#Kinderburg Oster-Quiz Teil 2: Schafe fürs Leben – Welches ist das wichtigste christliche Fest?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 2. Aufgabe? (Hier geht es zu Aufgabe 1) Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

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Wohin ging ein Ritter zu Ostern?

Wie Du schon jetzt sehen kannst: Ostern hat viel mit Kirche und christlichem Glauben zu tun. Deshalb nimmt Dich Schaf Wendelin als nächstes mit in die alte Kapelle, dem früheren Raum für Gottesdienste der Bewohner der Burg Posterstein. Heute zeigt das Museum hier oft Ausstellungen über Geschichte oder Kunst. Vor ungefähr 400 Jahren betete hier aber der Burgherr. Besonders schön ist die sogenannte „Kassettendecke“ über dem alten Altarbereich des Raumes. Die Decke heißt so, weil sie in viele kleine Kästen (Kassetten) unterteilt ist. Früher war sie einmal blau angestrichen und sah aus, wie ein Himmel.

Schaf Wendelin vor der Kassettendecke in der Galerie der Burg Posterstein.

Tatsächlich ist Ostern das wichtigste Fest im Christentum. Noch wichtiger als Weihnachten. Und das war schon zu Zeiten der Ritter so. Denn an diesem Fest wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Jesus Christus ist für die Christen der Sohn Gottes. Zu Weihnachten feiern viele Menschen in der Welt seine Geburt. An Ostern gedenken sie seinem Tod und seiner Auferstehung.

Ostern ist ein ziemlich gefühlvolles Fest für Christen. Man könnte sagen, dass die Stimmung zweigeteilt ist. Ein wichtiger Tag ist „Gründonnerstag“. Das hat aber nichts mit der Farbe grün zu tun, sondern kommt vom alten Wort „grienen“, was so viel heißt wie weinen. An dem Tag trafen sich Jesus und seine Jünger zum letzten gemeinsamen Abendmahl. Danach wurde Jesus verhaftet und zum Tod am Kreuz verurteilt.
Am „Karfreitag“ starb Jesus schließlich am Kreuz. Das „Kar“ im Karfreitag oder der Karwoche vor Ostern steht dabei für das Wort „Trauer“.

In den Namen “Gründonnerstag” und “Karfreitag” stecken alte Worte für Weinen und Trauer.
(Bild: Ausschnitt aus der “Postersteiner Kreuzigung”, einer Kopie nach Lucas Cranach d. Ä. , die in der Kirche Posterstein hängt. Das Original befindet sich in der Sammlung der Kunstsammlung Gera,)

Am Ostersonntag wird aus der ganzen Trauer schließlich Freude. Jesus ist von den Toten auferstanden. Dieses Ereignis wird mit Gottesdiensten und oft mit einem großen Festessen gefeiert. Schon die Ritter gingen an diesem Tag in die Kirche, um die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus zu feiern.

Die Postersteiner Burgherren mussten für Gottesdienste lange Zeit bis in den Nachbarort Nöbdenitz laufen oder reiten. Erst vor ungefähr 450 Jahren ließ der Ritter Tham von Pflugk eine Kirche in Posterstein bauen. Für das tägliche Gebet war der Weg nach Nöbdenitz oft zu weit. Dafür nutzten die Burgbewohner dann ihre kleine Kapelle.


Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.

Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

#Kinderburg Bastelanleitung: Osterkarten zum Ausmalen

Liebe Menschen, die Du zu Ostern nicht persönlich treffen kannst, freuen sich vielleicht über einen Oster-Gruß von Dir. Osterkarten haben eine lange Tradition – vermutlich gibt es ihn bereits seit über 100 Jahren. Die Postesteiner Burggeister Posti und Stein haben euch Osterkarten zum Ausmalen vorbereitet. Das geht so:

So könnte Deine Oster-Karte aussehen
  1. Ladet euch die Vorlagen herunter und druckt sie (am besten auf Karton) aus:
    Vorlage herunterladen
  2. Schneidet das Blatt in der Mitte, an der gestrichelten Linie durch. Dann habt ihr zwei Osterkarten.
  3. Knickt jede Karte genau in der Mitte. Dann kann man sie aufklappen und auf die Innenseite einen Gruß schreiben.
  4. Malt das Motiv bunt aus.
  5. Verschickt die Karte per Post an jemanden, den ihr grüßen wollt. – Oder fotografiert sie und schickt sie per Mail oder WhatsApp 😉

Posti und Stein haben Probe gebastelt – so könnten Deine Karte aussehen! Wenn Du Lust hast, schick uns ein Foto von Deiner Oster-Karte an postiundstein@burg-posterstein.de 🙂


Haben auch Ritter Post verschickt?

Kinderburg - Wie haben Ritter Post verschickt?

Nachrichten zu verschicken war im Mittelalter ziemlich schwierig. Oft dauerte es sehr lange, bis Nachrichten überbracht werden konnten. Einen Brief einfach in den Briefkasten werfen ging leider nicht. 

Deshalb hat Jule aus Buxtehude uns gefragt, wie Ritter Post verschickt haben. Hier beantworten wir diese Frage.

#Kinderburg Oster-Quiz Teil 1: Schafe fürs Leben – Wer ist Wendelin?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 1. Aufgabe? Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

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Hallo! Mein Name ist … Wendelin?

In diesen Osterferien haben sich die Geister der Burg Posterstein, das Gespenst Posti und der Burgdrache Stein, Verstärkung geholt. Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich diesmal virtuell durch die über 800 Jahre alte Burg und beantwortet mit Dir die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest?

Wendelin trägt seinen Namen auch nicht ohne Grund! Benannt ist es nach einem Heiligen der katholischen Kirche: Wendelin von Tholey, dem Schutzpatron der Hirten und Herden, der Bauern und des Viehs. Der heilige Wendelin lebte vor fast 1500 Jahren in der Nähe der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz. Laut Legende war er ein Königssohn aus Schottland oder Irland. Nach einer Wundertat schenkte ihm ein Edelmann eine Zelle (das ist eine Wohnstätte für Mönche oder Einsiedler) in der Nähe der heutigen Stadt St. Wendel im Saarland. Dort verkündigte er den Menschen das Wort Gottes und half ihnen, wenn sie oder ihre Tiere krank wurden. Als der Abt, der Leiter, des nahen Klosters Tholey starb, wählten die dortigen Mönche Wendelin zum neuen Oberhaupt des Klosters. Dort lebte er bis zu seinem Tod.

Viele Tage im Jahr sind christlichen Heiligen gewidmet und nach diesen benannt. Die bekanntesten sind wahrscheinlich St. Nicolaus am 6. Dezember oder Silvester am 31. Dezember. Der Gedenktag des heiligen Wendelin ist in Deutschland am 20. Oktober. Auf Gemälden wird Wendelin oft als Hirte mit Schafen und Schweinen dargestellt.

Schaf Wendelin vor der Burg Posterstein – im digitalen Osterferien-Programm nimmt es Dich mit in die Burg.

Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.


Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

Bastel-Anleitung Klammer-Schaf Wendelin & Schnapp-Drache

Tutorial Klammer-Schaf
Tutorial Klammer-Schaf

Die Burggeister Posti und Stein aus der Burg Posterstein laden Dich zum Basteln ein! Die Osterferien stehen vor der Tür und was passt da besser, als ein kleines, anhängliches Klammerschaf! Es eignet sich perfekt als Notizenhalter, Lesezeichen oder um die losen Zettel auf dem Schreibtisch zusammen zu halten. Vielleicht soll es sogar ein kleines Ostergeschenk werden?

Warum heißt dieses Schaf Wendelin?
Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich demnächst virtuell durch die Burg Posterstein und beantwortet mit Dir die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest? Wendelin trägt seinen Namen nicht ohne Grund! Benannt ist es nach einem Heiligen der katholischen Kirche: Wendelin von Tholey, dem Schutzpatron der Hirten und Herden, der Bauern und des Viehs.

Wenn Dir der Sinn nicht nach einem Schaf steht, kannst Du es natürlich auch mit einem Schnapp-Drachen probieren. Versucht es einmal! Es ist ganz einfach!

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Keine Lust zu lesen? – Hier kommt die Video_Anleitung.

Das brauchst Du dazu:

Das sind die Zutaten für Dein Klammer-Schaf Wendelin.

Schritt 1

Druck Dir die Bastelvorlage für das Klammer-Schaf oder den Schnapp-Drachen aus. Am besten nimmst Du etwas dickeres Papier oder einen weißen Karton dazu. Lass Dir einfach von einem Erwachsenen dabei helfen.

Hier sind die Druckvorlagen:
Klammer-Schaf Wendelin
Schnapp-Drachen der I.
Schnapp-Drachen der II.

Oder willst Du Dein ganz eigenes Tier erschaffen? Kein Problem! Nutze Deine Wäscheklammer einfach als Maß für die Länge des Tieres und zeichne los!

Schritt 1 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 1: Ausdrucken

Schritt 2

Ausmalen was das Zeug hält! Klassisch weiß oder knallig rot? Gestalte Dein Schaf so, wie Du es für richtig hältst. Im Frühling blüht die Natur auf und färbt sich bunt. Da kann auch Dein Klammer-Schaf gelb, grün, blau oder mit Muster versehen werden. Unser Beispielschaf wird grün, wie auch Schaf Wendelin, das Dich in diesem Jahr virtuell durch unser Osterferien-Programm führen möchte!

Schritt 2 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 2: Ausmalen

Schritt 3

Ist Dein Schaf schön bunt, schneide Ober- und Unterteil mit einer Schere grob aus. Der Feinschliff kommt später.

Schritt 3 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 3: Grob ausschneiden

Schritt 4

Kleb die beiden Hälften des Schafs mit einem Leimstift auf das Buntpapier. Dadurch wird das Klammer-Schaf etwas dicker und robuster. Praktisch ist auch, dass die Innenseiten dadurch eine schöne, gleichmäßige Farbe bekommen. So wird das Schaf am Ende noch besser aussehen.

Schritt 4 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 4: Auf Buntpapier kleben

Schritt 5

Schneide beide Teile nun fein aus. Das kann an manchen Stellen etwas schwierig werden. Ein Tipp: Wenn Du die Bilder vorher noch einmal grob ausschneidest, wird der Feinschnitt leichter. Und wenn es mal gar nicht klappen will, bitte einfach einen Erwachsenen um Hilfe.

Schritt 5 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 5: Der Feinschnitt

Schritt 6

Zum Schluss müssen beide Hälften nur noch mit Leim an die Wäscheklammer geklebt werden. Pass auf, dass sich der Kopf des Tieres auf der Seite der Klammer befindet, die sich öffnet! Klebt Ober- und Unterteil so auf, dass sich die Buntpapierseite an der Klammer befindet. Am besten eignet sich hier flüssiger Leim zum Kleben. Drück beide Hälften gut an und lass das Ganze dann ein paar Minuten trocken. Und …

Schritt 6 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 6: Ankleben

… Fertig! Jetzt kannst Du nach Herzenslust Losheften!

Idee zum Weiterbasteln: Notizbrett mit Klammer-Tieren

Du hast noch nicht genug gebastelt? Wir haben noch weitere Ideen:

Notizbrett mit Klammer-Tieren: Aus mehreren Klammer-Tieren kannst Du auch ein schönes Notizbrett machen. Dazu benötigst Du nur eine kleine Holzleiste. Auf diese kannst Du deine Schnapp-Schafe am Ende aufkleben und viele Notizen auf einmal anbringen. Aber Vorsicht! Wenn das Brett Löcher zum Aufhängen haben soll, frag unbedingt einen Erwachsenen! Mach so etwas nicht allein! Dir wird bestimmt gern jemand helfen!

Notiz-Leine mit Klammer-Tieren: Willst Du kein festes Notizbrett, dann kannst Du ganz einfach auch eine Schnur spannen und daran Deine Klammer-Tiere z.B. Deine selbst gemalten Bilder festhalten lassen.

Klammer-Schaf & Schnapp-Drachen – Galerie

Hier zeigen wir Eure Werke:

#Kinderburg: Spiel das große Mascher-Marchen-Memo!

Finde die Paare! Diese Mädchen und Frauen saßen vor 150 Jahren dem Maler Friedrich Mascher Modell. In ihren schönsten Kleidern – der Altenburger Bauerntracht.

Mascher-Marchen-Memo für Einsteiger:

Mascher-Marchen-Memo für Fortgeschrittene:


Was bitte ist eine Marche?

Die Bauern im Altenburger Land hatten ihre eigene Mode: Die Altenburger Bauerntracht. Die Frauen in dieser Tracht nannte man „Marche“. Das Wort kommt vom verbreiteten Name „Mariechen“. Auffällig sah das „Hormt“ aus – eine Art Krone, die nur Jungfrauen aufsetzen durften. Der Mann hieß „Malcher“ (von Melchior) und trug einen kleinen runden Hut.

Kleine Besucherin beim "Marchen-Memo" - "Marchen" hießen im Altenburger Land die Bauersfrauen in Tracht.
In der “Kinderburg”-Ausstellung im Museum Burg Posterstein gibt es das Memo-Spiel ganz analog.

Wer war Friedrich Mascher?

Der Maler Friedrich Mascher zog vor rund 150 Jahren zu Fuß von Bauernhof zu Bauernhof und verewigte die wohlhabenden Hofbesitzer auf Bildern. Er malte seine Portraits in leuchtenden Pastellfarben auf Tapete. Seinen Bildern wird eine hohe Ähnlichkeit nachgesagt. Vermutlich lebte der Wandermaler für Kost und Logie. Seine Mal-Utensilien hatte er stets dabei. Die oft nicht signierten Pastelle Maschers stellen heute ein wichtiges Zeugnis der bäuerlichen Kultur im ehemaligen Herzogtum Sachsen-Altenburg dar.  Der Maler selber starb 1880 unterwegs auf der Landstraße.

Das Spiel gibt’s auch zum Anfassen

Das Mascher-Marchen-Kartenspiel entstand 2016 bei einer gemeinsamen Sonderausstellung zum Maler Friedrich Mascher, die im Museum Burg Posterstein und im Residenzschloss Altenburg zu sehen war. Das Spiel zum Anfassen gibt es übrigens in den Museumsshops in Altenburg und Posterstein.

Ein Jahr voller Entdeckungen: 2019 auf Burg Posterstein

Schlössersafari, Staubexkursion, Expeditionen nach Südamerika: Im Jahr 2019 standen verschiedenste Entdeckungen im Mittelpunkt der Ausstellungen des Museums Burg Posterstein. Darüber hinaus wurden mit Steckenpferd-Turnier und Geisterstunde neue Veranstaltungsformate ins Leben gerufen. Zu sehen gab es insgesamt vier Sonderschauen und über 50 Veranstaltungen. Dazu fanden fast 170 private Veranstaltungen wie Führungen, Kindergeburtstage und Trauungen auf Burg Posterstein statt.

Schlössersafari, Burgstaub und „humboldt4

Das Ausstellungsjahr 2019 begann mit der interaktiven Fotoausstellung „Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland“, in der sieben Instagramer je sieben ihrer Fotos von mitteldeutschen Schlössern und Burgen vorstellten. Das Publikum nutzte die Möglichkeit, eigene Bilder unter dem Stichwort #Schlössersafari zu teilen eifrig. Inzwischen kann man im sozialen Netzwerk Instagram über 4800 Fotos bestaunen. Aus der Sonderschau ist ein aktives Netzwerk entstanden und 2020 wird die Ausstellung selbst auf Wanderschaft gehen: Von 4. April bis 6. Juni 2020 ist sie in neuer Fassung auf Burg Ranis zu sehen und von 12. September bis 21. November 2020 auf Burg Mylau.

Wenn die Ausstellung #Schlössersfari auf Ranis gastiert, ist @suse70 als Instagramerin aus Ranis dabei.

Im Sommer 2019 zeigte das Museum Burg Posterstein die gewitzte Kunstausstellung „Zum Wesen des Staubes: Staubexpeditionen auf Burg Posterstein mit Wolfgang Stöcker aus Köln“, die auch überregional Aufmerksamkeit erregte. Zur Ausstellung erschien ein tiefgründiges Lesebuch „Zum Wesen des Staubes“.

Für die Ausstellungsreihe „humboldt4“ fanden sich erstmals alle vier Museen des Altenburger Landes zu einem gemeinsamen Thema zusammen. Im Fokus der Postersteiner Ausstellung „Von Schönhaide nach Südamerika“ stand der Vogelforscher und -zeichner Anton Goering aus Schönhaide bei Schmölln. Auf zwei Reisen nach Südamerika wandelte er im 19. Jahrhundert auf Humboldts Spuren und dokumentierte die dortige Tierwelt. Das Museum leistete mit der Ausstellung wertvolle Grundlagenforschung und es gab eine fruchtbare Zusammenarbeit mit lokalen Heimatforschern und dem Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig. Die Ergebnisse überdauern im Katalog „humboldt4“ zur Ausstellung und erstmals auch als umfangreicher Wikipedia-Artikel.

Eine neue Veranstaltungsreihe ging an den Start: das 1. Große Steckenpferd-Turnier am Weltkindertag

Geister, Steckenpferde und viele neue Ideen

Insgesamt fanden 2019 auf Burg Posterstein 57 öffentliche Veranstaltungen wie Feste, Salongespräche und Familienführungen statt. Darüber hinaus gab es fast 169 gebuchte Führungen, Kindergeburtstage und Hochzeiten. In einer losen Gruppe namens „Ideen für Burg Posterstein“ fanden sich rund 20 vorwiegend junge Menschen aus Posterstein und Umgebung zusammen, die das Museum bei der Planung und Durchführung neuer Veranstaltungen unterstützten. Dank dieser Gruppe gab es erstmals ein Steckenpferd-Turnier am Weltkindertag und eine Geisterstunde an Halloween, die mit der Belebung Postersteiner Sagen und Persönlichkeiten über 500 Besucher lockte. In allen Schulferien in Sachsen und Thüringen gab es thematisch wechselnde Ferienprogramme und darin eingebettet insgesamt 35 kleine „Schatzsucher-Prüfungen“ für Familien mit Kindern.

Dauerbaustelle bescherte weniger Besucher

Insgesamt zählte das Museum 2019 nur rund 18.000 Besucher. Von den Besuchern, die nicht gezielt zu Veranstaltungen kamen, waren 40 Prozent Familien- und 10 Prozent Gruppenbesucher. Die Baustelle, die von Frühjahr bis Winter 2019 den Ort in zwei Hälften teilte, hat dem Besucherverkehr leider sehr geschadet. Eine bessere Ausschilderung des Museums für Ortsfremde könnte bei zukünftigen Bauarbeiten vielen Museumsgästen die Anreise erleichtern und Frust ersparen.

#Kinderburg: Wer hat gewonnen? – Die Gewinner des Kinderburg-Rätsels 2019 stehen fest

Die Ritter der Gefolgschaft zu Posterstein zogen die Gewinner des Kinderburg-Gewinnspiels 2019
Die Ritter der Gefolgschaft zu Posterstein zogen die Gewinner des Kinderburg-Gewinnspiels 2019
Die Ritter der Gefolgschaft zu Posterstein zogen die Gewinner des Kinderburg-Gewinnspiels 2019

Drei Ritter der Gefolgschaft zu Posterstein zogen beim stimmungsvollen Weihnachtsmarkt „Weihnachten im Salon“ am 14. Dezember auf Burg Posterstein die diesjährigen Gewinner des Kinderburg-Gewinnspiels. Ohne Brille, mit zugehaltenen Augen und unter dem aufmerksamen Blick der Weihnachtsmarkt-Gäste zogen sie drei Adressen aus einem großen Lostopf. Gewonnen hat ein Kind aus Crinitzberg im Vogtland, eins aus Benndorf in Sachsen und eins aus Greiz. Sie bekommen noch pünktlich zum Weihnachtsfest Post von den Postersteiner Burggeistern Posti und Stein.

Insgesamt haben 2019 über 1500 Kinder das richtige Lösungswort gefunden. Das Kinderburg-Rätsel funktioniert so: Wer die Familienausstellung „Die Kinderburg“ besucht, bekommt eine Schatzkarte durch die Burg. An verschiedenen Stationen gibt es eine Menge zu entdecken. Die Kinder können sich nicht nur verkleiden wie Burgherren und Burgfrauen, sondern sehen wie Ritter ihre Rüstungen anzogen und hören, was Kinder im Mittelalter lernten. Überall in der Ausstellung verbergen sich Buchstaben, die richtig zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. 2019 lautete das Lösungswort – passend zu den Ausstellungen, die das Museum in diesem Jahr zeigte – EXPEDITION. Ab jetzt gibt es bereits ein neues Lösungswort und damit eine neue Chance auf Geschenke der Postersteiner Burggeister Posti und Stein.

Im Herbst 2020 eröffnet die neue Kinderburg-Ausstellung „Aus dem Alltag eines Burgherrn“

Die Familienausstellung „Die Kinderburg“ baut auf von Kindern gestellten Fragen auf: Wie schwer war eine Ritterrüstung? Wie ging ein Ritter aufs Klo? Und gab es im Mittelalter auch eine Schule? Mit Schatzkarte, Verkleidung und interaktiven Elementen können Familien in der gesamten Burg die Vergangenheit erkunden.

Mit einer Schatzkarte erkundet man die "Kinderburg" auf Burg Posterstein.
Mit einer Schatzkarte erkundet man die “Kinderburg” auf Burg Posterstein.

Die Nachfrage nach kindgerechter, anschaulicher Ausstellungsgestaltung ist groß: Seit Einführung des Kinderburg-Konzepts 2017 hat sich die Anzahl der Familienbesucher auf Burg Posterstein im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt.

Auch deshalb wird es 2020 eine weitere, speziell auf Familien mit Kindern zugeschnittene Ausstellung auf Burg Posterstein geben: Ab 4. Oktober 2020 erfährt man in der „Kinderburg“ Wissenswertes über den Alltag eines Burgherrn. Die „Gefolgschaft zu Posterstein“ – eine Gruppe Mittelalter-Enthusiasten aus der Region, die sich jederzeit über weitere Mitstreiter freut – unterstützt das Museum tatkräftig bei der Vorbereitung der Ausstellung. Unter anderem sollen ein kurzer Film und eine weitere Hörstation entstehen.

4. Oktober 2020 bis 1. März 2021: Familienausstellung “Aus dem Alltag eines Burgherrn

Die beliebte Familienausstellung „Die Kinderburg“ soll eine Fortsetzung finden: Thematisch steht der Alltag eines Burgherrn in Friedenszeiten im Mittelpunkt. Multimedial und interaktiv entdecken große und kleine Besucher dabei, wie eine mittelalterliche Burg mit Wasser versorgt wurde und welche Aufgaben der Burgherr als Gerichtsherr für die umliegenden Dörfer hatte. Und auch die Postersteiner Burggeister Posti und Stein haben ihre Finger mit im Spiel.

So könnte er ausgesehen haben - einer der Burgherren der Burg Posterstein.
So könnte er ausgesehen haben – einer der Burgherren der Burg Posterstein.

Das Familien-Programm des Museums 2020

Zum familienfreundlichen Konzept „Die Kinderburg“ gehört im Museum Burg Posterstein auch das thematisch wechselnde Ferienprogramm in allen Schulferien in Sachsen und Thüringen. Jeweils wählt das Museumsteam eine Fragestellung aus, die im Ferienprogramm gemeinsam mit den Kindern beantwortet wird.

Das sind oft Fragen, die Kinder den Postersteiner Burggeistern Posti und Stein gestellt haben. Im Museum gibt es nämlich die „Helmpost“, einen Papphelm, in den man Fragekärtchen an die Burggeister einwerfen kann. Die Kinder erhalten per Post Antwort auf ihre Fragen und ausgewählte Antworten veröffentlicht das Museum im Kinderblog unter: https://blog.burg-posterstein.de/kinderburg.

Seit 2019 bekommen Schatzsucher-Experten für jede absolvierte Ferienprüfung ein Puzzleteil. Wer alle 6 Teile beisammen hat, erhält eine ganz besondere Schatzsucher-Auszeichnung.

Das Programm für Familien auf Burg Posterstein ist jetzt erstmals als übersichtlicher Jahresplan erschienen.

#Kinderburg: Das Angelspiel der “Kinderburg” zum Selbermachen

Zum familienfreundlichen Konzept „Die Kinderburg“ gehört im Museum Burg Posterstein auch das thematisch wechselnde Ferienprogramm in allen Schulferien in Sachsen und Thüringen. In den vergangenen Osterferien ging es um die Frage, was der Fisch mit dem Osterfest zu tun hat und dazu entstand ein überdimensioniertes Angelspiel, bei dem man auch etwas über das Leben auf mittelalterlichen Burgen erfährt. Zum heutigen Thema #PlayMW der internationalen Museumswoche #MuseumWeek teilen wir die Bastelanleitung zu unserem Angelspiel “Fischen für den Burgherrn”.

Unser Angelspiel “Fischen für den Burgherrn” kann man derzeit in der Burg Posterstein ausprobieren.

In den Schulferien wählt das Museumsteam eine Fragestellung aus, die im Ferienprogramm gemeinsam mit den Kindern beantwortet wird. Das sind oft Fragen, die Kinder den Postersteiner Burggeistern Posti und Stein gestellt haben. Im Museum gibt es nämlich seit 2017 die „Helmpost“, einen Papphelm, in den man Fragekärtchen an die Burggeister einwerfen kann. Die Kinder erhalten per Post Antwort auf ihre Fragen und ausgewählte Antworten veröffentlichen wir im Kinderblog.

Auch die Familienausstellung „Die Kinderburg“ baut auf von Kindern gestellten Fragen auf: Wie schwer war eine Ritterrüstung? Wie ging ein Ritter aufs Klo? Und gab es im Mittelalter auch eine Schule? Mit Schatzkarte, Verkleidung und interaktiven Elementen können Familien die Vergangenheit erkunden.

Aber nun zur Sache! Unser Angelspiel “Fischen für den Burgherrn” gibt es auch zum Selberbasteln für zu Hause:

Entgegen der Meinung dieses Fischleins macht das Angelspiel großen Spaß 😉

Bastelanleitung Angelspiel “Fischen für den Burgherrn”

Für das Angelspiel kannst du viele Materialien verwenden, die sonst weggeworfen werden würden: Zum Beispiel alte Pappkartons, Schnüre und Holzstöcke, die im Frühjahr und Herbst oft als Gartenabfälle anfallen. Neu kaufen musst du vermutlich die Magnete.

Du benötigst:

  • 1 großen Karton
  • 2 dünne, lange Holzstöcke
  • 2 dicke Bindfäden (jeder ca. 1 Meter lang)
  • 2 kleine Magneten
  • Schere, Leim, Buntstifte, Malfarben, Klebeband und einen Tacker
  • Zum Herunterladen und Ausdrucken: Die Fische
  • Zum Herunterladen und Ausdrucken: Der Text auf der Rückseite der Fische

Schritt 1: Der Fischteich

Nimm dir einen großen Karton. Klapp den Boden des Kartons zu und klebe ihn mit Klebestreifen zu. Die Pappstreifen am Deckel kannst du einfach mit einer Schere abschneiden. So erhältst du einen großen, offenen Teich, in dem deine Fische „schwimmen“ können! Jetzt kannst du ihn von außen mit Malfarben bunt gestalten.

Schritt 2: Die Angeln

Zum Fischen braucht man natürlich auch eine Angel. Damit du auch einen kleinen Wettkampf mit deinen Freunden oder deine Familie abhalten kannst, benötigen wir zwei Angeln. Gemeinsam macht das Fischen auch viel mehr Spaß!  

Nimm dazu zwei lange, dünne Stöcke. An ein Ende jedes Stockes knotest du einfach einen dicken Bindfaden. Das ist deine Angelschnur. Damit der Faden besser hält, kannst du ihn einige Male um den Stock wickeln oder ihn mit etwas Leim festkleben. Damit die Fische auch anbeißen, musst du an das lose Ende dieser Bindfäden einen kleinen Magneten befestigen. Ein Tipp: Diese kleinen Magneten gibt es oft für wenig Geld in Gardinen- oder Bastelläden zu kaufen. Ist das Knoten zu schwer? Keine Sorge! Lass dir einfach von einem Erwachsenen helfen!

Die Forelle lebt in unserer Region vor allem in klaren Bächen und Flüssen. Sie gehört zur Familie der
Lachsfische und wird gern verspeist. Diese Forelle ist 1 Punkt wert!

Schritt 3: Die Fische

Die Fische kannst du dir hier herunterladen, ausdrucken und einfach auf weißem, dickem Karton ausdrucken und bunt ausmalen. Am Schluss kannst du die Fische grob ausschneiden.

Den kleinen Text mit Name des Fisches und Punktzahl druckst du ebenfalls aus. Dann schneidest du den Text als Streifen aus und klebst ihn auf die Rückseite der Fische. So weißt du immer, was du gefangen hast und wie viele Punkte das Tierchen dir bringt. 

Zu empfehlen ist, mehr Fische mit niedriger Punktzahl zu basteln, als Fische mit hoher Punktzahl.

Unser Tipp:

Nimm 3 Flusskrebse, 3 Rotaugen, 3 Forellen, 2 Hechte, 2 Karauschen, 2 Lachse, 2 Karpfen, 2 Heringe, 1 Barsch, 1 Zander und 1 x Lapidus, das Teichmonster. Damit sollte dein Fischteich gut gefüllt sein!

Oh nein! Es ist Lapidus, der Schrecken der mittelalterlichen Teichwirtschaft! Aus dem Nichts taucht er auf und ist hungrig. Er frisst alle deine gefangenen Fische auf und verschwindet in den Tiefen des Teiches. Jetzt musst du mit 0 Punkten weitermachen. Wie ärgerlich!

Zum Schluss tackere zwei Heftklammern an das Maul jedes Fisches. Damit kannst du ihn mit dem Magneten angeln! Wirf die Fische bunt gemischt in deinen Teich und der Angelspaß kann beginnen!

Spielanleitung 

Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten.

Wer für den Burgherrn fischte, wurde für jedes gefangene Tier belohnt (z. B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen wie die Burg Posterstein besaßen Fischteiche. Diese befanden sich oft in den Tälern und Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche dich auch im Angeln!

Jeder Fisch in unserem Postersteiner Teich ist Punkte wert! Aber Vorsicht! Es wird von einem großen Teichmonster berichtet, das dort ebenfalls sein Unwesen treiben soll!

Wirf deine Angel fünf Mal aus! Wie viele Punkte konntest du angeln?

Wie der Lachs gehörte der Karpfen zu den beliebtesten Zuchtfischen im Mittelalter. Auch heute
kommt er noch gern auf den Teller. Der Karpfen bringt dir daher stolze 2 Punkte ein!

Wenn du dein eigenes Angelspiel gebastelt hast, freuen wir uns, wenn du uns ein Foto davon schickst! Schreib zum Beispiel einfach eine E-Mail an unsere Burggeister Posti und Stein!

Weil das Angelspiel recht gut aus Rest-Materialien wie Pappkartons und Naturmaterialien gebastelt werden kann und zum nebenbei noch ein wenig Wissen über Tiere vermittelt, wollen wir es gern mit der nachhaltigen Linkparade “einfach. nachhaltig. besser. leben.” teilen. Und wer weiß, vielleicht fallen dir für dein eigenes Angelspiel noch mehr Upcycling-Ideen ein, durch die du quasi alten Dingen ein neues Leben schenken kannst!

#Kinderburg: Wie viele Pferde gab es auf der Burg?

Helena wollte von unseren Burggeistern Posti und Stein wissen, wie viele Pferde es auf Burg Posterstein gab. Posti und Stein haben kräftig recherchiert und antworten:

Genau können wir dir das leider nicht mehr sagen. Posti und ich haben lange recherchiert, aber leider keine genaue Zahl gefunden. Und leider haben wir in den vielen hundert Jahren die Pferde auch nicht gezählt. Die Anzahl wechselte immer wieder. Jeder Ritter, der hier auf Burg Posterstein lebte, hatte natürlich ein Pferd. Denn allein das Wort „Ritter“ kommt vom Wort „Reiter“ und sagt damit: Einen Ritter ohne Pferd kann es gar nicht wirklich geben!

Ritter und Pferd gehören zusammen - oder? (Foto von den Ritterspielen, die jedes Jahr zu Pfingsten auf Burg Posterstein stattfinden)
Ritter und Pferd gehören zusammen – oder? (Foto von den Ritterspielen, die jedes Jahr zu Pfingsten auf Burg Posterstein stattfinden)

In der Burg Posterstein lebten im Mittelalter ungefähr 20 Leute. Die waren natürlich nicht alle Ritter. Aber um die sechs oder sieben Pferde hat es hier bestimmt gegeben und wenn ein befreundeter Ritter zu Besuch kam, gab es in der Burg natürlich auch mehr Pferde. Vor ungefähr 300 Jahren wurde die Burg in ein Rittergut umgewandelt. Zu dieser Zeit gab es dann auch Pferde auf dem Burgberg, die nicht zum Reiten, sondern zum Arbeiten hier lebten. Die zogen die Wagen oder Pflüge für die Feldarbeit. Da waren es sicherlich um die zehn Pferde, die in den Ställen standen.

Das Wort “Ritter” kommt von Reiter

Einen kleinen Hinweis haben Posti und ich aber in unseren vielen Büchern doch gefunden! Vor ungefähr 500 Jahren lebte die Familie Puster auf der Burg Posterstein. Wie es sich für Ritter gehörte, mussten diese im Fall eines Kampfes ihrem Landesherrn zur Seite stehen. Und das nicht nur mit ihrer eigenen Kraft oder mehr Männern, sondern auch mit Verpflegung oder Tieren. Im Jahr 1474 wurde Jan Puster von seinem Landesherrn, den man Ernst von Sachsen nannte, aufgefordert, für einen Feldzug Verpflegung, Wagen, Männer und Tiere zu schicken. Puster sollte drei Pferde zum Herzog bringen. Dazu kam ein Wagen mit vier starken Pferde, die diesen ziehen konnten. Insgesamt musste Jan Puster (neben vielen anderen Dingen) also 7 Pferde für den Herzog bereithalten. Da er selber noch ein Pferd brauchte, können das nicht alle seine Tiere gewesen sein. Vor 500 Jahren gab es also mindestens 8 oder mehr Pferde auf der Burg Posterstein.

#Kinderburg: Wie haben Ritter Post verschickt?

Jule aus Buxtehude wollte von den Postersteiner Burggeistern Posti und Stein wissen: Wie haben Ritter Post verschickt? Hier kommt die Antwort!

Nachrichten zu verschicken war im Mittelalter ziemlich schwierig. Oft dauerte es sehr lange, bis Nachrichten überbracht werden konnten. Einen Brief einfach in den Briefkasten werfen ging leider nicht. Boten mussten geschriebene oder mündliche Nachrichten zu Fuß oder zu Pferde an den Empfänger überbringen.

Tatsächlich gab es solche Boten. Aber die musste man sich nicht nur selber suchen, sie waren im Vergleich zu heute auch recht langsam. Ein Fußbote konnte am Tag ungefähr 20 bis 30 Kilometer zurücklegen. Von Buxtehude aus würde er es an einem Tag also ungefähr bis Waltershof bei Hamburg schaffen. Bis in die Hamburger Innenstadt wäre er erst einen Tag später gekommen.

Ein berittener Bote war natürlich schneller. Er schaffte bis zu 60 Kilometer am Tag und wäre von Buxtehude aus bei gutem Wetter wohl bis Lüneburg gekommen.

Hatte er zwischenzeitlich die Möglichkeit das Pferd zu wechseln, konnte ein Bote zu Pferd sogar 100 Kilometer am Tag zurücklegen. Er wäre mit deinem Brief aus Buxtehude sogar bis in die Innenstadt von Bremen gekommen – zumindest, wenn er den Weg gut kannte.

Zu Pferd war man im Mittelalter über Land am schnellsten unterwegs. Die Zeichnung stammt aus dem Fechtbuch von Hans Talhoffer in den 1440er Jahren. Sie wird in der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt aufbewahrt. (aus: Hans Talhofer: Fechtbuch, CC-BY-SA, Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt)
Zu Pferd war man im Mittelalter über Land am schnellsten unterwegs. Die Zeichnung stammt aus dem Fechtbuch von Hans Talhoffer in den 1440er Jahren. Sie wird in der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt aufbewahrt. (aus: Hans Talhofer: Fechtbuch, CC-BY-SA, Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt)

Billig waren solche Boten allerdings nicht! Im Gegensatz zu heute mussten die Leute im Mittelalter nicht nur das Briefporto (also den Transport) zahlen, sondern auch für die Unterkunft und Übernachtungen der Boten, die Pferde und deren Pflege, Wegzoll und Fährbenutzungen aufkommen. Das konnte sich ein normaler Bürger oder Bauer kaum leisten.

Für die Herrscher war ein (relativ) schnelles Postwesen allerdings sehr wichtig. Politische Entscheidungen konnten von solchen Nachrichten abhängen. So leisteten sich vor allem die Könige und Kaiser eine eigene Mannschaft an Kurieren und auch der Papst in Rom verfügte über diese Möglichkeit. Wohlhabende Klöster nutzten Boten, um Kontakt mit anderen Klöstern ihres Ordens zu halten.

Mittelalterliche Straßen waren oft nur holprige Sandwege. Hier siehst du eine historische Ansicht von Burg Posterstein. Das Bild entstand aber nicht im Mittelalter, sondern erst später, nämlich im 18. Jahrhundert.
Mittelalterliche Straßen waren oft nur holprige Sandwege. Hier siehst du eine historische Ansicht von Burg Posterstein. Das Bild entstand aber nicht im Mittelalter, sondern erst später, nämlich im 18. Jahrhundert.

Trotz dieser professionellen Kuriere dauerte es recht lange, Nachrichten und Briefe zu übermitteln. Besonders, wenn diese Boten auf schlechtes Wetter oder unwegsame Straßen stießen. Denn Autobahnen gab es im Mittelalter natürlich noch nicht und die „Straßen“ waren oft holprige und schlecht ausgebaute Wege. Herrschte zudem noch Krieg im Land, konnte sich die Zustellung weiter verzögern. Als zum Beispiel Kaiser Friedrich I., den man auch „Barbarossa“ (Rotbart) nannte, im Jahr 1190 auf einem Feldzug in der heutigen Türkei in einem Fluss ertrank, erfuhr sein Sohn trotz der „Expresslieferung“ dieser Nachricht erst vier Monate später, dass sein Vater nicht mehr lebte.

Aber: Langsamer ging es trotzdem noch! Wer sich einen Boten nicht leisten konnte und dennoch einen Brief verschicken wollte, musste sich an Leute wenden, die sowieso auf Reisen waren und für wenig Geld den Brief mit in eine andere Stadt nahmen. Das waren meist Händler oder Pilger. Die wiederum hatten gar nicht die Absicht, sich zu beeilen und die Nachricht so schnell wie möglich zu ihrem Empfänger zu bringen. Sie nahmen die Post ja nur aus Freundlichkeit mit. So konnte es viele Wochen und Monate dauern, bis eine solche Nachricht an ihr eigentliches Ziel kam. Aber immerhin: irgendwann kam sie wohl an!