OTZ nun zusammen mit einem Artikel zur Rittergutsgeschichte einen Beitrag zur aktuellen Situation des jeweiligen Ritterguts. Einige der ehemaligs herrschaftlichen Güter stehen heute zum Verkauf, einige sind dem Verfall ausgesetzt, anderen wurde zu neuem Leben verholfen.

Falls Sie selbst Bildmaterial von Altenburger Rittergütern besitzen oder historische Informationen und Erinnerungen beisteuern wollen, können Sie sich unter info@burg-posterstein.de dem Museum oder unter schmoelln@otz.de der Ostthüringer Volkszeitung schreiben.

Bereits erschienene Artikel – Aktuelle Hinweise darauf finden Sie auch immer auf unserer Facebook-Seite

Rittergut Weißbach

Rittergut Selka

Rittergut Meuselwitz

Rittergut Maltis

Rittergut Schwanditz

Publikationen zum Thema:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Die slawische Besiedlung des Altenburger Landes

Seit dem 6. Jahrhundert dehnte sich das slawische Siedlungsgebiet bis an die Elbe und Saale aus. In dieser Zeit siedelten auch im heutigen Altenburger Land slawische Völker. Die hier ansässigen germanischen Bauern wurden im Laufe der weiteren Entwicklung in die Stammesgemeinschaften der Slawen aufgenommen.

Der slawische Stamm, der am westlichsten siedelte, waren die Sorben. Ihr Einzugsgebiet erstreckte sich von der oberen Mulde über die Elster bis zur Saale. Sie gliederten ihr Land durch natürliche Waldgrenzen in Gaue (Verwaltungseinheiten), in deren Mittelpunkt sich eine Gauburg befand. Die Landschaft zwischen Pleiße und Elster gehörte zu den Gauen Geraha und Plisni. Im Bereich der Ortschaften Löbichau, Nöbdenitz, Vollmershain und Thonhausen verlief die Grenze zwischen dem Gau Plisni und Geraha.

Ortsnamen sowie Dorf- und Flurformen geben Hinweise auf die slawische Besiedlung

Rittergut Meuselwitz / Meuselwitz Manor (c) Museum Burg Posterstein
Der Ortsname Meuselwitz verrät die slawischen Ursprünge der Stadt (Bild: (c) Museum Burg Posterstein)

Fast 70 Prozent der Ortsnamen im Altenburger Land sind slawischen Ursprungs. Kennzeichnend für slawische Ortsnamen sind die Endungen: Ehemals slawische Endungen wie –ici und -ovici sind heute noch als –itz (z.B. Raudenitz, Sommeritz) und –witz (z.B. Meuselwitz) erhalten, während Ortschaften auf –ovo, -ova und –ove heute auf –a und –au enden, wie beispielsweise Lohma, Kosma und Löbichau. Ursprünglich auf –ine, -ina und –ino endende slawische Ortsnamen, lauten heute meist auf –eu. Auf diese Art lässt sich auch heute noch an Hand des Namens recht zuverlässig feststellen, welcher Ort slawische Gründungen sind: Während Nischwitz, Nitschka und Zschernitzsch slawische Wurzeln haben, gehen ihre Nachbarorte Grünberg, Heyersdorf und Weißbach auf germanische Siedlungen zurück.

Auch die Dorf- und Flurformen dieser Orte geben Hinweise auf deren Ursprung: Während die deutschen Gründungen in der Region oft eine kilometerlange Aneinanderreihung von Häusern und Höfen sind, waren die slawischen Ortskerne oft kreisförmig, als so genannter „Rundling“ angelegt.

Ausgrabungen in der Kiste

Ein Teil der Dauerausstellung auf Burg Posterstein beschäftigt sich mit der Archäologie der Region. Zur Sammlung gehören beispielsweise Scherbenfunde aus dem Neolithikum oder der slawischen Zeit, steinzeitliche Faustkeile und Reibemühlen und verschiedene andere Werkzeuge. Im Rahmen des museumspädagogischen Programms können Kinder im Studienkabinett Wissenswertes zur Ur- und Frühgeschichte der Region lernen und sich sogar selbst als Archäologen betätigen. Sie graben mit Kelle und Pinsel aus Sandkisten verschiedene Artefakte aus und bestimmen sie anhand der Funde in den Ausstellungsvitrinen. Ein Fundbericht wird erstellt und kann mit nach Hause genommen werden.

Das Programm dauert etwa eine halbe Stunde und ist geeignet für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, z.B. für Schulklassen oder zur Kindergeburtstagsfeier im Museum.

Slawische Funde (Bild: Museum Burg Posterstein)

Slawische Funde (Bild: (c) Museum Burg Posterstein)

Aktuelle archäologische Forschung im Altenburger Land

Im Frühjahr 2012 wird sich vom 4. März bis 30. April eine Sonderausstellung mit der aktuellen archäologischen Forschung im Altenburger Land beschäftigen. Dabei werden Ausgrabungen und Funde der letzten Jahre im Mittelpunkt stehen. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege.

(von Marlene Hofmann)

The Slawic settlement in the County of Altenburg

Since the sixth century the Slavic settlement area expanded to the rivers Elbe and Saale. In this time Slavic tribes settled in today’s County of Altenburg, too. In the following time Germanic farmers, who already had settled in the region, were absorbed by the Slavic tribes.

The Slavic tribe, which settled most in the West, was called Sorbs. Their settlement area reached from the upper river Mulde and the river Elster to the river Saale. They structured their land with the help of natural forest borders in so-called “Gaue” (districts). In the centre of a Gau there was a Gauburg, a fortress. The county of Altenburg belonged to the districts Geraha and Plisni. Close to the villages Löbichau, Nöbdenitz, Vollmershain and Thonhausen there was the border between Plisni and Geraha.

Rittergut Meuselwitz / Meuselwitz Manor (c) Museum Burg Posterstein

The place name Meuselwitz reveals the town’s Slavic origin (Picture (c) Museum Burg Posterstein)

Place names and the form of a village reveal Slavic settlement

Almost 70 percent of all place names in the County of Altenburg have Slavic roots. Typical for Slavic place names are their endings: Former Slavic endings as –ici und -ovici are preserved as –itz (e.g. Raudenitz, Sommeritz) and –witz (e.g. Meuselwitz) in today’s place names, while villages that once ended on –ovo, -ova and –ove, today end with –a and –au, as for example Lohma, Kosma and Löbichau. Slavic place names that originally had the endings –ine, -ina and –ino, end today normally on –eu. With this knowledge today’s villages’ origins can be traced back by their names. While the villages Nischwitz, Nitschka and Zschernitzsch obviously have Slavic roots, their neighbour villages Grünberg, Heyersdorf and Weißbach originally were Germanic settlements.

Also the form of a village can give a hint on its origin. While the German settlements in the region often are a kilometre long row of houses and farms, the Slavic founded villages have a rather round centre, called „Rundling“.

Excavation in boxes

A part of Posterstein castle’s permanent exhibition deals with the region’s archaeology. To the collection belong for example potsherds from the Neolithic, hand-axes and querns from the stone-age as well as different other tools. As a part of the museum’s children’s program, children can learn about archaeology and try to be archaeologists themselves in the museum. With trowel and pencil they can search for archaeological artefacts in boxes with sand. Have they found something, they identify their find with the help of the museum’s collection. Afterwards they’ll write an archaeological report on their find. The program lasts about half an hour and is dedicated to children between eight and twelve years, for example for school classes and as a part of a birthday party in the museum.

Slawische Funde (Bild: Museum Burg Posterstein)

Slavic finds (picture: Museum Burg Posterstein)

Current archaeological research in the County of Altenburg 

In spring 2012, from March 4th to April 30th, Museum Burg Posterstein will show a special exhibition on recent archaeological research in the County of Altenburg. The focus will lie on the last years’ finds and the exhibition will be made in co-operation with the Thuringian department for archaeology and preservation of monuments (Thüringischen Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege).

(by Marlene Hofmann)

Which castle resisted an air attack but not the East German land reform?

Rittergut Meuselwitz / Meuselwitz Manor (c) Museum Burg Posterstein
Rittergut Meuselwitz / Meuselwitz Manor (c) Museum Burg Posterstein

Between 1724 and 1724 the German statesman Veit Ludwig von Seckendorff (1626-1692) let build a castle with park and orangery on his manor in Meuselwitz. A baroque gate led into the estate.

Von Seckendorff, born in Herzogenaurach, had graduated at a grammar school in Gotha, Thuringia, and was later on supported by Ernst I, Duke of Saxe-Gotha and Altenburg. During the Thirty Years’ War the Swedes executed his father in Salzwedel because of high treason. Von Seckendorff studied philosophy, law and history in Strasbourg. In 1655 he published his book “Der deutsche Fürstenstaat“, a handbook of German public law. This book, which long time had been a benchmark for political science at German universities, was already in von Seckendorffs lifetime published in several editions.

From 1651 to 1663 he achieved a number of important functions at the duke’s court in Gotha. In 1664 he started working for the duke Maurice of Zeitz (†1681). In 1680 he stopped working as a chancellor and retired to his estate in Meuselwitz. But he still had political positions as a chief tax collector in Altenburg and as landscape director. In 1685 his book “Christenstaat“ (the Christian state) was published. Shortly before his dead he was appointed to chancellor of the new founded university in Halle. He died in Halle and was buried in the church in Meuselwitz at December 30th in 1692.

Under an air attack against Meuselwitz at February 20th in 1945 the economical buildings of Meuselwitz Manor were badly damaged. The castle itself suffered from only small damages.  But as a consequence of the East German land reform in 1945 all buildings were pulled down. Only the badly damaged orangery and the well preserved baroque gate were conserved. In spite of protests from the local office for preservation of historical monuments the gate was pulled down, too, in 1950. The orangery could be restored by Walter Gruner, an architect from Leipzig, in 1957. An historic mill, belonging to the old estate, was pulled down in 1988. The free space, where Meuselwitz manor once had been standing, is today used as a parking space.

View the about 60 manors of the county of Altenburg on our google map: http://tiny.cc/o27p6.

Read more about castles and manor houses in Altenburg region in the following books, which can be bought in the museum or ordered per e-mail to info@burg-posterstein.de:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein