Kinder, Kinder, #Kinderburg: Unser Blick auf Kultur im Jahr 2017

Ferienführung durch die Burg Posterstein.
Ferienführung durch die Burg Posterstein.

Das Archäologische Museum Hamburg fragt in seiner Blogparade #KultBlick nach dem persönlichen Blick auf Kultur. Mitmachen kann jeder. Wir vom Museum Burg Posterstein wollen unseren Blickwinkel für dieses Jahr vorstellen: Den Blick auf Geschichte durch Kinderaugen.

Der Kulturblick eines geschichtlichen Museums richtet sich per Definition in erster Linie auf vergangene Zeiten. Das Museum Burg Posterstein beschäftigt sich als regionalgeschichtliches Museum des Altenburger Landes in Thüringen in erster Linie mit der Geschichte der Burg Posterstein und der Geschichte der Region im Dreiländereck Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dazu gehört auch ein Salon, der zwischen 1795 und 1821 nach ganz Europa ausstrahlte: Der Musenhof der Herzogin von Kurland. Aus über 800 Jahren Geschichte kann man inhaltlich schöpfen und als Museum seinen Kulturblick auf verschiedene Schwerpunkte lenken. 2017 haben wir einen ganz besonderen kulturellen Blickwinkel in den Mittelpunkt gerückt: Den Blick auf Geschichte durch Kinderaugen.

Schon im Vorfeld der Kinderburg-Ausstellung gab es für junge Besucher viel zu entdecken: Hier durften Kinder die Ausrüstung der Ritterschaft von Hohenstein testen.
Schon im Vorfeld der Kinderburg-Ausstellung gab es für junge Besucher viel zu entdecken: Hier durften Kinder die Ausrüstung der Ritterschaft von Hohenstein testen.

Traditionell zählen Familien mit Kindern, Schulklassen und Kita-Gruppen zu den wichtigsten Besuchergruppen im Museum Burg Posterstein. Klar, vom Verlies bis zur Turmspitze können auch ganz junge Besucher so einiges entdecken. Aber die meisten der Informationen in Schrift oder Ton richteten sich bisher an ein erwachsenes Publikum. 2017 haben wir erstmals eine Ausstellung für Kinder konzipiert. Die Vorbereitungen dafür haben das gesamte Jahr geprägt.

Gibt es heute noch Ritter? – Fragen über Fragen

Anfang des Jahres richteten wir im Museum eine Frage-Station ein. Hier können junge (wie ältere) Besucher Fragen zur Geschichte hinterlassen. Es antworten Burggespenst Posti und Burgdrache Stein – per Brief, E-Mail oder als Blogpost im extra eingerichteten Kinderburg-Blog und in möglichst einfachen, kurzen Sätzen. Eingegangen sind mehr als 150 Fragen.

Seit Eröffnung der Kinderburg-Ausstellung gibt es die Möglichkeit das "Heymlich Gemach", die Rekonstruktion der Toilette im Aborterker der Burg Posterstein, anzusehen.
Seit Eröffnung der Kinderburg-Ausstellung gibt es die Möglichkeit das „Heymlich Gemach“, die Rekonstruktion der Toilette im Aborterker der Burg Posterstein, anzusehen.

Viele davon beziehen sich auf den Alltag in einer Burg im Mittelalter – eben Lebensbereiche, die die Kinder kennen und die sie beschäftigen. Gab es Tiere in einer Burg? Wie badeten Ritter? Wie gingen sie in Rüstung aufs Klo und was nahmen sie als Klopapier? Wie schwer ist eine Rüstung? Gingen Ritter in die Schule? … Und durfte sich eine Prinzessin auch mal schmutzig machen?

Durch die „Kinderbrille“ sehen

Im Laufe des Jahres haben wir einige dieser Fragen aufgegriffen und in den Schulferien in kurzen Familienführungen erklärt. Zu den Führungen brauchte man sich nicht anmelden, sondern einfach nur zur richtigen Zeit im Museum sein. An den Tagen ohne Führung gab es kleine „Rätseljagden“ zum Thema durch die Ausstellung. Das wurde vom regionalen Publikum begeistert aufgenommen und genutzt. Das positive Feedback hat uns darin bestärkt, die gesamte „Kinderburg“-Ausstellung an den Kinderfragen auszurichten. Auf diese Art beantwortet die Ausstellung Fragen, die Kinder interessieren und nicht nur solche, von denen wir Erwachsene denken, dass sie Kinder interessieren könnten. So haben wir versucht, unseren gewohnten Blickwinkel zu wechseln und durch die „Kinderbrille“ zu sehen.

Herausgekommen ist eine Ausstellung, die sich in über zehn Stationen durch die gesamte Burg Posterstein zieht. Schwarze Ritter und schwarze Würfel dienen als Informationssystem. Hier werden Fragen beantwortet. Thematisch geht es von der Burggeschichte über die regionale Geschichte bis hin zum Musenhof Löbichau der Herzogin von Kurland. Natürlich gibt es was zum Hören, Ansehen, Ertasten, Hochheben, Hüpfen … und Verkleiden. Jede Familie bekommt eine Schatzkarte, mit der die Kinder die Ausstellung selbstständig erkunden können. Und natürlich gibt es was zum Rätselraten, Gewinnen und für zu Hause. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein neues museumspädagogisches Angebot zur Salonkultur.

Kinder stürmen die Burg Posterstein

Die Ausstellung „Die Kinderburg – Auf den Spuren von Rittern und Salondamen“ wurde am 1. Oktober 2017 eröffnet. Rund 200 kleine und große Gäste stürmten die Burg und erkundeten die neue Ausstellung. In den ersten zwei Wochen kamen über 1000 Besucher, darunter deutlich mehr Familien mit Kindern als sonst, nämlich über die Hälfte der Besucher. Das Feedback zur Ausstellung fiel durchweg positiv aus. Deutlich wurde Dank Besucherbefragung auch, dass die Ausstellung auch Menschen anlockte, die sonst nicht so häufig zu uns kommen. Noch ist es zu früh, ein Resümee zu geben, aber bisher scheint es, als komme der besondere Fokus auf Kinder gut an.

Auch die traditionelle Weihnachtskrippenausstellung soll sich in diesem Jahr stärker als sonst an ein junges Publikum richten. Ein Schwerpunkt der Ausstellung, die immer eine Auswahl aus den über 500 Krippen in der Sammlung des Museums zeigt, wird in diesem Jahr auf für Kinder konzipierten Krippen liegen. Den Baumschmuck werden die lokalen Kindergärten eingeladen, beizusteuern, und in den Weihnachtsferien sollen kleine Familienführung der Frage „Was ist Weihnachten?“ auf den Grund gehen. So wird uns der Kinderblick durch das ganze Jahr begleiten und danach weiter zu einem festen Bestandteil unserer Museumsarbeit werden.

Die Blogparade #KultBlick läuft noch bis 22. Oktober 2017. Die bereits eingegangenen Blogposts sind hier gelistet. Die Münchner Kulturbloggerin Tanja Praske vom Blog Kultur-Museo-Talk  begleitet die Blogparade.

Von Marlene Hofmann

#Kinderburg: Stelzen selbstgemacht – eine Anleitung zum Spielen wie im Mittelalter

Schon die Kinder im Mittelalter sind zum Zeitvertreib auf Stelzen gegangen. Das Prinzip ist ganz einfach: Versuche vorsichtig auf diesen verlängerten „Beinen“ zu gehen. Ein Spielzeug, das man auch ganz einfach selbst basteln kann. Hier im Kinderblog geben wir eine Anleitung!

Im Sommerferienprogramm erklären wir, was Kinder im Mittelalter gespielt haben. Natürlich darf man die Spiele selbst ausprobieren!
Im Sommerferienprogramm erklären wir, was Kinder im Mittelalter gespielt haben. Natürlich darf man die Spiele selbst ausprobieren!

Seit dem späten Mittelalter sind Stelzen bekannt, die so aussahen wie heute. Die Kinder bewegten sich auf keilförmigen Standbrettern vorwärts. Zuvor stellte man solche Spielzeuge wahrscheinlich aus Ästen her. Die landeten nach dem Gebrauch vermutlich im Feuer. Daher sind sie den Forschern nicht erhalten geblieben. Aber wenn du möchtest, kannst du sie nachbauen!

Du brauchst:

2 stabile Äste mit Gabelung, die dir mindestens bis unter die Arme reichen

Stabilen Bindfaden

Ein Maßband

Vielleicht ein Werkzeug zum Sägen und Schleifpapier

Anleitung zum Bau von Stelzen: 

  1. Miss die Länge von deinen Füßen bis unter deine Arme. So lang müssen deine Stelzen am Ende werden.
  2. Schaue am besten im Wald nach abgebrochenen Ästen. Wenn du zwei passende Äste gefunden hast, säge sie so zurecht, dass die Länge zu deiner Größe passt. Lass dir dabei unbedingt von einem Erwachsenen helfen! Und denk daran: Diese Äste müssen so dick sein, dass sie dein Gewicht tragen können! Die Äste sollten mindestens 15 Zentimeter unterhalb ihrer Gabelung abgesägt werden. Die Gabelung sollte insgesamt mindestens 30 cm vom Boden aufragen.
  3. Hast du zwei stabile Äste vor dir liegen, nimm den Bindfaden und wickle ihn mehrfach in Form einer 8 um die Gabelung und den Hauptast. Das werden später deine Trittflächen. Prüfe, ob die Wickelung dein Gewicht stabil tragen kann und verknote am Ende alles fest.
  4. Nun musst du nur noch mit einem Stück Sandpapier deine Stelzen an den Enden und an hervorragenden Stellen gut abschleifen. Dann kannst du dich auch nicht am Holz reißen.

Und fertig sind deine eigenen mittelalterlichen Stelzen!

Sommerferien auf Burg Posterstein

Was spielten kleine Ritter und Prinzessinnen? Weil in den Schulferien so viel Zeit zum Spielen bleibt, dreht sich das Sommerferienprogramm bis 11. August 2017 auf Burg Posterstein um mittelalterliche Spiele und Spielzeug. Ab 1. Oktober 2017 zeigen wir die Familienausstellung „Die Kinderburg – Auf den Spuren von Rittern und Salondamen“, in der Geschichte spielerisch erklärt wird.

Einfach & nachhaltig: Und weil das ein ganz einfaches, ressourcenschonendes Spielzeug zum Selbermachen ist, wollen wir den Beitrag gern bei der grünen Linkparade „einfach. nachhaltig. besser. leben.“ teilen.

#SportsMW: Welchen „Sport“ trieben Prinzessinnen?

Es ist #MuseumWeek und bis 25. Juni greifen wir jeden Tag ein Thema auf. Anlässlich des heutigen Themas #sportsMW geben wir Einblicke in die Fragen von Kindern, die unsere Burggeister Posti und Stein im Vorfeld der Familienausstellung „Die Kinderburg – Von Rittern und Salondamen“ (ab 1. Oktober 2017) erreichen. Oft werden die Burggeister gefragt: „Mit was haben Prinzessinnen gespielt?“ Mussten auch sie sich sportlich betätigen? Vom Ballspiel bis zur „Blinden Kuh“: Hier ein kurzer Einblick in die Antwort unserer Geister!

Natürlich hatten die Prinzessinnen im Mittelalter und auch später in der Zeit der Salondamen Spielzeuge. Bei den Mädchen waren schon immer Puppen sehr beliebt. Für die Arbeit in der Puppenküche gab es kleine Töpfe und Gefäße. Auch das Ballspielen war schon damals beliebt.

Angehende Ritter beim Turnier mit Stöcken und kleine Burgfräulein beim Baseball?

Richtige Turnierkämpfe gibt es auf Burg Posterstein jedes Jahr zu Pfingsten. Beim Mittelalterspektakel zeigen echte Reiter ihre Künste mit Lanze und Schwert. Dazu gibt es drei Tage lang Musik, Gaukeleien und Handwerk zu besichtigen.
Richtige Turnierkämpfe gibt es auf Burg Posterstein jedes Jahr zu Pfingsten. Beim Mittelalterspektakel zeigen echte Reiter ihre Künste mit Lanze und Schwert. Dazu gibt es drei Tage lang Musik, Gaukeleien und Handwerk zu besichtigen.

Die Jungs hatten wohl ihre eigene Spielzeug-Rüstkammer mit Holzschwertern oder sie nahmen zum spielerischen Turnierkampf einfach Stöcke. Als Spielzeug diente alles, was es in der Natur zu finden gab: Nüsse und Früchte, Eier und Steine. Und selbst das kleine Zähl-Spiel: „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“ war schon im Mittelalter bekannt und bei Erwachsenen so beliebt wie bei Kindern.
Gemeinsam spielten die Kinder Verstecken und Fangen, sie hatten Murmeln aus Ton oder Holz und Kreisel, die sie mit einer Peitsche über alle Fußböden in und um die Burg tanzen ließen. Gemeinsame Tänze wurden sehr gern aufgeführt und die Musik durfte nicht fehlen.

Besonders beliebt war schon vor über 800 Jahren das Ballspiel. Bälle wurden gekullert, geworfen und mit Schlägern durch die Luft gewirbelt. Fußball und Baseball kannten die Prinzessinnen noch nicht, aber in manchen alten Schriften, Liedern und Gedichten kann man fast das Gefühl bekommen, die Prinzessinnen beherrschten schon im Mittelalter diese heute so beliebten Spiele!

Der Kreisel war schon im Mittelalter ein beliebtes Spielzeug. Bis heute hat er von seinem Reiz nichts verloren
Der Kreisel war schon im Mittelalter ein beliebtes Spielzeug. Bis heute hat er von seinem Reiz nichts verloren.

Die Prinzessinnen der Salonzeit spielten natürlich auch gern mit dem Ball. Sie musizierten und tanzten. Auch Bücher waren vor 200 Jahren ein beliebter Zeitvertreib. Ein Spiel, das du sicherlich auch kennst und vielleicht gern spielst, war „Blinde Kuh“. Die Prinzessinnen erdachten sich sogar neue Regeln dafür und auch für die Erwachsenen war es ein schöner Zeitvertreib.

Sommerferien auf Burg Posterstein: Das ist doch ein Kinderspiel?!

Den vollständigen Kinderblog-Beitrag findet ihr hier! Und alle, denen das noch nicht genug ist, sind ganz herzlich zum Sommerferienprogramm des Museums Burg Posterstein eingeladen! In kurzen Kinderführungen wird während der Ferienzeit das Thema „Wie spielten Ritter und Prinzessinnen?“ erklärt. Drei Stationen im Museum zeigen den kleinen Besuchern, wie sich Ritter und Salondamen die Freizeit vertrieben. Neben den Führungen kann diese spannende Frage auch anhand eines Rätsels selbstständig erkundet werden. Im Burghof dürfen abenteuerlustige Besucher kleine Ritterspiele auch selbst ausprobieren. Für die Freunde zu Hause können auch Spielanleitungen mitgenommen werden. So dürfte einem sportlichen Treiben in den Ferien keine Grenze gesetzt sein!

Von Franziska Engemann / Museum Burg Posterstein

Wir ziehen Zwischenbilanz: In den Osterferien 1000 Besucher aus 14 Bundesländern

Das Museum Burg Posterstein konnte in den zweiwöchigen Osterferien rund 1000 Besucher aus 14 Bundesländern begrüßen. Rund 150 Kinder und ihre Familien nahmen an insgesamt 39 österlichen Schatzsuchen teil, weitere 120 Familien lösten das gar nicht so einfache Osterrätsel. Auch in zukünftigen Schulferien planen wir Aktivitäten für die ganze Familie. Wir freuen uns über das große Interesse und über Rückmeldungen, Tipps, Lob und Kritik.

Das Burg Posterstein bietet in diesem Jahr mit Ferienprogrammen, Kinderblog und Familienausstellung ein umfangreiches Programm für Familien.
Das Burg Posterstein bietet in diesem Jahr mit Ferienprogrammen, Kinderblog und Familienausstellung ein umfangreiches Programm für Familien.

Über drei Viertel aller Osterbesucher kamen aus Thüringen und Sachsen ins Museum Burg Posterstein. Vier Prozent kamen aus Berlin, drei Prozent aus Sachsen-Anhalt und je zwei Prozent aus Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Die restlichen Besucher verteilten sich auf die einzelnen Bundesländer und zwei europäische Länder. Von den Herkunftsstädten waren Gera, Berlin, Jena, Schmölln, Chemnitz und Altenburg (in dieser Reihenfolge) am häufigsten vertreten.

Wie feierten Ritter Ostern?

Bei erfolgreich absolvierter Schatzsuche oder Rätseljagd erhielten die Teilnehmer den Schatzsucher-Ausweis der Burggeister Posti und Stein.
Bei erfolgreich absolvierter Schatzsuche oder Rätseljagd erhielten die Teilnehmer den Schatzsucher-Ausweis der Burggeister Posti und Stein.
In den Osterferien waren die historischen Räume der Burg Posterstein nicht nur festlich geschmückt, es gab auch eine kleine Schau mit österlichen Schmuckstücken aus der Sammlung des Museums und ein umfangreiches Programm für Familien. Was ist das Osterfest? Wie feierten Ritter Ostern? Wie sah eine traditionelle Altenburger Festtracht aus? Und woher kommt der Brauch vom Osterei? Solche Fragen standen im Mittelpunkt der kindgerecht aufbereiteten 20-minütigen Schatzsuchen und einer österlichen Rätseljagd durch die Burg Posterstein. Viele Familien mit großen und kleinen Kindern ergriffen die Chance dazu. Als Belohnung gab es den Postersteiner „Schatzsucher-Ausweis“ der Burggeister Posti und Stein und eine süße Osterüberraschung. Am Ende der Osterferien konnten die Burggeister rund 200 neue „Schatzsucher“ begrüßen. 120 Familien absolvierten die österliche Rätseljagd.

Fragen stellen ausdrücklich erlaubt: Wir bereiten die Ausstellung „Kinderburg“ vor

Die Ferienprogramme des Museums mit thematisch wechselnden Schatzsuchen sind eine Vorbereitung auf die Familienausstellung „Die Kinderburg: Auf den Spuren von Rittern und Salondamen“, die am 1. Oktober 2017 öffnet. Im Museum können Kinder dem Burggespenst Posti und dem Burgdrache Stein Fragen aller Art stellen. Dafür steht im Museum eine „Helmpost“ bereit, in der seit Anfang des Jahres schon über 60 Fragen landeten. Die Kinder interessieren Themen aus dem Alltag von Rittern und Prinzessinnen. Wie wurde gebadet, wo schlief man, wie zogen Ritter ihre Rüstungen an und konnten sie damit aufs Klo gehen? Die Antworten schicken Posti und Stein den Fragestellern per Brief oder E-Mail nach Hause, eine Auswahl kann man im Kinderblog der Burg Posterstein online nachlesen und letztlich gehen die wichtigsten Themen in die Familienausstellung ein.

Von Marlene Hofmann / Museum Burg Posterstein

#Kinderburg: Was nutzten die Ritter als Klopapier?

Die dreijährige Bree wollte von uns Burggeistern wissen, was die Ritter als Klopapier benutzt haben. Das ist eine spannende Frage!

Papier gibt es in Europa erst seit rund 1000 Jahren, Ritter gab es schon eher. Auch später war Papier viel zu teuer, um sich damit den Hintern abzuwischen. Vor allem in der Natur fanden die Menschen Ersatz.

Was nutzten Ritter statt Klopapier? (Bild: Museum Burg Posterstein)
Was nutzten Ritter statt Klopapier? (Bild: Museum Burg Posterstein)

Natürlich hatten die Ritter im Mittelalter noch kein Klopapier, wie wir es heute benutzen. Richtiges Papier gibt es in Europa erst seit dem 11. Jahrhundert. Händler brachten es aus Asien nach Europa und es war sehr teuer. Daher hat man es natürlich nur zum Schreiben und nicht für das Klo benutzt.

Allerdings wollte auch der mittelalterliche Ritter seinen Hintern mit weichen Materialien säubern. Reichere Menschen benutzten alte Lumpen, manchmal auch Schafwolle, zum Abwischen.

Die Meisten griffen zu Materialien aus der Natur: Am beliebtesten waren Blätter. Die konnte man jeden Tag frisch von den Bäumen pflücken, sodass sie nicht trocken und bröselig wurden. Allerdings musste sich der Ritter im Winter, wenn es keine Blätter an den Bäumen gab, etwas anderes einfallen lassen.

Kratziges Stroh kam dafür in Frage. Alternativ konnte der Ritter Moos benutzen. Auch das war ganz weich und bröselt nicht, wenn es trocken ist. Im Herbst konnte sich die Burgbesatzung daher einen großen Vorrat an getrocknetem Moos für den Winter anlegen.

Noch heute nutzen nicht alle Menschen auf der Welt Klopapier. Fließendes Wasser, Sand und pflanzliche Materialien wie Maisstroh kommen in manchen Gegenden statt Klopapier zum Einsatz.

#Kinderburg: Hatten Ritter eine Schule?

Hatten Ritter eine Schule? fragte Celine (9 Jahre) die Postersteiner Burggeister Posti und Stein. Hier kommt ihre Antwort:

Nein, eine richtige Schule, so wie heute, hatten die Ritter nicht. Kinder im Mittelalter lernten vor allem dadurch, dass sie den Erwachsenen zusahen und ihnen bei der Arbeit halfen. Lesen und Schreiben konnten die wenigsten. Jungen konnten Ritter werden oder im Kloster zum Mönch oder Pfarrer ausgebildet werden. Mädchen lernten den Haushalt einer Burg zu verwalten und wurden früh verheiratet.

Zwar gibt es schon seit fast 700 Jahren öffentliche Schulen. Aber die waren nur wenigen zugänglich. Die Kinder aus ärmeren Häusern hatten oft nicht genug Geld oder nicht genug Zeit, diese zu besuchen. Für die Kinder eines Ritters gab es mehr Bildungsmöglichkeiten als für die Kinder eines Bauern. Aber eine große Auswahl an Berufen, die sie später ausüben konnten, hatten auch Ritter nicht. Die Jungs wurden selbst zu Rittern oder sie wurden in ein Kloster geschickt und wurden später Mönch oder Pfarrer.

So sah die Schule der Ritter eher nicht aus... (Illustration: Museum Burg Posterstein).
So sah die Schule der Ritter eher nicht aus… (Illustration: Museum Burg Posterstein).
In Klöstern gab es tatsächlich Schulen. Geistliche mussten Lesen und Schreiben können! Sie lernten dort die lateinische Sprache. Manche sogar Griechisch. In Klosterschulen ging es sehr streng zu. Die Jungen durften nicht miteinander reden oder gar zusammen spielen. Wenn sie sich wuschen oder auf die Toilette mussten, war immer ein Aufpasser in der Nähe. Der Tagesablauf war streng geregelt: Vom Aufstehen bis zum Schlafen. Es gab feste Essenszeiten und einen strengen Speiseplan.

14 Jahre fern von zu Hause

Die Jungs, die selbst Ritter werden sollten, wurden auf eine andere Burg zur Ausbildung geschickt. Dort mussten sie dann einige „Lehrstufen“, so etwas wie Klassenstufen, durchlaufen. Mit sieben Jahren wurden sie „Page“. Sie dienten dem Burgherrn, lernten mit Pferden umzugehen und sie zu versorgen, gingen mit auf die Jagd, übten Bogenschießen und bekamen auch Musik- und Tanzunterricht. Page war man sieben Jahre lang.

Die Ausbildung zum Ritter absolvierten Jungen oft auf einer anderen Burg.
Die Ausbildung zum Ritter absolvierten Jungen oft auf einer anderen Burg.
Mit 14 Jahren wurden die Jungen dann zum „Knappen“ befördert. Wer stark und mutig war, begleitete seinen Ritter mit auf Turniere oder in den Kampf, half seinem Herrn beim Anziehen der Rüstung. Fiel der Ritter einmal vom Pferd, musste der Knappe ihm aufhelfen. Er wich ihm sozusagen nicht mehr von der Seite. Doch da der Knappe selber keine Rüstung trug und dennoch an den Kämpfen teilnahm, war das eine sehr gefährliche Aufgabe.
Mit 21 Jahren wurde der Knappe, wenn er sich bewährt hatte, schließlich mit der „Schwertleite“ zum Ritter geschlagen. Nun erst erhielt er sein eigenes Schwert. Und manchmal sah er auch erst zu diesem Zeitpunkt seine Eltern wieder. Nach 14 Jahren! In dieser langen Zeit hatte er auf einer fremden Burg alles gelernt, was er für den Kampf brauchte. Und natürlich trainierte er für den Ernstfall oder die Teilnahme an einem Turnier immer fleißig weiter!

Mit 12 Jahren verheiratet

Bei den Mädchen war es etwas anders. Den Frauen gehörte das Heim. Sie kümmerten sich um die Ordnung, um die Küche, die Dienstboten und Diener und natürlich um die Kinder.

Die Mädchen wurden von der Burgherrin in häuslichen Dingen unterrichtet. Im Spinnen und Sticken, im Malen, Tanzen und Singen, aber auch im Lesen oder Rechnen. War nämlich der Burgherr nicht zu Hause, musste seine Frau die Burg verwalten. Das musste sie natürlich früh erlernen, denn die Kindheit war im Mittelalter nicht sehr lang.

Mit sieben Jahren entschieden die Eltern, was ihre Kinder einmal tun sollten. Sie kamen auf die Klosterschule oder wurden zur Ritterausbildung auf eine andere Burg geschickt. Mit zwölf Jahren wurden die Mädchen oft schon verheiratet. Die Jungen galten mit 14 Jahren als erwachsen.

Erst vor ungefähr 100 Jahren setzte sich in ganz Deutschland die sogenannte „Schulpflicht“ durch. Seitdem müssen alle Kinder eine Schule besuchen.

Buchtipp zum Weiterlesen:
Viele Fragen rund ums Leben auf einer mittelalterlichen Burg beantwortet das Buch „Ritter und Burgen“ aus der Reihe „Frag doch mal die Maus“, erschienen 2006 im CBJ Verlag. Im Buch geht es unter anderem um die Fragen: „Wie wurde man Ritter?“, „Warum stehen so viele Burgen so hoch oben?“ und „Was machten die Ritter im Winter?“

#Kinderburg: Gab es auch Tiere auf einer Burg?

Jonathan (4 Jahre) möchte wissen, ob es auch Tiere auf einer Burg gab. Burggespenst Posti und Drache Stein von der Burg Posterstein antworten:

Ja, tatsächlich lebten ganz viele Tiere auf einer Burg. Die Burg war ein sicherer Ort und die Ritter wollten auf ihre Tiere gut aufpassen – besonders auf ihre wertvollen Pferde. Denn ein Ritter ohne Pferd war kein echter Ritter.

Tatsächlich kommt das Wort „Ritter“ ursprünglich vom Wort „Reiter“. Denn die ersten Ritter waren bewaffnete Reiter. Daher waren Pferde sehr wichtig. Der „Rossknecht“ (Ross = Pferd) kümmerte sich um die Tiere.

Das Wort Ritter kommt von Reiter. Sein Pferd war einem Ritter besonders wichtig.
Das Wort Ritter kommt von Reiter. Sein Pferd war einem Ritter besonders wichtig.

Neben den Pferden gab es auch Hühner und Gänse auf einer Burg. Die landeten meist im Kochtopf oder endeten als Braten beim Ritterschmaus. Natürlich nutzten die Mägde und Knechte, also die Diener des Ritters, die Eier der Hühner, um leckere Speisen zu bereiten.

Katzen leben ebenfalls auf einer Burg. Sie sollten Mäuse fangen. Hunde nahm man mit auf die Jagd. In manchen Burgen gab es auch eine Falknerei. Dort richtete man Falken für die Jagd ab.

Es lebten also ganz viele Tiere auf einer Burg. Die kleinsten waren übrigens Flöhe und Läuse. Weil sich die Menschen im Mittelalter nur selten richtig wuschen, nisteten sich die kleinen Tiere gern in den langen Haaren ein…

#Kinderburg: Wie schwer war die Ritterrüstung?

Jeremy (11 Jahre) und Jannes (5 Jahre) wollen wissen, wie schwer die Rüstung – genannt Harnisch – eines Ritters war. Burggespenst Posti und Drache Stein antworten:

So eine Rüstung war ziemlich schwer. Sie bestand aus sehr vielen einzelnen Teilen und wog zwischen 20 und 30 Kilogramm – also etwa so viel wie zwei bis drei Eimer Wasser! Allein ein Helm wog so viel wie drei Milchkartons (drei Kilogramm). Ein Kettenhemd konnte sogar 15 bis 20 Kilogramm auf die Waage bringen, so viel wie ein Kindergartenkind. Trotzdem konnten die Männer dieses Gewicht, das sich auf den ganzen Körper verteilt, gut tragen. Eine Feuerwehr-Ausrüstung wiegt heute genauso viel!

Seit rund 500 Jahren gibt es keine „richtigen“ Ritter in Rüstung mehr. Das lag auch daran, dass die Rüstungen neuen Waffen nicht mehr standhalten konnten. Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen zum Beispiel immer bessere Feuerwaffen, die auch Rüstungen durchschlugen. Das war natürlich nur ein Grund, warum es heute keine Ritter zu Pferd und mit Rüstung mehr gibt.

Helme und Rüstung in der Burg Posterstein.
Helme und Rüstung in der Burg Posterstein.

Heute kann man „Ritter“ nur noch auf Mittelaltermärkten sehen. Das sind aber geübte Schauspieler, die zur Freude der Besucher ein Turnier nachstellen. Trotzdem tragen auch diese Ritter noch richtige Rüstungen, die auch noch heute genauso schwer sind wie damals im Mittelalter. Und immer noch gibt es so etwas wie moderne Rüstungen: Helme, Schutzanzüge und schusssichere Westen zum Beispiel.

Anmerkung: Wir danken Dirk H. Breiding (Department Waffen und Rüstungen am Philadelphia Museum of Art) für die inhaltliche Beratung.

#Kinderburg: Wo haben die Ritter geschlafen?

In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.

„Wo haben die Ritter geschlafen?“, fragt Jonathan (4 Jahre). Burggespenst Posti und der Drache Stein antworten:

Die Ritter in einer Burg haben in der „Kemenate“ geschlafen. Dieser Raum war das Wohn- und Schlafzimmer. Als einziger Raum in der Burg hatte die Kemenate einen Kamin, der den Ritter und seine Familie wärmen konnte. Dort stand ein Bett, in dem der Ritter, seine Frau und seine Kinder gemeinsam schliefen.

In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.
In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.
In so einem Bett könnte ein Ritter geschlafen haben.[/caption]In der Burg Posterstein gibt es heute leider kein Ritterbett mehr zu sehen. Weil die Burg nach dem Mittelalter oft umgebaut wurde, lassen sich in ihr sehr viele Kamine finden. Nicht nur einer.

Aber vor 800 Jahren, als die Burg noch neu gebaut war, gab es nur ein beheizbares Zimmer: Die „Kemenate“. Dieser seltsame Name stammt aus der lateinischen Sprache. Dort heißt das Wort „caminus“ so viel wie Kamin oder Ofen, den es in der Kemenate eben gab. Trotzdem war es im Winter sehr kalt. Mit Wandteppichen und Vorhängen versuchte man den Raum wärmer und schöner zu gestalten.

Die Kemenate diente als Wohnzimmer und als Schlafzimmer. In dem dortigen Bett schliefen der Ritter, seine Frau und alle ihre Kinder zusammen. Am Tag war das Zimmer das Reich der Burgdamen.

Wie genau das Ritterbett in der Burg Posterstein vor 800 Jahren ausgesehen hat, wissen wir leider nicht. Aber später war es groß, aus Holz gebaut und sehr hoch, damit die Ritterfamilie nicht so nah am kalten Boden liegen musste.

Nicht alle Ritter hatten ein eigenes Bett

Aber nicht alle Ritter haben überhaupt auf einer Burg gewohnt. Viele lebten bei den Bauern in den Dörfern. Dort hatte man oft Bettkisten, Schlafnischen und Strohmatten, auf denen man schlief. Der Mittelpunkt eines Hauses war auch dort der Ofen, der als Kochstelle diente und um den sich alle schlafenlegten. Auch in den Dörfern schlief die ganze Familie gemeinsam in den Betten. Manchmal teilte man sich diese Ruhestätte nicht nur mit der Familie, mit den Mägden und Knechten, sondern auch mit den Tieren. Denn viele Menschen und Tiere in einem Raum erzeugen mehr Wärme!

Wer ein richtiges Schlafzimmer besaß, war ein reicher Mann. Und in manchen Burgen und Schlössern schliefen sogar die Knechte neben dem Bett ihres Herrn in Bettkisten.

Den bequemsten Schlafort in der ganzen Burg Posterstein haben aber wir Geister. Wir schlafen am liebsten im Dach des Turmstübchens, wohin niemand klettern kann. Hier ist es ruhig und friedlich und wir haben immer eine tolle Aussicht!

Blog-Serie „Kinderburg“: Die Burggeister Posti und Stein beantworten Eure Fragen. Mehr dazu.

Im Jahr 2016 Besucher aus allen Bundesländern – Museum Burg Posterstein zieht Bilanz

Winterliche Burg Posterstein
Winterliche Burg Posterstein

Auch 2016 kamen wieder über 20.000 Besucher ins Museum Burg Posterstein. Allein in der Weihnachtswoche sahen rund 600 Besucher die Krippenausstellung „Weihnachten mit Aschenputtel – Böhmische Weihnachtskrippen“. Anlass, um Bilanz zu ziehen.

Seit Mitte Juli läuft eine Besucherbefragung im Museum, die zeigt, dass die Hälfte der Gäste aus Thüringen und rund 30 Prozent aus Sachsen kamen. Die zehn häufigsten Herkunftsorte waren Gera, Altenburg, Leipzig, Berlin, Jena, Zwickau, Chemnitz, Crimmitschau, Erfurt und Ronneburg. Vier Prozent der Besucher stammten aus Sachsen-Anhalt und jeweils drei Prozent aus Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und aus dem Ausland. Die drei Prozent internationalen Gäste reisten aus 23 Ländern an, wobei über die Hälfte davon aus Holland, den USA, Peru, der Schweiz, Norwegen, Österreich und Frankreich kamen.

Starker Besucheranstieg in der digitalen Welt

Ausstellung - offline und digital im Museum Burg Posterstein
Ausstellung – offline und digital im Museum Burg Posterstein

Das Museum Burg Posterstein begleitet seine Ausstellungen immer mit zusätzlichen Informationen und Inhalten im Internet. Auf Website, Blog und den Social Media-Kanälen des Museums können Interessierte tiefer in geschichtliche und kulturelle Themen eintauchen. Ausstellungen werden spielerisch begleitet, Besucherbeteiligung und Fragen sind immer willkommen. Themen, die vor Ort keinen Platz finden, können online langfristig für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.

In der digitalen Welt verzeichnet die Burg Posterstein deutlich steigende Besucherzahlen. Die Website des Museums wurde 2016 rund 156.000 Mal angesteuert (Visits). Der Blog des Museums erhielt rund 22.000 Aufrufe, das sind rund 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Gros der Blogleser kam aus Deutschland, gefolgt von den USA, Österreich, Schweiz und Frankreich. Die beliebtesten Beiträge tragen Titel wie „Wie still war das Örtchen von Ritter Kunibert?“, „Ein spektakulärer Fund – aus dem Jahr 1730“ oder „Museum kommuniziert – wie, wo und wohin?„.

Auch in den sozialen Medien folgen immer mehr Menschen aus aller Welt dem Museum Burg Posterstein. Inzwischen haben sich dauerhafte Bekanntschaften entwickelt, die teilweise auch „offline“ weitergeführt werden. Dem Facebook-Auftritt des Museums folgen derzeit rund 780 Menschen, das ist ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber 2015. Dem Twitter-Profil folgen über 2000 Nutzer, was einer Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Seit einem dreiviertel Jahr nutzt das Museum auch den Bilder-Blog-Dienst Instagram, wo es derzeit rund 360 Abonnenten hat.

Die geplante Sonderausstellung für Familien beginnt im Blog

2017 erstmals eine Ausstellung gezielt für ein junges Publikum und Familiren: Die Kinderburg auf Burg Posterstein
2017 erstmals eine Ausstellung gezielt für ein junges Publikum und Familiren: Die Kinderburg auf Burg Posterstein
Die für 1. Oktober 2017 geplante Ausstellung für ein junges Publikum „Die Kinderburg – Auf den Spuren von Rittern und Salondamen“ beginnt demnächst bereits im Blog. Im Museum, per Brief, E-Mail, Facebook, Twitter und Instagram lädt das Museum Jung und Alt dazu ein, Fragen zum Ausstellungsthema zu stellen. Die Antwort senden die Mitarbeiter des Museums dem Fragesteller zu und teilen sie darüber hinaus auf dem Blog in einer neuen Blogserie „Die Kinderburg“.