#Kinderburg: Wie pinkelt ein Ritter mit Rüstung?

An einer Rüstung gab es spezielle Beintaschen (siehe Pfeil).

„Wie pinkelt ein Ritter mit Rüstung?“, will Moritz (8 Jahre) wissen. Burggespenst Posti und der Drache Stein antworten:

Eine Ritterrüstung war sehr schwer und bestand aus vielen verschiedenen Teilen. Alleine konnte ein Ritter die nicht an- oder ausziehen. Musste er einmal pinkeln, konnte er die sogenannten „Beintaschen“ öffnen und sein Geschäft verrichten. Kurz vor einem Kampf war dafür aber keine Zeit. Da hat er sich einfach in die Hose gemacht.

An einer Rüstung gab es spezielle Beintaschen (siehe Pfeil).
An einer Rüstung gab es spezielle Beintaschen (siehe Pfeil).
Eine Ritterrüstung ist ziemlich groß und sehr schwer. Sie wog ungefähr 30 Kilo und ein Ritter konnte sie alleine gar nicht an- oder ausziehen. Er brauchte dazu die Hilfe seiner Knappen. Stück für Stück legten diese ihrem Herrn Wams, Kettenhemd, Brust- und Rückenpanzer, Beinröhre, Handschuhe und viele andere Teile an. Das Ankleiden konnte eine ganze Stunde dauern. Das Ausziehen natürlich auch.

Musste ein Ritter einmal aufs Klo, musste er sich das früh überlegen. War die Rüstung angelegt, hatte er kaum eine Möglichkeit, sein „Geschäft“ zu verrichten.

Saß der Ritter auf seinem Pferd oder zog er in den Kampf war oft kein Klo (im Mittelalter gab es ja auch nur „Plumpsklos“) in der Nähe. Er konnte sich also nur einen Baum, einen Busch oder die freie Natur zum Pinkeln aussuchen.

Zum Glück gab es zwischen dem Brustpanzer und dem Beinschutz der Rüstung die „Beintaschen“. Diese waren so weit offen, das der Ritter nur noch seine Hose öffnen musste und sein kleines Geschäft verrichten konnte. Allerdings war das mit den gepanzerten Handschuhen und der sperrigen Rüstung gar nicht so einfach. Da brauchte auch der Ritter ganz schön viel Geduld.

Kurz vor einer Schlacht war für so etwas aber keine Zeit. Schließlich konnte ein Ritter kaum alleine auf sein Pferd steigen, wenn er die schwere Rüstung trug. Da konnte er auch nicht einmal schnell hinter einem Busch verschwinden. Er pinkelte sich dann einfach in die Hose.

Blog-Serie “Kinderburg”: Die Burggeister Posti und Stein beantworten Eure Fragen. Mehr dazu.

#Kinderburg: Wie schwer war die Ritterrüstung?

Jeremy (11 Jahre) und Jannes (5 Jahre) wollen wissen, wie schwer die Rüstung – genannt Harnisch – eines Ritters war. Burggespenst Posti und Drache Stein antworten:

So eine Rüstung war ziemlich schwer. Sie bestand aus sehr vielen einzelnen Teilen und wog zwischen 20 und 30 Kilogramm – also etwa so viel wie zwei bis drei Eimer Wasser! Allein ein Helm wog so viel wie drei Milchkartons (drei Kilogramm). Ein Kettenhemd konnte sogar 15 bis 20 Kilogramm auf die Waage bringen, so viel wie ein Kindergartenkind. Trotzdem konnten die Männer dieses Gewicht, das sich auf den ganzen Körper verteilt, gut tragen. Eine Feuerwehr-Ausrüstung wiegt heute genauso viel!

Seit rund 500 Jahren gibt es keine „richtigen“ Ritter in Rüstung mehr. Das lag auch daran, dass die Rüstungen neuen Waffen nicht mehr standhalten konnten. Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen zum Beispiel immer bessere Feuerwaffen, die auch Rüstungen durchschlugen. Das war natürlich nur ein Grund, warum es heute keine Ritter zu Pferd und mit Rüstung mehr gibt.

Helme und Rüstung in der Burg Posterstein.
Helme und Rüstung in der Burg Posterstein.

Heute kann man “Ritter” nur noch auf Mittelaltermärkten sehen. Das sind aber geübte Schauspieler, die zur Freude der Besucher ein Turnier nachstellen. Trotzdem tragen auch diese Ritter noch richtige Rüstungen, die auch noch heute genauso schwer sind wie damals im Mittelalter. Und immer noch gibt es so etwas wie moderne Rüstungen: Helme, Schutzanzüge und schusssichere Westen zum Beispiel.

Anmerkung: Wir danken Dirk H. Breiding (Department Waffen und Rüstungen am Philadelphia Museum of Art) für die inhaltliche Beratung.

#Kinderburg: Wo haben die Ritter geschlafen?

In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.

„Wo haben die Ritter geschlafen?“, fragt Jonathan (4 Jahre). Burggespenst Posti und der Drache Stein antworten:

Die Ritter in einer Burg haben in der „Kemenate“ geschlafen. Dieser Raum war das Wohn- und Schlafzimmer. Als einziger Raum in der Burg hatte die Kemenate einen Kamin, der den Ritter und seine Familie wärmen konnte. Dort stand ein Bett, in dem der Ritter, seine Frau und seine Kinder gemeinsam schliefen.

In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.
In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.
In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.[/caption]In der Burg Posterstein gibt es heute leider kein Ritterbett mehr zu sehen. Weil die Burg nach dem Mittelalter oft umgebaut wurde, lassen sich in ihr sehr viele Kamine finden. Nicht nur einer.

Aber vor 800 Jahren, als die Burg noch neu gebaut war, gab es nur ein beheizbares Zimmer: Die „Kemenate“. Dieser seltsame Name stammt aus der lateinischen Sprache. Dort heißt das Wort „caminus“ so viel wie Kamin oder Ofen, den es in der Kemenate eben gab. Trotzdem war es im Winter sehr kalt. Mit Wandteppichen und Vorhängen versuchte man den Raum wärmer und schöner zu gestalten.

Die Kemenate diente als Wohnzimmer und als Schlafzimmer. In dem dortigen Bett schliefen der Ritter, seine Frau und alle ihre Kinder zusammen. Am Tag war das Zimmer das Reich der Burgdamen.

Wie genau das Ritterbett in der Burg Posterstein vor 800 Jahren ausgesehen hat, wissen wir leider nicht. Aber später war es groß, aus Holz gebaut und sehr hoch, damit die Ritterfamilie nicht so nah am kalten Boden liegen musste.

Nicht alle Ritter hatten ein eigenes Bett

Aber nicht alle Ritter haben überhaupt auf einer Burg gewohnt. Viele lebten bei den Bauern in den Dörfern. Dort hatte man oft Bettkisten, Schlafnischen und Strohmatten, auf denen man schlief. Der Mittelpunkt eines Hauses war auch dort der Ofen, der als Kochstelle diente und um den sich alle schlafenlegten. Auch in den Dörfern schlief die ganze Familie gemeinsam in den Betten. Manchmal teilte man sich diese Ruhestätte nicht nur mit der Familie, mit den Mägden und Knechten, sondern auch mit den Tieren. Denn viele Menschen und Tiere in einem Raum erzeugen mehr Wärme!

Wer ein richtiges Schlafzimmer besaß, war ein reicher Mann. Und in manchen Burgen und Schlössern schliefen sogar die Knechte neben dem Bett ihres Herrn in Bettkisten.

Den bequemsten Schlafort in der ganzen Burg Posterstein haben aber wir Geister. Wir schlafen am liebsten im Dach des Turmstübchens, wohin niemand klettern kann. Hier ist es ruhig und friedlich und wir haben immer eine tolle Aussicht!

Blog-Serie “Kinderburg”: Die Burggeister Posti und Stein beantworten Eure Fragen. Mehr dazu.

Sammelten Ritter Ostereier? – Ostern im Mittelalter

Natürlich sammelten die Ritter noch keine bunten Ostereier, wie der etwas ironische Titel dieses Artikels vorgaukeln mag. Aber bereits im frühen Mittelalter galt das Osterfest, das den Tod Jesus Christus’ betrauert und seine Auferstehung feiert, als wichtigstes Fest im Kirchenjahr. – Und das Ei war auch damals schon ein Teil des Festes.

Ostern im Mittelalter - Museum Burg Posterstein
Als Dekoration hat sich in den 1960er und 70er Jahren der Osterbaum eingebürgert – hier ein Foto von einem Osterbaum im Museum Burg Posterstein in den vergangenen Jahren (Bild: Museum Burg Posterstein).

Vom Bußen und Fasten

Im Mittelalter wurde die so genannte “Quadragesima”, die 40 Tage dauernde Passionszeit, sehr ernst genommen. Bereits im 2. Jahrhundert lässt sich ein 40-stündiges Fasten am Trauertag Karfreitag, dem Tag der Kreuzigung Jesus Christus’, nachweisen, das im 5. Jahrhundert bereits auf drei Tage (Karfreitag bis Ostersonntag) ausgeweitet worden war.

In der Karwoche sollte die Arbeit ruhen

Um dem Leiden Christus’ zu gedenken, ließ man bis ins 9. Jahrhundert schon zwei Wochen vor Ostern die Arbeit ruhen. Später wurde dieser Zeitraum aus wirtschaftlichen Gründen verkürzt. Heute sind nur noch Karfreitag bis Ostermontag offizielle Feiertage. Das Wort “Kar” hat seine Ursprünge im Mittelhochdeutschen und bedeutet so viel wie “Trauer” und “Wehklagen”. Jesus’ Leidensgeschichte beginnt bereits am Gründonnerstag, schon im 12. Jahrhundert “gruener dunrestac” genannt (Vgl. Universität Innsbruck), wobei das “Grün” sich vermutlich nicht auf die Farbe, sondern auf das mittelhochdeutsche “grunen” bzw. “greinen” bezieht, das “weinen” bedeutet. Frühe Quellen deuten darauf hin, dass der Gründonnerstag schon im 4. Jahrhundert mit Fußwaschung und Erstkommunion begangen wurde. Im Altertum und im Mittelalter begann der Karfreitagsgottesdienst um 15 Uhr, dem überlieferten Todeszeitpunkt Jesus Christus’. Am späten Abend des Ostersamstags oder am frühen Morgen des Ostersonntags wandelt sich die Trauer um Jesus in Freude über seine Auferstehung. Das wird traditionell mit Gottesdiensten und Osterfeuern gefeiert.

Blutrote Ostereier, als Zeichen des Lebens

Ostereierbaum - Museum Burg Posterstein
Osterbaum im Museum Burg Posterstein (Bild: Museum Burg Posterstein).

Viele der mit dem Osterfest verbundenen Traditionen gehen auf heidnische Bräuche zurück. In nahezu allen Kulturen gelten beispielsweise Eier als Symbole der Fruchtbarkeit. So wurde das Ei schon in frühchristlichen Zeiten zum Symbol für die Auferstehung. Während der Fastenzeit durfte man keine Eier essen, sodass sich zu Ostern dann viele Eier angesammelt hatten. Sie galten ursprünglich auch als Zahlungsmittel für die Pacht an den Grundherren, die häufig zu Ostern gezahlt werden musste. Noch im 19. Jahrhundert soll es in Teilen Deutschlands üblich gewesen sein, dem Pfarrer an Ostern Eier zu schenken.

Lange Zeit hielt sich auch die Tradition der besonders segenbringenden “Antlaßeiern”, die am Gründonnerstag oder an Karfreitag gelegt worden waren. Diese sollten sich das ganze Jahr über halten und wurden als Glücksbringer im Gebälk des Hauses versteckt.

Ab dem 12. Jahrhundert kann die so genannte “Eierweihe” am Ostersonntag mit historischen Quellen belegt werden. Zur Eierweihe wurden die Eier – vermutlich als Analogie für das Blut Christi – rot bemalt. Die Weihe beendete das Fasten und gab das Ei wieder zum Essen frei. So spielten Eierspeisen auch beim großen Osteressen als Abschluss der Fastenzeit bis ins 15. Jahrhundert eine große Rolle. Spätestens seit dem 17. Jahrhundert verschenkten die Menschen solche bemalten und verzierten Ostereier – und das nicht nur in der Farbe Rot.

Wenn der Storch die Eier bringt

Nicht immer war es der Hase, der Ostereier brachte. In Thüringen soll dafür angeblich lange Zeit der Storch verantwortlich gewesen sein. Der vergleichsweise junge Brauch mit dem Hasen, der auch als Symbol für Fruchtbarkeit gilt, entstand vor rund 300 Jahren in der Pfalz und setzte sich im 19. Jahrhundert großflächig durch.

Die Burgkirche Posterstein steht etwas unterhalb der Burg, im ehemaligen Burggraben.
Bevor die Burgkirche Posterstein im späten 16. Jahrhundert gebaut wurde, gab es in der Burg eine kleine Kapelle. Zu größeren Gottesdiensten ging man ins benachbarte Nöbdenitz. (Foto: Museum Burg Posterstein)

Wie feierten die Postersteiner Ritter Ostern?

Weil darüber in unseren Quellen nichts überliefert ist, können wir über das Osterfest auf Burg Posterstein nur Vermutungen anstellen: Nachdem sie seit Aschermittwoch streng gefastet hatten, wahrscheinlich täglich nur eine Mahlzeit ohne Fleisch, Eier und Alkohol zu sich genommen hatten, ritten die Postersteiner Ritter für die kirchlichen Feierlichkeiten ins benachbarte Nöbdenitz, wo sie bis Ende des 16. Jahrhunderts eine Ehrenloge in der Kirche besaßen. Zusätzlich wurden in der häuslichen Kapelle im Erdgeschoss der Burg (der Raum dient heute als Galerie für Sonderausstellungen) Andachten und Gottesdienste gefeiert. Die Untertanen lieferten zu Ostern ihre Abgaben beim Burgherren ab. Sicherlich gab es auch auf Burg Posterstein ein großes Osteressen zum Abschluss der Fastenzeit. Die gefärbten Eier, die dabei verzehrt wurden, hatte vielleicht der Storch gebracht.

Zum Weiterlesen:

Willner, Barbara / Huhle, Holger: So oft im Jahr ist Feiertag. 1988.

Theology.de: http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/osterbraeucheindeutschland.php

Universität Innsbruck: http://www.uibk.ac.at/geschichte-ethnologie/medien/feste-und-braeuche/infoservice/karwoche.html

Leben im Mittelalter: http://www.leben-im-mittelalter.net/alltag-im-mittelalter/freizeit/feiertage/ostern.html

Von Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein

Bauarbeiten machen “Geheimtreppe” Besucher zugänglich

Unser Beitrag zur Kultur-Blogparade 2013 der Residenz München !

Auf Burg Posterstein gibt es eine versteckte Treppe, die normalerweise für Besucher nicht zugänglich ist: Verdeckt von einem zimmerhohen Schrank führte die “Geheimtreppe” vom ehemaligen Gerichtszimmer der Burgherren hinab in die Küche, auf den Hof und in den „Unteren Saal“; und von dort weiter in einen Kellerbereich. Früher diente dieser Gang möglicherweise als Fluchtweg, heute endet der Weg bereits in der eine Etage tiefer liegenden Galerie.

Die "Geheimtreppe" auf Burg Posterstein
Die “Geheimtreppe” auf Burg Posterstein (c) Museum Burg Posterstein

Bei normalem Ausstellungsbetrieb können Besucher nur einen Blick in den Schrank hineinwerfen. Allenfalls den mehr als 2000 kleinen Rittern und Burgfräuleins, die jedes Jahr mit ihren Schulklassen und Geburtstagsgästen mit den Burggeistern Posti & Stein auf Erkundungstour gehen, erlauben die Burggespenster den Aufstieg durch die Geheimtreppe.

Nein, hier hat nicht Christo verhüllt: Bauarbeiten auf Burg Posterstein im Februar 2013
Nein, hier hat nicht Christo verhüllt: Bauarbeiten auf Burg Posterstein im Februar 2013

Bis Ende Februar finden jedoch Bauarbeiten in der Oberen Halle und dem Bergfried der Burg Posterstein statt – und dann werden alle Besucher den verdeckten Eingang nutzen müssen. Bei den Bauarbeiten sollen nicht nur die zum letzten Mal vor 20 Jahren restaurierten Räume saniert werden, sondern auch gleich noch die Risse, die beim großen mitteldeutschen Erdbeben 1872 im Turm entstanden sind, verschlossen werden. Im Video des freien Journalisten Gunter Auer (unten) erklärt Museumsdirektor Klaus Hofmann u. a. die Restaurierungspläne.

Während die Handwerker arbeiten, läuft der Museumsbetrieb normal weiter und die Dauerausstellungen können besichtigt werden. Im Gerichtsraum wird geheiratet, die Burggeister führen weiter Kinder durch die Burg und im Büro werden die nächsten großen Sonderausstellungen vorbereitet, zum Beispiel die zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, die am 1. September beginnt.

[vimeo 58956586 w=500 h=281]

Burg Posterstein – Rückblick 2012 und Vorschau 2013 // Posterstein castle – retrospect 2012 and preview 2013 from Burg Posterstein on Vimeo.

Dann sollen Napoleon-Karikaturen gezeigt und die Forschungsergebnisse verschiedener regionaler Historiker über die Ereignisse und die handelnden Personen des Jahres 1813 vorgestellt werden. – Schließlich waren sowohl die Region um Altenburg als auch der Kreis um die Herzogin von Kurland unmittelbar von dem in Leipzig stattgefundenen Kriegsgeschehen betroffen. In Altenburg selbst hielten sich kurz vor und während der Schlacht die Herrscher und führende Generäle der antinapoleonischen Allianz auf. Friedrich Arnold Brockhaus gab in Altenburg die Deutschen Blätter heraus und war damit Kriegsberichterstatter im Auftrag des Oberbefehlshabers der Alleierten Armeen Fürst Schwarzenberg. Eine Publikation zur Ausstellung wird ebenfalls erscheinen, für die gerade Recherchearbeiten in Wiener Archiven stattfanden.

Weitere Informationen: www.burg-posterstein.de

Von Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein

Beitrag zur Blogparade 2013 der Residenz München

Magische Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönigstag – Weihnachten im Mittelalter

Mit der Christianisierung Mitteleuropas im Laufe des Mittelalters wurde das Weihnachtsfest, die Geburt Jesus Christus, eines der wichtigsten Feste des Kirchenjahres. Weihnachten dauert von der Adventszeit (ab Sonntag nach dem Totensonntag, welcher der letzte Tag des Kirchenjahres ist) bis zum 6. Januar (Dreikönigstag). Zu den frühesten überlieferten Weihnachtsbräuchen gehören das Singen von Weihnachtsliedern, das Aufstellen von Weihnachtskrippen und das Krippenspiel, die alle die Geschichte der Geburt Jesus Christus anschaulich darstellen. Das Museum Burg Posterstein zeigt ab 2. Dezember wieder seine traditionelle Ausstellung mit Weihnachtskrippen aus aller Welt.

Krippe aus Transparentpapier, Sammlung Riewe, (c) Museum Burg Posterstein
Krippe aus Transparentpapier, Sammlung Riewe, (c) Museum Burg Posterstein

Was machten die Postersteiner Burgherren an Weihnachten?

An Weihnachten machten sich die Postersteiner Burgherren bis Ende des 16. Jahrhunderts höchstwahrscheinlich auf den Weg zum Gottesdienst ins nah gelegene Nöbdenitz. Dort besaßen sie einen herrschaftlichen Logensitz. Erst als es ab 1575 zu Streitigkeiten mit den Nöbdenitzern kam, errichtete man in Posterstein eine eigene Kirche, direkt im Burggraben. Darüber hinaus besaßen die Burgherren eine kleine Hauskapelle in den Räumen der Burg, dies belegen Baubefunde wie Reste einer Gewölbedecke sowie ein romanischer Taufstein, die heute im Museum zu sehen sind. Mehr dazu erfahren Sie in der Ausstellung “Wehrhaft, wohnhaft, Haft”.

Die Burgkirche Posterstein steht etwas unterhalb der Burg, im ehemaligen Burggraben.
Die Burgkirche Posterstein steht etwas unterhalb der Burg, im ehemaligen Burggraben. (c) Museum Burg Posterstein

Heidnische Bräuche vermischten sich mit christlichem Glaube

Beschäftigt man sich mit überlieferten Volksbräuchen, wird deutlich wie sehr sich heidnische Traditionen mit den neuen christlichen Ritualen vermischten. In die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel fielen auch die “Zwölften“, auch “Rauhnächte” oder “Rauchnächte” genannt. In dem Zeitraum zwischen Thomastag (21. Dezember) und Dreikönigstag (6. Januar) machte nach dem Volksglauben der Wilde Jäger mit seinem Gefolge von Hexen, Dämonen, Schweinen, Menschen ohne Kopf und Teufelsfratzen die Nächte unsicher. Dann musste die Arbeit ruhen und um die Dämonen in Schach zu halten, gab es allerlei Schutzmaßnahmen: Wasser nicht unbedeckt lassen, Vieh nicht aus dem Stall lassen, gefährliche Tiere nicht beim Namen nennen, den Hunden ein besonderes Brot backen, Hexen durch Maskenumzüge vertreiben, nicht lüften und nicht waschen. Gleichzeitig war es eine fröhliche Zeit, denn die Mägde konnten nach Hause zu ihren Familien und die Wirtshäuser waren besonders zum Jahreswechsel gut besucht.

Weihnachtskrippen aus der Sammlung Riewe auf Burg Posterstein (c) Museum Burg Posterstein
Weihnachtskrippen aus der Sammlung Riewe auf Burg Posterstein (c) Museum Burg Posterstein

Seit wann gab es Bescherung und Tannenbaum?

Frühestens seit Ende des 16. Jahrhunderts lässt sich nach der Christmette, dem feierlichen Gottesdienst mit Krippenspiel, auch die häusliche Bescherung mit Geschenken nachweisen. Vor der Reformation brachte St. Nicolaus die Gaben, danach der Heilige Christ. Ihn begleiteten Martin, Nicolaus oder der grimmige Knecht Ruprecht als strafende Personen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verteilte Knecht Ruprecht dann selbst die Geschenke, im Namen des Heiligen Christs. Daraus entstand dann der heutige Weihnachtsmann-Brauch. Das Aufstellen von Tannenbäumen ist ebenfalls frühestens im 16. Jahrhundert belegt. Richtig etabliert hat sich die Tradition erst im 19. Jahrhundert. Seinen Ursprung soll das Aufstellen eines „Grünen Baumes“ in den Segensbäumchen (Ostereierbaum, Maibaum) haben, welche zum Schutz von Haus, Hof und Vieh aufgerichtet wurden”.

(Quelle: Museum Burg Posterstein, Archiv Riewe)

Zum Herunterladen: Plakat: Weihnachtskrippen auf Burg Posterstein 2012

Mehr Informationen: www.burg-posterstein.de

Ähnliche Artikel: “Mit Christuskind, Hirten, Ochs und Esel: Aus der Geschichte der Weihnachtskrippen”

Von Marlene Hofmann

Wo wohnten die Nachfahren von “Baron Münchhausen”?

Ansichtskarte des Ritterguts Windischleuba ((c) Museum Burg Posterstein)
Ansichtskarte des Ritterguts Windischleuba ((c)Museum Burg Posterstein)

Die Geschichte von Windischleuba ist lang, als „Luben“ fand der Ort schon 1181 / 1214 im Zehntverzeichnis des Klosters Bosau Erwähnung. Von 1455 bis 1659 gehörte es wie auch Nobitz der Familie von der Gabelentz, die auf dem Rittergut Poschwitz wohnten. 1492 begann Hans von der Gabelentz in Windischleuba ein Schloss zu errichten und ließ auch die Kirche umfassend erneuern. Sein Sohn Christoph I. von der Gabelentz, Domherr in Mainz, Meißen und Naumburg, beendete den Schlossbau 1532. Seine Nachfolger im Familienbesitz wohnten dann auch in Windischleuba. Sebastian I., gestorben 1575, diente laut Kriegsmatrikel von 1545 seinem Landesherrn „auf der Wendischleubden mit drei Ritterpferden und zwei Langspießern“. Dessen Sohn Sebastian II. lebte 1580 mit Familienmitglieder und Personal auf dem Schloss: Belegt sind sein „Weib, Junker Bastian von der Gabelentz und [sein] Vetter, Georg von der Gabelentz, außerdem ein Schreiber, ein Reiter, ein Seiler, ein Weidemann, ein Junge, ein Schneider, ein Bäcker, eine Köchin, eine Schließerin, eine Käsemutter, sechs Knechte und drei Mägde“. 1661 erlosch die Windischleubaer Linie der Familie von der Gabelentz und die Fürstliche Rentkammer zu Altenburg nutzte das Rittergut anschließend als „Großes Kammergut“.

 Zwei Rittergüter in einem Ort

Das so genannte „Rittergut Windischleuba vorderen Teils“ (Foto: Museum Burg Posterstein)
Das so genannte „Rittergut Windischleuba vorderen Teils“ ((c) Museum Burg Posterstein)

Etwa zur gleichen Zeit entstand aus einem schon vorher bestehenden Bauerngut in Windischleuba ein zweites Rittergut, das so genannte „Rittergut Windischleuba vorderen Teils“, das mit dem anderen Gut nichts zu tun hatte. Als freies Erblehen wechselte es im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Das um 1800 etwa 67 Hektar bemessende Anwesen verfügte über die Erbgerichte über drei Handgüter und 13 Häuser im Dorf. Die Obergerichte über Dorf, Feld und Flur von Windischleuba gehörten weiterhin dem älteren und größeren der beiden Güter, dem Rittergut „hinteren Teils“, das um 1800 rund 220 Hektar Land umfasste. Darüber hinaus besaß es auch die Erbgerichte über zahlreiche Güter und Häuser in Windischleuba und der näheren Umgebung sowie die Patronatsrechte über Schule, Hospital und Kirche von Windischleuba. Ein Erbbegräbnis befand sich an der Außenseite der Kirche.

Der Landsitz eines Staatsmanns

Bernhard August von Lindenau (1779-1854) ((c) Museum Burg Posterstein)
Bernhard August von Lindenau (1779-1854) ((c) Museum Burg Posterstein)

Das Rittergut hinteren Teils wechselte im 17. und 18. Jahrhundert mehrfach den Eigentümer, bis es zusammen mit dem Pohlhof in Altenburg und dem Rittergut Nobitz in den Besitz der Familie von Lindenau gelangte. 1817 erbten Bernhard August von Lindenau (1779-1854), dessen wertvolle Kunstsammlung das Lindenau-Museum Altenburg ausstellt, und sein jüngerer Bruder Friedrich Wilhelm das Gut. Der Wissenschaftler, Kunstsammler und Staatsmann Bernhard August von Lindenau hatte Mathematik, Jura und Kameralistik in Leipzig studiert. Im Laufe seiner langen Karriere leitete er als Astronom die Seeberger Sternwarte bei Gotha, war Landschaftsdirektor des Altenburger Landtages, Geheimer Rat und Minister in Gotha, Gesandter des Königs von Sachsen im Bundestag in Frankfurt und zugleich Gesandter am Niederländischen Hof in Den Haag und schließlich erster Minister im Königreich Sachsen, was der Position des heutigen Ministerpräsidenten gleich kommt. Unter Lindenau wurde in Sachsen eine umfassende Staatsreform durchgeführt. Im Alter zog er sich nach Altenburg zurück, war Abgeordneter des Herzogtums in der Frankfurter Paulskirche und widmete sich in erster Linie seiner Kunstsammlung, die er von Anfang an dem der Öffentlichkeit als Stiftung widmen wollte. So eröffnete er im Revolutionsjahr 1848 auf dem Pohlhof ein Museum mit angeschlossener Kunst- und Gewerbeschule.

Aber auch für die Bewirtschaftung Windischleubas interessierte sich der vielseitige Staatsmann. Noch 1853 ließ er „Amerikanisches Mahlzeug“ in der dortigen Mühle einbauen. Am Schloss und den Wirtschaftsgebäuden ließ er bauliche Veränderungen durchführen. Ein Stück des Wassergrabens um die auf zwei von einander getrennten Inseln verteilte Wasserburg wurde zugeschüttet. Immerhin war in jener Zeit auf der Schlossinsel die alte, viereckige Befestigungsanlage mit vier Rundtürmen noch gut erkennbar.

Die Erben von “Baron Münchhausen”

Das Rittergut Windischleuba ist heute Jugendherberge ((c) Museum Burg Posterstein)
Das Rittergut Windischleuba ist heute Jugendherberge ((c) Museum Burg Posterstein)

Seit 1880 besaßen der aus Niedersachsen stammende Börries Freiherr von Münchhausen (1845-1931) und seine Frau Clementine von der Gabelentz das Rittergut Windischleuba. Der Nachfahre des als Lügenbaron in die Geschichte eingegangenen Hieronymus von Münchhausen (1720-1797) setzte das alte Schloss wieder instand, erweiterte es und restaurierte die Renaissance-Fassade. Darüber hinaus ließ die Familie Münchhausen einen Park anlegen, in dem es unter anderem ein so genanntes „rotes Tempelchen“, ein privates Kaffeehaus, gab.

Unter seinem gleichnamigen Sohn, einem anerkannten Schriftsteller und promovierten Jurist gewann das Gut weiter an Profil. Mit 281 Hektar gehörte es zu den größten Rittergütern im Altenburger Land. Der Balladendichter wachte sorgfältig über Schloss und Garten: Sein Gärtner durfte nur in Ansprache mit ihm „pflanzen, schneiden und sonst irgend etwas vornehmen“ und Außenstehende benötigen für den Zutritt zur Parkanlage seine schriftlichen Erlaubnis. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 16. März 1945, beging Börries von Münchhausen in Windischleuba Selbstmord.

 Enteignung – Vom Schloss zur Jugendherberge

Nach dem Krieg wurden seine Erben enteignet und Teile des Wirtschaftshofes abgerissen. Vom Waalgraben sind heute nur noch Reste erhalten. Das Renaissanceschloss diente zunächst als Landschulheim. Der Park wurde für die Schüler um einen biologischen Lehrpfad, eine Freilichtbühne, eine Kegelbahn und ein Volleyballfeld erweitert. Bis heute befindet sich im gut erhaltenen Schloss eine Jugendherberge, die viel von dem historischen Ambiente erkennen lässt.

Der geschlossene Bauernhof des Rittergutes „vorderen Teils“ wurde 2005 und 2006 trotz denkmalschutzrechtlicher Bedenken abgerissen.

Von Marlene Hofmann

 

Eine interaktive Karte über die Rittergüter im Altenburger Land finden Sie hier: http://tiny.cc/o27p6.

Lesen Sie mehr über die Rittergüter des Altenburger Landes in unseren Publikationen, die Museum gekauft oder per Mail an info@burg-posterstein.de bestellt werden können:

Das alte Schloss sehn wir noch heut…
Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II)
© Museum Burg Posterstein 2010

…Und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln!
Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten
© Museum Burg Posterstein 2007

 

Waren Ritterturniere wirklich so?

Der Sommer ist die Zeit der Mittelaltermärkte und Ritterturniere, auch jedes Jahr zu Pfingsten auf Burg Posterstein. Viele Mittelalter-Fans pilgern in mittelalterlicher Kleidung von einem Festival zum nächsten. Aber auch Familien und Schaulustige lassen sich gern um Jahrhunderte zurückversetzen und genießen es, den Männern in Rüstungen beim Kampf zuzusehen. Aber wie authentisch sind die modernen Turniere wirklich?

Ritterturnier beim Mittelalterspektakel auf Burg Posterstein
Ritterturnier beim Mittelalterspektakel auf Burg Posterstein (Foto: Nienhold)

Wenn auf Burg Posterstein die Ritter los sind, dann sieht man Kämpfer in Rüstungen auf großen, geschmückten Pferden gegeneinander anreiten. Zum Beispiel geht es darum, eine Strohpuppe mit der Lanze zu treffen oder mit dem Schwert gegeneinander zu kämpfen. Am Rande des Kampfplatzes sammeln sich dann Schaulustige aller Altersgruppen und rund herum verkaufen Händler ihre Waren und Gaukler führen Kunststücke auf. Aber war das auch früher so?

Die ersten Ritterturniere gab es vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Als einer der ersten Ritter, die ein Turnier mit festen Regeln organisierten, gilt Heinrich I., der im 10. Jahrhundert Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreichs war. An einem echten Ritterturnier durften nur adelige Kämpfer teilnehmen, die meist Fürsten- oder Grafentitel besaßen. In der Regel fanden die Turniere als Teil einer festlichen Veranstaltung statt – beispielsweise als Rahmenprogramm für Hochzeiten, Geburten und Siegesfeiern. Der Veranstalter bekam Gelegenheit seine Macht und seinen Reichtum zur Schau zu stellen und die Teilnehmer durften auch in Friedenszeiten ihr Können unter Beweis stellen und mit Siegen Ruhm und Ehre erlangen.

Mehr als nur „Ritterspiele“

Turniere blieben aber nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern entwickelten sich zu einem Jahrmarkt für alle Gesellschaftsschichten. Höfische Sänger, Dichter und adelige Damen befanden sich unter den Gästen der oberen Gesellschaftsschichten. Aber rundherum bildeten sich auch ganze Märkte mit Gauklern, Musikern, Schaustellern und Schaulustigen. Die mittelalterlichen Feste dauerten vermutlich eine ganze Woche, wenn nicht sogar länger. Der oft großflächig angelegte Turnierplatz lag meist außerhalb von Burgen und Städten. Für die Kämpfer gab es abgegrenzte Bereiche, an denen sie ihre Ausrüstung lagern und sich erholen konnten. Vor den Kämpfen wurden die Ritter in zwei Mannschaften eingeteilt, ein Herold verkündete das nachfolgende Programm, stellte Teilnehmer namentlich vor und präsentierte die Siegerprämien. Darauf folgte eine gründliche Waffeninspektion.

Die meisten der damaligen Turniere darf man sich nicht als wohlgeordnete Duellkämpfe vorstellen, wie es in modernen Darstellungen auf Mittelaltermärkten meist der Fall ist. Vielmehr rückten sich bei mittelalterlichen Sportkämpfen die beiden Mannschaften in geschlossener Linie mit ausgestreckter Lanze zu Leibe. Ziel war es, den Gegner vom Pferd zu stoßen. Schon beim ersten Durchlauf gab es Verletzte. Wer sich danach noch im Sattel befand, wendete und griff erneut an. Dabei durften auch Gefangene gemacht werden. Auch das Publikum lebte vermutlich nicht ungefährlich, wenn herrenlose Pferde durch die Menge galoppierten. Während der Kampf noch tobte, trug man die ersten Verletzten vom Schlachtfeld. Gestürzte Reiter, die sich noch auf den Beinen halten konnten, setzten die Schlacht im Nahkampf fort. Außer dieser Turnierform im Mannschaftskampf gab es aber auch andere Arten von Schaukämpfen, die denen auf heutigen Mittelalterfesten durchaus näher kommen.

Kampf auf Leben und Tod

Jedes Jahr zu Pfingsten werden auf Burg Posterstein Ritterspiele ausgetragen. (Foto: Nienhold)
Jedes Jahr zu Pfingsten werden auf Burg Posterstein Ritterspiele ausgetragen. (Foto: Nienhold)

Ein beliebter Zeitpunkt für Turniere war der Monat Mai, wo das Pfingstfest einen guten Anlass bot. Im Vorfeld eines Turniers fanden immer auch Gottesdienste statt, denn die Ritter fanden ihren festen Bezugspunkt im christlichen Glauben. Trotzdem konnte sich die mittelalterliche Kirche mit dieser Kampf- und Festtradition nicht recht anfreunden. Nach Ansicht der Kirchenvertreter gaben die Festivitäten Anreize für alle sieben Todsünden. Ein weiterer Grund für die Ablehnung dürfte aber auch gewesen sein, dass die Geistlichen im Kampf getöteten Edelmännern oft nicht mehr rechtzeitig die Sterbesakramente erteilen konnten.

Mittelalterliche Turniere waren – im Gegensatz zu den heutigen, ansonsten recht authentisch nachgebildeten Mittelalterspektakeln – nicht ganz ungefährlich. Turniere dienten auch als Vorbereitung auf kommende Schlachten und man kämpfte auf Leben und Tod. Nicht wenige Ritter zogen sich schon vor den eigentlichen Schlachten und Kriegen bei Turnieren Verletzungen zu, oder fanden sogar den Tod.

Von Marlene Hofmann