↓
 

Geschichte & Geschichten

Blog des Museums Burg Posterstein

Eine Salondame und ein Ritter auf einer Picknickdecke vor Burg Posterstein
  • Start
  • Burg Posterstein
  • Podcast LeseZEIT
  • Kinderburg
  • Salon Europa
  • Landschaft nach der Wismut
  • Weihnachtskrippen
  • English
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum

Schlagwort-Archive: Geschichte

Artikelnavigation

Neuere Beiträge →

Der Sitz der Musen in Romschütz

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 12. Februar 2011 von Museum Burg Posterstein21. Januar 2017
(c) Museum Burg Posterstein: Romschütz

(c) Museum Burg Posterstein: Romschütz

Johann Friedrich I. Bachoff von Echt, seit 1700 Eigentümer des Ritterguts Romschütz, ließ dort 1712 einen barocken Lustgarten anlegen. Bewunderer beschreiben ihn als einen „Mann von seltener Volltrefflichkeit des Geistes und des Herzens“. So führte bald darauf eine Allee vom Schloss zum so genannten „Parnass“-Berg. Gäste konnten so ihren Blick vom reich geschmückten Rokokosaal aus, über den Garten mit Wasserbecken, bis zur Spitze des Berges richten. Diese Erhöhung in Romschütz erhielt ihren Namen nach dem zweithöchsten Berg Griechenlands. Der über 2000 Meter hohe Parnass gilt in der griechischen Mythologie als Sitz des Gottes Apoll und der Musen, ein Ort, an dem Natur, Kultur und Mythos zusammenspielen. Auf der Anhöhe dieses Berges befand sich Mitte des 18. Jahrhunderts ein Lusthäuschen im chinesischen Stil.

Das Rittergut Romschütz, ehemals eine mittelalterliche Wasserburganlage, wurde im 13. Jahrhundert erstmalig erwähnt. Das Herrenhaus stammte aus dem Jahr 1712. Die ehemalige Wasserburganlage steht seit 1960 unter Bodendenkmalschutz. 1972 brach man das Schloss ab und ebnete den (Waal)-Teich mit den Schuttmassen ein. Die Wirtschaftsgebäude blieben erhalten.

Eine interaktive Karte über die Rittergüter im Altenburger Land finden Sie hier: http://tiny.cc/o27p6.

Lesen Sie mehr über die Rittergüter des Altenburger Landes in unseren Publikationen, die Museum gekauft oder per Mail an info@burg-posterstein.de bestellt werden können:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

The muses’ place in Romschütz

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 12. Februar 2011 von Museum Burg Posterstein21. Januar 2017
(c) Museum Burg Posterstein: Romschütz

(c) Museum Burg Posterstein: Romschütz

Johann Friedrich I. Bachoff von Echt, since 1700 owner of the Romschütz manor, let construct a baroque pleasure garden in 1712. Admirers describe him as a „man of seldom supremeness of mind and heart“. He let construct an alley that lead from the castle to the so-called “Parnass”-mountain. From the richly decorated rococo hall guests could enjoy a great view over the garden with water basin all the way to the top of the hill. This hill got its name after the second highest mountain in Greece. The over 2000 meter high Parnass mountain is in the Greece mythology considered as the seat of the god Apollo and the muses – a place, where nature, culture and legend meet. In the middle of the 18th century a pavilion in Chinese style stood on the top of the hill in Romschütz.

The Romschütz manor, an earlier medieval mouted castle, was mentioned for the first time in the 13th century. The manor house dates back to the year 1712. The rests of the mouted castle were declared a listed monument in 1960. In 1972 the castle was pulled down and the stronghold lake was filled with the boulder. The economic buildings are still preserved.

View the about 60 manors of the county of Altenburg on our google map: http://tiny.cc/o27p6.

Read more about castles and manor houses in Altenburg region in the following books, which can be bought in the museum or ordered per e-mail to info@burg-posterstein.de:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Wer veranstaltete Festbankette mitten im See?

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 10. Februar 2011 von Museum Burg Posterstein21. Januar 2017
(c) Burg Posterstein: Der Haselbacher See heute

(c) Burg Posterstein: Der Haselbacher See heute

Ab 1750 fanden auf dem Rittergut Haselbach Feste der besonderen Art statt: Der damalige Besitzer des Gutes, Jakob Friedrich Freiherr von Bielefeld (gestorben 1770), scheint ein lebensfroher und kunstsinniger Mann gewesen zu sein, denn er hatte eine Vorliebe für Festmahle auf dem Wasser. Dafür ließ er auf dem größeren der Haselbacher Seen eine Barke fahren, worauf er mit etwa 30 Gästen speisen konnte. Weitere kleinere Barken waren für Musikanten und für Dienstpersonal zum Transport von Speisen und Getränke bestimmt.

Das ehemalige Herrenhaus („Haus mit Storchnest“) mit Vorwerk des Rittergutes Haselbach stammte aus dem Jahr 1755 und wurde später baulich verändert. Zum Rittergutsbesitz gehörten die „Haselbacher Teiche“: Der Nobitzer Teich mit einer Insel, der Backhaus-Teich, der Käsebank-Teich, der Dorotheenteich, der so genannte See mit Insel und der Bienenteich, sowie der Streckteich, der Schirmteich, der Frauenteich, der kleiner Schirmteich, der Scheibenteich, der Seifenloch-Teich und der Neuteich. 1945 wurde das Gut im Zuge der Bodenreform enteignet. In diesem Zusammenhang riss man das Herrenhaus und die Wirtschaftsgebäude ab. Heute ist der ehemalige Gutshof stark von den Nachfolgebauten geprägt.

Eine interaktive Karte über die Rittergüter im Altenburger Land finden Sie hier: http://tiny.cc/o27p6.

Lesen Sie mehr über die Rittergüter des Altenburger Landes in unseren Publikationen, die Museum gekauft oder per Mail an info@burg-posterstein.de bestellt werden können:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Ab 1750 fanden auf dem Rittergut Haselbach Feste der besonderen Art statt: Der damalige Besitzer des Gutes, Jakob Friedrich Freiherr von Bielefeld (gestorben 1770), scheint ein lebensfroher und kunstsinniger Mann gewesen zu sein, denn er hatte eine Vorliebe für Festmahle auf dem Wasser. Dafür ließ er auf dem größeren der Haselbacher Seen eine Barke fahren, worauf er mit etwa 30 Gästen speisen konnte. Weitere kleinere Barken waren für Musikanten und für Dienstpersonal zum Transport von Speisen und Getränke bestimmt.

Das ehemalige Herrenhaus („Haus mit Storchnest“) mit Vorwerk des Rittergutes Haselbach stammte aus dem Jahr 1755 und wurde später baulich verändert. Zum Rittergutsbesitz gehörten die „Haselbacher Teiche“: Der Nobitzer Teich mit einer Insel, der Backhaus-Teich, der Käsebank-Teich, der Dorotheenteich, der so genannte See mit Insel und der Bienenteich, sowie der Streckteich, der Schirmteich, der Frauenteich, der kleiner Schirmteich, der Scheibenteich, der Seifenloch-Teich und der Neuteich. 1945 wurde das Gut im Zuge der Bodenreform enteignet. In diesem Zusammenhang riss man das Herrenhaus und die Wirtschaftsgebäude ab. Heute ist der ehemalige Gutshof stark von den Nachfolgebauten geprägt.

Who had feasts in the middle of a lake?

Geschichte & Geschichten Veröffentlicht am 10. Februar 2011 von Museum Burg Posterstein21. Januar 2017
(c) Burg Posterstein: Lake Haselbach today

(c) Burg Posterstein: Lake Haselbach today

From 1750 special parties were hold in Haselbach: Jakob Friedrich Freiherr von Bielefeld (died 1770), at that time owner of the manor Haselbach, obviously was a man who enjoyed life and arts. He had a preference for having feasts in the middle of a lake. To do this, he had a big raft built, where there was space enough for a table and around 30 people could have a seat and eat. Additionally he had rafts for musicians and waiters as well. The waiters had to transport food and drinks by boat.

The former manor house (called “House with a stork’s nest”) dates back to 1755 and was later modified. To the manor belonged a range of lakes (Haselbach lakes): The Nobitz Lake with a small island, the Backhaus Lake, the Käsebank Lake, the Dorothy Lake, the so-called lake with island and the Bee Lake, the Stretch Lake, the Shield Lake, the Women’s Lake, the Slice Lake, the Soaphole Lake and the New Lake (most of the names directly translated from German). With the East German land reform in 1945 the manor’s owners were expropriated. In the consequence the manor house and the farm buildings were pulled down. Today the farm’s buildings are strongly influenced by that time.

View the about 60 manors of the county of Altenburg on our google map: http://tiny.cc/o27p6.

Read more about castles and manor houses in Altenburg region in the following books, which can be bought in the museum or ordered per e-mail to info@burg-posterstein.de:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

Text: Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

Artikelnavigation

Neuere Beiträge →

Geschichte & Geschichten

Das thüringische Museums Burg Posterstein bloggt seit 2011 über Geschichte und Geschichten aus Sammlung, Forschung und Museumsalltag.

IN ENGLISH: Since 2011 the German Museum Burg Posterstein writes stories about its collection, research and everyday life at the museum – here you find all texts in English.

Folgen Sie uns!

Logo YouTube     Logo Twitter      Logo Facebook     Logo Instagram      Logo Pinterest

Neuste Artikel:

  • Posterstein, Quedlinburg, Schmölln: Mehrere Ausstellungen feiern 2026 die Künstlerin Luise Neupert
  • Sanierung des Burgturms hat Dohlen und Mauersegler nicht abgeschreckt
  • „Die Eulen hat’s gefreut, mal eine nackige Dame zu seh’n“: Scherenschnitte und Gebrauchsgrafik von Luise Neupert auf Burg Posterstein
  • Die Postersteiner Sammlung Welker ist im Sommer 2026 in Lettland zu sehen
  • The Welker Collection from Posterstein is heading to Courland

Themen

  • Auf Deutsch (333)
    • #GartenEinsichten (4)
    • #SalonEuropa (7)
    • #Schlössersafari (12)
    • 16. Jahrhundert (3)
    • 17. Jahrhundert (6)
    • 18. Jahrhundert (7)
    • 19. Jahrhundert (73)
    • 20. Jahrhundert (13)
    • 21. Jahrhundert (7)
    • Adventskalender2020 (24)
    • Anderes (51)
    • Blogparade #SalonEuropa (8)
    • Ernestiner 2016 (16)
    • Kinderburg (27)
    • Kinderburg – DIY (7)
    • Kinderburg – Tour (1)
    • Kunst (27)
    • LeseZEIT (9)
    • Mittelalter (13)
    • Museumsverein (18)
    • Museumswelt (98)
    • Quer durch die Jahrhunderte (45)
    • Rittergüter (29)
    • Salongeschichte (16)
    • Sonderausstellungen (109)
    • Uranerzabbau (6)
  • In English (29)
    • 19th century (10)
    • Castles and manor houses (12)
    • Crossing centuries (5)
    • medieval times (1)
    • museum & social media (4)
  • Uncategorized (1)

Die Kinderburg

Kinderburg-Blog

Podcast LeseZEIT

Banner Podcast LeseZEIT auf Burg Posterstein

Digitale Ausstellungen

Landschaft nach der Wismut

Banner Landschaft nach der Wismut - eine digitale Ausstellung - im Hintergrund sieht man die neue Landschaft Ronneburg

#SalonEuropa
 Banner Online_Ausstellung SalonEuropa des Museum Burg Posterstein

#Schlössersafari

Banner Online-Ausstellung Schlössersafari

Weihnachtskrippen

Banner digitale Weihnachtsausstellung des Museums Burg Posterstein

Kontakt & Öffnungszeiten:

Museum Burg Posterstein
Burgberg 1
D-04626 Posterstein

Telefon: (034496) 22595

Aktuelle Öffnungszeiten

Impressum und Datenschutz

Impressum

Datenschutz

Museum Burg Posterstein in Thüringen - Ansicht vom Burgpark

Kontakt

Museum Burg Posterstein
Burgberg 1
D-04626 Posterstein

Telefon: (034496) 22595

Aktuelle Öffnungszeiten

Impressum und Datenschutz

Impressum

Datenschutz

©2026 - Geschichte & Geschichten Datenschutzerklärung
↑