Kinder können Burg Posterstein im Lockdown digital entdecken

Burg Posterstein mit Burggeistern Posti und Stein

Das Museum Burg Posterstein stellt ein neues digitales Angebot für Familien mit Kindern vor: In der Zeit des Lockdowns kann die Burg und ihre Geschichte im Kinderblog des Museums digital erkundet werden. In Zusammenarbeit mit dem Thüringer Kulturpass gibt es sogar die Möglichkeit, sich für diesen digitalen Besuch einen Stempel im Kulturpass-Heft abzuholen. Dafür müssen kniffelige Rätselfragen gelöst werden.

Burggespenst Posti lässt Kinder hinter die Burgmauern blicken

Auf dem Bildschirm sieht man zunächst nur eine Ansicht der Burg Posterstein. Per Klick auf das Burggespenst Posti aber können Kinder sehen, wie es hinter den Mauern aussieht. Zum Beispiel hinter dem so genannten „Abort-Erker“, der sich an der Außenmauer der Burg befindet. Dabei erfährt man auch gleich, was die Menschen in früheren Zeiten statt Klopapier benutzten und ob ein Ritter in Rüstung überhaupt auf Toilette gehen konnte. – Das sind – völlig berechtigte! – von Kindern gestellte Fragen, die auch in der Familienausstellung „Die Kinderburg“ kurz und knapp erklärt werden. Andere Themen sind für den Schulunterricht relevant. Im Video „Warum heißt das Mittelalter Mittelalter?“ wird die Bezeichnung der Epoche in einfachen Sätzen und lustigen Zeichnungen zusammengefasst.

Zum Kinderburg-Blog

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Um eine der Kulturpass-Fragen zu beantworten, muss man sich das Video zum Mittelalter genauer ansehen.

Seit Jahren können sich Kinder, für ihren Besuch auf Burg Posterstein einen Stempel für ihren „Thüringer Kulturpass“ abholen. Haben sie 10 Stempel gesammelt, gibt es Preise und eine Urkunde. Der Thüringer Kulturpass wird von der Staatskanzlei finanziert und soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche Kultureinrichtungen spielerisch erkunden.

Auf Grund des langen Lockdowns – die Burg Posterstein ist bereits über 100 Tage geschlossen! – ist das derzeit nicht möglich. Deshalb gibt es nun die Möglichkeit, einige Einrichtungen auch digital zu besuchen und dafür einen Stempel zu bekommen. Mit dabei sind neben der Burg Posterstein auch die Wartburg, Kloster Veßra, das Residenzschloss Altenburg und einige andere Thüringer Museen. Um in allen teilnehmenden Museen digital Stempel zu sammeln, braucht man die App Actionbound.

Einen Kulturpass bekommt man über die Mehrfamilienkarte und das LKJ Thüringen sowie die meisten Theater, Museen, Bibliotheken und Jugendherbergen. In der neuen Auflage, die im März gedruckt sein wird, ist Burg Posterstein eine von mehreren Einrichtungen, die für 10 Stempel ein kleines Geschenk zur Verfügung stellen.

#Kinderburg: Spiel das Oster-Memo mit Schaf Wendelin

Schaf Wendelin lädt Dich in den Osterferien zum Memo-Spiel ein!
Findest Du die Paare, die zusammen gehören?

Alle Zeichnungen stammen aus der Feder von M. Huberti – herzlichen Dank dafür!


Osterferien mit dem grünen Schaf Wendelin

Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich zu Ostern durch die Burg Posterstein – immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest? Osterlämmer als Deko, Schafe aus Schokolade und vielleicht sogar als Braten? Hast Du Dich auch schon mal gefragt, warum Lämmer zu Ostern so beliebt sind? Dann löse doch die 5 Aufgaben unseres Osterferien-Quiz:

Warum unser Schaf Wendelin heißt, erfährst du hier:

Von Teil 1 an kommst du automatisch weiter zu Frage 2 bis 5!


Mehr Memo!

Möchtest du noch mehr Memo-Spielen, dann versuch dich doch einmal an unserem komplizierten Mascher-Marchen-Memo, bei dem es darum geht, die Altenburger Bauersfrauen auseinander zu halten:

#SportsMW: Welchen “Sport” trieben Prinzessinnen?

Es ist #MuseumWeek und bis 25. Juni greifen wir jeden Tag ein Thema auf. Anlässlich des heutigen Themas #sportsMW geben wir Einblicke in die Fragen von Kindern, die unsere Burggeister Posti und Stein im Vorfeld der Familienausstellung „Die Kinderburg – Von Rittern und Salondamen“ (ab 1. Oktober 2017) erreichen. Oft werden die Burggeister gefragt: „Mit was haben Prinzessinnen gespielt?“ Mussten auch sie sich sportlich betätigen? Vom Ballspiel bis zur „Blinden Kuh“: Hier ein kurzer Einblick in die Antwort unserer Geister!

Natürlich hatten die Prinzessinnen im Mittelalter und auch später in der Zeit der Salondamen Spielzeuge. Bei den Mädchen waren schon immer Puppen sehr beliebt. Für die Arbeit in der Puppenküche gab es kleine Töpfe und Gefäße. Auch das Ballspielen war schon damals beliebt.

Angehende Ritter beim Turnier mit Stöcken und kleine Burgfräulein beim Baseball?

Richtige Turnierkämpfe gibt es auf Burg Posterstein jedes Jahr zu Pfingsten. Beim Mittelalterspektakel zeigen echte Reiter ihre Künste mit Lanze und Schwert. Dazu gibt es drei Tage lang Musik, Gaukeleien und Handwerk zu besichtigen.
Richtige Turnierkämpfe gibt es auf Burg Posterstein jedes Jahr zu Pfingsten. Beim Mittelalterspektakel zeigen echte Reiter ihre Künste mit Lanze und Schwert. Dazu gibt es drei Tage lang Musik, Gaukeleien und Handwerk zu besichtigen.

Die Jungs hatten wohl ihre eigene Spielzeug-Rüstkammer mit Holzschwertern oder sie nahmen zum spielerischen Turnierkampf einfach Stöcke. Als Spielzeug diente alles, was es in der Natur zu finden gab: Nüsse und Früchte, Eier und Steine. Und selbst das kleine Zähl-Spiel: „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“ war schon im Mittelalter bekannt und bei Erwachsenen so beliebt wie bei Kindern.
Gemeinsam spielten die Kinder Verstecken und Fangen, sie hatten Murmeln aus Ton oder Holz und Kreisel, die sie mit einer Peitsche über alle Fußböden in und um die Burg tanzen ließen. Gemeinsame Tänze wurden sehr gern aufgeführt und die Musik durfte nicht fehlen.

Besonders beliebt war schon vor über 800 Jahren das Ballspiel. Bälle wurden gekullert, geworfen und mit Schlägern durch die Luft gewirbelt. Fußball und Baseball kannten die Prinzessinnen noch nicht, aber in manchen alten Schriften, Liedern und Gedichten kann man fast das Gefühl bekommen, die Prinzessinnen beherrschten schon im Mittelalter diese heute so beliebten Spiele!

Der Kreisel war schon im Mittelalter ein beliebtes Spielzeug. Bis heute hat er von seinem Reiz nichts verloren
Der Kreisel war schon im Mittelalter ein beliebtes Spielzeug. Bis heute hat er von seinem Reiz nichts verloren.

Die Prinzessinnen der Salonzeit spielten natürlich auch gern mit dem Ball. Sie musizierten und tanzten. Auch Bücher waren vor 200 Jahren ein beliebter Zeitvertreib. Ein Spiel, das du sicherlich auch kennst und vielleicht gern spielst, war „Blinde Kuh“. Die Prinzessinnen erdachten sich sogar neue Regeln dafür und auch für die Erwachsenen war es ein schöner Zeitvertreib.

Sommerferien auf Burg Posterstein: Das ist doch ein Kinderspiel?!

Den vollständigen Kinderblog-Beitrag findet ihr hier! Und alle, denen das noch nicht genug ist, sind ganz herzlich zum Sommerferienprogramm des Museums Burg Posterstein eingeladen! In kurzen Kinderführungen wird während der Ferienzeit das Thema „Wie spielten Ritter und Prinzessinnen?“ erklärt. Drei Stationen im Museum zeigen den kleinen Besuchern, wie sich Ritter und Salondamen die Freizeit vertrieben. Neben den Führungen kann diese spannende Frage auch anhand eines Rätsels selbstständig erkundet werden. Im Burghof dürfen abenteuerlustige Besucher kleine Ritterspiele auch selbst ausprobieren. Für die Freunde zu Hause können auch Spielanleitungen mitgenommen werden. So dürfte einem sportlichen Treiben in den Ferien keine Grenze gesetzt sein!

Von Franziska Engemann / Museum Burg Posterstein

#Kinderburg: Was spielten Prinzessinnen?

Mit was haben Prinzesso gespielt? fragte die 5-jährige Frieda unsere Burggespenster Posti und Stein. Hier bekommt ihr die Antwort:

Natürlich hatten die Prinzessinnen im Mittelalter und auch später in der Zeit der Salondamen auch Spielzeuge. Bei den Mädchen waren schon immer Puppen sehr beliebt. Für die Arbeit in der Puppenküche gab es kleine Töpfe und Gefäße. Auch das Ballspielen war schon damals beliebt.

Diese Puppe ist zum Beispiel rund 250 Jahre alt. Findest du sie in der Ausstellung auf Burg Posterstein?
Diese Puppe ist zum Beispiel rund 250 Jahre alt. Findest du sie in der Ausstellung auf Burg Posterstein?
Die Puppen sahen zwar nicht ganz so aus wie du sie heute aus dem Spielzeugladen oder von zu Hause kennst, aber zum Spielen eigneten sie sich sehr gut. Diese Puppe ist zum Beispiel rund 250 Jahre alt. Ihr Gesicht ist aus Porzellan und sie trägt ein schönes Rokokokleid. Um den Hals hängt eine feine Perlenkette und große Schleifen zieren den weißen Stoff. Nur ihre Perücke fehlt. Vor 250 Jahren war es nämlich modern, Perücken und große Kleider zu tragen. Die Puppe war also modisch gekleidet.
Was du auf dem Bild nicht sehen kannst: Die Puppendame trägt unter dem weißen Oberkleid sogar einen Reifrock und ganze drei Unterröcke! Dadurch fällt das Kleid so schön weit. Und sie trägt tatsächlich Absatzschuhe! Sie hat all das an, was eine Prinzessin auch im wahren Leben tragen musste und auch getragen hat.

Die Jungs hatten wohl ihre eigene Spielzeug-Rüstkammer mit Holzschwertern oder sie nahmen zum spielerischen Turnierkampf einfach Stöcke. Als Spielzeug diente alles, was es in der Natur zu finden gab: Nüsse und Früchte, Eier und Steine. Und selbst das kleine Zähl-Spiel: „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“ war schon im Mittelalter bekannt und bei Erwachsenen so beliebt wie bei Kindern.

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht

Gemeinsam spielten die Kinder Verstecken und Fangen, sie hatten Murmeln aus Ton oder Holz und Kreisel, die sie mit einer Peitsche über alle Fußböden in und um die Burg tanzen ließen. Gemeinsame Tänze wurden sehr gern aufgeführt und die Musik durfte nicht fehlen.

Besonders beliebt war schon vor über 800 Jahren das Ballspiel. Bälle wurden gekullert, geworfen und mit Schlägern durch die Luft gewirbelt. Fußball und Baseball kannten die Prinzessinnen noch nicht, aber in manchen alten Schriften, Liedern und Gedichten kann man fast das Gefühl bekommen, die Prinzessinnen beherrschten schon im Mittelalter diese heute so beliebten Spiele!

Die Prinzessinnen der Salonzeit spielten natürlich auch gern mit dem Ball. Sie musizierten und tanzten. Auch Bücher waren vor 200 Jahren ein beliebter Zeitvertreib. Ein Spiel, das du sicherlich auch kennst und vielleicht gern spielst, war „Blinde Kuh“. Die Prinzessinnen erdachten sich sogar neue Regeln dafür und auch für die Erwachsenen war es ein schöner Zeitvertreib.

Buchtipp zum Weiterlesen:
Für ältere Kinder und Erwachsene empfehlen wir das Buch “Wie wäscht man ein Kettenhemd?”, herausgegeben von Dr. Stefan Lang, Kreisarchiv Göppingen. Darin beantworten Historiker Schülerfragen wie beispielsweise “Warum heißt es das ‘Finstere Mittelalter’?, Warum rostete eine Ritterrüstung nicht? und eben auch “Was spielten die Kinder in der Stauferzeit und gab es schon Fußball?”