Warum heißt das Mittelalter eigentlich „Mittelalter“?

Wenn es um Burgen und Ritter geht, sprechen wir ganz oft vom Mittelalter. Aber welche Zeit ist damit eigentlich gemeint und warum heißt es Mittelalter? Posti und Stein, die Burggeister der Burg Posterstein, erzählen Dir, wie das Mittelalter zu seinem Namen kam. – Im Video oder als Text.

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Warum heißt das Mittelalter so? – Die Antwort gibt’s auch im Video.

Die Zeit, die wir heute Mittelalter nennen, war ziemlich lang. Sie dauerte ungefähr 1000 Jahre. Oft wird ihr Beginn auf die Zeit um das Jahr 500 nach Christus gelegt. In der Zeit um das Jahr 1500 endete es. In einer so langen Zeit verändert sich natürlich ziemlich viel. Deswegen teilen wir diese lange Zeitspanne heute in drei Epochen: In das Frühmittelalter, das Hochmittelalter und das Spätmittelalter.

Das Hochmittelalter gilt als Blütezeit und steht für das, was wir uns heute so gerne unter dem Mittelalter vorstellen: Ritter, Lehnswesen und Minnesang. In dieser Zeit wurde auch die Burg Posterstein gebaut. Das Hochmittelalter begann im 11. Jahrhundert und endete um das Jahr 1250.

Ritter vor der Burg Posterstein in Thüringen
Hier steht ein freundlicher Ritter im Kettenhemd vor Burg Posterstein. Die Burg wurde vor rund 800 Jahren im Hochmittelalter gebaut. Der Turm ist der älteste, noch erhaltene Teil der Burg.

Woher kommt der Name “Mittelalter”?

Aus heutiger Sicht liegt das Mittelalter tatsächlich zwischen den geschichtlichen Epochen der Antike und der sogenannten Neuzeit. Allerdings glaubte kein Mensch des Mittelalters, dass er in der Mitte einer Zeitspanne lebte – die heutige Zeit gab es schließlich noch nicht! Seinen Namen bekam das Mittelalter von den gelehrten Männern der Renaissance im 15. und 16. Jahrhundert. „Renaissance“ heißt „Wiedergeburt“ und meinte in diesem Fall die „Wiedergeburt der Antike“. Die Gelehrten dieser Zeit waren nämlich begeistert von der Kultur und Lebensweise der Griechen und Römer in der antiken Zeit. Die Epoche danach, das Mittelalter, erschien ihnen dunkel, einfach und trist. Daher nannten sie diese Zeit zwischen Antike und ihrer eigenen Zeit, der „Widergeburt der Antike“: „medium aevum“ (lateinisch für „mittleres Zeitalter“) oder einfach „Mittelalter“.

Aber gab es dieses Mittelalter überall?

Nein! Wenn man es ganz genau nehmen will, müsste man zum Mittelalter eigentlichen „europäisches Mittelalter“ sagen. Denn unsere Geschichte bezieht sich in den meisten Fällen auf die Länder in und um Europa. Natürlich existierte auch zu Zeiten der Ritter schon die ganze Welt und in Asien oder Amerika lebten in derselben Zeit natürlich auch Menschen. Aber diese lebten meist anders als die Menschen im heutigen europäischen Raum. Von manchen Kontinenten wussten die Europäer noch nicht einmal, dass es sie überhaupt gab. Daher schrieben sie kaum darüber oder dachten sich phantasievolle Geschichten von fernen Welten aus.

Wenn Du auch Fragen hast, dann schreib den Geistern eine Mail an postiundstein@burg-posterstein.de! Wir freuen uns, wenn Du unseren YouTube-Kanal abonnierst.

#Kinderburg: Spiel das Oster-Memo mit Schaf Wendelin

Schaf Wendelin lädt Dich in den Osterferien zum Memo-Spiel ein!
Findest Du die Paare, die zusammen gehören?

Alle Zeichnungen stammen aus der Feder von M. Huberti – herzlichen Dank dafür!


Osterferien mit dem grünen Schaf Wendelin

Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich zu Ostern durch die Burg Posterstein – immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest? Osterlämmer als Deko, Schafe aus Schokolade und vielleicht sogar als Braten? Hast Du Dich auch schon mal gefragt, warum Lämmer zu Ostern so beliebt sind? Dann löse doch die 5 Aufgaben unseres Osterferien-Quiz:

Warum unser Schaf Wendelin heißt, erfährst du hier:

Von Teil 1 an kommst du automatisch weiter zu Frage 2 bis 5!


Mehr Memo!

Möchtest du noch mehr Memo-Spielen, dann versuch dich doch einmal an unserem komplizierten Mascher-Marchen-Memo, bei dem es darum geht, die Altenburger Bauersfrauen auseinander zu halten:

#Kinderburg Oster-Quiz Teil 3: Schafe fürs Leben – Was steht über das Lamm in der Bibel?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 3. Aufgabe? (Hier geht es zu Aufgabe 1 und hier zu Aufgabe 2)
Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

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Das Lamm in der Bibel

Schaf Wendelin führt Dich nun ins Herz der Burg Posterstein. Aus einem der alten Bücherschränke hat es für unsere Osterferien-Tour eine uralte Bibel ausgesucht.
Die Bibel ist die Heilige Schrift der Christen. Sie besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Nach ihren Texten wurde auch der Zeitpunkt für das Osterfest festgelegt. Denn anders als Weihnachten, das immer am 25. Dezember gefeiert wird, ist Ostern ein „bewegliches“ Fest. Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Auch diese etwas seltsam anmutende Rechnung stammt aus der Bibel. Jesus Christus starb am jüdischen Pessach-Fest und auch dieses findet im Frühling statt.
Das Lamm wird in der Bibel meist als Opfertier beschrieben. Oft wird Jesus Christus auch als das „Lamm Gottes“ bezeichnet, weil er am Kreuz starb und mit diesem Opfer die Christenheit erlöste. In vielen christlichen Bildern sind daher Schafe oder Lämmer dargestellt, die eine Siegesfahne tragen. Man könnte es vielleicht auch so sagen: Jesus ist als Opferlamm für die Christenheit gestorben und hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt. Das Lamm ist damit ein Symbol des Lebens.

Schaf Wendelin auf einer sehr alten Bibel.

Die Bibel, die unser Schaf Wendelin für Dich ausgesucht hat, wurde vor über 200 Jahren in Nürnberg gedruckt. Auch sie enthält das Alte und Neue Testament. Aber anstelle von Zahlen, wie wir sie kennen, finden wir hier Buchstaben, die verraten wie alt das Buch ist. Diese Buchstaben sind römische Zahlen. Jeder Buchstabe ist dabei eine bestimmte Zahl wert. Rechnet man die einzelnen Werte zusammen, erhält man die Jahreszahl.

Ein M steht dabei für 1000, D für 500, C entspricht 100, L wäre 50, X ist die 10, V steht für 5 und I für eine 1. Das klingt nach einer lustigen Rechenaufgabe!


Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.


Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

#Kinderburg Oster-Quiz Teil 2: Schafe fürs Leben – Welches ist das wichtigste christliche Fest?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 2. Aufgabe? (Hier geht es zu Aufgabe 1) Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

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Wohin ging ein Ritter zu Ostern?

Wie Du schon jetzt sehen kannst: Ostern hat viel mit Kirche und christlichem Glauben zu tun. Deshalb nimmt Dich Schaf Wendelin als nächstes mit in die alte Kapelle, dem früheren Raum für Gottesdienste der Bewohner der Burg Posterstein. Heute zeigt das Museum hier oft Ausstellungen über Geschichte oder Kunst. Vor ungefähr 400 Jahren betete hier aber der Burgherr. Besonders schön ist die sogenannte „Kassettendecke“ über dem alten Altarbereich des Raumes. Die Decke heißt so, weil sie in viele kleine Kästen (Kassetten) unterteilt ist. Früher war sie einmal blau angestrichen und sah aus, wie ein Himmel.

Schaf Wendelin vor der Kassettendecke in der Galerie der Burg Posterstein.

Tatsächlich ist Ostern das wichtigste Fest im Christentum. Noch wichtiger als Weihnachten. Und das war schon zu Zeiten der Ritter so. Denn an diesem Fest wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Jesus Christus ist für die Christen der Sohn Gottes. Zu Weihnachten feiern viele Menschen in der Welt seine Geburt. An Ostern gedenken sie seinem Tod und seiner Auferstehung.

Ostern ist ein ziemlich gefühlvolles Fest für Christen. Man könnte sagen, dass die Stimmung zweigeteilt ist. Ein wichtiger Tag ist „Gründonnerstag“. Das hat aber nichts mit der Farbe grün zu tun, sondern kommt vom alten Wort „grienen“, was so viel heißt wie weinen. An dem Tag trafen sich Jesus und seine Jünger zum letzten gemeinsamen Abendmahl. Danach wurde Jesus verhaftet und zum Tod am Kreuz verurteilt.
Am „Karfreitag“ starb Jesus schließlich am Kreuz. Das „Kar“ im Karfreitag oder der Karwoche vor Ostern steht dabei für das Wort „Trauer“.

In den Namen “Gründonnerstag” und “Karfreitag” stecken alte Worte für Weinen und Trauer.
(Bild: Ausschnitt aus der “Postersteiner Kreuzigung”, einer Kopie nach Lucas Cranach d. Ä. , die in der Kirche Posterstein hängt. Das Original befindet sich in der Sammlung der Kunstsammlung Gera,)

Am Ostersonntag wird aus der ganzen Trauer schließlich Freude. Jesus ist von den Toten auferstanden. Dieses Ereignis wird mit Gottesdiensten und oft mit einem großen Festessen gefeiert. Schon die Ritter gingen an diesem Tag in die Kirche, um die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus zu feiern.

Die Postersteiner Burgherren mussten für Gottesdienste lange Zeit bis in den Nachbarort Nöbdenitz laufen oder reiten. Erst vor ungefähr 450 Jahren ließ der Ritter Tham von Pflugk eine Kirche in Posterstein bauen. Für das tägliche Gebet war der Weg nach Nöbdenitz oft zu weit. Dafür nutzten die Burgbewohner dann ihre kleine Kapelle.


Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

Versuch Dich doch einmal an unserem kleinen Mascher-Marchen-Memo! Kannst Du alle Paare finden? Hier geht’s zum Spiel.

Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

#Kinderburg Bastelanleitung: Osterkarten zum Ausmalen

Liebe Menschen, die Du zu Ostern nicht persönlich treffen kannst, freuen sich vielleicht über einen Oster-Gruß von Dir. Osterkarten haben eine lange Tradition – vermutlich gibt es ihn bereits seit über 100 Jahren. Die Postesteiner Burggeister Posti und Stein haben euch Osterkarten zum Ausmalen vorbereitet. Das geht so:

So könnte Deine Oster-Karte aussehen
  1. Ladet euch die Vorlagen herunter und druckt sie (am besten auf Karton) aus:
    Vorlage herunterladen
  2. Schneidet das Blatt in der Mitte, an der gestrichelten Linie durch. Dann habt ihr zwei Osterkarten.
  3. Knickt jede Karte genau in der Mitte. Dann kann man sie aufklappen und auf die Innenseite einen Gruß schreiben.
  4. Malt das Motiv bunt aus.
  5. Verschickt die Karte per Post an jemanden, den ihr grüßen wollt. – Oder fotografiert sie und schickt sie per Mail oder WhatsApp 😉

Posti und Stein haben Probe gebastelt – so könnten Deine Karte aussehen! Wenn Du Lust hast, schick uns ein Foto von Deiner Oster-Karte an postiundstein@burg-posterstein.de 🙂


Haben auch Ritter Post verschickt?

Kinderburg - Wie haben Ritter Post verschickt?

Nachrichten zu verschicken war im Mittelalter ziemlich schwierig. Oft dauerte es sehr lange, bis Nachrichten überbracht werden konnten. Einen Brief einfach in den Briefkasten werfen ging leider nicht. 

Deshalb hat Jule aus Buxtehude uns gefragt, wie Ritter Post verschickt haben. Hier beantworten wir diese Frage.

#Kinderburg Oster-Quiz Teil 1: Schafe fürs Leben – Wer ist Wendelin?

Um die Osterzeit sieht man sie ganz oft: Schafe! Ob als Dekofigur, Gebäck oder auf der Wiese in der Natur, Schafe und deren Kinder, die Lämmer, gehören zu Ostern. Aber warum ist das so? Was hat das Lamm überhaupt mit Ostern zu tun?

Unser kleines Schäfchen Wendelin nimmt Dich mit auf eine 5-teilige Entdeckungsreise durch die Burg Posterstein. Gemeinsam finden wir dabei heraus, was Schafe mit Ostern zu tun haben.

Bist Du bereit für die 1. Aufgabe? Dann schau Dir das Video an oder lies Dir den Text durch, dann kannst Du die erste Frage ganz bestimmt lösen!

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Hallo! Mein Name ist … Wendelin?

In diesen Osterferien haben sich die Geister der Burg Posterstein, das Gespenst Posti und der Burgdrache Stein, Verstärkung geholt. Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich diesmal virtuell durch die über 800 Jahre alte Burg und beantwortet mit Dir die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest?

Wendelin trägt seinen Namen auch nicht ohne Grund! Benannt ist es nach einem Heiligen der katholischen Kirche: Wendelin von Tholey, dem Schutzpatron der Hirten und Herden, der Bauern und des Viehs. Der heilige Wendelin lebte vor fast 1500 Jahren in der Nähe der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz. Laut Legende war er ein Königssohn aus Schottland oder Irland. Nach einer Wundertat schenkte ihm ein Edelmann eine Zelle (das ist eine Wohnstätte für Mönche oder Einsiedler) in der Nähe der heutigen Stadt St. Wendel im Saarland. Dort verkündigte er den Menschen das Wort Gottes und half ihnen, wenn sie oder ihre Tiere krank wurden. Als der Abt, der Leiter, des nahen Klosters Tholey starb, wählten die dortigen Mönche Wendelin zum neuen Oberhaupt des Klosters. Dort lebte er bis zu seinem Tod.

Viele Tage im Jahr sind christlichen Heiligen gewidmet und nach diesen benannt. Die bekanntesten sind wahrscheinlich St. Nicolaus am 6. Dezember oder Silvester am 31. Dezember. Der Gedenktag des heiligen Wendelin ist in Deutschland am 20. Oktober. Auf Gemälden wird Wendelin oft als Hirte mit Schafen und Schweinen dargestellt.

Schaf Wendelin vor der Burg Posterstein – im digitalen Osterferien-Programm nimmt es Dich mit in die Burg.

Spiele-Tipp: Das Mascher-Marchen-Memo

Die Altenburger Bauerntracht war nicht unbedingt farbenfroh und besonders für die Marchen recht unbequem. Jede trug ein Kopftuch mit Haube, unter denen kein Haar hervorgucken durfte. Dazu kam oft noch ein Brustbrett, das fast bis unters Kinn reichte. Besonders auf Gemälden, wie sie der „Bauernmaler“ Friedrich Mascher vor ungefähr 150 Jahren anfertigte, sehen die Damen daher alle ziemlich gleich aus.

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Spiele-Tipp: Das Angelspiel der Burg Posterstein

Fische wurden schon bei den Rittern gern gegessen und sie gelten noch heute als traditionelles Essen an Karfreitag. Schon im Mittelalter wurden auf Burgen Fische gezüchtet oder in Flüssen gefangen. Dabei fiel die Fischerei unter das Recht zur Jagd und war oft den Rittern vorbehalten. Wer für den Burgherrn fischte, wurde allerdings für jedes gefangene Tier belohnt (z.B. mit Korn, Mehl oder einem Anteil am Fisch). Oft wurden Lachse und Karpfen gehalten. Sogar Höhenburgen, wie die Burg Posterstein, besaßen Fischteiche. Diese befanden sich aber oft in den Tälern und in den Dörfern unterhalb der Burgen.

Versuche Dich auch im Angeln! Hier findest Du eine Bastelanleitung für ein ganz einzigartiges Angelspiel.

Bastel-Anleitung Klammer-Schaf Wendelin & Schnapp-Drache

Tutorial Klammer-Schaf
Tutorial Klammer-Schaf

Die Burggeister Posti und Stein aus der Burg Posterstein laden Dich zum Basteln ein! Die Osterferien stehen vor der Tür und was passt da besser, als ein kleines, anhängliches Klammerschaf! Es eignet sich perfekt als Notizenhalter, Lesezeichen oder um die losen Zettel auf dem Schreibtisch zusammen zu halten. Vielleicht soll es sogar ein kleines Ostergeschenk werden?

Warum heißt dieses Schaf Wendelin?
Das kleine grüne Schaf Wendelin führt Dich demnächst virtuell durch die Burg Posterstein und beantwortet mit Dir die Frage: Warum gehört das Lamm zum Osterfest? Wendelin trägt seinen Namen nicht ohne Grund! Benannt ist es nach einem Heiligen der katholischen Kirche: Wendelin von Tholey, dem Schutzpatron der Hirten und Herden, der Bauern und des Viehs.

Wenn Dir der Sinn nicht nach einem Schaf steht, kannst Du es natürlich auch mit einem Schnapp-Drachen probieren. Versucht es einmal! Es ist ganz einfach!

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Keine Lust zu lesen? – Hier kommt die Video_Anleitung.

Das brauchst Du dazu:

Das sind die Zutaten für Dein Klammer-Schaf Wendelin.

Schritt 1

Druck Dir die Bastelvorlage für das Klammer-Schaf oder den Schnapp-Drachen aus. Am besten nimmst Du etwas dickeres Papier oder einen weißen Karton dazu. Lass Dir einfach von einem Erwachsenen dabei helfen.

Hier sind die Druckvorlagen:
Klammer-Schaf Wendelin
Schnapp-Drachen der I.
Schnapp-Drachen der II.

Oder willst Du Dein ganz eigenes Tier erschaffen? Kein Problem! Nutze Deine Wäscheklammer einfach als Maß für die Länge des Tieres und zeichne los!

Schritt 1 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 1: Ausdrucken

Schritt 2

Ausmalen was das Zeug hält! Klassisch weiß oder knallig rot? Gestalte Dein Schaf so, wie Du es für richtig hältst. Im Frühling blüht die Natur auf und färbt sich bunt. Da kann auch Dein Klammer-Schaf gelb, grün, blau oder mit Muster versehen werden. Unser Beispielschaf wird grün, wie auch Schaf Wendelin, das Dich in diesem Jahr virtuell durch unser Osterferien-Programm führen möchte!

Schritt 2 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 2: Ausmalen

Schritt 3

Ist Dein Schaf schön bunt, schneide Ober- und Unterteil mit einer Schere grob aus. Der Feinschliff kommt später.

Schritt 3 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 3: Grob ausschneiden

Schritt 4

Kleb die beiden Hälften des Schafs mit einem Leimstift auf das Buntpapier. Dadurch wird das Klammer-Schaf etwas dicker und robuster. Praktisch ist auch, dass die Innenseiten dadurch eine schöne, gleichmäßige Farbe bekommen. So wird das Schaf am Ende noch besser aussehen.

Schritt 4 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 4: Auf Buntpapier kleben

Schritt 5

Schneide beide Teile nun fein aus. Das kann an manchen Stellen etwas schwierig werden. Ein Tipp: Wenn Du die Bilder vorher noch einmal grob ausschneidest, wird der Feinschnitt leichter. Und wenn es mal gar nicht klappen will, bitte einfach einen Erwachsenen um Hilfe.

Schritt 5 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 5: Der Feinschnitt

Schritt 6

Zum Schluss müssen beide Hälften nur noch mit Leim an die Wäscheklammer geklebt werden. Pass auf, dass sich der Kopf des Tieres auf der Seite der Klammer befindet, die sich öffnet! Klebt Ober- und Unterteil so auf, dass sich die Buntpapierseite an der Klammer befindet. Am besten eignet sich hier flüssiger Leim zum Kleben. Drück beide Hälften gut an und lass das Ganze dann ein paar Minuten trocken. Und …

Schritt 6 - Tutorial Klammer-Schaf basteln
Schritt 6: Ankleben

… Fertig! Jetzt kannst Du nach Herzenslust Losheften!

Idee zum Weiterbasteln: Notizbrett mit Klammer-Tieren

Du hast noch nicht genug gebastelt? Wir haben noch weitere Ideen:

Notizbrett mit Klammer-Tieren: Aus mehreren Klammer-Tieren kannst Du auch ein schönes Notizbrett machen. Dazu benötigst Du nur eine kleine Holzleiste. Auf diese kannst Du deine Schnapp-Schafe am Ende aufkleben und viele Notizen auf einmal anbringen. Aber Vorsicht! Wenn das Brett Löcher zum Aufhängen haben soll, frag unbedingt einen Erwachsenen! Mach so etwas nicht allein! Dir wird bestimmt gern jemand helfen!

Notiz-Leine mit Klammer-Tieren: Willst Du kein festes Notizbrett, dann kannst Du ganz einfach auch eine Schnur spannen und daran Deine Klammer-Tiere z.B. Deine selbst gemalten Bilder festhalten lassen.

Klammer-Schaf & Schnapp-Drachen – Galerie

Hier zeigen wir Eure Werke:

#Kinderburg: Spiel das große Mascher-Marchen-Memo!

Finde die Paare! Diese Mädchen und Frauen saßen vor 150 Jahren dem Maler Friedrich Mascher Modell. In ihren schönsten Kleidern – der Altenburger Bauerntracht.

Mascher-Marchen-Memo für Einsteiger:

Mascher-Marchen-Memo für Fortgeschrittene:


Was bitte ist eine Marche?

Die Bauern im Altenburger Land hatten ihre eigene Mode: Die Altenburger Bauerntracht. Die Frauen in dieser Tracht nannte man „Marche“. Das Wort kommt vom verbreiteten Name „Mariechen“. Auffällig sah das „Hormt“ aus – eine Art Krone, die nur Jungfrauen aufsetzen durften. Der Mann hieß „Malcher“ (von Melchior) und trug einen kleinen runden Hut.

Kleine Besucherin beim "Marchen-Memo" - "Marchen" hießen im Altenburger Land die Bauersfrauen in Tracht.
In der “Kinderburg”-Ausstellung im Museum Burg Posterstein gibt es das Memo-Spiel ganz analog.

Wer war Friedrich Mascher?

Der Maler Friedrich Mascher zog vor rund 150 Jahren zu Fuß von Bauernhof zu Bauernhof und verewigte die wohlhabenden Hofbesitzer auf Bildern. Er malte seine Portraits in leuchtenden Pastellfarben auf Tapete. Seinen Bildern wird eine hohe Ähnlichkeit nachgesagt. Vermutlich lebte der Wandermaler für Kost und Logie. Seine Mal-Utensilien hatte er stets dabei. Die oft nicht signierten Pastelle Maschers stellen heute ein wichtiges Zeugnis der bäuerlichen Kultur im ehemaligen Herzogtum Sachsen-Altenburg dar.  Der Maler selber starb 1880 unterwegs auf der Landstraße.

Das Spiel gibt’s auch zum Anfassen

Das Mascher-Marchen-Kartenspiel entstand 2016 bei einer gemeinsamen Sonderausstellung zum Maler Friedrich Mascher, die im Museum Burg Posterstein und im Residenzschloss Altenburg zu sehen war. Das Spiel zum Anfassen gibt es übrigens in den Museumsshops in Altenburg und Posterstein.

Ein Jahr voller Entdeckungen: 2019 auf Burg Posterstein

Schlössersafari, Staubexkursion, Expeditionen nach Südamerika: Im Jahr 2019 standen verschiedenste Entdeckungen im Mittelpunkt der Ausstellungen des Museums Burg Posterstein. Darüber hinaus wurden mit Steckenpferd-Turnier und Geisterstunde neue Veranstaltungsformate ins Leben gerufen. Zu sehen gab es insgesamt vier Sonderschauen und über 50 Veranstaltungen. Dazu fanden fast 170 private Veranstaltungen wie Führungen, Kindergeburtstage und Trauungen auf Burg Posterstein statt.

Schlössersafari, Burgstaub und „humboldt4

Das Ausstellungsjahr 2019 begann mit der interaktiven Fotoausstellung „Versteckte Orte: Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland“, in der sieben Instagramer je sieben ihrer Fotos von mitteldeutschen Schlössern und Burgen vorstellten. Das Publikum nutzte die Möglichkeit, eigene Bilder unter dem Stichwort #Schlössersafari zu teilen eifrig. Inzwischen kann man im sozialen Netzwerk Instagram über 4800 Fotos bestaunen. Aus der Sonderschau ist ein aktives Netzwerk entstanden und 2020 wird die Ausstellung selbst auf Wanderschaft gehen: Von 4. April bis 6. Juni 2020 ist sie in neuer Fassung auf Burg Ranis zu sehen und von 12. September bis 21. November 2020 auf Burg Mylau.

Wenn die Ausstellung #Schlössersfari auf Ranis gastiert, ist @suse70 als Instagramerin aus Ranis dabei.

Im Sommer 2019 zeigte das Museum Burg Posterstein die gewitzte Kunstausstellung „Zum Wesen des Staubes: Staubexpeditionen auf Burg Posterstein mit Wolfgang Stöcker aus Köln“, die auch überregional Aufmerksamkeit erregte. Zur Ausstellung erschien ein tiefgründiges Lesebuch „Zum Wesen des Staubes“.

Für die Ausstellungsreihe „humboldt4“ fanden sich erstmals alle vier Museen des Altenburger Landes zu einem gemeinsamen Thema zusammen. Im Fokus der Postersteiner Ausstellung „Von Schönhaide nach Südamerika“ stand der Vogelforscher und -zeichner Anton Goering aus Schönhaide bei Schmölln. Auf zwei Reisen nach Südamerika wandelte er im 19. Jahrhundert auf Humboldts Spuren und dokumentierte die dortige Tierwelt. Das Museum leistete mit der Ausstellung wertvolle Grundlagenforschung und es gab eine fruchtbare Zusammenarbeit mit lokalen Heimatforschern und dem Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig. Die Ergebnisse überdauern im Katalog „humboldt4“ zur Ausstellung und erstmals auch als umfangreicher Wikipedia-Artikel.

Eine neue Veranstaltungsreihe ging an den Start: das 1. Große Steckenpferd-Turnier am Weltkindertag

Geister, Steckenpferde und viele neue Ideen

Insgesamt fanden 2019 auf Burg Posterstein 57 öffentliche Veranstaltungen wie Feste, Salongespräche und Familienführungen statt. Darüber hinaus gab es fast 169 gebuchte Führungen, Kindergeburtstage und Hochzeiten. In einer losen Gruppe namens „Ideen für Burg Posterstein“ fanden sich rund 20 vorwiegend junge Menschen aus Posterstein und Umgebung zusammen, die das Museum bei der Planung und Durchführung neuer Veranstaltungen unterstützten. Dank dieser Gruppe gab es erstmals ein Steckenpferd-Turnier am Weltkindertag und eine Geisterstunde an Halloween, die mit der Belebung Postersteiner Sagen und Persönlichkeiten über 500 Besucher lockte. In allen Schulferien in Sachsen und Thüringen gab es thematisch wechselnde Ferienprogramme und darin eingebettet insgesamt 35 kleine „Schatzsucher-Prüfungen“ für Familien mit Kindern.

Dauerbaustelle bescherte weniger Besucher

Insgesamt zählte das Museum 2019 nur rund 18.000 Besucher. Von den Besuchern, die nicht gezielt zu Veranstaltungen kamen, waren 40 Prozent Familien- und 10 Prozent Gruppenbesucher. Die Baustelle, die von Frühjahr bis Winter 2019 den Ort in zwei Hälften teilte, hat dem Besucherverkehr leider sehr geschadet. Eine bessere Ausschilderung des Museums für Ortsfremde könnte bei zukünftigen Bauarbeiten vielen Museumsgästen die Anreise erleichtern und Frust ersparen.